Fußballkosmos zwischen Ramsau und Kiel

Kleiner Kleeblattsticker vor steirischer Bergkulisse (Foto: KH)

Wie in jedem Winter verbringen die Greuther-Weiber einige Urlaubstage in Ramsau in der Steiermark – zum Langlaufen und Relaxen. Hier haben uns die Neuigkeiten vom Club erreicht, der es der Spielvereinigung nachgemacht und sich von seinem Trainer getrennt hat. Allerdings ist Michael Köllner seinem Sportdirektor gefolgt. Beim Kleeblatt ist Rachid Azzouzi noch im Amt.

Weiterhin erhitzen sich zu Hause die Gemüter einiger Kleeblattfans über das Engagement des neuen Trainers Stefan Leitl und seines Co-Trainers Andre Mijatovic. Darüber haben wir schon geschrieben – deshalb dazu hier aus der Ferne von uns keine neuen Kommentare.

Viel wichtiger waren die drei Punkte beim letzten Heimspiel gegen den MSV Duisburg. Ob die Arbeit des neuen Coachs weiter Früchte trägt, wird sich am kommenden Sonntag, 17. Februar ab 13.30 Uhr, beim Spiel gegen Holstein Kiel zeigen. Die Störche rangieren immerhin mit 35 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz der Zweiten Liga und werden der Spielvereinigung das Leben auf dem grünen Rasen bestimmt nicht leicht machen.

Obwohl das Wetter für den Sonntagnachmittag kaiserlich vorhergesagt ist und gleichzeitig bei der Ski-WM im schwedischen Aare Deutschlands Hoffnungsträger Felix Neureuther gegen seinen österreichischen Erzrivalen Marcel Hirscher im Slalom antritt, werden wir uns hier – dank der Unterstützung einer Freundin – die Kiel-Fürth-Partie auf dem Laptop ansehen und mit dem Kleeblatt zittern. Und wenn die Spielvereinigung gewonnen hat, trinken wir darauf einen „Zirb’n“.

Möhlmann goes to Ingolstadt

Der Ex-Trainer der Spielvereinigung Benno Möhlmann wurde gestern als neuer Coach des Zweitligisten FC Ingolstadt vorgestellt. Nachdem Aufsteiger Ingolstadt am Freitag eine 1:2-Heimniederlage gegen Energie Cottbus kassiert hatte und mit mickrigen vier Punkten aus elf Spielen auf einem Abstiegsplatz steht, sah es für Trainer Michael Wiesinger schlecht aus. Und am Wochenende brachte die Vereinsführung dann Butter bei die Fische. Der FC Ingolstadt trennte sich von Wiesinger und auch von Co-Trainer Uwe Wolf.

20100205_arminia_spvgg_0129Möhlmanns Trainerlaufbahn begann bereits 1988 beim Hamburger SV als Nachwuchs- und Co-Trainer, 1992 wurde er zum Cheftrainer befördert. Ende 1995 beim Hamburger SV beurlaubt wechselte er wenig später in die Regionalliga zu Eintracht Braunschweig, wo er bis 1997 als Trainer tätig war. Anschließend trainierte er von 1997 bis 2000 unsere Kleeblätter, bevor er von 2000 bis 2004 Arminia Bielefeld coachte. Im Februar 2004 wechselte er zum zweiten Mal – bis Juni 2007 – zur SpVgg.

Nach einem Intermezzo in der Saison 2007/08  bei Eintracht Braunschweig übernahm er ab Mai 2008 erneut das Traineramt in Fürth, wo er Nachfolger von Bruno Labbadia wurde, der ihn erst ein Jahr zuvor selbst beerbt hatte. Nach einem fünften Rang in der Saison 2008/09 folgte der Absturz der Fürther auf Rang 15 zur Winterpause, so dass sich der Verein und Möhlmann am 20. Dezember 2009 auf eine Auflösung des Vertrags verständigten. Seitdem ist Michael Büskens am Ruder.

Beim FC Ingolstadt erhält Benno Möhlmann einen Vertrag bis zum Saisonende, der im Falle des Klassenerhalts automatisch um ein weiteres Jahr verlängert wird. Unterstützung erhält er von seinem neuen Co-Trainer Sven Kmetsch, der zuletzt als Jugendtrainer auf Schalke tätig war.

Möhlmann hat bei den Kleeblättern immer Format bewiesen und war für viele sportliche Erfolge verantwortlich. Hoffentlich muss er sich beim FC Ingolstadt nicht allzu warm anziehen (Foto), um den Klassenerhalt der „Schanzer“ zu sichern.