Von Kleeblättern und Wölfen

Dieses Woche war für die Anhänger der SpVgg und uns Greuther-Weiber eine gefühlsmäßig positive. Der überraschende Sieg am letzten Samstag bei Schalke 04 gab uns allen einen Push nach oben, das war vielleicht der Anfang auf dem Weg aus dem Tal der Tränen. Zu pathetisch?
Morgen empfängt das Kleeblatt zu Hause den VfL Wolfsburg. Diese Begegnung ist für uns vor allem deshalb interessant, weil die Elf seit einigen Wochen von Ex-Club-Trainer Dieter Hecking gecoacht wird. Er hat den Verein aus Fürths östlicher Vorstadt abrupt verlassen und konnte seitdem immerhin auch Erfolge in der VW-Hochburg erzielen.
Derzeit liegen die Wolfsburger nach 20 Spieltagen der laufenden Saison auf dem 15. Tabellenplatz (einen Rang hinter dem Club), die 23 Punkte bedeuten einen 7-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz. Im Hinspiel war das Kleeblatt mit 1:0 in Führung (Eigentor von Pogatetz in der 28. Minute) gegangen. Maßgeblichen Anteil am Treffer hatte SpVgg-Angreifer Ilir Azemi, der den Wolfsburger Verteidiger so sehr in Bedrängnis brachte, dass dieser den Ball mit der Schulter an seinem herauseilenden Keeper Benaglio vorbeilegte. Olic konnte aber noch vor der Pause ausgleichen (42. Min.). Das 1:1 war gleichzeitig der Endstand und bedeutete am 4. Spieltag den vierten Erstliga-Punkt für das Kleeblatt.
Die Wölfe haben sich für morgen bestimmt einiges vorgenommen. Das sollte aber die Spielvereinigung nicht abschrecken. Noch ist – wie immer – nicht klar, wer für das Kleeblatt auf dem Platz sein wird. Edgar Prib und Stephan Fürstner könnten im Kader sein, Zoltan Stieber fällt leider wegen einer Schulterverletzung aus. Außerdem fehlt immer noch Heinrich Schmidtgal (Patellasehnen-Probleme). Übrigens: Es gibt noch Restkarten für die Partie gegen Wolfsburg. Und hier noch eine aufbauende Information: Dieter Hecking gewann als Trainer nur eines von zehn Pflichtspielen gegen Fürth – im Dezember 2003 mit dem VfB Lübeck.

Diverse Geschenke zu Weihnachten

Vieles hat sich in den letzten Tagen ereignet, allerdings war dieses Mal nicht das Fürther Kleeblatt betroffen. Nein, der Bundesliga-Verein unserer östlichen Vorstadt wurde noch kurz vor den Feiertagen vom plötzlichen Wechsel seines Trainers Dieter Hecking zum VfL Wolfsburg überrascht und geschockt. Sogar einige eingefleischte Spielvereinigungsfans und erklärte Clubgegner diskutierten über Heckings abrupten Weggang und Michael Wiesingers Berufung und brachten ein klein wenig Mitleid für den Club und seine Fans auf.
Wir Greuther-Weiber konzentrieren uns auf lieber auf Wesentliches: Wir freuen uns über die Kleeblatt-Weihnachtskugeln, die uns gute Freunde geschenkt haben (und die nachher einen besonders exponierten Platz am Christbaum bekommen werden). Und wir sind gespannt auf den neuen Torhüter, der mit sofortiger Wirkung zum Kleeblatt wechselt: Tom Mickel (23) kommt vom Hamburger SV. In Fürth wird der ablösefreie Keeper einen Vertrag bis 2015 erhalten. Mickel spielte ursprünglich bei Energie Cottbus und war bei den Hanseaten zuletzt nur die Nummer drei. Damit hat die Vereinsführung der SpVgg auf die Verletzung von Issa Ndoye reagiert, der frühestens im März wieder fit sein wird. Der Senegalese hatte sich im Oktober das Syndesmoseband gerissen. Nach dem Stürmer Nikola Djurdjic und dem Abwehrspieler Matthias Zimmermann ist Tom Mickel also der dritte Neuzugang in der Winterpause. Vielleicht kommt in den nächsten Wochen noch der eine oder andere Spieler, um das Kleeblatt im neuen Jahr beim Klassenerhalt tatkräftig zu unterstützen? Mal sehen…