Sieg durch Dresdner Eigentor, warum nicht?

Wer kann sich nicht noch gut daran erinnern, als das Kleeblatt in früheren Spielzeiten vom Pech verfolgt war? Da fielen in den letzten Sekunden noch entscheidende Gegentore, da wurden Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben, da ging dem Kleeblatt einfach mal die Luft aus.

Heute war es genau umgekehrt. Und ich frage: Warum nicht? Die Spielvereinigung hat die Partie gegen den Fünfplatzierten der Zweiten Liga – Dynamo Dresden – durch ein Eigentor von Aias Aosman (Foto) mit 1:0 gewonnen. Glücklich werden die Sachsen sagen. Verdient, meine ich. Das Spiel war von Beginn an erst mal fest in Fürther Hand, es gab einige brisante Situationen und gute Chancen. Die allerdings nicht verwandelt werden konnten. Das Kleeblatt agierte quirlig, war aktiv, aber das Feintuning beim Zusammenspiel und den Pässen war alles andere als optimal. (Was Passgenauigkeit ist, hat man beim Champions-League-Spiel AS Monaco gegen den Borussia Dortmund bewundern können. Da saß doch einfach alles!)

Zurück zur heutigen Begegnung im Ronhof. Mit 0:0 gingen beide Mannschaften in die Pause. In der 54. Minute wechselte dann Trainer Janos Radoki Mathis Bolly für Khaled Narey ein. Wohl in der Hoffnung, dem Fürther Konzept neue Impulse zu geben. Allerdings war es der Dresdner Akaki Gogia, der fünf Minuten später nach einem schnellen Lauf quer durchs Stadion und einem Schuss aus knapp 20 Metern Distanz zum ersten ernstzunehmenden Abschluss der Dresdner kam. Möglichkeiten hier, Chancen dort. Als Zuschauer befürchtete man schon, dass es heute zum torlosen 0:0 kommen könnte.

Doch dann hatten die Kleeblattfans ihre Freude in der 74. Minute: Eine Flanke von Veton Berisha von der linken Seite – auf Höhe der Strafraumgrenze – will Aias Aosman klären. Er ist voll im Sprint, erwischt den Ball mit dem rechten Oberschenkel und knallt ihn aus 16 Metern unglücklich ins eigene Tor. Keeper Marvin Schwäbe ist völlig chancenlos.
Zwar hatte Dynamo in der restlichen Spielzeit noch ein, zwei gute Gelegenheiten zum Ausgleich, die Gäste kamen aber nicht zum Vollzug. Das Kleeblatt rettete sich über die letzten Minuten und verpasste es, eigene Kontermöglichkeiten effektiv umzusetzen.

Die Spielvereinigung kann nach drei sieglosen Partien heute über drei wichtige Punkte richtig happy sein. Der Abstand zum Tabellenfünften Dynamo Dresden ist auf drei Zähler geschrumpft. Nächsten Samstag, 29. April, ist das Team von Janos Radoki zu Gast beim Abstiegskandidaten Arminia Bielefeld – dessen Torwart Wolfgang Hesl viele Kleeblattfans ja noch in bester Erinnerung haben.

Dresdner Stollen bekommt Kleeblattfans schlecht

Dynamo Dresden - SpVgg Greuther FürthSerdar Dursuns Tor in der Nachspielzeit (Foto) ließ erahnen, was das Kleeblatt eigentlich drauf hätte, aber dieses Aufbäumen kam zu spät. Die Spielvereinigung verlor heute – ehrlich gesagt: verdient – mit 1:2 beim Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden.

Ohne Sercan Sararer, der sich in einem Testspiel verletzt hatte, musste Trainer Stefan Ruthenbeck planen. Die Partie vor über 28 000 Zuschauern im DDV-Stadion Dresden begann flott und mit einer Bombenchance in der zweiten Minute für Benedikt Kirsch. Leider wurde das nichts, vielleicht wäre bei einem frühen Fürther Tor das gesamte Spiel komplett anders verlaufen. Die Gäste waren in den ersten zwanzig Minuten erst mal überlegen. Das änderte sich aber, als Akaki Gogia in der 20. Minute das 1:0 für Dynamo machte. Ein Bilderbuchtreffer, der besonders tragisch war, weil Marco Caligiuri den Ball mit dem Kopf berührt noch hatte. Keeper Megyeri war ohne jede Chance. Nach diesem Führungstor wirkte das Kleeblatt vollkommen frustriert, und vom anfänglichen Drive war kaum mehr etwas zu spüren. Robert Zulj versuchte zwar, Veton Berisha stärker ins Spiel zu bringen, der jedoch verlor ein ums andere Mal den Ball. Seine Passquote ist grottenschlecht.

Kurz nach der Halbzeitpause entschied sich Ruthenbeck, Marco Caligiuri gegen Mathis Bolly auszuwechseln. Ein guter Schachzug, Bolly sollte mehr in der Offensive agieren, um den Rückstand zu kompensieren. Allerdings waren es wieder die Sachsen, die mehrere Torchancen hatten, die sie zum Glück nicht verwerteten. Erst in der 77. Minute entschloss sich der Kleeblatt-Trainer, Serdar Dursun aufs Spielfeld zu bringen. Die Kleeblätter ließen sofort mehr Power erkennen, ihre Aktionen wurden wieder genauer und raffinierter. Es half dennoch nichts. Akaki Gogia – vollkommen unbewacht – nahm vier Minuten vor Spielende am Elfmeterpunkt die Kugel mit der Brust an und zog aus elf Metern volley ab. Das war das 2:0 – der Doppelpack wurde von den Dresdner Fans bejubelt. Die wenigen Kleeblattanhänger wussten, dass der Ausgleich kaum noch möglich war. Trotzdem wurde es  doch wieder spannend. Der eingewechselte Dursun nahm eine Flanke von Djokovic mit der Brust an und traf aus kurzer Distanz zum Anschlusstreffer ins Tor. Aber ein Unentschieden war aufgrund der wenigen Sekunden, die noch blieben, nicht mehr realisierbar.

Fazit: Die Dresdner marschieren mit jeder Partie kontinuierlich in Richtung Tabellenspitze. Sie haben die eindeutig effizienteren Spieler, einen guten Torwart und sind unterm Strich einfach mutig. Das Kleeblatt hat beim Spiel gegen den VfL Bochum lediglich kurz durchscheinen lassen, was es zu leisten imstande ist. Aktuell rangiert die Spielvereinigung nach dem 13. Spieltag mit 14 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz, lediglich drei Punkte vom Relegations-Abstiegsplatz entfernt.

Das Kleeblatt empfängt am kommenden Freitag, 25. November, um 18.30 Uhr Arminia Bielefeld im Ronhof. Diese Mannschaft dümpelt auch im unteren Zweitliga-Drittel herum. Ich bin natürlich im Stadion und freue mich, Wolfgang Hesl wiederzusehen, selbst wenn er im gegnerischen Tor steht.

Schwieriges Auswärtsspiel in Dresden

Dynamo Dresden - SpVgg Greuther FürthSeit gestern wissen wir, wer in Zukunft die Geschicke der USA lenkt. Wie auch immer man darüber denken mag – Donald Trump ist ein Faktum, mit dem und dessen Politik wir leben müssen. Aber wir sollten jetzt nicht wie ein Kaninchen die Schlange anstarren, sondern uns wieder mehr auf unsere nähere Umgebung konzentrieren. Zum Beispiel auf eine der schönsten Nebensachen der Welt: Fußball.
Für Fürther Kleeblattfans war der Sieg gegen den VfL Bochum am letzten Samstag wie ein Befreiungsschlag nach fünf Liga-Spielen – davon vier Niederlagen in Folge. Einziger sportlicher Lichtblick in den letzten Wochen war das gewonnene DFB-Pokalspiel gegen Mainz 05 gewesen. Der Zweitligasieg hat der Spielvereinigung drei wichtige Punkte beschert. Und Trainer Stefan Ruthenbeck vorerst seinen Trainerjob gerettet.
In dieser Woche ist Länderspielpause, die nächste Begegnung findet am Sonntag, 20.November, auswärts gegen Dynamo Dresden statt. Dort werden aller Voraussicht nach weniger Zuschauer im Stadion sein als sonst: Nach dem Wurf eines abgetrennten Bullenkopfes während des Pokalspiels gegen RB Leipzig und weiterer Fälle von unsportlichem Verhalten seiner Zuschauer soll der Verein eine Geldstrafe von 60.000 Euro zahlen. Außerdem müssen die Sachsen ein Zweitliga-Heimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Betroffen wäre das nächste Heimspiel gegen die SpVgg. In der Partie müssten laut Urteil die Blöcke K1 bis K5 geschlossen bleiben – davon wären dann 9.055 Stehplätze betroffen. Dynamo Dresden will jedoch Berufung einlegen.
Für die Fürther Mannschaft und ihre Kleeblattanhänger sind Spiele gegen Dynamo Dresden oft ein emotionaler Kraftakt. So stünde dann auch die kommende Begegnung von vornherein unter keinem guten Stern. Falls das Urteil rechtskräftig würde, würde das Spiel zwar nicht gerade vor einer Geisterkulisse stattfinden – denn das Stadion hat immerhin eine Gesamtkapazität von über 32.000 Plätzen. Aber die Stimmung bei den Gastgebern wäre keine optimale (im Gegensatz zum Spiel im März 2014, Foto)

Ich bin mal gespannt, wie das DFB-Sportgericht entscheiden wird. Bis zum 20. November sind es ja noch ein paar Tage. Ich mache in der Zwischenzeit eine Woche Urlaub auf der Kanarischen Insel Fuerteventura. Genieße das Meer, die Sonne und Wärme (hoffentlich!) und komme frisch gestärkt am 19. November zurück nach Fürth.

Leider (nur) ein Punkt fürs Kleeblatt

„Das Spiel plätschert vor sich hin“, habe ich zu Beginn der zweiten Halbzeit in Facebook gepostet – und ich war offenbar nicht die einzige, die so empfand. Die Partie Goliath gegen David – ich meine: Spielvereinigung gegen den Tabellenvorletzen Dynamo Dresden – versprach für die Kleeblätter ein leichtes Spiel zu werden. Aber nach anfänglichen Aktivitäten war relativ bald die Luft raus. Die Dresdner gewannen an Dynamik und spielten weitaus druckvoller als erwartet. Vier Spieler im Dynamo-Team sind französischen Ursprungs, sie dominierten das Geschehen im Glücksgas-Stadion. Immerhin 25.000 Zuschauer sahen die Begegnung – die Zahl der Fürther Fans war – nach deren lautstarken Gesängen zu urteilen – nicht so klein.

Die SpVgg hat vier der letzten fünf Spiele gegen Dynamo gewonnen. Aber das klappte heute nicht. Nach der Halbzeitpause musste Coach Frank Kramer Initiative zeigen und wechselte  in der 64. Minute mit Ilir Azemi einen frischen Stürmer ein. Das brachte Pfeffer ins Spiel: Nach einem Direktpass wurde Zoltan Stieber an die Strafraumgrenze geschickt. Der wurde dort prompt von Gueye umgegrätscht. Schiedsrichter Guido Winkmann reagierte sofort und deutete auf den Elfmeterpunkt. Nikola Djurdjic trat an und versenkte die Kugel sicher im Netz – 1:0. Auf unserem Foto freut sich Djurdjic über sein Tor nach seiner langen Verletzungspause.
Aufatmen im Fürther Team, und es waren ja nur noch 20 Minuten, über die man das Ergebnis retten musste. Doch nur wenige Minuten später kam es zum bitteren Ausgleich. Nach einer unfairen Aktion von Brosinski übernahm Dedic die Verantwortung für Dynamo und versenkte seinen Elfmeter ebenfalls sicher im Tor (79.).

Das blieb dann auch das Erdresultat. Kein gutes Spiel in Dresden, aber immerhin ein Punkt für das Kleeblatt. In der Englischen Woche empfangen die Fürther am Dienstag, 25. März, Fortuna Düsseldorf im Ronhof. Zum Glück trennten sich der SC Paderborn und Union Berlin heute auch nur unentschieden, deshalb werden die Karten erst nächste Woche neu gemischt. Falls der FC St. Pauli morgen nicht auftrumpft…

Ein wichtiger Punkt gegen Union Berlin

Das Heimspiel gegen Union Berlin in der Trolli ARENA war in den ersten 45 Minuten etwas dickflüssig und träge, obwohl die Spielvereinigung defensiv kaum Schwächen zeigte. Aber die zweite Halbzeit war für meinen Geschmack superspannend. Vor über 11 500 Zuschauern war den Gästen durch Soeren Brandy in der 43. Minute das Führungstor gelungen. Und es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich vorzustellen, dass Trainer Frank Kramer in der Halbzeitpause zu tun hatte, seine Jungs zu motivieren. Das gelang ihm offensichtlich gut, denn in der 56. Minute traf Ilir Azemi nach einer Vorlage von Benedikt Röcker per Kopfball ins Berliner Tor zum 1:1-Ausgleich. Azemi – das habe ich ja schon nach dem Spiel gegen den VfL Bochum angemerkt – entwickelt sich zunehmend zum Joker im Kleeblatt-Team. Er ist immer für ein überraschendes Tor gut und schafft es, sein Team auch nach einem Rückstand wieder ins Spiel zu bringen (Foto). Mindestens genauso überzeugend war für mich heute Zoltan Stieber. Er hatte eine um die andere gute Chance, aber leider mit an sich tollen Schüssen nie das Glück, auch einen Treffer zu erzielen.
Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. Insgesamt ist die Spielvereinigung nicht druckvoll genug und muss sich mehr auf ihre spielerischen Werte besinnen. Die Partie gegen den FC Union Berlin endete 1:1 unentschieden, wenngleich das Kleeblatt zum fünften Mal in Folge ungeschlagen blieb. Mit einem Wermutstropfen: Mergim Mavraj musste in der ersten Minute der Nachspielzeit nach einem Foul an Brandy mit Gelb-Rot vom Platz. Schade!
Nachdem der SC Paderborn am letzten Freitag gewonnen hat, sind die Verfolger – wenn sie auch anders heißen als vor zwei Wochen – der Spielvereinigung immer noch dicht auf den Fersen. Denn heute hat der FC Sankt Pauli Fortuna Düsseldorf mit 2:0 besiegt, d.h. die Hamburger liegen drei und die Paderborner zwei Punkte hinter den Fürthern.

Am kommenden Freitag, 21. Marz, geht’s mit dem 26. Spieltag weiter, und die Spielvereinigung reist zu Dynamo nach Dresden. Die sind im Moment Tabellenvorletzter und werden mit Sicherheit alles daran setzen, wichtige Punkte auf den Relegationslatz zu erstreiten. Also: Aufpassen und bitte keine Leichtsinnsfehler!

4:0 – Zoltán Stieber läuft zur Höchstform auf!

Ich hatte gestern beim Spiel gegen den Tabellenvorletzten Dynamo Dresden mit einem Sieg des Kleeblatts gerechnet. Dass der Endstand dann mit 4:0 so hoch werden sollte – das war dann auch für mich eine echte Überraschung. Mit gut 12 500 Zuschauern war das Stadion ganz gut gefüllt. Dafür konnte man auf der Fürther Kärwa gleichzeitig die Besucher zählen.
Die Spielvereinigung war gleich vom Anpfiff an spielbestimmend und erdrückend dominant. Die Dresdner brachten in der ersten halben Stunde keinen Fuß auf den Boden und muckten erst in der zweiten Halbzeit auf.
Ein Spieler auf dem Platz hat mich mit seinen sportlichen Leistungen voll und ganz überzeugt: Zoltán Stieber. Er ist – auch schon in den letzten Partien – ein echter Spielmacher und bringt sein Team nach vorne. Er war es auch, der gestern in der 10. Minute das erste Tor fürs Kleeblatt schoss. Und dann die Vorlagen für Tor Nummer zwei (Eigentor Bregerie, kein Tor von Florian Trinks!), Nummer drei (Niko Gießelmann) und Tor Nummer vier (Tim Sparv) lieferte. Das muss ihm erst mal jemand nachmachen! Stieber schießt Ecken, stürmt schnell und dynamisch in den gegnerischen Strafraum. Und er ist immer aufmerksam, um seinen Teamkollegen gefährliche Bälle zuzuspielen. Der zweite Spieler auf dem Platz, der mir gut gefallen hat, war – und da wird sich mancher wundern – der Torwart von Dynamo Dresden: Benjamin Kirsten. Er ist bekanntlich der Sohn von Ulf Kirsten. Ihm hatten es die Sachsen gestern zu verdanken, dass nicht noch mehr Bälle im eigenen Kasten versenkt wurden.

Mit seinem 4:0-Sieg gegen Dynamo Dresden hat das Kleeblatt aktuell 20 Punkte nach neun Spielen auf dem Konto und ist wieder am 1. FC Köln an die Tabellenspitze vorbeigezogen. Spannend wird die nächste Begegnung am Montag, 7. Oktober. Denn da steht dem Kleeblatt Fortuna Düsseldorf gegenüber. Und die Mannschaft wird ja vom Fürther Ex-Coach Mike Büskens trainiert. Allerdings sind die Düsseldorfer in der aktuellen Saison schwach. Die Bundesliga-Absteiger liegen mit gerade mal zehn Punkten auf dem 15. Tabellenplatz und müssen jetzt endlich mal Boden gut machen. Aber ich denke: Das schaffen sie im Spiel gegen das Kleeblatt nicht!

Das wird heute ein friedliches Kärwaspiel

Das erste Kärwa-Wochenende war super – tolles Wetter, kulinarische Highlights und friedliche Stimmung. Heute ist es trüber, aber echte Kleeblattfans sind dennoch bester Laune. Heute Abend findet nämlich um 20.15 Uhr das Heimspiel im Ronhof gegen Dynamo Dresden statt. Im Vorfeld haben viele schon Bedenken geäußert, diesen brisanten Gegner ausgerechnet dann in Fürth zu begrüßen, wenn hier Kirchweih ist. Wir haben im Greuther-Weiber-Blog hier auch darüber gepostet. Aber inzwischen habe ich mich mit einigen Fürther Bürgern unterhalten und deren Meinung dazu ist einhellig: Das wird ein spannendes und faires Spiel werden. Und die Gäste werden die Atmosphäre genießen. Das Foto oben entstand übrigens beim Einlaufen des Kleeblatt-Teams beim Spiel im Februar 2012 in Dresden.

Trainer Frank Kramer kommentiert im Vorfeld auf der Website des Vereins:

„Am liebsten ist es mir, wenn die Fans nach dem Spiel in der Trolli ARENA feiern. Natürlich gewinnt man während der Kirchweih besonders gern, weil man weiß, dass die Party für die Anhänger dann noch größer ausfallen könnte. Aber auf dem Platz darf das keine Rolle spielen. Da müssen wir uns von diesem Umstand lösen und ganz seriös an die Aufgabe herangehen“.

Die Spielvereinigung wird heute Abend natürlich mit aller Macht versuchen, den am Wochenende an den 1.FC Köln verlorenen ersten Tabellenplatz zurückzuerobern. Und auch der 1. FC Union Berlin ist uns schon wieder auf den Fersen.
Ich hoffe, dass die sächsischen Fußballfans nach dem Spiel friedlich zu ihren Autos bzw. Zügen zurückkehren und relaxt nach Hause fahren. Das wäre dann ein gelungener sportlicher Abend während der schönsten Jahreszeit in Fürth.

Gegen Dynamo ausgerechnet am Kärwamontag

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat heute die Spieltage 8 bis 15 der 2. Bundesliga zeitgenau angesetzt. Dabei war eine Terminierung alles andere als eine gute Wahl: Das 9. Saisonspiel zwischen der Spielvereinigung und Dynamo Dresden findet am Montag, 30. September, um 20.15 Uhr im Fürther Ronhof statt. Ausgerechnet am ersten Montag der Fürther Kirchweih. Die Fans von Dynamo Dresden sind ja wegen ihres oft inakzeptablen Verhaltens vor, während und nach Spielen berühmt-berüchtigt. Ich erinnere z.B. an die Begegnung im Februar 2012, als Dynamo-Fans Kleeblattfahnen gestohlen haben und die Fürther Fans damit provozierten (Foto).
Sollten viele sächsische Anhänger nach der Begegnung durch das Gelände der Kärwa laufen, ist Ärger eigentlich schon programmiert.
In Facebook haben sich heute kritische Kommentare direkt nach Bekanntgabe des Termins überschlagen. Man hätte doch ohne Probleme den Freitag davor, den 27. September, als Spieltag wählen können, ist dort zu lesen. Da hätte die Kirchweih noch nicht begonnen, und die Gefahr von Ausschreitungen wäre gen Null gegangen. Volker Heißmann, selbst eingefleischter SpVgg-Fan, schreibt: „Hoffentlich geht das gut, und die Chaoten aus Dresden bleiben der Kirchweih fern“.

Bleibt zu hoffen, dass Fürther Fans und „normale“ Kirchweihbesucher den Abend am 30. September genießen können und nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Auf jeden Fall wird ein großes Aufgebot an Polizisten notwendig sein, um zu garantieren, dass im Umfeld des Zweitligaspieles alles friedlich bleibt. Ganz egal, ob das Kleeblatt oder Dynamo das Spiel gewinnt.

Fürth hat’s geschafft: Bundesliga!

Dass uns Greuther-Weiber irgendwann mal die sportliche Begegnung zwischen den Zweit-Ligisten Fortuna Düsseldorf und Dynamo Dresden besonders interessieren sollte – wer hätte das gedacht? Schon im Vorfeld war ich leicht allergisch auf Anspielungen auf das Team aus Nordrhein-Westfalen. Bei einer Geburtstagsparty in der Nachbarschaft am Wochenende sollte der Feind in unserem Haus Mineralwasser mitbringen – sie hat sich dann ausgerechnet für die Marke „Fortuna“ entschieden. Na, danke, ich habe mich dann an den Prosecco gehalten!
Aber heute Abend war mein Interesse dann tatsächlich auf den Sieg des Neuntplatzierten – Dynamo Dresden – fokussiert. Einem Fürther hätte ich mein ungewöhnliches Interesse nicht erklären müssen. Es ging natürlich um den Aufstieg der Spielvereinigung in die Bundesliga. Wenn die Sachsen ihr Heimspiel im „Glücksgas-Stadion“ (!) gegen Fortuna Düsseldorf nicht verlieren würden, dann könnte in Fürth noch heute die Aufstiegsparty  steigen. „Falls Dresden unentschieden spielt oder gewinnt, dann drehen wir natürlich komplett durch und nehmen die ganze Stadt auseinander“, hatte Stephan Schröck auch schon mal angekündigt.
Pünktlich um 20. 15 Uhr habe ich mich also vor den Fernseher gesetzt, um mir das Spiel anzusehen. Die Dresdner hatten der SpVgg in der Rückrunde einen herben Dämpfer versetzt. Dennoch waren für mich Nachname und Rückenummer des sächsischen Keepers schon mal ein gutes Vorzeichen: Benjamin Kirsten trägt die Nummer 13. „So kann auch nur eine Frau argumentieren“, werden jetzt viele denken. Egal.
Um es kurz zu machen: Dynamo Dresden hat uns den Gefallen getan. Sie haben Fortuna Düsseldorf mit 2:1 besiegt und damit den Kleeblättern den Aufstieg in die Bundesliga schon drei Spiele vor Saisonende gesichert. Die ganze Stadt stand Kopf, hupend fuhren Fürther Fans mit ihren Autos – wie bei der Fußball-WM in Deutschland – durch die Fürther Straßen, Böller wurden gezündet, es war der Teufel los. Man feierte das, was sich seit Wochen andeutete: Die „Unaufsteigbar-Tour“ ist Vergangenheit. Das Kleeblatt hat’s geschafft. Und wir Greuther-Weiber gratulieren.
Jetzt geht’s – schon wieder – in die Gustavstraße. Auch OB Thomas Jung hat in einem Lokal im Fürth-Outfit mitgebibbert, und vielleicht wird er heute Nacht mit vielen, vielen begeisterten Fans auf die Erstklassigkeit des Fürther Teams anstoßen.

P.S. 1.01 Uhr: Ich komme gerade zurück aus der Gustavstraße vom Feiern (siehe Foto). Schee war’s!

Weiß-Grün macht noch kein Italien

Endlich zeigt dieser Sommer, dass er auch ein bisschen wärmer kann: Rechtzeitig zum Heimspiel gegen Dynamo Dresden scheint die Sonne über dem Ronhof, am Horizont allerdings hängen drohend ein paar dunkle Wolken – hoffentlich kein böses Omen? Am Mittag verstopfen die Kleeblatt-Fans auf dem Weg zur Trolli-Arena die Straßen. Ganze Busse voller Fußballbegeisterter, Motorroller, geschmückt  mit weiß-grünen Fähnchen  – da kommt fast Italien-Feeling auf!

Unter solchen Voraussetzungen kann man sogar großzügig drüber hinwegsehen, dass ein Einsatzfahrzeug der Polizei, die in der Innenstadt Ausschreitungen der Fans aus Sachsen verhindern soll,  gegen die Einbahnregelung in der Friedrichstraße verstößt. Offenbar haben sich einige Beamte geistig ebenfalls schon in den Urlaub verabschiedet. Möglicherweise liegt es auch an der fehlenden Ortskenntnis – das Fahrzeug hat eine Münchner Autonummer. (Oder haben die alle Polizeiautos? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht; muss mal unseren Polizeireporter in der „Nürnberger Zeitung“ fragen.)

11 000 Zuschauer in der Trolli-Arena, na das ist doch ganz anständig für den Anfang und dafür, dass wir Sommerferien haben und mancher Kleeblatt-Fan verreist sein dürfte. Weniger schön dagegen: Das dichte Polizeiaufgebot vor dem Stadion. Das muss aber wohl sein – den Hardcore-Fans aus Sachsen eilt ein miserabler Ruf voraus. Und tatsächlich, gegen Ende des Spiels, nachdem die Dynamo-Elf zwei Rote Karten gesehen hat und ihr Trainer Ralf Loose vom Schiedsrichter auf die Trbüne verbannt worden ist, zündet der Dresdner Block eine Rauchbombe, und bald darauf folgt die nächste! – So was brauchen wir in Fürth nicht! Wir sind schließlich die sicherste deutsche Großstadt!! Und unser Kleeblatt ist einer der fairsten Fußball-Clubs!

Der 1:0-Sieg der Fürther (Torschütze: Olivier Occean) gegen Dresden bleibt am Ende allerdings unbefriedigend. Schon in der ersten Spielhälfte war Weiß-Grün eindeutig die bessere Mannschaft, ließ sich allerdings eine Chance nach der anderen entgehen. Und nach der Pause konnte das Kleeblatt nicht einmal die Überzahl von elf Mann gegen neun auf der Seite der Sachsen in Tore für sich ummünzen. Das muss Trainer Mike Büskens doch schier in den Wahnsinn getrieben haben! (Uns Greuther-Weiber übrigens auch!) Gut – Sieg ist Sieg, aber etwas deutlicher hätte er schon ausfallen müssen unter diesen Voraussetzungen. So ist das überschwängliche Italien-Feeling, das wir vor dem Spiel empfunden haben, letztlich wieder verflogen. Aber Italien hat ja auch die Farben Grün-Weiß-Rot – und wir Fürther halt doch nur Grün-Weiß (respektive Weiß-Grün).