Fürth feiert Schützenfest

Während in der Heimat beim „Frühschoppen“ nach dem Sommernachtsball im Stadtpark der Bär tanzte, musste das Kleeblatt zur ersten Pokalbegegnung in den hohen Norden fahren. Es wurde ein erfolgreicher Nachmittag für die Spielvereinigung: Sie trat gegen den Sechstligisten Eimsbütteler TV im Stadion „Hohe Lust“ in Hamburg an – und gewann mit 10:0 Toren! Der erhoffte Kantersieg fand statt, eine nicht auszudenkende Blamage blieb (Gott sei Dank oder natürlich?) aus.

Der Zweitligist gegen ein verstärktes A-Jugend-Team: Bei den Gastgebern sind gleich neun Spieler Jahrgang 1993, Hitscher ist mit seinen 23 Jahren der Zweitälteste. Am meisten Erfahrung vorweisen konnte  der 30-jährige Rosmanith. Warum das so ist? Lesen Sie/lest dazu unseren Blogbeitrag!

Die Partie war von Anbeginn vom Kleeblatt dominiert. Trotzdem dauerte es 17 Minuten, bis Mavraj das erste Tor schoss. Dann kam Sararer in der 19. und 25. Minute zum Zuge. Halbzeitstand 3:0. In der zweiten Hälfte ging es fast Schlag auf Schlag: 54., 66., 70., 76., 80. Minute usw. Am häufigsten konnten Sararer (vier Mal) und Tyrala (zwei Mal) einlochen. Für die Zuschauer sind solche Schützenfeste natürlich toll – in Hamburg waren es 2000, die ins Stadtion kamen -, aber nur, wenn die eigene Mannschaft gewinnt. Viele Fürther Fans hatten den Weg nach Hamburg nicht gefunden. Vermutlich fanden die meisten den Gegner zu leicht, vielleicht war das erste Ferienwochenende in Bayern auch kein idealer Zeitpunkt.

Für die Spielvereinigung ist das Ergebnis hochmotivierend. Am Samstag, 6. August, empfängt die Truppe von Trainer Mike Büskens um 13 Uhr den Aufsteiger Dynamo Dresden. Da werden wohl keine 10 Tore fallen – leider!!!

Kriegen die Kleeblätter das kalte Grausen?

Am kommenden Sonntag, 31. Juli, steht für das Team von Trainer Mike Büskens die erste Hauptrunde des DFB-Pokal-Wettbewerbs auf dem Programm. Um 14.30 Uhr wird die Partie gegen den Eimsbütteler TV im Hamburger Stadion Hoheluft angepfiffen.

In allen Medien wurde schon im Vorfeld dieser Begegnung über skurrile Ereignisse beim Eimsbütteler TV berichtet: Nach dem Scheitern eines Gesprächs zwischen der ETV-Fußballabteilung und dem Vereinsvorstand über die Verteilung der zusätzlichen Einnahmen aus den gewonnenen Oddset-Pokalspielen traten im Juni alle anwesenden Spieler und Trainer der 1. Herrenmannschaft geschlossen aus dem Verein aus. Sie wollten den vom Vorstand vorgeschlagenen Kompromiss zur Verteilung der Gelder nicht akzeptieren. Keine Mannschaft, kein Pokalspiel?

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Die Kleeblätter fürchteten zuerst um ihren Pokalgegner, man munkelte von einem „Phantomspiel“, aber das Spiel wird stattfinden. Die neue 1. Mannschaft des ETV setzt sich weitgehend aus dem Nachwuchs des eigenen Vereins zusammen. So verfügt der ETV über eine sehr erfolgreiche U-19-Auswahl, die in der abgelaufenen Saison Hamburger Meister wurde. Darüber hinaus gibt es Spieler der bisherigen 1. und 2. Mannschaft, die im Verein verbleiben und zur Verfügung stehen.

Also: Der Hamburger Verein wird – so auf seiner Website zu lesen – „für das DFB-Pokalspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen, die auch in der kommenden Landesliga-Saison konkurrenzfähig und erfolgreich sein wird. Das DFB-Pokalspiel wird mit großem Engagement und sehr professionell vorbereitet.“

Damit sich die Spielvereinigung richtig warm anzieht, hat der ETV schon mal einen Videoclip online gestellt, dessen Inhalt das Kleeblatt-Team und auch uns „Greuther-Weiber“ schaudern lässt.
Übrigens: Karten im Vorverkauf für das Pokalspiel gibt es noch bis Donnerstagmittag im Kleeblatt-Fanshop „Greuther Teeladen“, am Spieltag sind die Tickets für die Fürther Anhänger natürlich auch an der Tageskasse in Hamburg erhältlich.