Trotzt dem Orkan: Dann eben Frankfurt Cup im TV

Stürmböen, orkanartige Windattacken auf den Straßen und im Bahnverkehr legen heute in ganz Deutschland den Verkehr lahm. Deshalb haben auch einige Kleeblattfans, die sich morgens auf den Weg nach Frankfurt machen wollten, umdisponiert: Sie sind nicht in die hessische Metropole gefahren, sondern zu Hause geblieben. Heute Abend findet nämlich ab 17.30 Uhr wieder der Frankfurt Cup – das 37. Frankfurter Hallenfußballturnier – statt. Im vergangenen Jahr hat die Spielvereinigung das Turnier gewonnen. Fußballfans, die die Bundesligapause überbrücken möchten, bleibt nur die Alternative, sich die Spiele im Fernsehen anzusehen. Ab 17.30 Uhr überträgt der Sportsender „Sport1“ den Frankfurt Cup live.

Die Spiele des Kleeblatts finden zu folgenden Zeiten statt:
SV Darmstadt 98 – SpVgg Greuther Fürth: 18:12
Eintracht Frankfurt – SpVgg Greuther Fürth: 19:06
SpVgg Greuther Fürth – Grasshopper Club Zürich: 20:04
FSV Frankfurt 1899 – SpVgg Greuther Fürth: 20:58

SpVgg Greuther Fürth - VfL BochumDas Finale – Erstplatzierter der Gruppenspiele gegen den Zweitplatzierten der Gruppenspiele – ist dann um 22.23 Uhr.

Mir gefällt dieses Mini-Turnier immer besonders gut. Es ist auf dem kleinen Hallen-Spielfeld besonders schnell und lebhaft. So kommt es oft auf spontane Reaktionen und Improvisationen der Spieler an. Die Gruppenspiele dauern jeweils zwei Mal zehn Minuten, die Halbzeitpause ist drei Minuten lang. Zwischen den einzelnen Partien sind vier Minuten Abstand. Dem Sieger winken 5.000 Euro Prämie, der zweite kassiert immerhin noch die Hälfte.

Noch eine Personalie:
Die SpVgg und Thomas Pledl (Foto) haben sich auf einen Wechsel des 20-Jährigen verständigt. Der gebürtige Niederbayer verlässt das Kleeblatt und unterschreibt beim FC Ingolstadt einen Vertrag bis Juni 2019. Thomas Pledl, so Kleeblatt-Präsident Helmut Hack, kam mit dem Wunsch auf den Verein zu, sich zu verändern. Deshalb habe man sich schließlich dazu entschieden, bei einem passenden Angebot den Spieler ziehen zu lassen. Pledl kam 2012 zur Spielvereinigung und absolvierte seitdem 38 Pflichtspiele für Fürth.

Geht Frank Kramer nach Frankfurt?

Die Gerüchteküche brodelt auf Hochtouren. Angeblich ist der Bundesligaverein Eintracht Frankfurt stark daran interessiert, den Fürther Coach Frank Kramer als Nachfolger für Armin Veh zu verpflichten. Das war heute morgen in der „NZ“ zu lesen, und seitdem sind viele Kleeblattfans in heller Aufregung. Dass sich Kramer im Moment erst mal voll auf das letzte Saisonspiel am Sonntag, 11. Mai, gegen den SV Sandhausen fokussiert, ist logisch. Denn da wird es sich entscheiden, ob die Spielvereinigung noch den sicheren Aufstiegsplatz schafft oder in die Relegation muss. Die beiden Relegationsspiele finden am 15. und 18. Mai statt – das erste bei der drittletzten Bundesligamannschaft (z. B. dem Hamburger SV), das Rückspiel dann in der Trolli Arena.

Sollte der SpVgg nicht der Wiederaufstieg in die Bundesliga gelingen, wäre der Weggang von Frank Kramer nachvollziehbar. Aber für das Kleeblatt wäre das ein mehr als schmerzlicher Verlust. Denn Kramer war es, der die junge, unerfahrene Mannschaft nach dem Weggang von Mike Büskens im Februar 2013 und dem Abstieg nach nur einer Bundesligasaison, zu dem gemacht hat, was sie jetzt ist: Ein Team mit zunehmend sportlicher Reife, einer hervorragenden Moral und mit Perspektive. Sollte dieser Verein Kramer verlieren, dann müsste man sich wieder auf Trainersuche machen. Und wie schwer das ist, sieht man ja am 1. FC Nürnberg. Sicher, die beiden Vereine sind nicht zu vergleichen, und auch die Einstellung der Fans zum Trainer ist in Fürth eine ganz andere als in Nürnberg.

Also: Hoffen wir auf einen erfolgreichen Sonntag und den direkten Wiederaufstieg des Kleeblatts in die Erste Liga. Und darauf, dass der Fürther Trainer auch in der Saison 2014/15 Frank Kramer heißt.

Kleeblätter am Hardtwald

Am nächsten Sonntag, 8. Dezember, tritt die Spielvereinigung um 13.30 Uhr beim SV Sandhausen an. Gestern hat das Team aus dem baden-württembergischen Ort (knapp 15 000 Einwohner, 700 Vereinsmitglieder) im DFB-Pokal gespielt. Es hatte  sich fest vorgenommen, den Erstligisten Eintracht Frankfurt in die Wüste zu schicken. Die Eintracht tat sich gegen den Zweitligisten zunächst tatsächlich nicht leicht: Der SVS trat selbstbewusst auf und machte mit seiner dichten Defensive den Frankfurtern das Leben schwer. Doch dann trafen die Hessen zwei Mal ins Tor des SVS. Partie entschieden? Von wegen! In der 66. Minute stand es dann auf einmal überraschend 2:2. Aber die Übermacht des Erstligisten war zu stark – das Spiel ging 4:2 für die Eintracht zu Ende.

Am Sonntag könnten die Kleeblätter jetzt sicher davon profitieren, dass das DFB-Pokalspiel die Mannschaft des SVS viele Kräfte gekostet hat. Im Moment stehen die Kurpfälzer auf dem achten Tabellenplatz mit 23 Punkten und einem Torverhältnis von 15:14 Toren. Grund für ihren Erfolg ist primär die starke Defensive: Nach dem 1.FC Köln stellen sie zusammen mit dem Karlsruher SC die zweitstärkste Abwehr der Liga. Trotzdem müsste es für die Kleeblätter möglich sein, nach dem 1:0-Sieg gegen Energie Cottbus wieder drei Punkte einzufahren. Ich hoffe, dass sich viele Kleeblattfans auf den Weg nach Sandhausen machen – der Ort liegt ca. acht Kilometer südlich Heidelberg.

Uns Greuther-Weibern gefällt das Plakat des SV Sandhausen, auf dem die Begegnung gegen die Spielvereinigung angekündigt wird, besonders gut. Ich habe es auf der Vereins-Website gefunden. „Kleeblätter am Hardtwald“ – das klingt doch richtig adventlich. Und den 2. Advent, den feiern wir ja am nächsten Sonntag dann auch noch.

„Schröcki“ wechselt zu Eintracht Frankfurt

Alle Mutmaßungen, dass Stephan Schröck zur Spielvereinigung zurückkommen könnte, haben sich in Luft aufgelöst. Der Erstligist Eintracht Frankfurt und die TSG 1899 Hoffenheim haben sich über einen sofortigen Wechsel des Defensivspielers zur Eintracht geeinigt. „Schröcki“ – wie ihn Kleeblattfans liebevoll nennen – wurde in Schweinfurt geboren und hat philippinische Wurzeln. Von der DJK Schweinfurt, für die Schröck in der Jugend spielte, wechselte er in die B-Jugend der SpVgg und stand in der Saison 2004/05 erstmals im Kader der Fürther Profimannschaft. Zum Ärger vieler Fürther Anhänger wechselte der vielseitig einsetzbare Mittelfeldspieler in der Saison 2012/13  nach Hoffenheim. In seiner Bilanz machen sich vor allem sieben Einsätze (ein Tor) in der philippinischen Nationalmannschaft gut. Stephan Schröck erhält bei Eintracht Frankfurt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Über die Ablösemodalitäten haben die beteiligten Vereine Stillschweigen vereinbart.
Frankfurts Trainer Armin Veh ist vermutlich von dem erfolgreichen Wechsel sehr angetan. Die Gerüchte der vergangenen Wochen, dass Schröck wie Coach Mike Büskens zu Fortuna Düsseldorf gehen könnte (wo ja jetzt auch Heinrich Schmidtgal spielt), haben sich also nicht bewahrheitet.

Jetzt geht Prib also zu Hannover 96!

Es standen supergute Erstliga-Vereine zur Debatte:  Edgar Prib hatte lukrative Angebote von Eintracht Frankfurt und sogar von Borussia Dortmund. Jetzt hat Hannover 96 das Rennen gemacht. Der Fürther Mittelfeldspieler wechselt in der Sommerpause zu den Niedersachsen (die als Tabellenneunte die Saison abgeschlossen haben) und wird dort einen Vierjahresvertrag unterschreiben.
Der neue Verein hat für den Publikumsliebling der Spielvereinigung Vor- und Nachteile. Größter Vorteil ist mit Sicherheit, dass er in Hannover unter Trainer Mirko Slomka bestimmt zum Einsatz kommen wird und nicht – wie es aller Voraussicht nach in Dortmund passiert wäre – sehr oft auf der Reservebank sitzen müsste. Ein Nachteil ist zweifellos, dass Hannover eine ganze Ecke weiter von Fürth entfernt liegt als Frankfurt. Und da Prib möglichst oft in die Kleeblattstadt zu seiner Familie fahren will, ist das in Zukunft für ihn vielleicht beschwerlicher.
Edgar Prib wird den Verein  – so auf der SpVgg-Website zu lesen – mit einem weinenden Auge verlassen:

„Der Abschied aus Fürth fällt mir sehr schwer. Jeder, der mich kennt, weiß, was mich mit der SpVgg verbindet. Ein Teil meines Herzens wird immer für das Kleeblatt reserviert sein. Allerdings muss ich meine Karriereplanung vorantreiben und dafür möchte ich den nächsten Schritt machen. Nach langen Überlegungen habe ich mich für Hannover 96 entschieden.“

Eddy war für das Kleeblatt in den letzten Jahren immer ein wichtiger Spieler. Er war maßgeblich am Aufstieg in die Erste Liga beteiligt und auch in der desolaten Bundesligasaison immer besonders engagiert. Auch bei den Kleeblattfans war er – als Fürther Eigengewächs – ungemein beliebt. So ging er oft nach den Spielen zur Fankurve, um dort mit Anhängern abzuklatschen.
Und wir Greuther-Weiber werden ihn auch vermissen. Denn er war immer wieder gut für einen Beitrag in unserem Blog.

Wird Edgar Prib bald ein Schwarz-Gelber?

Gerade haben sie das Champions-League-Finale in London als glückliche Verlierer hinter sich gebracht – viele Kleeblatt-Fans drückten am Samstag Borussia Dortmund die Daumen. Und jetzt machen sie aus Fürther Sicht wieder von sich reden: Nach Informationen der BILD hat der schwarze-gelbe Verein aus dem Ruhrpott dem Kleeblatt Edgar Prib ein Superangebot gemacht. Angeblich würde der BVB drei Millionen Euro für einen Wechsel von Prib zahlen. Der Verein und Coach Jürgen Klopp waren ja schon im letzten Jahr am Kleeblatt-Star interessiert (unser Foto zeigt Prib, Klopp und BVB-Keeper Weidenfeller nach dem Bundesligaspiel im April 2013 im Ronhof). Sollte der Deal klappen, hätte die Frankfurter Eintracht das Nachsehen – der hessische Mitaufsteiger der Saison 2012/13 hat bislang lediglich gut die Hälfte für Prib geboten.

BILD zitiert den Kleeblattmanager Rouven Schröder so:

„Ich kann bestätigen, dass uns Dortmund ein konkretes Angebot gemacht hat. Wir können Eddy nicht zwingen, dorthin zu wechseln, aber klar ist auch, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen müssen. Wir verlieren ja einen ganz wichtigen Spieler.“

Ob Prib selbst von einem Wechsel zum Bundesligisten Borussia Dortmund so begeistert wäre, wage ich zu bezweifeln. Er hat vermutlich die Befürchtung, dass er ein ähnliches Schicksal erleiden könnte wie viele sehr gute Spieler, die vom FC Bayern München eingekauft wurden und dann bei jedem Spiel (maximal) auf der Ersatzbank sitzen. Für die Kleeblattfans und die Spielvereinigung bleibt es auf jeden Fall spannend, wohin Prib letztendlich geht.

Goodbye, Edgar und Felix!

Jetzt ist es fast schon offiziell: Felix Klaus und Edgar Prib heißen die nächsten Spieler, die in der Saison 2013/14 nicht mehr für das Kleeblatt antreten werden. Die Liste der Verkäufe wird täglich länger. Fans der SpVgg ist inzwischen die Lust vergangen, morgens in ihre Zeitung oder ins Internet zu schauen. Denn dort erfahren sie immer wieder neue Hiobsbotschaften darüber, welche Spieler Fürth verlassen. Der Mittelfeldspieler Felix Klaus wird ab 1. Juli 2013 den SC Freiburg verstärken.

Edgar Prib hat zwar noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014 bei der Spielvereinigung, wird aber ziemlich sicher zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt wechseln. Die Hessen sind das Team, das im Frühjar 2012 mit dem Kleeblatt in die Erste Liga aufgestiegen ist. Und im Gegensatz zu den Fürthern die Saison mit einem tollen sechsten Tabellenplatz abgeschlossen und damit die Qualifikation zur Europa League geschafft hat.
Genau das wird Prib aus sportlicher Perspektive auch reizen. Dass er Fürth verlässt, wurde schon länger gemutmaßt, jetzt geht es eigentlich nur noch ums Geld.
Prib kam im Dezember 1989 in Nerjungri/Jakutien zur Welt und zog im Alter von zwei Jahren mit seinen Eltern nach Fürth. Er besuchte das Hardenberg-Gymnasium und schloss seine Schulzeit 2009 mit dem Abitur ab. Seit 1996 spielte Prib für die SpVgg. Er ist Stammspieler und gilt als Leistungsträger beim Kleeblatt. Gerade in den letzten Erstligaspielen der SpVgg fiel Eddy immer wieder durch sein Engagement und seine besonderen Aktionen auf. Dazu gehörte am vergangenen Samstag leider auch der verschossene Elfmeter gegen den FC Augsburg. Und: Edgar Prib zählt aus der Sicht weiblicher Kleeblattanhänger mit Sicherheit zu den angenehmsten optischen Erscheinungen im Team. (Noch mehr zum wahrscheinlichen Wechsel von Prib ist hier in der „Nürnberger Zeitung“ zu lesen.)

Bei der Frankfurter Eintracht wird Prib übrigens wieder auf seinen früheren Fürther Teamkollegen Olivier Occean treffen, der dort seit der letzten Saison spielt. Allerdings konnte der Torschützenkönig der Spielzeit 2011/12 nach seinem Wechsel nach Frankfurt für die Hessen nichts mehr reißen. Er stand gerade 18 Mal im Kader und traf nur ein einziges Mal ins gegnerische Tor. Hoffen wir, dass Prib sich bei der Eintracht mit mehr Bravour behaupten wird!

Fünf Tore im Ronhof, leider nur zwei fürs Kleeblatt!

Das war ein superspannender Ostersonntag-Nachmittag: Die Spielvereinigung empfing die Frankfurter Eintracht im Ronhof – die Mannschaft, die in der vergangenen Saison mit dem Kleeblatt in die erste Bundesliga aufgestiegen ist.
Und das Spiel startete furios. Schon in der 2. Minute traf Stürmer Nikola Djurdjic (Foto) nach Nehrigs Ecke von links ins gegnerische Tor, und der Jubel brandete durch das mit 18 000 Zuschauern ausverkaufte Stadion. Der neue Kleeblatt-Trainer Frank Kramer hoffte, in seiner Heimpremiere Geschichte schreiben zu können. Denn bisher hatten die Kleeblätter ja noch keines ihrer Bundesliga-Heimspiele gewonnen.
Lange konnte sich die Fürther Crew nicht am Vorsprung freuen, denn schon zehn Minuten später schoss Inui den Ausgleich. Bis zur Pause blieb es beim 1:1. Der Frankfurter Coach Armin Veh hatte die SpVgg 1997 als Trainer in die 2. Bundesliga geführt, letzte Woche bei der Eintracht verlängert. Heute tobte er in der Halbzeitpause, denn sein Team hatte so manche Chance nicht umgesetzt.
Seine Motivation trug Früchte, die Tore zwei und drei für Frankfurt fielen. Aber im Gegensatz zum Spiel gegen Hoffenheim standen die Kleeblattfans dieses Mal voll hinter ihrer Mannschaft. Die Gesänge im Ronhof machten Laune und waren offenbar auch ein Schub für das Fürther Team. In der 72. Minute traf Sercan Sararer souverän ins Frankfurter Tor und verkürzte auf 2:3. Jetzt schien alles wieder offen zu sein. Djurdjic wäre um ein Haar noch der Ausgleich gelungen. Doch es blieb bei diesem Endstand.
Ich fand, die SpVgg hat deutlich zugelegt, das Team hat gekämpft und sich nicht einschüchtern lassen. Endlich sind auch mal Tore gefallen – und daran hatten die Fans ihre Freude. Trotzdem: Spiel verloren, wieder kein Punkt für den Tabellenletzten. Es wäre eine Chance gewesen, nach der Niederlage von Hoffenheim und Augsburg den Abstand zu verkürzen. Aber: Leider war’s nichts damit.
Der „Tatort“ heute heißt übrigens „Mord in der ersten Liga“ – wie gruselig!

„Vizemeister – oder was?“

Mein Mailprogramm signalisierte mir akustisch: Neue Nachricht erhalten. Ich öffne sie und lese „Hallenfußball ist der letzte Mist“. Uups, da fällt mir siedendheiß ein, dass die Spielvereinigung ja gerade beim „Frankfurtcup 2013“ spielt und ich die Übertragung im Sport-Fernsehen vollkommen vergessen habe: Dieses Hallenturnier vor überschaubarem Publikum (rund 4000 Zuschauer), mit reduzierter Mannschaft, wo jedes Spiel nur zweimal zehn Minuten dauert und es Schlag auf Schlag geht. Ähnlich wie beim Eishockey.
Ich schalte also ein, und das erste Spiel ist vorbei – das Kleeblatt hat gegen den FSV Frankfurt schon mal mit 0:2 verloren. Mensch, soll es etwa in dem Stil weitergehen wie das Fußballjahr 2012 zu Ende ging? Ich spürte schon wieder erste Frustgefühle.
Doch dann riss es Edgar Prib im zweiten Turnierspiel gegen Eintracht Braunschweig heraus: Er schoss im Minutentakt die beiden entscheidenden Tore – und so gelangten die Fürther ins Halbfinale. Dort schafften sie dann einen 5:3-Erfolg nach Neunmeter-Schießen gegen den Bundesliga-Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt, der bislang bekanntlich eine Bombensaison hingelegt hat. Im Frankfurtcup-Finale musste sich die SpVgg dann allerdings Kickers Offenbach mit 1:4 geschlagen geben. Musste? Die SpVgg begann das Endspiel ziemlich schlapp gegen den Drittligisten aus Frankfurts Nachbarstadt. Als sportliche Antwort auf die Offenbacher Dominanz fiel den Kleeblattakteuren wenig ein, kein Druck aufs Tor, kein Glück. Doch dann war Sercan Sararer noch mit einem Ehrentreffer erfolgreich, und das Kleeblatt konnte zumindest einen kleinen Triumph feiern: Zweiter im Turnier. Sararer war übrigens mit insgesamt fünf Treffern der beste Spieler im Kleeblatt-Team in diesem Hallenfußballturnier (auf unserem Foto bezwingt er im Neunmeter-Schießen den Frankfurter Keeper Nikolov).
Als Abrundung des Abends erhielt ich postwendend die digitale Nachricht in meinen Mails: „Vizemeister – oder was!!!!????“

Fürther Glücksgefühle mit einem Punkt!

Waren es 14 Sekunden, 22 oder 24? Die gefühlte Zeit für einen echten Kleeblattfan war nur ein Sekundenbruchteil – da fiel schon ein Tor für die Eintracht Frankfurt in der Commerzbank-Arena der Main-Metropole – und alle befürchteten: Jetzt fällt die Spielvereinigung in Schockstarre. Hoffentlich ist das nicht der Beginn eines sportlichen Schlachtfestes!
Aber nein! Die Mannschaft erholte sich schnell vom hessischen Blitzstart durch Alex Meier und überraschte dann bei einer komplett verregneten Partie mit Engagement in einem insgesamt eher mittelprächtigen Spiel. Zweikämpfe wurden beherzt angegangen, aber man hätte aus Frankfurter Schwächen und Fehlern mehr Kapital schlagen können. Gerald Asamoah verwandelte z.B. einen katastrophalen Pass von Inui nicht. Und der Ex-Fürther Olivier Occean, von dem ich mehr befürchtet hatte, war dann sogar der Vorbereiter des Fürther Ausgleichtors durch Zoltan Stieber in der 53. Minute (Foto).
Beim Aufsteigerduell zwischen Frankfurt und der SpVgg hat das Kleeblatt einen verdienten Punkt mit nach Hause genommen. Gegen den Tabellendritten ein Unentschieden zu erreichen – immerhin. Sechs von sieben Punkten wurden übrigens bei Auswärtsspielen erzielt. Und auch Coach Mike Büskens konnte sich einmal mehr über den kämpferischen Einsatz seiner Spieler freuen. Sollte der FC Augburg heute verlieren, bleiben die Fürther erst mal auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die SpVgg empfängt am Sonntag, 11. November, um 17.30 Uhr Borussia Mönchengladbach im Ronhof.