Asa und Occean – gegeneinander!

Am kommenden Freitag, 2. November, stehen sie sich also ab 20.30 Uhr gegenüber: Gerald Asamoah und Olivier Occean. Beide werden am 10. Spieltag (hoffentlich) leidenschaftlich Fußball spielen und kämpfen. Aber nicht mehr für den gleichen Verein. Seit Saisonbeginn ist Occean bei der Frankfurter Eintracht. Und Asamoah hat sich seit dem Aufstieg des Kleeblatts in die erste Bundesliga zu einem der wichtigsten Akteure im Team der Spielvereinigung entwickelt. Unser Foto zeigt beide im April 2012 beim Spiel der SpVgg gegen den FC Sankt Pauli: Asa jubelte vor Freude nach seinem Tor zum 2:0 mit Olivier Occean. Auf der Website der SpVgg hat Occean in einem Interview seinen Tipp für die erste Begegnung der beiden Erstliga-Aufsteiger am Freitag – dem „Duell der Aufsteiger“ – abgegeben: Er meint, es endet 2:0 für Frankfurt.
Naja, mal sehen. Ich habe am Freitag Geburtstag, und es wäre einfach super, wenn mir das Kleeblatt einen Sieg in meiner Geburtsstadt Frankfurt schenken würde.
Übrigens noch ein Nachtrag zu meinem Blogbeitrag zum Thema Mallorca: Das Spiel in der Primera Division zwischen dem RCD Mallorca und Real Madrid in Palma ging 0:5 für Real aus. Dann wird’s also vermutlich erst mal nichts mit einem Europa-League-Platz für den spanischen Verein.

Dann halt ohne Occean!

Jetzt beginnt sie also: Die Occean-freie Zeit für die Spielvereinigung und die Fürther Fans. Das hier wird jetzt kein Abgesang auf den kanadischen Stürmer und Nationalspieler, der fürs Kleeblatt in der letzten Saison 17 Mal ins gegnerische Tor getroffen hat. Nein, the show must go on. Und die „Aufsteigbaren“ werden in ihrer ersten Bundesligaspielzeit mit Sicherheit zeigen, dass sie so schnell nichts aus der Bahn wirft. Meiner Ex-Heimatstadt Frankfurt gönne ich den Zugang von Olivier Occean. Sie sind – wie die Spielvereinigung – aufgestiegen und werden einen guten Angreifer nötig haben.

Das erste Heimspiel des Kleeblatts am 25. August um 15.30 Uhr in der Trolli ARENA gegen den FC Bayern München wird sicher ein Knüller. Unser Ministerpräsident Horst Seehofer ließ gestern verlauten, dass er mit einem 1:0-Sieg der Fürther rechne. Schön wär’s. Aber der neue Sportdirektor der Bayern, Matthias Sammer, wird bestimmt seine ganze „Freundlichkeit“ und Konsequenz einsetzen, um sein Team, das in der vergangenen Saison und der Fußball-EM so gar nichts gerissen hat, wieder an die Spitze des deutschen Fußballs zu bringen.

Wir hier in Fürth sehen das alles locker. Für Occean wird es noch einen prima Nachfolger geben. Und dann ist die Welt für uns wieder in Ordnung!

Happy Birthday, Edgar Prib!

Seit vergangenem Montag Abend klingen dem Kleeblattspieler Edgar Prib vermutlich permanent die Ohren. Er hat im Spitzenspiel gegen Eintracht Frankfurt in der 18. Minute eine 150-prozentige Torchance versemmelt. „Kann passieren“, sollte man meinen. Weit gefehlt! In vielen Fernsehsendern, Tageszeitungen und in Gesprächen mit Freunden und Bekannten wird dieses Malheur heiß diskutiert. Jeder ist – wie meistens – Fachmann und weiß es besser: So ein Fauxpas wäre keinem von uns passiert, das zeuge schon von Dusseligkeit.
Ich sehe das ganz anders. Jeder von uns hat doch schon mal eine bombensichere Chance komplett in den Sand gesetzt. Man macht Fehler und muss sie dann auch ausbaden. Nur ist ein Fußballspieler in der ersten und zweiten Liga eine Person des öffentlichen Lebens. Und da bleibt es nicht aus, dass man alle Aktionen streng beäugt, schnell bewertet und – wie in diesem Fall – als Riesenfehler kommentiert.
Edgar Prib hat heute Geburtstag. Er wird 22 Jahre alt. Und freut sich bestimmt schon auf die Begegnung mit Union Berln in der Trolli ARENA am Freitag, 16. Dezember, ab 18 Uhr. Lieber Eddi, feiere heute Deinen Tag, denk‘ nicht an Vergangenes, sondern blicke optimistisch in die Zukunft. Wir Greuther-Weiber wünschen Dir alles Gute – und viel Erfolg!

Das 0:0 kann dem Kleeblatt Mut machen!

Spannend war’s, das Spiel des Tabellendritten – der Spielvereinigung – gegen den Tabellenzweiten Eintracht Frankfurt. Spannend, aber leider ging es torlos zu Ende und damit bleibt alles beim Alten. „Die Fürther machen mich noch ganz verrückt“, kommentiert Greuther-Weib uwo die rasante Partie treffend. Klar, sie hat recht. Mir geht es auch nicht anders. Beide Teams waren ab Spielbeginn auf Augenhöhe, das Kleeblatt gut organisiert, die Mannschaft spielte komprimiert nach vorne. Frankfurt schien überrascht zu sein ob der selbstbewussten Eröffnung des fränkischen Teams. Geschichte wird vielleicht der unglückliche Pfostenschuss von Edgar Prib schreiben, dem direkt vor dem Tor alle Möglichkeiten offenstanden und der die Chance dann nicht zu verwandeln wusste. Dass Olivier Occean den Prib´schen Fehler beinahe wettgemacht hätte – davon spricht später niemand mehr.

Viele Torchancen auf beiden Seiten bis zur Halbzeit. Und auch nach der Pause war es für uns Zuschauer spannend und kurzweilig, aber ohne erfolgreichen Torschuss. Frankfurt versuchte zunehmend, die Lauf- und Spielstärke der Spielvereinigung mit Fouls zu kompensieren. Einige gute Aktionen der Gäste wurden gestört, da kamen viele Fürther Spieler zu Fall und konnten aussichtsreiche Spielzüge nicht zu Ende führen. Die Zahl der Gelben Karten stieg bis Ende des Spiels auf sieben, dann schaffte es Schiedsrichter Thorsten Kinhöher sogar noch, nach dem Spiel Olivier Occean und Djakpa jeweils eine Gelbe Karte zu verpassen. Herzlichen Dank!

Für mich der beste Akteur in der Commerzbank-Arena war – einmal mehr – der Fürther Keeper Max Grün. Er reagierte spontan und sicher, konnte so manchen Weitschuss der Frankfurter souverän halten und wurde seinem hervorragenden Image wieder einmal gerecht. Die Spielvereinigung hat in dieser Saison mit nur 14 Gegentoren die zweitbeste Bilanz der Liga, nur Paderborn hat bis zum heutigen 17. Spieltag weniger Tore einstecken müssen. Ohne Grün, naja, wer weiß, wo das Kleeblatt stünde?

Insgesamt eine wirklich temperamentvolle und spannende Begegnung, nur schade, dass keine Tore gefallen sind! Die Kleeblätter haben eine englische Woche und empfangen am Freitag, 16. Dezember, um 18 Uhr Union Berlin in der Trolli ARENA. Die Berliner rangieren drei Plätze hinter Fürth auf Tabellenplatz sechs und würden gerne mit einem guten Platz in die Winterpause gehen. Und das Kleeblatt darf sich ja noch auf das Derby am 20. Dezember gegen den Club freuen. Aber ich muss sagen: Wenn sie so selbstbewusst und gut organsiert aufspielen wie heute, dann haben sie beste Chancen, die derzeit schwächelnden Nürnberger in die Schranken zu weisen. Max Grün im Tor, Olivier Occean in Bestform, eine gute Teamleistung – und schon könnte das Viertelfinale beim DFB-Pokal in erreichbare Nähe rücken!

 

 

Fanartikel-Code für das heutige Frankfurt-Spiel

Heute Abend findet um 20.15 Uhr das heiß ersehnte Spiel der Spielvereinigung gegen den Tabellenzweiten Frankfurter Eintracht in der Commerzbank-Arena statt. Bislang wurden gut 35.000 Tickets verkauft. Interessant sind für mich die detaillierten und zum Teil eigenartig anmutenden Verhaltenmaßregeln, die die Fanbetreuung des hessischen Vereins (der ja immer wieder Probleme mit den eigenen Fans hat) an die Besucher ausgibt:

Erlaubte Fanutensilien
– 1 Megaphon (Vorsänger darf den Zaun besteigen)

– 5 Trommeln (unten offen oder einsehbar)
– Kleine Fahnen (bis zu einer Stocklänge von 2m)
– Fanklubbanner / Zaunfahnen (solange der Platz reicht; die Fahnen können aufgrund unserer mündlichen Absprache am vorderen Zaun sowie an den Außenflanken des Gästestehplatzbereichs angebracht werden)
– 50 Doppelhalter (bis zu einer Stocklänge von 2m)
– 10 Schwenkfahnen
Werbung darf nicht überhängt werden. Kommt es zum Abbrennen von Pyrotechnik, trägt dies zu einer Reduzierung der genehmigten Fanutensilien beim nächsten Aufeinandertreffen bei bzw. beschränkt sich möglicherweise dann auf das Tragen von Trikot und Schal.
Bitte transportiert diese Information in Eure Fanszene hinein und weist sie auf ihre Verantwortung hin.
Bei Trommeln und Schwenkfahnen ist eine Aufnahme der Personalien beim Einlass möglich.
Die Mitnahme von Fotoapparaten/ Digitalkameras ist kein Problem, solange es sich dabei nicht um Profiausrüstung handelt. Videokameras sind nicht gestattet.
Rucksäcke und Taschen können nicht ins Stadion mitgenommen werden, außerdem gibt es keine Abgabemöglichkeit. Bauch-/Gürteltaschen sind grundsätzlich erlaubt.
Alkoholkontrollen können auf Sicht, d.h. bei auffallendem Verhalten bedingt durch Alkoholkonsum durchgeführt werden. Eine festgelegte Promillegrenze gibt es nicht.“

Na, habe ich zu viel versprochen? Jetzt weiß jeder Fan Bescheid, wie er sich adäquat auszurüsten hat. Wer unter diesen Umständen keine Lust mehr hat, heute nach Frankfurt zu fahren, der kann sich das Spiel im Fernsehen anschauen. Es wird in voller Länge bei Sport1 und Sky übertragen.

 

Gedanken eines Greuther-Weibes!

Die Zeit vom letzten bis zum nächsten Spiel des Kleeblatts wird mir allmählich lange. Nikolaus und Weihnachtsgeschenke-Einkauf hin oder her. Was sind wir Greuther-Weiber erleichtert, wenn am Montag, 12. Dezember, die Spielvereinigung in ihrem ersten Rückrundenspiel bei der Frankfurter Eintracht antritt. Und die Partie verspricht superspannend zu werden: Die Eintracht liegt mit nur zwei Punkten Vorsprung auf Tabellenplatz zwei, Fortuna Düsseldorf ziemlich dicht auf den Fersen.

Freunde aus Nürnberg denken eher mittelfristig. Was redest Du von der Bundesliga? Wichtig ist für uns nur der DFB-Pokal. (Klar, wenn ich mich in der Bundesliga so anstellen würde wie der Club, würde ich auch so argumentieren.) Vier Tage vor Heilig Abend findet das tradionsreiche Derby zwischen Fürth und Nürnberg statt. Leider im Frankenstadion. So, wie der 1. FCN derzeit drauf ist, werden die Kleeblätter gewinnen. Meint zumindest der von mir hoch geschätzte Fischmann auf der Fürther Freiheit. Er prognostiziert einen Kleeblatt-Sieg, drückt – diplomatisch wie er nun mal ist – aber beiden Teams die Daumen.

Gut, bis zum 20. Dezember ist es noch lange hin. Ich konzentriere mich erst mal auf das Montagsspiel und hoffe, dass Trainer Mike Büskens in bezug auf seine Spieler wieder alle Optionen hat. Schön war doch die Freude, mit der die Fürther Fans auf das (kurze) Comeback von Kingsley Onuegbu reagiert haben. Vielleicht ist er auch in Frankfurt dabei, wird eingesetzt – und schießt das Siegtor für seine Mannschaft? Für alle Fürth-Anhänger wäre das die optimale Einstimmung auf alles Weitere!

Kleeblatt in den Startlöchern

Vierzehn Tage Urlaub an der Ostsee – übrigens direkt in der Nähe eines der stärksten Kleeblatt-Gegners in dieser Saison: Hansa Rostock – und hier zu Hause tut sich was. Am Freitagabend, 15. Juli, startet um 20.30 Uhr die SpVgg mit dem Spiel gegen Absteiger Eintracht Frankfurt in die Zweitliga-Saison 2011/2012. Und die Eintrittskarten für die Trolli ARENA werden langsam knapp: Die Gegengerade ist seit Dienstagnachmittag ausverkauft, im Stehplatz-Bereich der Nord-Tribüne sowie für Sitzplätze auf der Haupttribüne und in Block 9 sind nur noch etwa 1500 Karten verfügbar.
Es klingt nach einem spannenden Spiel vor toller Fankulisse. Und die ist – auch hier kann man Parallelen zu Hansa Rostock ziehen – der wichtigste Trumpf des Kleeblatts. Die Greutherweiber haben zwar in der Vergangenheit schon manchmal kritisiert, dass zahlenmäßig nicht viele Fürther den Weg in den Ronhof finden. Aber die Fans, die dann im Stadion sind, stärken ihrer Mannschaft mit Begeisterung und einer Bombenstimmung den Rücken.
Nachdem sich in Sachen Frauenfußball nach dem Ausscheiden des deutschen Teams bei der WM die Wogen noch immer nicht geglättet haben, sollten sich alle Kleeblattanhängerinnen mental vom Theater um die Prinzessin, Frau Angerer und Trainerin Neid lösen und sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Und das ist: Wie wird die Spielvereinigung am Freitag an den Start gehen? Hat sie die Power, den Bundesligabsteiger Frankfurt zu schlagen? Kurzum: Werden die Fürther Jungs auf dem grünen Rasen „bella figura“ machen? Ohne Übertreibung vermute ich mal: ja!

Endlich was Eigenes!

Was habe ich doch immer Frau Hoppenstedt in Loriots TV-Sketch beneidet, die nach erfolgreichem Abschluss der Jodelschule „was Eigenes“ in der Hand hatte, ihr „Jodeldiplom“.

Doch jetzt kann man sich auch als Fürther Fußball-Fan glücklich schätzen, endlich „was Eigenes“ zu bekommen: nämlich sein eigenes Spiel. „Heimspiel ist Dein Spiel“, steht vielversprechend auf  der Infotafel kurz vor der Ludwigsbrücke. Ich düse mit meinem Auto vorbei und mein Herz macht einen Luftsprung.

Ich bin jedoch trotz aller Freude, jetzt bei jedem Heimmatch der Spielvereinigung im Playmobil-Stadion ein eigenes Spiel zu bekommen, am Freitag gegen den FSV Frankfurt innerlich zerrissen. In Frankfurt geboren, schlagen nämlich zwei Seelen, ach, in meiner Brust. Bin ich für die Fürther oder die Frankfurter Mannschaft? Aber nach kurzem In-Mich-Gehen entscheide ich, guten Gewissens den Kleeblättern die Daumen zu drücken. Sie sollen gewinnen, haushoch. Denn wenn ich zu einem Frankfurter Fußballverein halte, dann nur zur Eintracht! Vor allem, wenn sie am Samstag gegen den Nürnberger Club spielen!