Gjasulas Comeback und Zuljs Doppelpack

Ich hatte vor dem heutigen Auswärtsspiel gegen den FC Heidenheim optimistisch einen 3:1-Sieg des Kleeblatts vorhergesagt. Greuterweib uwo war jedoch eher skeptisch. Wir sollten beide nicht Recht behalten. Die Spielvereinigung hat gewonnen, aber „nur“ mit einem 2:0. Beide Treffer machte Robert Zulj, der nach Vorlagen von Veton Berisha und Khaled Narey den gegnerischen Torwart schlecht aussehen ließ.

In der ersten Halbzeit war das Kleeblatt eindeutig die dominierende Mannschaft. Nach einer guten Chance von Niko Gießelmann in der 7. Minute fiel eine Viertelstunde später das 1:0 durch Zulj. Die Gastgeber wussten mit dem Rückstand nicht umzugehen, sie leisteten sich viele Fehlpässe, was nicht gerade zur Qualität des Spiels beitrug. Kapitän Marc Schnatterer war während der gesamten 93 Minuten der mit Abstand beste Spieler im Team der Ostalbstädter. Nur: Er konnte keinen Ball im Fürther Tor unterbringen.

Nach der Halbzeitpause drehte sich die Situation allerdings um: Die Gastgeber agierten offensiver und souveräner, Schnatterer machte dem Kleeblatt das Leben weiter schwer: Einmal musste Balazs Megyeri sensationell mit den Fingerspitzen retten, dann setzte Schnatterer (Gott sei Dank!) knapp über die Latte (62., 63.). Glück für die Spielvereinigung!
Die angereisten Kleeblattfans jubelten, als in der 65. Minute Jurgen Gjasula nach langer Ausfallzeit (wegen eines Achillessehnenrisses) sein Comeback feiern konnte. Vielleicht war das der Kick für das Kleeblatt-Team? Denn schon drei Minuten später gibt Serdar Dursun den Ball an Narey, der an Zulj weiterleitet. Und der erhöht völlig ungestört den Fürther Vorsprung auf 2:0. Gjasula jubelt mit dem Torschützen (Foto). Vier Minuten später hat dann Khaled Narey noch mal ein tolle Chance, aber – wie so oft – schwächelt er im Abschluss und zielt aus spitzem Winkel links am Heidenheimer Tor vorbei (72.).

Mit dem heutigen Sieg kann das Kleeblatt seine Erfolgsserie fortsetzen: Für die Mannschaft von Trainer Janos Radoki war das bereits das achte Ligaspiel in Folge ohne Niederlage. Chapeau! Ausruhen kann man sich in dieser englischen Woche allerdings nicht. Am Mittwoch, 5. April, empfängt das Kleeblatt um 17.30 Uhr zu Hause im Fürther Ronhof Eintracht Braunschweig. Die rangiert mit 50 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz und könnte für die Spielvereinigung eine echt harte Nuss werden!

Weiß-Grüner Frust trotz Goldenen Oktobers

allgaeu_kleeblattEine starke bakteriellle Erkältung war Schuld, dass ich später zu einem kurzen Wanderurlaub ins Allgäu fahren und dadurch das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim nur aus der Ferne verfolgen konnte. Ich habe mir das schön vorgestellt: Ich erfahre nach dem Spiel von einem Sieg des Kleeblatts, der nach einigen Schlappen wieder unbedingt nötig gewesen wäre. Leider kam es anders als erhofft. Die Spielvereinigung verlor im Ronhof mit 0:2 und hat ähnlich schnell (14. und 18. Minute) wie einige Tage vorher die Nordirische Nationalmannschaft (13. und 17. Minute) in der WM-Qualifikation gegen Deutschland gleich in der ersten Viertelstunde beide Gegentreffer eingefangen. Das kann einem wirklich den schönsten Urlaub verderben, wie dieses Foto dokumentiert: Ich sitze bei herrlichstem Goldenem Oktober unter „himmlischer Aufsicht“ im Allgäu auf einer idyllischen Bank und könnte Sonnenschein und Wärme genießen. Trotzdem bin ich frustriert von der aktuellen sportlichen Leistung des Kleeblatts.

Die Fakten sind ja alle bekannt. Sei es die Zurückhaltung von Präsident Helmut Hack bei der Investition in neue, gute Spieler. Oder das Verletzungspech von Jurgen Gjasula, der Unfall von Stürmer Ilir Azemi, der zwar nach und nach wieder fit wird, aber noch weit weg davon entfernt ist, dass man ihn 90 Minuten einsetzen könnte. Der Fürther Angriff schwächelt, die Kleeblatt-Abwehr hat gute und schlechte Tage. Es fehlen insgesamt Mut und die Konsequenz beim Abschluss begonnener Aktionen im Mittelfeld. Und der Mann im Tor – egal, wie er heißt – hat viel damit zu tun, die Angriffe der Gegner zu parieren. Insgesamt fehlt der Biss, und der elfte Tabellenplatz und nur elf Punkte nach neun Spielen sprechen Bände.

Schade. Auf der Rückfahrt habe ich dann noch im Radio gehört, dass der 1. FC Nürnberg offenbar gerade einen Lauf hat und das Spiel gegen den Karslruher SC mit 3:0 gewonnen hat. Keine guten Tage für Kleeblattfans! – Am kommenden Sonntag, 23. Oktober, ist das Kleeblatt ab 13.30 Uhr beim Spitzenreiter der Zweiten Liga – Eintracht Braunschweig – zu Gast. Für die Moral der Fans wären Tore und ein Sieg der Spielvereinigung dringend angesagt. Ein Vorhaben, das gegen den Tabellenführer allerdings schwer umzusetzen sein wird. Trotzdem: Bitte warm anziehen und endlich mal wieder einen Erfolg einfahren!

Nur ein cooler Punkt zu Hause

SpVgg Greuther Fürth - 1. FC HeidenheimFrostig war es gestern Abend im Stadion am Laubenweg. Zumindest was die Temperaturen anbelangt. Die Begegnung zwischen der Spielvereinigung und dem Aufsteiger FC Heidenheim war es eher nicht. Die Fürther Mannschaft war von der ersten Minute an hellwach und versuchte mit druckvollem Spiel den Gegner zu bezwingen. Erstaunlich, denn nach dem kräftezehrenden 3:3 am Montag gegen Fortuna Düsseldorf stellte das Spiel nur vier Tage später die Fußballer vor echte konditionelle Herausforderungen.

Um es kurz zu machen: Das Endergebnis 0:0  entsprach nicht dem Spielverlauf. Aber wie so oft waren sowohl die Kleeblätter als auch die Gäste nicht in der Lage, gute spielerische Aktionen auch mit einem Tor zu verwerten. Wolfgang Hesl hatte seine Anfangsschwäche nach der Verletzungspause, die in Düsseldorf noch offensichtlich war und auch gegnerische Tore nach sich gezogen hatte, gestern voll überwunden. Er ist wieder in der Spur und hielt einige Bälle, die allerdings nicht brandgefährlich waren, ohne Probleme. Glück hatte die SpVgg allerdings schon in der 9. Minute, als ein Schuss von Julius Reinhardt vom Pfosten abprallte. Er wäre für den Fürther Keeper unhaltbar gewesen.
Stephan Schröck – gestern ein Wirbelwind mit schwarzen Handschuhen (Foto) – ackerte wieder, was das Zeug hielt. Kritisierbar ist es aber, dass er dann kurz vor dem Strafraum am Gegner hängenbleibt und so seine investierten Energien verpuffen. Tom Weilandt macht sich als strategischer Spieler im Kleeblatt-Team immer besser.

Knapp über 10.000 Zuschauer waren gestern im Ronhof. Wie gesagt: Es war kalt, und ein Freitagabend ist kein idealer Termin. Ob sich die Kleeblattfans von den Profis der SpVgg gegen den Aufsteiger FC Heidenheim mehr als eine Nullnummer erwartet hatten? Klar! Denn immerhin rangieren diese auf dem vierten Platz der Zweiten Liga. Da stehen sie auch jetzt noch – die SpVgg  bleibt im Mittelfeld. Und konnte zum dritten Mal in Folge vor eigenem Publikum nicht gewinnen. Am Nikolaus-Tag, 6. Dezember, tritt die Spielvereinigung auswärts gegen den nächsten erfolgreichen Aufsteiger – den SV Darmstadt 98 – an. Auch das wird nicht leicht. Mal sehen!

 

Weiß-grüne Idylle auf meinem Adventskalender

Adventskalender2014Schon im vergangenen Dezember hatte ich meine helle Freude daran, jeden Morgen ein Türchen des Kleeblatt-Adventskalenders zu öffnen. Immer gab es eine kleine Überraschung. „Albern“, mag der eine oder andere denken. Aber wieso? Man sollte sich doch mit kleinen Freunden das Leben versüßen.

Schon Ende November 2013 habe ich in unserem Blog darüber geschrieben. Und das will ich auch 2014 nicht vergessen. Ich finde, das Motiv auf dem diesjährigen Kalender (in Anlehnung an das des letzten Jahres) besonders gelungen: Auf einer Wäscheleine hängen weiß-grüne Kleeblattsocken, eine Mütze, Hose und ein Mantel. Ich vermute, es ist der Mantel des Weihnachtsmannes. Schneeflocken fallen, die Tannen sind schon schneebedeckt, es dämmert. Und das absolute Stimmungs-Highlight: Außer der beleuchteten Silhouette des Fürther Rathauses, der Michaelis-Kirche und des Stadttheaters sind im Hintergrund die Flutlichter des Stadions im Ronhof zu sehen. Idylle pur!

Am nächsten Montag könnt Ihr das erste Türchen aufmachen. Deshalb sollten sich überzeugte Kleeblattfans schnell noch ein Exemplar der limitierten Auflage des Kleeblatt-Adventskalenders sichern. Hinter jedem der 24 Türchen ist ein kleine Edel-Vollmilch-Schokoladentafel versteckt. Die Adventskalender sind in allen Fanshops für nur 4,99 Euro erhältlich. Zusätzlich wird der Kalender heute Abend beim Heimspiel gegen den FC Heidenheim in allen Stadion-Shops verkauft.