Goodbye, Edgar und Felix!

Jetzt ist es fast schon offiziell: Felix Klaus und Edgar Prib heißen die nächsten Spieler, die in der Saison 2013/14 nicht mehr für das Kleeblatt antreten werden. Die Liste der Verkäufe wird täglich länger. Fans der SpVgg ist inzwischen die Lust vergangen, morgens in ihre Zeitung oder ins Internet zu schauen. Denn dort erfahren sie immer wieder neue Hiobsbotschaften darüber, welche Spieler Fürth verlassen. Der Mittelfeldspieler Felix Klaus wird ab 1. Juli 2013 den SC Freiburg verstärken.

Edgar Prib hat zwar noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014 bei der Spielvereinigung, wird aber ziemlich sicher zum Bundesligisten Eintracht Frankfurt wechseln. Die Hessen sind das Team, das im Frühjar 2012 mit dem Kleeblatt in die Erste Liga aufgestiegen ist. Und im Gegensatz zu den Fürthern die Saison mit einem tollen sechsten Tabellenplatz abgeschlossen und damit die Qualifikation zur Europa League geschafft hat.
Genau das wird Prib aus sportlicher Perspektive auch reizen. Dass er Fürth verlässt, wurde schon länger gemutmaßt, jetzt geht es eigentlich nur noch ums Geld.
Prib kam im Dezember 1989 in Nerjungri/Jakutien zur Welt und zog im Alter von zwei Jahren mit seinen Eltern nach Fürth. Er besuchte das Hardenberg-Gymnasium und schloss seine Schulzeit 2009 mit dem Abitur ab. Seit 1996 spielte Prib für die SpVgg. Er ist Stammspieler und gilt als Leistungsträger beim Kleeblatt. Gerade in den letzten Erstligaspielen der SpVgg fiel Eddy immer wieder durch sein Engagement und seine besonderen Aktionen auf. Dazu gehörte am vergangenen Samstag leider auch der verschossene Elfmeter gegen den FC Augsburg. Und: Edgar Prib zählt aus der Sicht weiblicher Kleeblattanhänger mit Sicherheit zu den angenehmsten optischen Erscheinungen im Team. (Noch mehr zum wahrscheinlichen Wechsel von Prib ist hier in der „Nürnberger Zeitung“ zu lesen.)

Bei der Frankfurter Eintracht wird Prib übrigens wieder auf seinen früheren Fürther Teamkollegen Olivier Occean treffen, der dort seit der letzten Saison spielt. Allerdings konnte der Torschützenkönig der Spielzeit 2011/12 nach seinem Wechsel nach Frankfurt für die Hessen nichts mehr reißen. Er stand gerade 18 Mal im Kader und traf nur ein einziges Mal ins gegnerische Tor. Hoffen wir, dass Prib sich bei der Eintracht mit mehr Bravour behaupten wird!

Lange das Spiel dominiert – und dann doch verloren!

Nein, Keeper Wolfgang Hesl kann man eigentlich nicht allein den Vorwurf machen, dass die Spielvereinigung bei Borussia Mönchengladbach mit 0:1 verloren hat. Er ist zwar etwas überstürzt aus dem Tor gekommen und de Jong traf dann rein. Aber Hesls unglücklichem Auftritt gingen viele sehr gute Paraden voraus. Frank Kramer hatte sich heute dafür entschieden, ihn und nicht Max Grün ins Tor zu stellen.

Schon in der ersten Halbzeit war die SpVgg die eindeutig bessere Mannschaft. Die Borussen – Tabellenachte – spielten unter Niveau und konnten auch mit ihrem Star Arango nichts putzen. Das Kleeblatt verkaufte sich mit angriffsfreudigen Attacken bewundernswert. Offensichtlich versteht es der neue Trainer Frank Kramer, seine Jungs zu motivieren und auch spielerisch zu verbessern. Edgar Prib, Felix Klaus  und Thanos Petsos hatten sehr gute Chancen. Aber das Fürther Eigengewächs Prib (Foto) schaffte es nicht, auch nur eine seiner drei Chancen umzusetzen.

Nach einer Stunde, als die rund500 angereisten Kleeblatt-Fans (über 50 000 Zuschauer im Borussia-Park) das sichere Gefühl hatten, dass heute was gehen könnte, kam es zum verhängnisvollen Fehler: Der von Mönchengladbach für diese Saison ausgeliehene Matthias Zimmermann, der nur fünf Minuten zuvor wegen eines taktischen Fouls Gelb gesehen hatte, grätschte im Mittelfeld unnötig gegen Nordtveit und holte sich die Gelb-Rote Karte. Das Kleeblatt – ab jetzt mit nur zehn Mann auf dem Platz  – gab sich trotzdem nicht geschlagen und startete immer wieder schnelle Konterangriffe. Prib hatte den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber in der 77. Minute an ter Stegen. Jetzt wachten die Borussen endlich auf und blockten jede gute Aktion der Gäste. Ein Kopfball von Azemi rauschte in der Nachspielzeit knapp am Pfosten vorbei.
Fazit: Wieder ein Spiel verloren, obwohl die SpVgg lange Zeit die eindeutig dominierende Mannschaft war. Nach dem gestrigen 3:0-Sieg von Hoffenheim ist es für das Kleeblatt fast nicht mehr möglich, sich aus dem Tabellenkeller hochzurackern. Es sei denn, ein Wunder geschieht! Vielleicht am kommenden Samstag – beim Heimspiel gegen den noch amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund?

Felix macht das Kleeblatt glücklich

So sieht er aus: Der Schütze des Tores, das sicher in die Geschichte der Spielvereinigung eingeht. Felix Klaus hat dem Kleeblatt zum ersten, also historischen Sieg nach dem Aufstieg in die erste Bundesliga verholfen. Er traf in der 67. Minute ins Tor vom FSV Mainz o5. Das weiß-grüne Team konnte das Ergebnis bis zum Schluss halten und steht – zumindest bis heute Nachmittag – in der Tabelle auf Platz acht. Nach der glücklosen Niederlage am ersten Spieltag gegen Bayern München tut dieser Auswärtssieg der Mannschaft, dem Verein und vor allem den Fürther Fans richtig gut. Die Kleeblätter kämpften mit ihrer ganzen Leidenschaft und können sich über ihren ersten Erfolg freuen. Die nächste Herausforderung ist in zwei Wochen – am 15. September – im Fürther Ronhof gegen den FC Schalke 04.