Fußball satt: Fürth-Spiel und Supercup

Wie auch immer das Spiel morgen Abend beim FSV Frankfurt ausgehen wird – dem Kleeblatt kann die Tabellenführung niemand streitig machen. Die Spielvereinigung liegt nämlich auch dann noch mit einem Punkt Vorsprung vorne, wenn sie verlöre und die Verfolger Erzgebirge Aue, 1860 München oder der 1. FC Kasiserlautern bei ihren Begegnungen drei Punkte holen würden.
Coach Frank Kramer ist nach dem guten Saisonbeginn mit vier Siegen und einem Unentschieden trotzdem auf dem Boden geblieben:

„Für mich ist das ein ganz wichtiges und entscheidendes Spiel. Wir haben gezeigt, dass wir den Favoriten wie Köln und Kaiserslautern Paroli bieten können. Jetzt wird es wichtig sein, sich auf die kommenden Aufgaben einzulassen.“

Interessant ist das morgige Spiel gegen den FSV Frankfurt vor allem auch deshalb, weil die Mannschafft seit Dezember 2011 vom ehemaligen Kleeblatt-Trainer Benno Möhlmann angeleitet wird. Er hat sich mit seinem Team und sieben Punkten momentan auf Tabellenplatz neun gesetzt. (Unser Foto entstand übrigens bei einem Testspiel im Januar 2013 – Möhlmann begrüßte damals Kleeblattfans.)
Wer Lust hat, sich schon mal auf das Spiel einzustimmen: Auf der Vereins-Website des FSV findet Ihr ein „Gegnerinterview“ mit dem Kleeblatt-Keeper Wolfgang Hesl.

Anstoß im Frankfurter Volksbank-Stadion ist um 18.30 Uhr. Es werden viele Fürther Fans erwartet, die sich rechtzeitig nach dem frühen Feierabend am Freitag auf den Weg nach Frankfurt machen. Und wer nach dem Fürth-Spiel von Fußball noch nicht genug hat, der kann sich dann noch das UEFA-Supercup-Finale 2013 zwischen dem FC Bayern München und dem FC Chelsea „reinziehen“. Anstoß in der Eden Arena in Prag ist um 20.45 Uhr. Das Spiel wird live im ZDF übertragen. Also: Nach dem Abpfiff schnell nach Sachsenhausen in eine Kneipe fahren und dort die Partie im Fernsehen anschauen!

Kleeblätter in Frankfurt: Yes, you can!

Keine Ahnung, ob dieses Phänomen auch in Sprichwörtern und Redensarten thematisiert wird. So nach dem Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Auf jeden Fall mache ich persönlich die Erfahrung, dass man – je länger man sich von etwas entfernt und je mehr man sich an etwas anderes gewöhnt hat – dann auch emotional Partei für das Neue ergreift. Was für ein kryptisches Geschwafel, mag jetzt so mancher Blogleser denken.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin in Frankfurt geboren, wohne aber seit über 20 Jahren in Fürth. Und mit diesem Hin- und Hergerissensein habe ich heute Abend ab 18 Uhr mal wieder zu kämpfen. Die Spielvereinigung spielt nämlich in der deutschen Finanzmetropole gegen den FSV Frankfurt.

Nach dem (relativ hohen) 3:0-Sieg gegen Kaiserslautern zu Beginn der Rückrunde am vergangenen Samstag haben die Kleeblätter wieder an Selbstvertrauen gewonnen und einen freieren Kopf. Deshalb kann man für das heutige Spiel gegen Frankfurt – die auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen – hoffen, dass die Fürther um 19.45 Uhr als Winner das Spielfeld im Volksbank-Stadion verlassen. Das Hinrunden-Spiel haben die Kleeblätter schließlich ja auch mit 4:0 gewonnen.

Also, Kleeblätter, fahrt mit erhobenem Haupt nach Hessen und vertraut auf Euer fußballerisches Können. Trainer Mike Büskens‘ Charakter ist allerdings von Realismus geprägt. Deshalb warnt er davor, sich vom Sieg der Spielvereinigung gegen Kaiserslautern und der deutlichen 0:5-Niederlage der Frankfurter gegen den MSV Duisburg blenden zu lassen. Seine Einschätzung der heutigen Partie:

Das wird kein Selbstläufer. Frankfurt ist nicht danach zu bewerten, wie sie vom Ergebnis her gespielt haben. Aber wenn wir eine ähnliche Einstellung zeigen wie gegen Kaiserslautern, dann sind wir mit Sicherheit in der Lage dort etwas mitzunehmen.

Recht hat er, der Mike, und heute Abend – kurz vor der Tagesschau – wissen wir mehr!