Mädchen und Fußball – eine echte Liebe

Maedchen_lieben_FussballMan soll im Leben nie den Humor verlieren. Egal, wie dicke es manchmal kommt. Deshalb habe ich mich auch amüsiert, als ich unlängst auf Facebook ein Posting mit diesem T-Shirt gesehen habe: „Richtige Mädchen lieben Fußball, schlaue Mädchen lieben das Kleeblatt“. Ich finde, diese These muss man unterstützen. Fußballspielende Mädchen gibt es seit vielen Jahren überall auf der Welt. Sie spielen (oft) genauso gut und elegant wie ihre männlichen Kollegen. Aber – und zumindest war das noch bis vor kurzem so – die Menge und die Brutalität der Fouls ist im Vergleich zu den Männern noch akzeptabel.

Letztes Jahr konnte man im fast ausverkauften Ronhof das Freundschaftsspiel zwischen der Deutschen und der Brasilianischen Frauen-National-Mannschaft genießen. Der 4:0-Sieg für die Mädels von Silvia Neid war stark. Und das Spiel hat mir und den über 15 000 Zuschauern richtig gut gefallen. Also: Fußballspielende Mädchen gibt es viele. Und „richtige Mädchen“ lieben Fußball. Ob es tatsächlich nur „schlaue Mädchen“ sind, die das Kleeblatt lieben? Das kann ich beim besten Willen nicht beantworten. Aber das ist – unterm Strich – ja auch nicht so wichtig.

P.S. Wo man das Shirt bekommt, kann ich Euch leider nicht sagen. Wenn mir jemand den Tipp geben könnte…Ich hätte nämlich auch gerne so ein Teil! Das wäre doch ein Super-Outfit für die Greuther-Weiber, oder?

Frauen-Fußball-WM wirft Schatten voraus

Das Wochenende war alles andere als langweilig, obwohl die Fußball-Bundesliga gerade Pause hat und man sich als Fürtherin noch von der seelischen Anspannung des letzten Spieltages erholen musste. Abends fand immerhin das Pokalfinale statt – natürlich hat der FC Schalke mit Frauenschwarm Raul und Topkeeper Manuel Neuer gewonnen. Noch weitaus interessanter – nicht nur für die Greuther-Weiber – war allerdings das Länderspiel der Frauen gegen Nordkorea. Ein Vorgeschmack auf die Frauen-Fußball-WM, die am 26. Juni beginnt. Wie erhofft hat das Team von Bundestrainerin Silvia Neid gewonnnen – mit 2:0. Allerdings war das schmeichelhafte Ergebnis mühsam erkämpft und eine schwere Geburt. Die Abwehr der deutschen Frauen zeigte sich ordentlich und zielorientiert. Nicht allzu erfolgreich war das Angriffsspiel von Birgit Prinz und Co. Deshalb werden sich die Damen in den nächsten Tagen bei einem Lehrgang in Herzogenaurach vor allem auf das Ausmerzen dieser Schwachstelle konzentrieren.
Trainerin Silvia Neid muss sich bis Freitag außerdem noch entscheiden, welche Spielerinnen letztlich dem deutschen WM-Kader angehören werden: der ist auf 21 Nationalspielerinnen begrenzt.
In drei weiteren Testspielen trifft das DFB-Team auf Italien (3. Juni in Osnabrück), die Niederlande (7. Juni in Aachen) und auf Norwegen (16. Juni in Mainz).

Gehören Frauen nicht aufs Fußballfeld?

Heute stelle ich eine Initiative vor, die sicher auch bei vielen weiblichen Kleeblatt-Fans auf Interesse stoßen wird. Mit der bundesweiten Kampagne „Frau in Bewegung“ will die Organisation TERRE DES FEMMES die Solidarität unter Frauen stärken und gleichzeitig auf bestehende Diskriminierungen im Sport und innerhalb der Gesellschaft hinweisen. Dazu gehört, dass auch in Deutschland unzählige Mädchen und Frauen keinen Sport ausüben, nicht am Schulsport teilnehmen, sich oft nicht mal so freizügig kleiden dürfen, wie es für das Ausüben einer Sportart notwendig wäre.

Die gemeinnützige Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES wurde im Jahr 1981 gegründet. Ihr Ziel ist es, durch internationale Vernetzung, Aktionen und Förderung von Einzelprojekten Frauen und Mädchen zu unterstützen.

Frauen und Fußball – das geht gar nicht! So denken nach wie vor viele, nicht nur Männer! Deshalb ist die Frauenfußball-Weltmeisterschaft vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 in Deutschland der ideale Event, von dem man sich vermehrte Aufmerksamkeit für frauenspezifische Themen erhofft.

„Nicht nur im Sport kommt es auf Engagement, Talent und Team-Play an und nicht auf Religion, Hautfarbe, kulturelle Wurzeln oder sexuelle Orientierung!

Die Kampagne „Frau in Bewegung“ will zu einem spannenden Fußballfest beitragen und dabei auf wichtige frauenspezifische Themen aufmerksam machen. Unterstützt wird sie von vielen prominenten Frauen, z.B. „unserer“ Torfrau Nadine Angerer.

Lust darauf, mehr zu erfahren, macht die spannende Website von „Frau in Bewegung“ mit einem Haufen Infos, z.B. über alle Teilnehmerländer bei der Frauen-WM. Eine gute Idee ist auch die Unterschriftenaktion „Gleichberechtigung in den Medien“. Man kann sich so für die verstärkte Präsenz von Frauenfußball in Zeitungen, Zeitschriften und im Fernsehen aussprechen. TERRE DES FEMMES sieht das so:.

„Die öffentlich-rechtlichen Sender ignorieren Frauenfußball fast völlig: So werden in den Nachrichten meist nur die Bundesligaspiele der Männer verkündet. Auch Sportsendungen berichten selten über Spiele der Frauen, wenn es sich nicht um schiere Großereignisse handelt, an denen die Sender oder anderen Medien nicht vorbei können.“

Um zu sehen, dass sich in Sachen Gleichberechtigung für Frauen – nicht nur im Sport – einiges tut, muss man nur mal zu TERRE DES FEMMES auf Facebook gehen.