Schwache Vorstellung im Ronhof

SpVgg Greuther Fürth - FSV FrankfurtMüssen wir uns jetzt ernste Sorgen machen? Als Optimistin sage ich: nein. Als Realistin: ja. Im vierten Saisonspiel hat die SpVgg zu Hause eine Niederlage gegen den FSV Frankfurt eingefahren. Das Kleeblatt bot eine nicht gerade blamable, aber dürftige Vorstellung vor heimischem Publikum.
Eigentlich fing alles ganz relaxt und vielversprechend an: In den ersten 20 Minuten spielte das Kleeblatt beherzt, überlegt und angriffslustig und ließ auf ein gutes Spiel hoffen. Aber das Tor des Frankfurters Besar Halimi in der 27. Minute verpasste den Kleeblättern – Spielern wie Fans – einen herben Dämpfer.
Woran liegt es eigentlich? Ich sage es ganz offen: Die Mannschaft agiert uninspiriert und handelt nach Schema F. Offensive Aktionen kommen meist über die Außenflügel, die Angriffe sind nicht kreativ genug. Für den jeweiligen Gegner sind das Handeln und das spielerische Konzept der SpVgg zu leicht durchschaubar. Auch nach dem Einwechseln von Dani Kumbela und Geburtstagskind Stephan Schröck in der 60. Minute kam kaum Leben in das Team. Nur Kumbela schaffte es mit seinem unorthodoxen Spiel, ein paar Tormöglichkeiten erahnen zu lassen.
Dann die Abwehr der SpVgg: Sie ist oft zu zerfahren und abwartend, da fehlt es an konsequentem Verteidigen. Deshab erkannte auch der frisch eingewechselte Timm Golley kurz vor Spielende (88.) nach einem FSV-Einwurf und einem schwachen Moment von Benedikt Röcker, dass der Fürther Keeper Sebastian Mielitz zu weit vor dem Gehäuse stand und lupfte den Ball souverän mit dem Außenrist in die Maschen. Der 2:0-Erfolg bedeutete den ersten Saisonsieg des FSV Frankfurt.
Mein Hauptkritikpunkt ist inzwischen der Fürther Torhüter Sebastian Mielitz, dessen aufgeregte und nervöse Art einfach keine Sicherheit im Fürther Strafraum vermittelt. Ich denke zurück an Wolfgang Hesl, dem es mit seiner ruhigen Art oft gelang, Ruhe ins Spiel zu bringen. Nach meinem Geschmack ist Mielitz eines der großen Handicaps im Team der SpVgg. Unser Foto zeigt den Keeper enttäuscht nach dem Spielende.

Benno Möhlmann sucht einen neuen Job

FSV Frankfurt - SpVgg Greuther FürthIn der Zweiten Liga hängt so viel vom allerletzten Spieltag am kommenden Sonntag ab wie noch nie. Vom Tabellenplatz 13 – wo sich die Spielvereinigung gerade befindet – bis zu Rang 17 ist noch alles drin. Nur der Tabellenletzte, der VfR Aalen, ist als Absteiger in die Dritte Liga schon klar.

Wohl eine Kurzschlussreaktion ist jetzt vom FSV Frankfurt zu vermelden. Dort hat man nach einer mehrstündigen Krisensitzung am Sonntagabend den Trainer Benno Möhlmann entlassen. Von langer Hand vorbereitet oder eine Ad-Hoc-Entscheidung des Vereins? Wer weiß? Ausschlaggebend war sicher die gestrige 1:3-Niederlage gegen Union Berlin. Nachfolger von Möhlmann wird übrigens der frühere FSV-Coach Tomas Oral, der bereits heute das erste Training leitet.

Wer erinnert sich nicht daran: Benno Möhlmann war von 1997 bis 2000 Trainer beim Fürther Kleeblatt. Und übernahm zu Beginn der Saison 2008/09 erneut das Traineramt, wo er Nachfolger von Bruno Labbadia wurde, der ihn erst ein Jahr zuvor selbst beerbt hatte. Nach einem fünften Rang in der Saison 2008/09 folgte ein Absturz der Fürther auf Rang 15 zur Winterpause, so dass sich der Verein und Möhlmann am 20. Dezember 2009 auf eine Auflösung des Vertrags verständigten. Sein Nachfolger wurde Mike Büskens. (Auf unserem Foto vom April 2015 begrüßen sich die beiden vor dem Spiel in Frankfurt).

Sicher, der 60-jährige Coach Möhlmann hatte in Frankfurt zuletzt massive Probleme, seine seit elf Spielen sieglose Mannschaft zu motivieren. Wäre es nicht klug gewesen, Möhlmann schon vor Wochen, also noch rechtzeitig auszutauschen? Vor allem deshalb, weil es sich ja angedeutet hatte, dass Möhlmann nach dem Saisonende ohnehin das Handtuch werfen wollte. Spätestens nach dem desolaten Auftritt gegen 1860 München (0:1) am 32. Spieltag wäre ein Machtwort des FSV-Präsidiums angesagt gewesen.
Nun könnte es zu spät sein. Am letzten Spieltag droht Frankfurt bei einer Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf sogar das Abrutschen auf einen direkten Abstiegsplatz.
Wir Greuther-Weiber wünschen Benno Möhlmann auf jeden viel Erfolg beim Finden eines neuen Jobs. Das Trainerkarussell in der Ersten und Zweiten Liga dreht sich ja permanent!

Bonjour, Tristesse!

FSV Frankfurt - SpVgg Greuther FürthOh je! Um in Fürth guten Fußball zu sehen, musste man als Kleeblatt-Fan vergangenen Mittwoch das Frauenfußball-Länderspiel Deutschland gegen Brasilien anschauen. Das war – leider – das Beste, was wir seit langem im Ronhof gesehen haben! Und es hat uns einen Eindruck vermittelt, wie dort die Post abgehen kann, wenn die Fans begeistert sind. Klar, die Zweite Bundesliga ist mit so einem außergewöhnlichen Event nicht zu vergleichen, und Frauen und Männer spielen sowieso ganz anders Fußball. Aber als Fürther konnten wir uns im Stadion am Laubenweg endlich mal wieder so richtig freuen und jubeln – wann hatten wir so etwas zuletzt? – Na gut, zurück zum eher tristen Zweitliga-Alltag. Das 1:1-Unentschieden zwischen der Spielvereinigung und dem FSV Frankfurt haben im Volksbank-Stadion nur etwas mehr als 4700 Zuschauer gesehen – kein Wunder! Sie müssen es irgendwie geahnt haben, dass sie da einfach kein schönes Spiel geboten bekommen würden. Über lange Zeitspannen hinweg plätscherte das Ganze harmlos und langweilig dahin. Fürth begann eigentlich nicht schlecht, doch wieder war es der Gegner, der das 1:0 machte. Und das praktisch bei der ersten ernsthaften Gelegenheit. Die Fürther Abwehr ließ dem Frankfurter Kauko viel zu viel Raum, so dass er mehr oder minder ungehindert zum 1:0 einköpfen konnte. Bis zum Halbzeitpfiff passierte dann so gut wie nichts Nennenswertes mehr.

Als Mike Büskens gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs Stephan Schröck für Kasper Przybylko ins Spiel brachte, hatte ich ein gutes Gefühl, dass sich das Blatt nun wenden könnte. Schröcki ist einfach immer bissig und zieht den einen oder anderen Teamkollegen dann durch sein unermüdliches Engagement mit. Nach einigen Fehlpässen sowie vergeblichen Bemühungen von Marco Stiepermann, der einfach nicht ins gegnerische Tor traf, verwandelte Niko Gießelmann in der 58. Minute einen direkten Freistoß zum erlösenden 1:1. (Nach dem Spiel verschenkte er sein Trikot, siehe Foto.) Das gab der Mannschaft neuen Mut, plötzlich ging wieder was, und der FSV Frankfurt geriet zunehmend unter Druck, dem er nichts entgegenzusetzen hatte. Büskens legte mit zwei Auswechslungen nach: Tripic kam für Freis (72.) und Lam für Philp (75.). Das Kleeblatt verspürte eine Zeitlang einen gewissen Aufwind, Robert Zulj wäre fast der Führungstreffer gelungen, Marco Stiepermann bekam eine zweite Freistoß-Chance, die er aber nicht nutzte – der vorübergehende Schwung verpuffte.

Fürths Keeper Wolfgang Hesl hatte keinen unwesentlichen Anteil daran, dass es kein weiteres Gegentor gab: Vor allem einen gefährlichen Angriff von Kapllani wehrte er ohne jede Unsicherheit ab. Kapllani sah in der Nachspielzeit noch die Rote Karte, und Fürth war knapp zwei Minuten in Überzahl auf dem Rasen. Das nützte aber genauso wenig wie die Tatsache, dass die mitgereisten Kleeblatt-Fans ihr Team unermüdlich anfeuerten: Es blieb beim enttäuschenden 1:1.

Vereinspräsident Helmut Hack blickte auf den Zuschauerplätzen äußerst skeptisch drein. Was ihm wohl durch den Kopf ging? Bereut er vielleicht doch, zu wenig Geld für einen verstärkten Sturm in die Hand genommen zu haben? – Der einzige Lichtblick in dieser verfahrenen Situation: Fürth bleibt weiterhin in Frankfurt ungeschlagen, wie schon gut 32 Jahre lang. Doch ob das im Abstiegskampf weiterhilft? Wer weiß…

Der FSV nimmt das Kleeblatt auseinander

Dass mir mal die Stimmung richtig verhagelt ist – das kommt selten vor. Aber das heutige Heimspiel gegen den Tabellenletzten, FSV Frankfurt, war… Ach, eigentlich fehlen mir die Worte (und das ist für jemanden, der einen Blog schreiben will, nicht ideal). Den Fürther Fans ging es heute genauso wie mir: Bereits nach dem 4:2 für die Frankfurter wurde es sogar den treuesten Kleeblattfans zu dumm, und sie fingen an, ihre Mannschaft auszupfeifen. Zu Recht.
Das erste Tor für Fürth ging auf Goran Sukalos Konto, in  der 10. Minute. Doch schon fünf Minuten später schoss Vincenzo Grifo – der im Ronhof über sich hinaus wachsen sollte – den Ausgleich. Dann: in der 21. Minute das 2:1 für die Hessen. Dem folgte das 2:2 – erneut durch Sukalo. Doch damit war es mit der Torausbeute der Kleeblätter getan. Denn schon drei Minuten später erhöhte wiederum Grifo zum 3:2.

Da hilft kein Jammern wegen vieler verletzter Spieler – die hatten die Frankfurter heute auch. Da ist einfach die Fürther Abwehr zu windig und geht nicht hart genug zum Gegner. Da sind die Pässe ungenau und fahrig. Da passieren Fehler wie in der Kreisliga. Und den Zuschauern war spätestens nach einer Stunde klar, dass man sich heute vor heimischem Publikum richtiggehend auseinandernehmen ließ. Eine Handvoll Frankfurter Fans im Gästeblock hatten ihre Freude. Und die zu Beginn des Spiels lautstark singenden Kleeblattanhänger pfiffen, was das Zeug hielt.

Nach der Pause kam es dann zum Debakel: Dedic machte in der 60. Minute das 4:2. Und eine unfaire Attacke von Sukalo an Grifo (er kam von hinten und grätschte den Frankfurter um) kurz vor dem Abpfiff war dann die Krönung: Rot für den Fürther Mittelfeldspieler und Elfmeter für den FSV. Den Grifo – das ließ er sich natürlich nicht nehmen – dann souverän im Kasten von Tom Mickel versenkte.

Eine 5:2-Niederlage vor eigenem Publikum. Das erste Heimspiel verloren, und ein möglicher Aufstiegsplatz rückt erst mal in weite Ferne. In einer quasi-englischen Woche trifft die SpVgg am kommenden Dienstag in der 2. Runde des DFB-Pokals auf den FC Kaiserslautern. Und muss dann am Freitag zum FC Union Berlin in die „Alte Försterei“. Bis dahin: Vielleicht mal überlegen, was in dieser Saison nicht rund läuft!

Schwierige Personalsituation in beiden Teams

Heute abend trifft ab 18.30 Uhr die Spielvereinigung zu Hause auf das Tabellenschlusslicht der 2. Bundesliga: den FSV Frankfurt. Beide Mannschaften können bei der Aufstellung ihrer Profis nicht aus dem Vollen schöpfen. Die Liste der nicht einsatzfähigen Spieler ist lang, und die Verletzungen lesen sich wie ein Querschnitt durch den „Pschyrembel“. Beim Kleeblatt sieht es so aus: Mark Flekken (Kreuzbandriss), Wolfgang Hesl (Mittelhandbruch), Zsolt Korcsmar (Kapselverletzung), Florian Mohr (Innenbanddehnung), Zhi-Gin Lam (Muskelfaserriss), Thomas Pledl (Innenbandriss), Florian Trinks (Sehnenriss) und Ilir Azemi (Reha). Und die Situation beim FSV Frankfurt ist auch nicht besser: Chahed (familiäre Gründe), Burdenski (Bänderriss), Epstein (Entzündung), Kaffenberger (Zerrung), Roshi (Muskelfaserriss), Yelen (Bänderriss) und Aoudia (Kreuzbandriss).
SpVgg Greuther Fürth - FSV FrankfurtAlso werden beide Teams heute abend versuchen, aus einem eingeschränkten Spielerangebot das Beste zu machen. Nach menschlichem Ermessen müsste das Kleeblatt auf jeden Fall als Sieger vom Platz gehen. Diese Konstellation – SpVgg gegen FSV Frankfurt – gab es schon zwölf Mal. Lediglich ein Mal verlor die Spielvereinigung gegen die Frankfurter Underdogs (die Eintracht ist in der hessischen Metrolpole ungefähr so übermachtig wie der FC Bayern in München), und zwar beim allerersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften: In der Spielzeit 1982/1983 unterlag das Kleeblatt mit 0:2 in Frankfurt und ist somit zu Hause noch ungeschlagen gegen den FSV. Seitdem gewann die Spielvereinigung fünf Partien, in sechs Begegnungen trennte man sich unentschieden. Das letzte Match konnte die SpVgg Anfang März dieses Jahres im Ronhof mit 3:2 für sich entscheiden. Auf dem Foto zeigen sich die Trainer beider Mannschaften – Frank Kramer und Benno Möhlmann, der früher auch das Kleeblatt trainert hat – bestens gelaunt.
Also: Heute abend ins Stadion am Laubenweg gehen und dort als „zwölfter Mann“ das Kleeblatt beim Siegen lautstark unterstützen.

Pimp your Kleeblatt-Outfit

Wer sich für die Fanartikel der Spielvereinigung interessiert und seinen Fundus aufpeppen möchte, der kann jetzt wieder voll zuschlagen: Seit einigen Tagen ist der neue Fanartikel-Katalog erhältlich. Man kann ihn sich beim nächsten Heimspiel gegen den FSV Frankfurt – am Freitag, 24.10. – im Stadion am Laubenweg als gedruckte Version direkt vor Ort sichern. Die gedruckten Kataloge sind ab sofort auch in allen Fanshops zu bekommen.
Wer allerdings mehr auf der digitalen Welle schwimmt, der hat die Möglichkeit, den Katalog auf der SpVgg-Homepage (von da ist auch das Foto) anzusehen. Dort kann man dann in aller Ruhe durch das gesamte Angebot surfen und sich bequem von zu Hause aus die aktuellen Fanartikel bestellen.

FankatalogEs ist auf jeden Fall lohnenswert, in den neuen 130-seitigen Katalog mal hineinzuschauen. Im Sortiment mit 550 Fanartikeln sind fast 200 Neuheiten im grün-weißen Kleeblatt-Design zu finden. In erster Linie natürlich die neue Trikot-Kollektion der Profimannschaft. Während sich beim Heimtrikot ja zweierlei Grüntöne mit weißen Balken abwechseln, ist das aktuelle Auswärtstrikot eine Anlehnung an einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte: Vor 100 Jahren gewann die Spielvereinigung erstmals die Deutsche Meisterschaft – und das in blau-schwarzen Shirts. Witzig für kleine Kleeblattanhänger ist die exklusive „Ronhof Racker-Kollektion“ mit Schal, Fahne, Mütze u.s.w.
Ein Gutserl für alle Dauerkartenbesitzer: Wer eine Saisonkarte für Kleeblatt-Heimspiele besitzt, bekommt auf jeden Einkauf einen Nachlass von 10 Prozent.
Also: In Ruhe den Katalog ansehen und dann die ganz persönliche Fanartikel-Kollektion ein wenig aufmotzen. Ich denke mal: Das werden wir Greuther Weiber auch machen!

Baba – Foul, Elfmeter, Pfiffe

Kann es sein, dass sich Abdul Rahman Baba für die Spielvereinigung allmählich zur Achillesferse entwickelt? Im übertragenen Sinne natürlich. Schon in den letzten Spielen war seine sportliche Leistung nicht das, was man von ihm erwartet. Baba war gerade mal 17 Jahre alt, als er am 1. Juli 2012 zum Kleeblatt kam und konnte schnell in der Ersten Liga zeigen, was er drauf hat. In der Rückrunde der Saison 2012/2013 avancierte der attraktive Außenverteidiger zum Stammspieler im Kleeblatt-Team. Aber in dieser Wiederaufstiegssaison erfüllt er die Erwartungen ganz und gar nicht. Das gipfelte beim gestrigen Spiel gegen den FSV Frankfurt in einem von ihm verursachten Foul-Elfmeter, den Epstein in der 35. Minute prompt verwandelte. Und das Kleeblatt völlig aus der ohnehin nicht sehr stringenten Spur brachte.

Eigentlich hatte die Partie mit einem frühen Tor von Niko Gießelmann (10. Minute) vielversprechend begonnen und die über 10 000 Zuschauer in der Illusion gewiegt, dass die SpVgg ja die bisherigen 15 Begegnungen mit den Hessen nicht verloren hatten. Aber nach dem versenktem Elfer wegen Babas völlig überflüssigem Foul schien sich das Blatt zu wenden. Die Fürther spielten alles andere als erstligatauglich und kassierten dann prompt noch eine Minute vor der Halbzeitpause das 1:2. In Facebook überschlugen sich daraufhin die negativen und ironischen Kommentare über eine Mannschaft, die leistungsmäßig „nichts bringt“, „dilettantisch“ agiert und für die man sich „schämen“ müsse.

In der zweiten Halbzeit bemühten sich die Kleeblättler dann mehr. Mit wenig Erfolg. Und dann musste ein Standard für den Ausgleich herhalten: Nach einer Ecke von Stieber klammerte der Frankfurter Djengoue bei Röcker. Schiedsrichter Dankert entschied auf  Elfmeter gegen die Möhlmann-Truppe, den Stephan Fürstner sicher zum 2:2 verwandelte (73.).

Das Spiel plätscherte dahin, die Fans in der Trolli ARENA waren unzufrieden, bis den Kleeblättern – quasi auf den allerletzten Drücker – noch der 3:2- Sieg gelang: Mergim Mavraj köpfte eine Stieber-Ecke zum äußerst glücklichen ersten Sieg im Jahr 2014 ein.

Insgesamt ein Spiel auf eher mäßigem Niveau, die Fürther Fans machten ihrem Unmut vor allem nach Babas Foul mit gellenden Pfiffen Luft. Sie lieben ihre Mannschaft, sind deshalb aber nicht völlig blauäugig und erwarten einfach eine bessere spielerische Leistung. Glück für die SpVgg, dass der 1. FC Köln auch nur unentschieden gespielt hat und Verfolger Karlsruher SC sogar mit einem 0:1 in Aalen schwächelte. Auch wenn Union Berlin heute gewinnen sollte: Das Kleebatt rangiert mit viel Glück wieder auf dem zweiten Tabellenplatz. Nächste Begegnung: Das Montagsspiel gegen den VfL Bochum findet am 10. März ab 20.15 Uhr statt.

Fasching für ein Fürther Kleeblatt

Franken und insbesondere Fürth sind nun wirklich keine Faschings-Hochburgen. Da erzähle ich nichts Neues. Obwohl: Kult ist inzwischen die alternative Veranstaltung zu allen Karnevalssendungen im TV: Die „Dullnraamer“ von der Fürther Bagaasch um Ute und Uwe Weiherer. Morgen Abend treten sie zum letzten Mal in dieser Faschingszeit um 20 Uhr im „Kulturforum Schlachthof“ auf. Ich gehe hin und bin gespannt auf kritische und musikalisch raffinierte Beiträge – und die witzigen Videoclips.

Für die Spielvereinigung ist es gut, dass Fürth mit Fasching so wenig am Hut hat. Denn das Spiel am jetzigen Sonntag, 3. März, ab 13.30 Uhr in der Trolli ARENA, würde mit Sicherheit schlechter besucht werden, wenn zeitgleich – wie in Nürnberg mit dem „Gaudiwurm“ – in Fürth ein Faschingsumzug stattfände.

Aber so haben alle Kleeblattfans Gelegenheit und Zeit, sich das Heimspiel gegen den FSV Frankfurt anzusehen. Die Frankfurter liegen derzeit auf dem 14. Platz der Zweitliga-Tabelle und haben sich vorgenommen, der Spielvereinigung den Weg zurück in die Erste Liga gründlich zu versalzen. Trainer des hessischen Vereins ist ja Benno Möhlmann, der acht Jahre lang die Geschicke bei der Spielvereinigung leitete. Das Kleeblatt hat übrigens die letzten 15 Heimspiele gegen die Bornheimer nicht verloren – die letzte Heimniederlage der Spielvereinigung gegen den FSV gab es im Jahr 1968, als Fürth die Regionalliga-Partie vor 1500 Zuschauern mit 0:1 verlor.
Wer das Spiel am vergangenen Montag gegen den Tabellenführer 1. FC Köln gesehen hat, der weiß, dass man mit der Mannschaft der SpVgg (wieder) rechnen kann. Sie hat sich in Köln trotz gerade überstandener Infektion mit Bravour geschlagen, die Partie ging unentschieden 1:1 aus. Und so wurde der Abstand zur Tabellenspitze nicht größer, und man schaffte zumindest einen Punkt Distanz zu den Verfolgern. Der SC Paderborn hat soeben das Spiel gegen den VfL Bochum souverän mit 4:1 gewonnen – deshalb ist er (hoffentlich nur für kurze Zeit!) auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückt.

Ich schlage also vor: Morgen Abend zu den „Dullnraamern“ ins Kulturforum, dann am Sonntag ausschlafen, gemütlich frühstücken. Und danach das Spiel ansehen – und damit ist es mit Karneval für einen Fürther bzw. eine Fürtherin dann auch genug! „Gulli – Gulli“!!!

1:1 in Frankfurt – Geht in Ordnung

„Bassd scho“ kommentierte gerade ein Freund der „Greuter-Weiber“ auf Facebook. Und ich meine: Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Das Spielergebnis lautet 1:1, und das ist durchaus in Ordnung. Das Spiel gegen den FSV Frankfurt war vor allem in der zweiten Halbzeit kurzweilig und lebendig. Und das Kleeblatt vermochte es sogar, den 0:1-Rückstand in der 81. Minute zum Unentschieden zu verwandeln.

Schon in der 15. Minute gingen die Frankfurter im nur mit 5000 Zuschauern besuchten Volksbank-Stadion in Führung. Denis Epstein war der glückliche Torschütze, und die Spielvereinigung hatte dem Vorsprung erst mal wenig entgegenzusetzen. Zwar war sie mehr in Ballbesitz und hatte ein paar recht gute Torschancen. Aber es sollte einfach nicht klappen. Erst als Tom Weilandt in der 79. Minute für Newcomer Niclas Füllkrug auf den Platz kam, wendete sich das Blatt. Nach nur 94 Sekunden und seinem ersten Ballkontakt traf Weilandt ins Netz hinter FSV-Keeper Patric Klandt und machte seine Teamkollegen auf dem Spielfeld glücklich. (Auf unserem Foto gratulieren im Fans nach dem Spiel.)
So sollte es dann auch bleiben. Das Endergebnis 1:1 ist weder verdient noch unverdient. Die Kleeblätter haben diese Begegnung, vor dem sie und Coach Frank Kramer doch ziemlichen Respekt hatten, mit einem Punkt hinter sich gebracht. Die Tabellenführung war ihnen ohnehin nicht zu nehmen. Die SpVgg liegt mit 14 Punkten vorne und trifft im nächsten Zweitligaspiel am 15. September zu Hause im Ronhof auf den VfL Bochum.

Fußball satt: Fürth-Spiel und Supercup

Wie auch immer das Spiel morgen Abend beim FSV Frankfurt ausgehen wird – dem Kleeblatt kann die Tabellenführung niemand streitig machen. Die Spielvereinigung liegt nämlich auch dann noch mit einem Punkt Vorsprung vorne, wenn sie verlöre und die Verfolger Erzgebirge Aue, 1860 München oder der 1. FC Kasiserlautern bei ihren Begegnungen drei Punkte holen würden.
Coach Frank Kramer ist nach dem guten Saisonbeginn mit vier Siegen und einem Unentschieden trotzdem auf dem Boden geblieben:

„Für mich ist das ein ganz wichtiges und entscheidendes Spiel. Wir haben gezeigt, dass wir den Favoriten wie Köln und Kaiserslautern Paroli bieten können. Jetzt wird es wichtig sein, sich auf die kommenden Aufgaben einzulassen.“

Interessant ist das morgige Spiel gegen den FSV Frankfurt vor allem auch deshalb, weil die Mannschafft seit Dezember 2011 vom ehemaligen Kleeblatt-Trainer Benno Möhlmann angeleitet wird. Er hat sich mit seinem Team und sieben Punkten momentan auf Tabellenplatz neun gesetzt. (Unser Foto entstand übrigens bei einem Testspiel im Januar 2013 – Möhlmann begrüßte damals Kleeblattfans.)
Wer Lust hat, sich schon mal auf das Spiel einzustimmen: Auf der Vereins-Website des FSV findet Ihr ein „Gegnerinterview“ mit dem Kleeblatt-Keeper Wolfgang Hesl.

Anstoß im Frankfurter Volksbank-Stadion ist um 18.30 Uhr. Es werden viele Fürther Fans erwartet, die sich rechtzeitig nach dem frühen Feierabend am Freitag auf den Weg nach Frankfurt machen. Und wer nach dem Fürth-Spiel von Fußball noch nicht genug hat, der kann sich dann noch das UEFA-Supercup-Finale 2013 zwischen dem FC Bayern München und dem FC Chelsea „reinziehen“. Anstoß in der Eden Arena in Prag ist um 20.45 Uhr. Das Spiel wird live im ZDF übertragen. Also: Nach dem Abpfiff schnell nach Sachsenhausen in eine Kneipe fahren und dort die Partie im Fernsehen anschauen!