30 Minuten zwischen gestern und heute

Jedes Jahr versuche ich, der tristen Witterung und dem unvermeidlichen Wintereinbruch für kurze Zeit zu entkommen. Nach Fuerteventura und La Palma war dieses Mal die Kanarische Insel Teneriffa dran. Greutherweib uwo musste hier die Stellung halten und hat über den neuen Vizepräsidenten der Spielvereinigung – Volker Heißmann – und den Last-Minute-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg gebloggt. Ich habe mich mit meinem iPad auf dem Laufenden gehalten und das Fußball-Geschehen in Fürth aus rund 3500 Kilometern Distanz verfolgt.

Gestern Abend kam ich nun zurück, landete in Nürnberg und fuhr mit Koffer und schwerem Rucksack mit dem Bus vom Flughafen nach Fürth. Während der Fahrt durchs Knoblauchsland hat man die Möglichkeit – quasi zur Ablenkung – interessante elektronische Fahrgastinformationen auf einem LED-Monitor zu lesen: nächste Haltestelle – Uhrzeit – Nummer der Buslinie – Werbung – lustige Redensarten. Doch schon nach wenigen Sekunden hatte ich ein untrügliches Gefühl, so, als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Nein, nicht nur für eine Woche, sondern für mehrere Monate. Die eingeblendeten Kleeblatt-Infos (Fotos: KH) machten auf eine Aktion aufmerksam, die schon längst Geschichte ist: Der Dauerkartenverkauf für die Spielzeit 2018/19. Nicht nur eingefleischte Ronhofbesucher und Dauerkartenbesitzer wissen, dass dieser Zug schon im Sommer abgefahren ist. Aber auch der Hinweis auf die „Ausflugsfahrten 2018 der infra“, war uralt: Der Besuch im Opel-Zoo bei Kronberg/Königstein beispielsweise fand am 28. Juli 2018 statt.
Als ich jedoch auf dem Weg zwischen dem Albrecht-Dürer-Airport und der Fürther Innenstadt aus dem Busfenster schaute, war ich wieder ganz in der Gegenwart. Denn viele Häuser, Gärten und Fenster waren mit Lichterketten und blinkenden Rentieren dekoriert. Franken im Weihnachtsfieber! Die Adventszeit wird unweigerlich kommen. Aber in der heilen Welt des 33-er Busses und den Infos des VGN fühlte ich mich für eine knappe halbe Stunde um Monate in einen herrlichen Sommer zurückversetzt.

Fürther Spaßvogel mit an der Vereinsspitze

Heute wurde die Katze aus dem Sack gelassen: Volker Heißmann ist neuer Vizepräsident bei der SpVgg Greuther Fürth (das Foto von Sportfoto Zink zeigt ihn mit dem Präsidenten der Spielvereinigung, Fred Höfler, und Oberbürgermeister Thomas Jung). Ehrlich gesagt, hat mich diese Nachricht heute Mittag durchaus etwas überrascht. Aber schon nach wenigen Minuten dachte ich mir: Klasse! Der Mann hat jede Menge Humor. So einen kann die Spielvereinigung in jedem Fall gut gebrauchen! Er wird nicht alles nur bierernst nehmen wie manch anderer in dieser Position bei bestimmten Vereinen 😉 Und: Heißmann ist ein waschechter Fürther, dessen weiß-grünes Herz schon immer für unsere Spielvereinigung schlägt. Er ist auch viel mehr als ein Komödiant. Das hat er in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder bewiesen, indem er in seiner Heimatstadt verschiedene soziale Projekte unterstützte. Nun kann er – als Nachfolger von Holger Schwiewagner – mit dem Kleeblatt so etwas wie ein sportliches Projekt fördern.

Nachdem die Mannschaft 2012 den Sprung in die Erste Liga geschafft hatte, schmetterte Heißmann bei der Aufstiegsfeier unsere Ronhof-Hymne vom Rathausbalkon: „Dass wir vom Ronhof sind – hallihallo -, das weiß ein jedes Kind!“. Tausende auf den Straßen darunter bejubelten den Auftritt. Als einer der Väter der „Comödie“ Fürth holte Heißmann damals die Fernsehsendung „Blickpunkt Sport“ in das ehemalige Berolzheimeranium. Ein Coup, über den man beim Verein in der östlichen Vorstadt ganz und gar nicht „amused“ war. Heißmann zeigte sich großzügig und lud Vertreter des Erzrivalen ein, in der Sendung aus der „Comödie“ auch aufzutreten. Und die Glubberer? Sie schafften es nicht, ausnahmsweise mal über ihren eigenen Schatten zu springen. Naja, Souveränität war ja noch niemals ihre Stärke!  Volker Heißmann ließ sich jedenfalls auch da nicht die gute Laune verderben.

Wir Greuther-Weiber freuen uns jedenfalls auf die neue Rolle von Volker Heißmann und wünschen uns, dass er ab und zu auch für Riesenstimmung im Ronhof sorgt. So wie früher mal. Dass er nicht nur Vize-, sondern sogar „President“ kann, hat er ja vergangenes Jahr schon bewiesen – wenn auch nur in einer Film-Satire.

Nach dieser guten Nachricht von heute wird das Kleeblatt am Abend gegen den 1. FC Magdeburg bestimmt noch besser gelaunt auftreten als sonst bei Heimspielen.

P.S.: Ob die Laune im Ronhof ein paar Stunden später wirklich gut war, sei mal dahingestellt. Schließlich sah es ja eine Zeitlang so aus, als könnte die Elf aus Sachsen-Anhalt die Partie für sich entscheiden. Aber die Spielvereinigung hat nicht aufgegeben und alles ins Zeug geworfen, was sie aufzubieten hatte. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit sah es noch nach einem 2:2-Remis aus. Die Schlussminuten zeichneten sich dann durch eine gewisse Dramatik aus: Das 3:2 lag spürbar in der Luft. Zum Glück ließ der Unparteiische drei Minuten nachspielen. Und das Kleeblatt machte es bis zur allerletzten Minute spannend. Ganz nach früherer FC Bayern-München-Art (die hatten bekanntlich in der vergangenen Saison dauernd einen solchen Dusel!) fiel in der 93. Minute das heiß ersehnte Siegestor. Jubel auf dem Spielfeld und im Stadion!

Volker Heißmann hat sich also gleich als Glücksbringer für die Fürther erwiesen – vielleicht ist er ja so etwas wie das 4. Blatt im eigentlich dreiblättrigen Kleeblatt.

1000 Beiträge im Greuther-Weiber-Blog!

Unseren Greuther-Weiber-Blog gibt es seit dem 17. Juli 2009. Das letzte Posting am 11. November (ausgerechnet über die in jeder Beziehung negative Zweitliga-Begegnung gegen Union Berlin) war unser 1000. Blogbeitrag. Vieles hat sich ereignet in den vergangenen neun Jahren. Es gab gute, schlechte und traurige Zeiten bei der Spielvereinigung. Zu den positivsten Momenten gehört auf jeden Fall der Aufstieg in die Bundesliga und die dazugehörige Feier im Mai 2012: Fast 30.000 Fürther standen vor dem Rathaus und jubelten Trainer Mike Büskens, Präsident Helmut Hack und der erfolgreichen Mannschaft zu.

Uns Autorinnen  – kiki und uwo – geht es in den Beiträgen natürlich primär um die sportlichen Aspekte des Vereins, um die Spieler und die Kleeblattfans. Aber wir sind auch immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Themen rund um die Spielvereinigung. Dazu gehören Personen in Fürth, deren Herz am Verein hängt, die ihre Geschäftsidee weiß-grün färben oder einfach kreative Ideen haben, wie man Fußball und sonstiges Leben verknüpfen kann. Dazu gehören Kneipen und Restaurants, kleine Läden und Geschäfte, Künstler und richtige Fürther Originale. Und wir treffen in Fürth immer wieder interessante Leute, die sich für Fußball und insbesondere fürs Kleeblatt mit großem Einsatz engagieren. So war uns zum Beispiel die Arbeit der Behindertenbeauftragten der SpVgg und ihres Kollegen in den „Hilfsbereiten Geistern vom Fürther Ronhof“ natürlich eine Geschichte wert.
Manchmal fragen unsere Blogleser, wie wir auf die Themen „rund ums Kleeblatt“ kommen. Sicher, das wird nach 1000 Beiträgen nicht unbedingt leichter. Die Fürther und ihre besondere Beziehung zu „ihrem“ Fußball-Verein bringen uns aber auf immer neue Ideen. Und dem einen oder anderen Tipp gehen wir natürlich gerne nach. Die ausgesprochene – eher neutrale – Sportberichterstattung überlassen wir den Kollegen der Sportredaktionen. Wir dagegen können mit richtiger Wut im Bauch ungerechte (Schiedsrichter-)Entscheidungen im Spiel kommentieren, wir greifen witzige Anekdoten rund um die Profispieler auf oder geben den Fans ein Forum. Und wenn es ganz schlimm kommt und gar nichts mehr zu gehen scheint bei unserem Kleeblatt, dann wenden wir uns auch mal direkt an die Mannschaft, wie im Brandbrief Anfang dieses Jahres.

„Leiden – kämpfen – jubeln – Mit jeder Faser Kleeblatt.“ steht auf dem Transparent, das derzeit die Kurgartenstraße in Fürth überspannt (Foto: KH). Treffender könnten wir unseren Seelenzustand beim Verfassen der Blogbeiträge nicht beschreiben. Also: Auf die nächsten Erfolge der Spielvereinigung! Auf eine spannende und friedliche Saison 2018/19! Und auf unseren Greuther-Weiber-Blog!

Glanzlicht auf die Gründungsstätte des Kleeblatts

21 Gebäude in der Innenstadt werden anlässlich des Festjahres „200 Jahre eigenständig“ am kommenden Samstag, 10. November, von 18 bis 23 Uhr, von Künstlerinnen und Künstlern illuminiert. Ein für die Spielvereinigung und alle Kleeblattfans besonders geschichtsträchtiges Gebäude ist auch dabei: das Gasthaus „Zum Alten Rentamt“ (Foto: KH) in der Gustavstraße 61 Dort führt die Spielvereinigung Greuther Fürth bei der künstlerischen Beleuchtung am Samstag selbst Regie. In dem Anwesen wurde am 23. September 1903 die Spielvereinigung Fürth (heute Spielvereinigung Greuther Fürth) als Unterabteilung des TV 1860 Fürth gegründet; sie erlangte drei Jahre später ihre vollständige Eigenständigkeit vom Hauptverein.
Seit ihrer Gründung 1903 ist die Spielvereinigung ja mit ihrer Heimatstadt eng verbunden, viele Höhen und Tiefen haben der traditionsreiche dreifache Deutsche Meister und seine Stadt zusammen durchlebt. Sie teilen sich auch das Wappen – nicht viele Vereine in Deutschland tun das. So ist es kein Wunder, dass man in ganz (Fußball-) Deutschland „Das Kleeblatt“ mit der SpVgg und mit Fürth assoziiert. Und mittlerweile ist die SpVgg Greuther Fürth weit über die Grenzen Frankens hinaus zum Imageträger Nummer eins der Kleeblatt-Stadt geworden.
Ihren Anfang nahm die Geschichte der SpVgg in der Gustavstraße, wo die Familie eines der Gründungsmitglieder eine Gastwirtschaft betrieb. Die „Restauration Balzer“ (heute „Zum Alten Rentamt“) wurde zum Ort der historischen Versammlung, in deren Verlauf die SpVgg Fürth 1903 gegründet wurde. Drei Jahre später dann machte sich die SpVgg selbstständig. Auch wenn die Vereinslokale in den vielen Jahren danach immer wieder wechselten – die Gustavstraße ist nach wie vor der Treffpunkt für Kleeblattfans vor und nach Spielen im Fürther Ronhof. So auch 2012 als die Spielvereinigung erstmals den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Hier wird gerne – oft auch mit Anhängern der Gästemannschaften – das eine oder andere Glas Grüner-Bier konsumiert. Man feiert mitten im Herzen Fürths.

Lasst Euch also am Samstag die Fürther Glanzlichter nicht entgehen. Fürther, Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die Kleeblattstadt aus einer völlig neuen Perspektive zu entdecken.

Paradies-Brunnen in Kleeblatt-Grün

Offenbar hat sich jemand in der Dr.-Max-Grundig-Anlage in Fürth einen Spaß erlaubt: Als ich vorhin am Paradiesbrunnen vorbeigelaufen bin, sprudelte das Wasser in wunderschönem Kleeblatt-Grün. Seit 1995 steht der Paradiesbrunnen auf dem nach seinem Stifter benannten Platz, der von den Fürthern „Kleine Freiheit“ genannt wird. Vor Jahren schon wurde von einem Scherzkeks Waschpulver ins Wasser gekippt, und der Schaum war damals eine echte Belustigung für Passanten.
Heute also mal grün! Ich habe mir kurz überlegt, ob das vielleicht auch eine Marketing-Maßnahme des Vereins sein könnte? Vier Wochen vor dem Saisonstart 2018/19 Anfang August denken viele Fußballfans viel mehr an die Weltmeisterschaft in Russland als an die Spielvereinigung. Mit diesem grünen Farbsignal ruft man auf witzige Art und Weise den einheimischen Fußball wieder in Erinnerung. Ich bin mal gespannt, ob man irgendwann erfährt, wie es zu dem eingefärbten Brunnenwasser kam (Foto:KH).

Wir hatten es ja schon vermutet…

Die Spekulationen, warum die Bilanz des Kleeblatts in dieser Saison so schlecht ist, sind vielfältig: „Ist es der falsche Trainer – hätte man Janos Radoki behalten sollen/müssen? Ist Ramazan Yildirim der falsche Direktor für den Profisport? Wäre Rachid Azzouzi effektiver?“ So schrieb Greuther-Weib kiki kürzlich in diesem Blog. Hier kann man alles noch mal nachlesen.

Nun ist eine von kikis Mutmaßungen Realität geworden: Azzouzi übernimmt – Yildirim muss gehen. Wir werden sehen, ob´s was bringt. Die Überschrift des oben genannten  Blog-Beitrags gilt jedenfalls immer noch: Kopf hoch, Kleeblatt!

Lesestunde für kleine Kleeblattfans

Noch vor dem nächsten Zweitliga-Auswärtsspiel am kommenden Samstag, 18. November, gegen den VfL Bochum (Anstoß um 13 Uhr) findet etwas ganz Besonderes statt. Anlässlich des bundesweiten Vorlesetages für Jung und Alt lädt die Volksbücherei ein: Am Freitag, 17. November, von 14 bis 17 Uhr werden Geschichten für alle von bekannten und nicht bekannten Vorlesern zum besten gegeben. Im Zentrum des Nachmittags stehen Geschichten für Kids im Alter zwischen fünf und zehn Jahren. Nach Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (14 Uhr) wird der frühere Fan-Koordinator und jetzige Leiter des CSR-Managements der Spielvereinigung, Nicolas Heckel, lesen (um 16.30 Uhr). Der Ort der Veranstaltung ist die Fürther Innenstadtbibliothek (Neue Mitte, Friedrichstraße 6a). Der Eintritt ist frei.

Bereits zum 14. Mal rufen DIE ZEIT, Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung ganz Deutschland zur Teilnahme am bundesweiten Vorlesetag auf. Im letzten Jahr waren es über 130.000 Teilnehmer, die geholfen haben, ein Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens zu setzen. Denn für das Lesen und Vorlesen brauchen Kinder Vorbilder, die ihnen Lesefreude vermitteln, damit sie später mit mehr Begeisterung selbst zu Büchern, Zeitungen oder E-Books greifen.

Kopf hoch, Kleeblatt!

Meine Lieblingszahl ist definitiv die „13“. Und genau 13 Spiele hat das Kleeblatt inzwischen hinter sich gebracht. So negativ muss ich es formulieren, denn leider gingen nur drei Partien siegreich für die Spielvereinigung aus. Ein Spiel hat das Kleeblatt unentschieden gespielt, neun Mal ging es als Verlierer vom grünen Rasen. Das Torverhältnis ist mit 14:26 Toren verheerend. Von 39 möglichen Punkten stehen gerade mal zehn auf dem Kleeblatt-Konto.
Die Spekulationen, warum die Bilanz so schlecht ist, sind vielfältig: Ist es der falsche Trainer – hätte man Janos Radoki behalten sollen/müssen? Ist Ramazan Yildirim der falsche Direktor für den Profisport? Wäre Rachid Azzouzi effektiver? Ist die Personalpolitik des Präsidenten Helmut Hack zu bodenständig, nicht risikofreudig genug? Sollte man als Verein nicht mal tiefer in die Geldtasche greifen und ein paar Euro für einen erfolgreichen Stürmer auf den Tisch legen? Welchen Sinn hat die Rückkehr von Roberto Hilbert, der mit seinen 33 Jahren schon zu den Oldies im Profifußball gehört?

Fragen über Fragen. Aber man muss auch einige Argumente für die Spielvereinigung ins Feld führen: Der Verein ist mit Sicherheit der wichtigste Imagefaktor der Stadt Fürth weit über Franken und Bayern hinaus. Der weiß-grüne Verein, der drei Mal Meister wurde, und 2012 den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hat, ist ein echter Sympathieträger. Wo immer man ist und mit Leuten über Fußball redet: Jeder kennt das Kleeblatt und bedauert die aktuelle sportliche Krise.
Zum Thema Krise: Helmut Hack betont oft, dass jeder nur so gut ist, wie er mit einer Krise umgeht. Sei es eine Familie, ein Unternehmen, ein Verein. Und hier sind jetzt eben alle Mitglieder der Spielvereinigung gefragt, zusammen zu halten und die schwierige Zeit zu meistern. Und das gilt auch für die Fans. Nehmen wir das Beispiel FC St. Pauli: In der vergangenen Spielzeit hatte der Hamburger Kiezclub zur Winterpause nach 17 Begegnungen gerade mal elf Punkte auf dem Konto und stand auf dem letzten Tabellenplatz. Und konnte sich bis zum Ende der Spielzeit mit 45 Punkten auf den siebten Rang der Zweiten Liga hinaufkämpfen. Chapeau!!!

Also: Die aktuelle Lage ist nicht schön. Als kritischer Beobachter müsste man sich fragen, welcher gute Fußballer überhaupt noch bereit wäre, zum Vorletzten der Zweitliga-Tabelle zu wechseln. Kleeblattfans, deren Herzblut am Verein hängt, die nichts auf „ihr Kleeblatt“ kommen lassen, befürchten nach jedem verlorenen Spiel, dass die Spielvereinigung unter Umständen über kurz oder lang sogar gegen den Abstieg in die Dritte Liga kämpfen muss.

Ich denke, dass man nicht verzweifeln darf und den Kopf nicht hängen lassen sollte. Es geht bestimmt bald wieder bergauf mit dem Kleeblatt. Und dann gehen die Stadt, die Fans, die Mannschaft, der Verein und auch die Sponsoren gestärkt und motiviert aus der Krise raus. Und das Kleeblatt, das ist eben auch Emotion. Wenn man auf der neuen Haupttribüne steht und das erleuchtete Stadion im Ronhof auf sich wirken lässt, kann man sich der Faszination „Spielvereinigung Greuther Fürth“ nur schwer entziehen (Foto: Sportfoto Zink). Deshalb: Kopf hoch, das wird schon!

Narey – du Retter in der Not!

Morgen ist es auf den Tag genau drei Wochen her, dass unsere Kleeblattspieler beim beliebten Fürther Kärwazug mitgemacht haben – und das war auch gut so! Der Beifall für die Profispieler hielt sich allerdings zumindest dort, wo wir das Geschehen beobachtet haben, in Grenzen. Schließlich sah es nicht gerade rosig aus für die Spielvereinigung, die sich zu diesem Zeitpunkt mit dem letzten Tabellenplatz  begnügen musste. Deshalb sind wir gern als Claqueure aktiv geworden, als die Mannschaft an uns vorbeizog. Die Leute um uns herum wunderten sich erst ein wenig, dann aber klatschten sie zumindest kurz mit. Und als wir uns den „Khaled, Khaled!“-Rufen einer Narey-Verehrerin anschlossen, da schaute der so Angefeuerte tatsächlich für ein paar Sekunden direkt zu uns herüber. Er wirkte fast ein bisschen erstaunt ob so viel Begeisterung beim sonst eher fränkisch kühl-zurückhaltenden Publikum.
Aber man muss eines sagen: Die Frau hatte recht! Khaled Narey gehört nämlich fast immer zu den Besten auf dem Platz – wenn ihm auch einige Zeit trotz guter Leistung keine Tore glücken wollten. Diese Phase hat er, mittlerweile überwunden. Auch heute ist in erster Linie ihm der Sieg gegen den SV Sandhausen zu verdanken (Narey beim Abklatschen mit den Fans, Foto: Sportfoto Zink). Denn wie schon gegen die Auer Veilchen hat Narey auch heute gegen die Kurpfälzer für das so wahnsinnig wichtige Führungstor gesorgt (28. Minute).
Wir zählen die 28. Spielminute. Narey gelingt ein Traumtor, richtig schön anzuschauen, nach hervorragendem Zuspiel von Patrick Sontheimer – auch das soll nicht verschwiegen werden. Von da an läuft es rund fürs Kleeblatt, das allerdings heute wieder keinen Schnellstart hingelegt hat und wie so oft eher zögerlich ins Spiel gekommen ist. Der Narey-Treffer liegt schon ungefähr seit zehn Minuten in der Luft, bis Khaled das Leder dann tatsächlich in den gegnerischen Kasten versenkt, und das mit Eleganz! Mit der 1:0-Führung im Rücken vergisst man sofort die unangenehm kühlen acht Grad und den nicht minder kühlen Wind, der durch den Ronhof weht, ebenso wie die sinkende Spielqualität der Partie, als es Richtung Abpfiff der ersten Halbzeit geht. weiter lesen

Eddy auf dem Fürther Grafflmarkt

Am morgigen Freitag und am Samstag ist es wieder so weit: Mitten in der Fürther Altstadt bieten ab 16 Uhr auf dem berühmten Fürther Grafflmarkt Leute nützliche, oft merkwürdige Utensilien feil, die sie auf ihrem Dachboden gefunden haben oder von denen sie sich endlich trennen wollen. Hier kann man interessante Schnäppchen für wenig Geld ergattern. Da hat schon so mancher die Erbstücke der Oma verkauft oder ein altes Reklameschild der Brauerei Geismann aus Fürth erstanden.

Natürlich ist auch in diesem Jahr wieder für Kleeblattfans etwas dabei. Das Fanmobil der Spielvereinigung ist am Freitag (16 – 22 Uhr) und Samstag (8 – 16 Uhr) wieder vor Ort. Wer möchte, kann dort zwischen einer breiten Auswahl an Trikots und vielen witzigen Fanartikeln zu echten Superpreisen wählen. Die Angebote gelten, solange der Vorrat reicht.
Eingefleischte „Grafflmarktbesucher“ kennen den Stellplatz des weiß-grünen Fanmobils. Für Newcomer: Der Verkaufsstand steht in der Gustavstraße 65 direkt auf dem „Grünen Markt“ und liegt praktisch im Herzen der Altstadt.
Ein weiteres Highlight: Maskottchen „Eddy“ war ja im Urlaub und kommt rechtzeitig zurück, um morgen möglichst viele Besucher rund um das Fan-Mobil zu treffen. Wer noch kein Selfie mit Eddy gemacht hat: Beim Grafflmarkt habt Ihr Gelegenheit zu einem Schnappschuss mit dem grünen Kleeblatt-Drachen.