Kärwabesucher halten zu „ihrem“ Kleeblatt

Der Erntedank-Festzug auf der Fürther Michaelis-Kirchweih ist einfach Kult! Tagelang haben die Leute auf den 91 Festwagen, in den Kapellen und Spielmannszügen gehofft, dass das Wetter mitspielt. Und es hat geklappt. Schätzungsweise 100.000 Zuschauer standen am Rand der Strecke zwischen Herrnstraße und Uferstraße, der Weg führt quer durch die Fürther Innenstadt, entlang der Neuen Mitte übers Rathaus bis zum Kulturforum.
Besonders interessant für uns Greuther-Weiber war natürlich der Auftritt des Liederhorts Ronhof mit Blasmusik (Foto). Die dargestellte Szene hatte es in sich: In einem großen Bett ein Kranker, der mit einem weiß-grünen Kleeblatt-Laken zugedeckt war. Daneben ein Pfarrer mit sorgenvollem Gesicht. Und die Kapelle spielt mit versteinerter Miene einen Trauermarsch. Dahinter zu lesen: „Wer früher stirbt, ist länger tot…“ – in Anlehnung an den Film von Marcus H. Rosenmüller. Das Kleeblatt auf dem Plakat mit einer schnöden „18“ versehen. Die Aufforderung an der Wagenfront, „Jetzt hilft nur noch beten!“, will uns sagen: Die Spielvereinigung rangiert aktuell in der Zweiten Liga auf dem letzten Tabellenplatz. Manche Skeptiker ahnen schon Schlimmstes und sagen eine Art „Götterdämmerung“ vorher.

Dass die Rote Laterne nur eine Momentaufnahme ist, machte die Kärwazug-Gruppe mit der Nummer 42 spürbar: Die Vertreter der Spielvereinigung – angeführt von den Profis, gefolgt von einigen Fußgruppen, wie z.B. den Ronhof-Rackern – winken den zahlreichen Zuschauern am Straßenrand freundlich zu. Optimismus pur, das Feedback war dementsprechend. Endlich gab es die Kleeblätter mal wieder hautnah zu erleben, in den letzten Jahren saßen sie oft hoch oben auf einem Bus und vermittelten hauptsächlich Distanz zu ihren Anhängern. „Narey, Narey“ und „Khaled, Khaled“ wird neben mir skandiert. Unüberhörbar ein weiblicher Fan von Khaled Narey. Marco Caligiuri, Patrick Sontheimer, Sercan Sararer und seine Kollegen signalisieren mit ihrem sympathischen Auftreten (Foto): Was sind schon vier Punkte nach neun Spielen und der letzte Tabellenplatz? Wir haben noch 25 Spiele vor uns, und bis zum Saisonende am 13. Mai 2018 kann noch unendlich viel passieren, oder?

Kleeblatt-Autogramme auf der Fürther Kärwa

Greuther_Autogramme_Kaerwa_2015„Voll cool“ sagt ein kleiner Kleeblattfan zu seiner Mutter. Er steht mit bewundernden Augen direkt vor seinen sportlichen Vorbildern: Der Mannschaft der Spielvereinigung. Die gibt heute – das gehört ja schon zur guten Tradition – auf der Fürther Kärwa Autogramme. Wie die Hühner auf der Stange sitzen da Caligiuri, Röcker, Gießelmann und Co. auf den Bänken vor „Trixis Ochsenbraterei“ auf der Kleinen Freiheit, Rudolf-Breitscheid-Straße, und signieren fleißig Autogrammkarten. Nachdem einige Spieler, Trainer Stefan Ruthenbeck und Verantwortliche gestern beim Fürther Erntedankzug mitgelaufen sind, ist das heute eine eher entspannte Veranstaltung.
Um 18 Uhr startete die Aktion, da waren – trotz besten Wetters, aber kühlen Temperaturen – noch nicht allzu viele Kleeblatt-Anhänger zu sehen. Aber jetzt, da gehen die Autogrammkarten weg wie warme Semmeln. Bis circa 19.30 Uhr können sich die Fans und Kirchweihbesucher hier noch mit Autogrammen des aktuellen Tabellensechsten der 2. Bundesliga eindecken.

Heute Abend ab 19.03 Uhr Autogrammstunde

Autogrammstunde auf der Fürther KirchweihHabt Ihr heute Abend schon etwas vor? Wenn nicht, dann sollte man sich das nicht entgehen lassen: Die Mannschaft der Spielvereinigung ist – wie jedes Jahr – zu Gast vor „Trixi´s Ochsenbraterei““ auf der Fürther Michaelis-Kirchweih und gibt dort Autogramme. Für einen echten Kleeblattfan sollte die Startzeit dieses Events um 19.03 Uhr nicht fremd sein – 1903 ist ja bekanntlich das Gründungsjahr des Vereins.
Der Andrang ist bestimmt heute wieder riesig (so wie auch auf dem Foto vom vergangenen Jahr). Groß und Klein, weiß-grün oder neutral gekleidet – viele werden kommen, um ihre Stars mal „in natura“ bewundern zu können. Es wird wieder eine lange Tafel aufgebaut sein, an der die Anhänger entlanggehen und sich Autogramme geben oder auch mal Fotos mit ihren Lieblingsstars schießen können. Da kann kaum etwas schief gehen, und jeder Fan kann die Unterschrift seines Lieblings-Kickers ergattern. Nachdem das Wetter heute Abend warm und trocken sein wird, sollte man die Gelegenheit zur Autogrammstunde wahrnehmen und dabei auch die Neuzugänge dieser Saison einmal hautnah erleben.

Kärwa-Spiel mit 2:0 gewonnen

SpVgg Greuther Fürth - FC Erzgebirge AueAlso – um ganz ehrlich zu sein – ich habe heute in der zweiten Halbzeit sehr zittern müssen. Aber aufgrund der beiden frühen Tore durch Tom Weilandt (Foto) hat die Spielvereinigung den vierten Heimsieg erzielt. Und den zahlreichen Fans – insgesamt 12.690 Zuschauer im Stadion am Laubenweg – eine gelungene Kirchweih-Eröffnung geschenkt. Die drei Punkte gegen den FC Erzgebirge Aue sind mehr als wichtig. Für einen besseren Tabellenplatz und vor allem für die  – nach dem Spiel gegen die Münchner Löwen – angeschlagene Psyche. Und auch den Ausfall von Wolfgang Hesl gilt es erst mal für die kommenden Wochen zu verkraften.

Weilandt nutzte in der achten Minute einen gravierenden Fehler des sächsichen Keepers Martin Männel für den frühen Führungstreffer. Die Vorlage hatte ihm Stephan Schröck spendiert. Und schon neun Minuten später gelang ihm das zweite Tor. Das war die Basis für einen weiteren Kleeblatt-Erfolg im Ronhof. Nach den beiden Toren konnte man sich dann allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass bei der Spielvereinigung die Luft etwas draußen war. Wollte man das Ergebnis einfach nur halten? Da hatte man offenbar nicht mit dem Team aus Aue gerechnet, das sich immer wieder mit guten Aktionen gegen die weiß-grünen Kleeblätter aufbäumte.
Souverän hatte Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Partie im Griff. Es kam mehrfach zu heißen Diskussionen. Und Spieler beider Mannschaften forderten mit Fouls, unfairen Attacken und einer „Schwalbe“ die erfolgreiche Unparteiische heraus. Aber Frau Steinhaus behielt die Ruhe und die Übersicht.
Tom Mickel stand heute – er war beim 1860er-Spiel nach Wolfgang Hesls Handverletzung eingewechselt worden – zum zweiten Mal für die SpVgg im Tor, konnte aber nicht wirklich überzeugen. Einen Kopfball von Romario Kortzorg rettete Kapitän Stephan Fürstner für den Keeper kurz vor der Halbzeitpause auf der Linie. Und in der Schlussphase der Begegnung drängten alle Spieler von Erzgebirge Aue in Richtung Tor. Tom Mickel, der lange Zeit nicht gefordert worden war, schwächelte auch jetzt wieder im entscheidenden Moment: Eine gefährliche Aktion von Stipe Vucur in der 83. Minute klärte Goran Sukalo, der vor der Linie richtig stand. Sonst wäre es mit der 2:0-Führung doch noch vorbei gewesen. Dann retteten die Fürther das Ergebnis bis zum Abpfiff.
Das Kleeblatt steht am heutigen Feiertag erst mal auf Tabellenplatz fünf. Nach der Länderspielpause gastiert die Spielvereinigung am Samstag, 18. Oktober, bei Eintracht Braunschweig.

Wird das ein Traumtag für Kleeblattfans?

Training SpVgg Greuther FürthEine ganze Stadt steht gewissermaßen in den Startlöchern und freut sich auf den morgigen Tag: Am „Tag der Deutschen Einheit“ eröffnet OB Thomas Jung ab 10.15 Uhr die Fürther Kirchweih auf dem Vorplatz des Stadttheaters. Das alleine ist schon Grund zur Freude. Zu einem besonderen Tag für Kleeblattfans wird der Freitag aber vor allem deshalb, weil abends die Spielvereinigung den FC Erzgebirge Aue zum 9. Saisonspiel im Ronhof empfängt.

In den letzten Begegnungen hat das Kleeblatt ja nicht so ganz den Erwartungen entsprochen: Sicher, der 5:1-Kantersieg gegen den 1. FC Nürnberg und das 3:0 gegen den FC St. Pauli ließen sich sehen. Der hart erkämpfte 2:1-Sieg gegen Kaiserslautern mit Hängen und Würgen war eine Zitterpartie. Aber die 0:2-Niederlage bei den Löwen in München war alles andere als befriedigend. Noch dazu hat sich Torhüter Wolfgang Hesl bei Rettungsversuch des zweiten Tores verletzt. Morgen wird Tom Mickel im Fürther Tor stehen. Für diese Schlüsselposition hat der Verein noch Verstärkung angeheuert: Miro Varvodić wird in Zukunft die Rückennummer 24 haben. Er soll – da Keeper Nummer drei Mark Flekken wegen eines Kreuzbandrisses auch noch länger ausfällt – parat stehen, wenn man für Tom Mickel Ersatz benötigt.
Der sympathische aussehende Miro Varvodić war zuletzt vereinslos. Der 25-jährige kroatische Torwart erhielt bei der SpVgg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Miro Varvodić ist der Sohn des in den 1980ern und 1990ern aktiven Profi-Torhüters Zoran Varvodić, er spielte bis 2006 in der Jugend von Hajduk Split. Sein Profidebüt in der ersten kroatischen Liga gab er im selben Jahr. Zu Beginn der Saison 2007/2008 wurde er an NK Mosor Žrnovnica ausgeliehen. Im Mai 2008 unterschrieb Varvodić einen Einjahres-Leihvertrag beim damaligen Erstliga-Aufsteiger 1. FC Köln. Zur Saison 2010/11 wechselte er fest zum 1. FC Köln. Am 15. Oktober 2010 gab Varvodic sein Debüt in der Fußball-Bundesliga beim Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund (1:2). Kleeblatt-Präsident Helmut Hack kommentiert die Entscheidung für Varvodić folgendermaßen:

„Miro hat sich zuletzt im Mannschaftstraining beim FC Schalke 04 fit gehalten. Nach unseren Recherchen sind wir zuversichtlich, dass wir mit Tom Mickel und Miro Varvodić zwei Torhüter in unseren Reihen haben, die unser Vertrauen genießen.“

Morgen Abend rechnet man mit zirka 11.500 Zuschauern im Stadion am Laubenweg. Aber bei der guten Wettervorhersage wäre es doch angesagt, nach dem ersten Gang über die Kärwa das Spiel ab 18.30 Uhr live zu erleben, oder?

Fürther Kärwa eröffnet mit Heimspiel des Kleeblatts

KirchweihspielWie haben viele Kleeblattfans die beiden Spieltermine gegen den Club und den FC St. Pauli genossen! Beide Partien fanden an einem Montagabend statt, um 20.15 Uhr im Fürther Ronhof. Heute wurden von der Deutschen Fußball-Liga nun die nächsten Spiele dieser Saison – die Zweitliga-Spieltage 9 bis 13 – terminiert, und da meinte man es mit den Fürther Zuschauern nicht allzu gut. Einzig das Kärwa-Eröffnungsspiel am Feiertag, Freitag, den 3. Oktober ab 18.30 Uhr, ist ein Knaller. Da wird das Kleeblatt im Stadion am Laubenweg den FC Erzgebirge Aue empfangen. Traditionsgemäß beginnen diese Kärwaspiele immer mit einem Umzug der Fans quer durch das Kirchweihgelände (Foto). Das Stadion ist dann bestens besucht, und die Stimmung nach der (hoffentlich) gewonnenen Partie ist bei den Kleeblattfans und Kärwabesuchern meistens hervorragend. Da mutieren viele zu „Feierbiestern“!

Nach der Begegnung am 3.10. und der folgenden Länderspielpause tritt die Spielvereinigung dann am 10. Spieltag (Samstag, 18. Oktober) ab 13 Uhr bei Eintracht Braunschweig an, bevor eine Woche später der FSV Frankfurt 1899 am Freitag, 24. Oktober, nach Fürth kommt. Anstoß ist wie gewohnt um 18.30 Uhr. Der 12. Spieltag führt das Kleeblatt dann am Freitagabend (31. Oktober) zum 1. FC Union Berlin – auch diese Begegnung wird um 18.30 Uhr angepfiffen. Und am Sonntag, 9. November, ist dann der Karlsruher SC hier in Fürth zu Gast – die Partie am 13. Spieltag beginnt um 13.30 Uhr.

Das wird heute ein friedliches Kärwaspiel

Das erste Kärwa-Wochenende war super – tolles Wetter, kulinarische Highlights und friedliche Stimmung. Heute ist es trüber, aber echte Kleeblattfans sind dennoch bester Laune. Heute Abend findet nämlich um 20.15 Uhr das Heimspiel im Ronhof gegen Dynamo Dresden statt. Im Vorfeld haben viele schon Bedenken geäußert, diesen brisanten Gegner ausgerechnet dann in Fürth zu begrüßen, wenn hier Kirchweih ist. Wir haben im Greuther-Weiber-Blog hier auch darüber gepostet. Aber inzwischen habe ich mich mit einigen Fürther Bürgern unterhalten und deren Meinung dazu ist einhellig: Das wird ein spannendes und faires Spiel werden. Und die Gäste werden die Atmosphäre genießen. Das Foto oben entstand übrigens beim Einlaufen des Kleeblatt-Teams beim Spiel im Februar 2012 in Dresden.

Trainer Frank Kramer kommentiert im Vorfeld auf der Website des Vereins:

„Am liebsten ist es mir, wenn die Fans nach dem Spiel in der Trolli ARENA feiern. Natürlich gewinnt man während der Kirchweih besonders gern, weil man weiß, dass die Party für die Anhänger dann noch größer ausfallen könnte. Aber auf dem Platz darf das keine Rolle spielen. Da müssen wir uns von diesem Umstand lösen und ganz seriös an die Aufgabe herangehen“.

Die Spielvereinigung wird heute Abend natürlich mit aller Macht versuchen, den am Wochenende an den 1.FC Köln verlorenen ersten Tabellenplatz zurückzuerobern. Und auch der 1. FC Union Berlin ist uns schon wieder auf den Fersen.
Ich hoffe, dass die sächsischen Fußballfans nach dem Spiel friedlich zu ihren Autos bzw. Zügen zurückkehren und relaxt nach Hause fahren. Das wäre dann ein gelungener sportlicher Abend während der schönsten Jahreszeit in Fürth.

Gegen Dynamo ausgerechnet am Kärwamontag

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat heute die Spieltage 8 bis 15 der 2. Bundesliga zeitgenau angesetzt. Dabei war eine Terminierung alles andere als eine gute Wahl: Das 9. Saisonspiel zwischen der Spielvereinigung und Dynamo Dresden findet am Montag, 30. September, um 20.15 Uhr im Fürther Ronhof statt. Ausgerechnet am ersten Montag der Fürther Kirchweih. Die Fans von Dynamo Dresden sind ja wegen ihres oft inakzeptablen Verhaltens vor, während und nach Spielen berühmt-berüchtigt. Ich erinnere z.B. an die Begegnung im Februar 2012, als Dynamo-Fans Kleeblattfahnen gestohlen haben und die Fürther Fans damit provozierten (Foto).
Sollten viele sächsische Anhänger nach der Begegnung durch das Gelände der Kärwa laufen, ist Ärger eigentlich schon programmiert.
In Facebook haben sich heute kritische Kommentare direkt nach Bekanntgabe des Termins überschlagen. Man hätte doch ohne Probleme den Freitag davor, den 27. September, als Spieltag wählen können, ist dort zu lesen. Da hätte die Kirchweih noch nicht begonnen, und die Gefahr von Ausschreitungen wäre gen Null gegangen. Volker Heißmann, selbst eingefleischter SpVgg-Fan, schreibt: „Hoffentlich geht das gut, und die Chaoten aus Dresden bleiben der Kirchweih fern“.

Bleibt zu hoffen, dass Fürther Fans und „normale“ Kirchweihbesucher den Abend am 30. September genießen können und nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Auf jeden Fall wird ein großes Aufgebot an Polizisten notwendig sein, um zu garantieren, dass im Umfeld des Zweitligaspieles alles friedlich bleibt. Ganz egal, ob das Kleeblatt oder Dynamo das Spiel gewinnt.

Drei Kleeblatt-Kids in Action

Über den Kärwa-Marsch der Kleeblattfans vor dem HSV-Spiel habe ich ja schon geschrieben. Witzig war im Vorfeld eine Begegnung auf dem Fürther Bahnhofsplatz. Dort sind mir drei Kinder mit ihrer Mutter aufgefallen, die – voll im Spielvereinigungs-Outfit – gespannt auf den Start des Marsches gewartet haben. Ich bat um ein Foto, und voller Begeisterung warfen sich die Kids für mich und das Greuther-Weiber-Blog in Pose.
Die Familie lebt erst seit drei Jahren wieder in Fürth. Vorher war sie zehn Jahre im fernen Osnabrück  – und ist auch aus der Ferne ihrem Kleeblatt treu geblieben. Die drei Kids – vor allem der 11-jährige Marco – sind große Fans von Gerald Asamoah. Die ganze Familie hofft, dass „unser Kleeblatt es schafft, in der 1. Liga zu bestehen, und wir nicht wieder nächstes Jahr unsere Derbys in der 2. Liga spielen“.
Obwohl der Verein ihres Herzens am Samstag gegen den HSV im Ronhof nicht gewonnen hat, war das für die drei Kinder bestimmt ein toller Tag: Sie waren voll dabei und sind gemeinsam mit vielen anderen Fans für ihr Kleeblatt mitmarschiert. Da kann ich nur sagen: Früh übt sich, wer später vielleicht mal in die Fußstapfen berühmter sportlicher Vorbilder treten möchte.

Nach dem Kärwa-Marsch das bittere Erwachen

Das Heimspiel am Kärwa-Wochenende ist für Fürther Fans immer was ganz Besonderes. Man ist gut drauf und will abends gerne feiern. Eingeläutet wurde die heutige Partie endlich mal wieder mit einem Kärwa-Marsch, der viele Kleeblattfans durch die Kirchweih zum Stadion führte. Treffpunkt war um 11 Uhr am Bahnhofsplatz, mit Getrommel und „Kleeblatt“-Rufen wälzte sich die weiß-grüne Meute an der Freiheit vorbei, weiter durch die Königstraße. Hier habe ich dann – aus einem optimalen Blickwinkel – das spannende Zusammentreffen zwschen den Kleeblattanhängern mit ein paar HSV-Fans gefilmt (unser youtube-Video anklicken). Die hatten versucht, lautstark für die ihre Hamburger Elf Stimmung zu machen, als aber der Kleeblatt-Pulk geballt auf sie zukam, wurden sie doch kleinlaut. Die Kleeblattfans blieben – wie meistens – friedlich und fair und marschierten weiter in Richtung Ronhof.
Anpfiff dann um 15.30 Uhr. Die Stimmung war topp, Asamoah von Beginn an auf dem Platz, die SpVgg couragiert. Aber schon in der 17. Minute klingelte es im Tor von Max Grün und die Spielvereinigung biss sich ab diesem Moment am Hamburger SV die Zähne aus. Zugegeben, der Traditionsverein aus der Hansestadt hat natürlich auch Granaten im Team: René Adler (der auf dem Weg zurück ins Tor der Nationalmannschaft ist), van der Vaart (der heute nicht richtig in Fahrt kam) und den Torschützen, den Südkoreaner Heung-Min Son. Trotzdem: Fehlendes Engagement konnte man dem Kleeblatt wirklich nicht vorwerfen. Aber spielerisch gibt es nach wie vor deutliche Mängel. Die SpVgg hat heute ihr viertes Heimspiel in Folge verloren, zu Hause noch immer kein Tor geschossen.
Seitdem der FC Augsburg gestern Werder Bremen souverän mit 3:1 besiegt hat, liegt die Spielvereinigung auf dem letzten Platz der ersten Liga. Frust für Fürth während der Kärwa. Beim Kärwa-Umzug wird das Team der Spielvereinigung übrigens dabei sein. Allerdings nicht zu Fuß – wie im letzten Jahr -, sondern mit dem Doppeldeckerbus. Man will die Kräfte der Spieler schonen, deshalb werden sie aus „Regenerationsgründen“ gefahren. Naja, die Stimmung im Team wird ohnehin eher melancholisch-gedrückt sein.
Aber wenn das Kleeblatt beim nächsten Spiel am 19. Oktober gegen Hoffenheim frisch und aktiv ist und endlich mal einen Sieg einfährt, dann soll es uns recht sein.