Gehören Frauen nicht aufs Fußballfeld?

Heute stelle ich eine Initiative vor, die sicher auch bei vielen weiblichen Kleeblatt-Fans auf Interesse stoßen wird. Mit der bundesweiten Kampagne „Frau in Bewegung“ will die Organisation TERRE DES FEMMES die Solidarität unter Frauen stärken und gleichzeitig auf bestehende Diskriminierungen im Sport und innerhalb der Gesellschaft hinweisen. Dazu gehört, dass auch in Deutschland unzählige Mädchen und Frauen keinen Sport ausüben, nicht am Schulsport teilnehmen, sich oft nicht mal so freizügig kleiden dürfen, wie es für das Ausüben einer Sportart notwendig wäre.

Die gemeinnützige Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES wurde im Jahr 1981 gegründet. Ihr Ziel ist es, durch internationale Vernetzung, Aktionen und Förderung von Einzelprojekten Frauen und Mädchen zu unterstützen.

Frauen und Fußball – das geht gar nicht! So denken nach wie vor viele, nicht nur Männer! Deshalb ist die Frauenfußball-Weltmeisterschaft vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 in Deutschland der ideale Event, von dem man sich vermehrte Aufmerksamkeit für frauenspezifische Themen erhofft.

„Nicht nur im Sport kommt es auf Engagement, Talent und Team-Play an und nicht auf Religion, Hautfarbe, kulturelle Wurzeln oder sexuelle Orientierung!

Die Kampagne „Frau in Bewegung“ will zu einem spannenden Fußballfest beitragen und dabei auf wichtige frauenspezifische Themen aufmerksam machen. Unterstützt wird sie von vielen prominenten Frauen, z.B. „unserer“ Torfrau Nadine Angerer.

Lust darauf, mehr zu erfahren, macht die spannende Website von „Frau in Bewegung“ mit einem Haufen Infos, z.B. über alle Teilnehmerländer bei der Frauen-WM. Eine gute Idee ist auch die Unterschriftenaktion „Gleichberechtigung in den Medien“. Man kann sich so für die verstärkte Präsenz von Frauenfußball in Zeitungen, Zeitschriften und im Fernsehen aussprechen. TERRE DES FEMMES sieht das so:.

„Die öffentlich-rechtlichen Sender ignorieren Frauenfußball fast völlig: So werden in den Nachrichten meist nur die Bundesligaspiele der Männer verkündet. Auch Sportsendungen berichten selten über Spiele der Frauen, wenn es sich nicht um schiere Großereignisse handelt, an denen die Sender oder anderen Medien nicht vorbei können.“

Um zu sehen, dass sich in Sachen Gleichberechtigung für Frauen – nicht nur im Sport – einiges tut, muss man nur mal zu TERRE DES FEMMES auf Facebook gehen.

 

 

Die Frauen-WM wirft ihre Schatten voraus

P1030177Als  „Greuther-Weib“ liegen mir natürlich besonders auch Themen zum Thema Frauen und Fußball am Herzen. So habe ich vor wenigen Wochen schon über die Frauen-Mannschaft der Spielvereinigung berichtet, die in der Landesliga Nord spielt. Im letzten Match gegen Frickenhausen haben die Mädels leider wieder verloren, sie stehen momentan auf Tabellenplatz 8.

Und auch wenn ich unterwegs bin, werde ich immer wieder vom Thema Fußball eingeholt. Bei meiner Rückfahrt von Freiburg nach Fürth habe ich zum Beispiel kurz am wunderschönen Stadion von 1899 Hoffenheim Halt gemacht. Bei der Rast mit Baguette und Camembert (es hat nur noch ein Glas Rotwein gefehlt, aber ich bin ja Auto gefahren!), stieß ich auf eine Fahne, die direkt vor dem Eingangsportal der „Rhein-Neckar-Arena“ weht. „Spielort der FIFA Frauen-WM 2011“ ist darauf zu lesen.  FlaggeDie WM wird in der Zeit vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 im Land des Titelverteidigers – also in Deutschland – ausgetragen. Das Hoffenheimer Stadion ist übrigens eines der neun Stadien, die sich in einem langwierigen Ausscheidungsverfahren qualifizieren konnten. In der „Rhein-Neckar-Arena“ in Sinsheim werden drei Vorrundenspiele und das Spiel um den 3. Platz stattfinden. Als einziges weiteres Stadion in Süddeutschland ist noch die „impuls arena“ in Augsburg dabei.

Mal sehen, wie erfolgreich die Frauen-WM für Deutschland ausgehen wird. Um die Kurve zu den weiblichen Kleeblättern wieder zu kriegen: Am Sonntag, 3. Oktober, tritt das Frauen-Team der Spielvereinigung um 15.30 Uhr gegen den Tabellendritten Hausen an. – Daumen drücken, dass die Partie ein Erfolg für die Fürtherinnen wird!

Fürther Ballmädchen bei der Fußball-WM 2011?

In gut sieben Wochen beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Auch Couch Potatoes werden sich dann bei jedem Sieg des Löw’schen Teams wieder brüsten: „Wir sind Deutschland!“ Im nächsten Jahr darf dann auch das Herz vieler Frauen – auch das der „Greuther-Weiber“ – höher schlagen: Vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 findet in Deutschland die 6. Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen statt. Und wenn wir Glück haben, werden auch ein paar Fürther/-innen mit dabei sein.

GW_Schliemann_4_2010 006Aber der Reihe nach: Ich laufe auf der Königstraße in Richtung Helmplatz und werfe ganz beiläufig einen Blick in den Schulhof des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums. Was sehe ich? Ein überdimensionales Plakat mit den grün-weiß gedressten Fußballern der SpVgg Greuther Fürth. Ich wundere mich, was das Kleeblatt mit einem renommierten Fürther Gymnasium zu tun hat, und kontaktiere dessen Direktor. Reinhard Heydenreich nimmt sich spontan die Zeit für ein Gespräch und outet sich dann schnell als fußballbegeistert. Schon immer schlugen zwei Seelen – Fußball und Schule – in seiner Brust, er spielte beim 1.FCN (!)  und musste leider – wegen einer Verletzung – Anfang der 70er Jahre den Profisport an den Nagel hängen. Er studierte dann Latein und Französisch, wurde Lehrer und leitet jetzt die Fürther Schule.YouTube Preview Image

Das Plakat im Hof des Gymnasiums hängt schon seit eineinhalb Jahren. Heydenreich hat sich für den Slogan „Bodenturnen mal anders“ entschieden, um seinen Schülern vor Augen zu führen, dass neben allem Geistigen auch die Bewegung und der Sport nicht zu kurz kommen sollen. Die Zusammenarbeit mit der Spielvereinigung ist intensiv, das „Schliemann“ macht z.B. beim Projekt des DFB „Schulen im Verein“ mit. Und: Mädchen-Fußball wird an dieser Fürther Schule besonders gepowert. Direktor Heydenreichs Ziel ist es, dass Schülerinnen seiner Schule bei der Fußball-WM der Frauen 2011 als „Ballmädchen“ dabei sind.

Das wäre doch ein toller Erfolg für Fürth, wenn das klappen würde. Die „Greuther-Weiber“ machen sich ja nicht nur fürs Kleeblatt stark, sondern auch für Frauen. Und diese Symbiose könnte man mit dem Projekt des Schliemann-Gymnasiums ideal verbinden. Daumen drücken!