Kurz vor Saisonstart: Neuer Kleeblatt-Sponsor

Endlich ist die Katze aus dem Sack: Der neue Hauptsponsor der Spielvereinigung ist der Personaldienstleister Hofmannn Personal aus Nürnberg. Wäre man aufmerksam gewesen, hätte man gestern bei der Saisoneröffnungs-Feier schon erahnen können, um wen es sich handelt. Denn auf den Trikots der Profis (auf dem Foto: Serdar Dursun und Khaled Narey) stand es vorne drauf: „Kein Fan ohne Job“. Mit dieser ersten Werbemaßnahme war die Mannschaft der Spielvereinigung am Sonntag aufgelaufen.

Nach der Unterstützung durch Ergo Direkt geht das Kleeblatt jetzt also ganz neue Wege. 15 Jahre lang war das Versicherungsunternehmen auf der Brust der Spieler als Hauptsponsor vertreten. Ab 2002 als „KarstadtQuelle-Versicherung“, 2009 übernahm dann der Nachfolge-Konzern den Platz unter dem Kleeblatt-Zeichen.

Hofmann Personal wird in Zukunft also die Vorderseite des Kleeblatt-Trikots sowie weitere Werbeflächen im Stadion zieren. Ich hatte eigentlich mit einem Fürther Hauptsponsor gerechnet. Aber – und das ist natürlich ganz im Sinne der „Greuther-Weiber“ – das Unternehmen Hofmann wird von einer toughen Frau geführt: Ingrid Hofmann ist Geschäftsführende Alleingesellschafterin der I.K. Hofmann GmbH und bereits seit 15 Jahren Partnerin des Vereins. Hofmann gehört zu den fünf größten Personaldienstleistern in Deutschland und beschäftigt an über 90 Standorten mehr als 17.600 Mitarbeiter. Und: Hofmann Personal ist vielfacher Preisträger, die Firma wurde u.a. als „Bester Arbeitgeber Deutschlands seit 2008“ und mit dem Ludwig-Erhard-Preis ausgezeichnet. weiter lesen

Am Sonntag ist wieder Kleeblatt-Time

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Am nächsten Sonntag ist endlich wieder „Kleeblatt-Time“. Die Länderspielpause seit dem Heimsieg gegen den VfB Stuttgart ist dann vorbei. Allerdings – und da werde ich vielen Fußballfans aus dem Herzen sprechen: Die beiden Länderspiele waren unterhaltsam. Vor allem das Frendschaftsspiel gegen England war teilweise hoch emotional. Als Lukas Podolski bei seinem Abschiedsspiel in der Nationalmannschaft seine Begrüßungsworte sprach, das hatte was. Und nach seinem Traumtor in der 69. Minute – das 49. in seiner Länderspiellaufbahn – schwappten die Gefühle im Dortmunder Stadion und bei den Zuschauern vor den Fernsehgeräten über. Poldi – Du hast die Fußballszene bereichert und bist ein echt toller Typ! (Angeblich will Poldi, bevor er nach Japan geht, im Sommer noch eine Eisdiele eröffnen. Dazu wünschen wir ihm eine Extra-Portion Glück!)

Ob die Auswärtspartie der Spielvereinigung am 2. April gegen den 1. FC Heidenheim ähnlich spannend wird, muss man sehen. Das Kleeblatt ist immerhin seit sieben Spielen ungeschlagen und steht momentan auf dem sechsten Tabellenplatz. Der 1:0-Sieg gegen den (damaligen) Tabellenführer VfB Stuttgart war Balsam auf die Seelen vieler Fürther Kleeblattfans. Die sportliche Leistung verbessert sich kontinuierlich. Die Mannschaft hat sich inzwischen mehr und mehr aufeinander eingespielt, das Konzept von Trainer Janos Radoki geht offensichtlich auf. Er gibt immer wieder auch jungen Spielern die Chance, sich in einem Zweitligaspiel zu bewähren. „Alte Hasen“ wie Robert Zulj, Niko Gießelmann und Marco Caligiuri sind eine sichere Bank. Und die (hoffentlich) baldige Rückkehr von Jurgen Gjasula (nach langem krankheitsbedingtem Ausfall) könnte dem Team einen Schub geben.
Es sind noch neun Spiele bis zum Saisonende am 21. Mai im Fürther Ronhof, wenn das Kleeblatt zum krönenden Abschluss gegen Union Berlin antritt – den aktuellen Tabellenführer. Die Gegner bis dahin sind mit z.B. Eintracht Braunschweig und Dynamo Dresden keine leichten, aber äußerst attraktiv. Vielleicht – und da werden so manche wieder sagen, wir Greuther-Weiber sehen die SpVgg manchmal zu sehr durch die rosarote Brille – wird nach dem Abpfiff des letzten Spiels der Saison 2016/17 der Berliner Kiezverein in die Bundesliga aufsteigen. Und das Kleeblatt steht dann womöglich wieder einmal auf dem Relegationsplatz…

Kleeblatt und Kirche passen gut zusammen

Das tolle eiskalte Winterwetter verführt auch Greuther-Weiber dazu, öfter spazieren zu gehen. Mal mit dem Tierorakel Daisy, mal alleine. Der Weg vom Babylon Kino kommend entlang der schlittenfahrenden Kinder und dann rein in den Fürther Stadtpark ist zurzeit sehenswert. Beim Rosengarten geht man links an der Auferstehungskirche und dem Hiroshima-Mahnmal des in Fürth lebenden japanischen Künstler Kunihiko Kato vorbei. Wenn man dann gerade auf das Pfarrhaus zuläuft, ist sie beim Eingang in den Pfarrgarten (etwas versteckt) zu sehen: Eine kleine Fahne der Spielvereinigung (mittleres Foto). Das weiß-grüne Accessoire macht sich an diesem Platz sehr gut.

Ich habe mir überlegt, wer hier wohl der Kleeblattfan sein könnte. Ist es Pfarrerin Irene Stooß-Heinzel? Oder ein Mitarbeiter des im Haus auch untergebrachten Evangelischen Diakonievereins Fürth Auferstehungskirche e.V? Ich tippe jedoch schwer auf Pfarrer Wolfgang Vieweg. Immerhin ist auf der Homepage der Gemeinde unter den „Links“ einer, der zur Spielvereinigung führt. Und zum Thema „Fußball“ finde ich auf der Website Informationen für „Interessierte im Alter von 15 bis 58plus“: Jeden Samstag trifft man sich um 9.50 Uhr am Pappelsteig. Dort kickt man dann neben der Pegnitz im Wiesengrund am Engelhardsteg/Pappelsteig. Es dürfen alle mitmachen, die Spaß am Fußball haben und etwas Talent dazu. Die Fußballmannschaft wurde Anfang der 1980er Jahre ins Leben gerufen. Drei der Gründungsmitglieder spielen heute noch mit.
Und dieser Gemeindekick läuft unter Federführung von Pfarrer Wolfgang Vieweg, der in einem Artikel im Monatsgruß (Zeitschrift der evangelischen Kirchengemeinden der Stadt Fürth) zum Thema „Kirche und Sport“ schreibt:

„Und was tun Sie für Ihren Körper?“ werde ich hin und wieder gefragt, wenn ich darauf hinweise, dass es nichts schadet, etwas für die Seele zu tun. Wenn ich dann darauf hinweise, dass ich immer noch in der Fußballmannschaft unserer Kirchengemeinde herumkicke, ernte ich oft ungläubiges Erstaunen. „Kirche und Sport schließen sich doch gegenseitig aus. Entweder- oder!“, heißt es dann im Extremfall. Aber ist diese Kombination denn wirklich so skurril? Ich denke nicht, denn es gibt mehr Gemeinsamkeiten zwischen Kirche und Sport, als man denkt….Deshalb ist der Fußball auch nicht mein Leben. Das Leben ist mehr. Aber der Fußball ist ein schönes Stück davon. Viel Spaß bei einer der schönsten Nebensachen der Welt wünscht Ihnen Pfarrer Wolfgang Vieweg.“

Kopf hoch: 2017 wird auf jeden Fall besser!

Als am 1. Weihnachtsfeiertag nach so vielen Hiobsbotschaften und dem Abschied von berühmten Stars auch noch George Michael starb, kommentierte die Pop-Ikone Madonna das lakonisch mit „2016 – fuck off!“ („2016 – verpiss‘ dich!“). Dem kann ich mich nur anschließen. Das Jahr 2016 hat für mich nicht gut begonnen und sich dann zum traurigsten, anstrengendsten und schlechtesten Jahr meines Lebens entwickelt.

Auch für die Spielvereinigung war 2016 in sportlicher Hinsicht kein Spitzenjahr. Beim ersten Kleeblatt-Training im Januar 2016 gab Trainer Stefan Ruthenbeck bekannt, dass Publikumsliebling Stephan Schröck mit sofortiger Wirkung vom Training freigestellt wurde. Er spielte daraufhin auf den Philippinen. Sein Wunsch, ab der jetzigen Winterpause nach Fürth und in den Profikader zurückzukehren, war einer unserer meistgelesenen Blogbeiträge  in der Greuther-Weiber-Historie seit Juli 2009.

Das Lokalderby gegen den Club Ende Februar verlor die SpVgg (nach längerer Zeit mal wieder) mit 1:2 durch das Tor des Ex-Kleeblatts Niclas Füllkrug.

Im März konnten wir unseren 777. Beitrag bei den Greuther-Weibern verkünden. Eine Schnapszahl, die wir adäquat feierten. Inzwischen  sind es über 850!

Die Spielvereinigung schloss die Saison 2015/16 mit einem neunten Tabellenplatz ab. Naja.

Dass Ilir Azemi nach seinem schweren Unfall im August 2014 allmählich auf dem Weg der Besserung ist und sogar bei einigen Spielen mit auf dem Platz stand, gehört eindeutig zu den positiven Nachrichten in diesem Jahr. Die Kleeblattanhänger wünschen ihm alles Gute.

Die neue Spielzeit 2016/17 startete im August mit einem Heimsieg gegen 1860 München. Doch schon in den nächsten Begegnungen wurde offensichtlich, was viele immer wieder kritisieren: Das Kleeblatt verschusselt leichtfertig gute Chancen, es fehlt der Biss.

Viele Kleeblattfans lasen im September meine Geschichte über Karola Keil, die seit 70 Jahren Mitglied der Spielvereinigung ist. Das ist wahre Treue!

Im November trennte sich der Verein von Trainer Stefan Ruthenbeck. Er hatte mit seiner ruhigen Art keinen Erfolg und vielleicht einfach nicht den Nerv der Mannschaft getroffen – die sportlichen Ergebnisse ließen zu wünschen übrig. Und der „Neue“ – Janos Radoki – gab mit zwei Siegen in den ersten beiden Begegnungen auf Anhieb einen guten Einstand. Ob und wie er es schaffen wird, das Kleeblatt neu zu motivieren und aus dem Mittelfeld der Zweiten Liga  – aktuell der 12. Platz – hochzupowern, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Sein Vertrag wurde kurz vor Weihnachten bis zum Ende dieser Saison fixiert.

Wir wollen nur einige Schlaglichter auf das vergangene Jahr werfen. Was das neue Jahr bringen wird, wer weiß es? Wir Greuther-Weiber wünschen allen unseren Lesern einen guten Rutsch und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches 2017. Höhen und Tiefen gibt es immer. Aber wer auch immer dafür zuständig ist, wie Jahre sind: Der- oder Diejenige könnte nach dem letzten schlechten nun ein gutes Jahr folgen lassen.

Weiß-Grüner Frust trotz Goldenen Oktobers

allgaeu_kleeblattEine starke bakteriellle Erkältung war Schuld, dass ich später zu einem kurzen Wanderurlaub ins Allgäu fahren und dadurch das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim nur aus der Ferne verfolgen konnte. Ich habe mir das schön vorgestellt: Ich erfahre nach dem Spiel von einem Sieg des Kleeblatts, der nach einigen Schlappen wieder unbedingt nötig gewesen wäre. Leider kam es anders als erhofft. Die Spielvereinigung verlor im Ronhof mit 0:2 und hat ähnlich schnell (14. und 18. Minute) wie einige Tage vorher die Nordirische Nationalmannschaft (13. und 17. Minute) in der WM-Qualifikation gegen Deutschland gleich in der ersten Viertelstunde beide Gegentreffer eingefangen. Das kann einem wirklich den schönsten Urlaub verderben, wie dieses Foto dokumentiert: Ich sitze bei herrlichstem Goldenem Oktober unter „himmlischer Aufsicht“ im Allgäu auf einer idyllischen Bank und könnte Sonnenschein und Wärme genießen. Trotzdem bin ich frustriert von der aktuellen sportlichen Leistung des Kleeblatts.

Die Fakten sind ja alle bekannt. Sei es die Zurückhaltung von Präsident Helmut Hack bei der Investition in neue, gute Spieler. Oder das Verletzungspech von Jurgen Gjasula, der Unfall von Stürmer Ilir Azemi, der zwar nach und nach wieder fit wird, aber noch weit weg davon entfernt ist, dass man ihn 90 Minuten einsetzen könnte. Der Fürther Angriff schwächelt, die Kleeblatt-Abwehr hat gute und schlechte Tage. Es fehlen insgesamt Mut und die Konsequenz beim Abschluss begonnener Aktionen im Mittelfeld. Und der Mann im Tor – egal, wie er heißt – hat viel damit zu tun, die Angriffe der Gegner zu parieren. Insgesamt fehlt der Biss, und der elfte Tabellenplatz und nur elf Punkte nach neun Spielen sprechen Bände.

Schade. Auf der Rückfahrt habe ich dann noch im Radio gehört, dass der 1. FC Nürnberg offenbar gerade einen Lauf hat und das Spiel gegen den Karslruher SC mit 3:0 gewonnen hat. Keine guten Tage für Kleeblattfans! – Am kommenden Sonntag, 23. Oktober, ist das Kleeblatt ab 13.30 Uhr beim Spitzenreiter der Zweiten Liga – Eintracht Braunschweig – zu Gast. Für die Moral der Fans wären Tore und ein Sieg der Spielvereinigung dringend angesagt. Ein Vorhaben, das gegen den Tabellenführer allerdings schwer umzusetzen sein wird. Trotzdem: Bitte warm anziehen und endlich mal wieder einen Erfolg einfahren!

777 Blogbeiträge: darauf einen „Greuther-Schnaps“!

777_GreutherweiberKönnt Ihr Euch noch an den Freitag, 17. Juli 2009 zurückerinnern? Ich schon. Ich habe an diesem Tag den ersten Blogbeitrag für die Greuther-Weiber geschrieben, mit dem vielsagenden Titel „Frauen und Fußball – ja bitte“. Gemeinsam mit uwo und sabbel wurden seitdem 777 Blogbeiträge verfasst. Es gab – wie in einer Beziehung – gute und schlechte Zeiten mit der Spielvereinigung. Wir wollen ja nicht nur den Verein und das Kleeblatt mit den Augen der Liebe und dann wieder kritisch begleiten. Nein, wir versuchen oft, etwas Ungewöhnliches rund um die Spielvereinigung zu finden und für unser Blog aufzugreifen. Dazu gehören Personen in Fürth, deren Herz am Verein hängt, die ihre Geschäftsidee weiß-grün färben oder einfach kreative Ideen haben, wie man Fußball und sonstiges Leben verknüpfen kann. Die sich bemühen, Fußballfans vor und nach Spielen im Ronhof in die Innenstadt zu lotsen, um ihnen dort das typische Kleeblatt-Feeling zu vermitteln. Dazu gehören Kneipen und Restaurants, kleine Läden und Geschäfte, Künstler und richtige Fürther Typen.

Immer noch kritisch sehen einige Fans der Spielvereinigung unseren Blognamen „Greuther-Weiber“. Denn für einen echten Kleeblatt-Änhänger ist der Zusatz beim Vereinsnamen Spielvereingung GREUTHER Fürth ein Unding, ein absolutes No-Go. So werden wir immer mal wieder darauf angesprochen, dass ein anderer Name für dieses Blog der Nürnberger Zeitung doch passender wäre. Politisch korrekter. Aber wir Autorinnen fanden das Wortspiel Greuther-Weiber, das im fränkischen Dialekt ja auch „Kräuter-Weiber“ bedeuten kann, originell. (Die Martin Bauer Group, die ja eine wichtige Bedeutung für den Verein hat, produziert u.a. Kräuter- und Früchtetees.) Und dazu stehen wir auch. Bis heute!

Also: Nach 777 Beiträgen machen wir heute keinen Champagner oder Prosecco auf. Nein, wir feiern stilecht mit einem Grüner-Bier und einem Kräuterschnaps (Greuther-Bitter). Wir freuen uns auf die nächsten Wochen, Monate und vielleicht sogar Jahre, in denen wir über die Erfolge der Spielvereinigung und das weiß-grüne Leben in Fürth rund ums Kleeblatt schreiben werden. Und wir hoffen, Ihr habt auch Spaß daran!

Frankenderby spaltet eine Hundeseele

Frankenderby_DaisyDas Lokalderby wirft seine Schatten voraus – der Countdown läuft auf Hochtouren. Am morgigen Freitag um 18.30 Uhr ist es so weit. Die Spielvereinigung tritt im Grundig Stadion beim 1. FC Nürnberg an. Mit bislang 259 Begegnungen seit 1904 ist das Frankenderby das älteste und am häufigsten ausgetragene Fußballderby Deutschlands. Dabei gewannen 137 mal die Nürnberger, 73 mal die Fürther und 47 mal endete das Spiel unentschieden. Zwei weitere Spiele wurden abgebrochen und eines davon sportgerichtlich als Sieg für Fürth gewertet. Immerhin: Die letzten sieben Begegnungen gingen entweder unentschieden aus bzw. hat das Kleeblatt den Club besiegt. Legendär der 5:1-Sieg im August 2014. Der letzte Nürnberg-Erfolg (2:1) war am 24. November 2008.

Wer morgen auf jeden Fall nicht orakeln wird, wer als Sieger vom Platz geht, ist Labradormischlingshündin Daisy (über die wir schon mehrfach in unserem Blog geschrieben haben). Nein, wir wollen den Hund nicht in Gewissenskonflikte bringen. Denn Daisys Herrchen ist eingefleischter Clubfan, und da erlebt der Hund zu Hause vor dem Fernseher natürlich oft Begeisterungskundgebungen, wenn der Club gewinnt. Ist Daisy in Fürth und sieht sich da Auswärtsspiele am Fernseher mit den Greuther-Weibern an, dann wird natürlich die weiß-grüne Kleeblattfahne geschwungen. Und Daisy mutiert unweigerlich (oder: unfreiwillig?) zum Kleeblattfan.

Also: Morgen lassen wir Daisy nicht orakeln. Sie ist ja auch nicht Goethes Faust, in dessen Brust zwei Seelen wohnten. Sondern eine intelligente, manchmal auch sture Hundedame, die – um es sich mit keinem zu vergraulen – wahrscheinlich auf ein Unentschieden tippen würde. Wuff!

Blick zurück mit Daisy

Rueckblick_DaisyNur noch wenige Stunden trennen uns vom Jahr 2016.  Ich bin gespannt, was es bringen wird: schöne und emotionale Momente, Glück und Erfolg, traurige Situationen oder Enttäuschungen? Wie auch immer, man muss es nehmen, wie es kommt.

Das Jahr 2015 war für die Spielvereinigung kein allzu positives. Nach einem glanzlosen 0:0-Unentschieden im Derby im Dezember 2014 gegen den Club  hatte das Kleeblatt zum Jahreswechsel 2015 auf einem mäßigen 12. Tabellenplatz überwintert. Und startete im Februar gleich mit einer Niederlage. Frank Kramer musste seinen Hut nehmen, und der Coach mit dem Aufstiegs-Nimbus – Mike Büskens – versuchte erneut sein Glück als Kleeblatt-Trainer. Mit mäßigem Erfolg. Am Ende der Saison gelang es der SpVgg nur durch die schwachen Leistungen der Mit-Abstiegs-Kandidaten, in der Zweiten Liga zu bleiben.

Ab März war das inzwischen berühmt-berüchtigte Tierorakel Daisy zum Einsatz gekommen. Die Labrador-Dobermann-Mischung ist eine interessante Verstärkung der Greuther-Weiber. Hundedame Daisy lag am Anfang mit ihren Prognosen ganz gut, schwächelte dann aber im Laufe der Saison.

Das beste Spiel für mich war im Frühjahr im Ronhof die Begegnung der Frauen-Nationalmannschaft gegen Brasilien. 4:0 gewannen die deutschen Fußball-Mädels. Da konnte man mal mit Hochgenuss bewundern, wie man Fußball spielt.

Im Mai hatte ich dann bei der Eröffnung eines Restaurants in Fürth das Vergnügen, mit Keeper Wolfgang Hesl über seine Zukunft zu diskutieren. Umso größer war dann meine Enttäuschung, als er am Ende der Saison zu Arminia Bielefeld wechselte.

Nachdem Kleeblattfans im Juni „Gemeinsam die beschissene Saison“ weggefeiert hatten, wurden zum Saisonstart 2015/16 die Karten neu gemischt. Mit dem Aalener Coach Stefan Ruthenbeck und einigen vielversprechenden Neuzugängen. Die sportliche Ausbeute war zunächst gut: Das Derby wurde im Ronhof mit 3:2 gewonnen. Auch bei den nächsten Spielen war das Kleeblatt auf der Siegerstraße. Die mündete Anfang Oktober in eine Sackgasse: Beim Spiel gegen den VfL Bochum zur Eröffnung der Fürther Kirchweih. Das Kleeblatt ging zu Hause mit 0:5 unter. Ein Ergebnis, das bei den Partien gegen den SC Freiburg (2:5) und den FC Kaiserslautern (2:4) ähnlich mau war.

Seitdem läuft das Kleeblatt seiner Form, seinem Selbstbewusstsein und dem Erfolg hinterher. Im Moment rangiert es auf einem mittleren, dem 10. Tabellenrang. Und hat nur zwei Punkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

Der nächste Spieltag der Zweiten Liga ist am 6. Februar 2016 gegen den FC Sankt Pauli. Bis dahin muss die Spielvereinigung versuchen, Defizite aufzuholen. Und dann wird sicher auch Daisy wieder in den Startlöchern stehen, um Spielergebnisse richtig vorherzusagen.

Hohoho – Morgen das erste Türchen öffnen!

Adventskalender2015Am vergangenen Samstag habe ich ihn wieder bekommen: Den Adventskalender der Spielvereinigung Greuther Fürth. Schon in den Jahren 2013 und 2014 habe ich darüber bei den Greuther-Weibern gebloggt. Der Kalender 2015 ist gelungen. Die grafischen Motive sind – im Gegensatz zu anderen Adventskalender-Herstellern – nicht zu ähnlich, man lässt sich immer etwas Originelles einfallen.
In diesem Dezember ist natürlich alles wieder in Weiß-Grün gehalten. Es ist ein großes Tor zu sehen, im Hintergrund unzählige Fahnen begeisterter Stadionbesucher, ein leicht schneebedeckter Weihnachtsbaum. Daneben steht er: ein weiß-grün gewandeter sympathischer Weihnachtsmann, der aus seinem Geschenkesack einen großen Fußball herausholt. Mit strahlendem Lächeln – ich höre direkt sein lautes „Hohoho“ – will er den Ball wohl einem kleinen Kleeblattfan überreichen. Kein schlechtes Geschenk! Nach der sportlichen Misere beim Heimspiel gegen den FC Kaiserslautern am letzten Freitag ist eine kleine Aufmerksamkeit, ach was, sind ein kräftiger Emotions- und Motivationsschub dringend nötig.
Der Adventskalender ist in allen Kleeblatt-Fanshops erhältlich, inzwischen auch bei ausgesuchten Tankstellen, im Supermarkt und Reisecenter. Die Kalender sind gefüllt mit 24 einzeln verpackten Edel-Vollmilch-Schokoladentafeln (Fair Trade-Schokolade), es gibt sie in limitierter Auflage zum moderaten Preis von 4,99 Euro. Morgen ist schon der 1. Dezember – also schnell besorgen!

Schaifala Scheibn “ Kleeblatt “ oder Rinderfilet „Ronhof“ ?

PfeifndurlaKlar, die Wahl zwischen einem „Pfeifndurla Helles“ und dem „Pfeifndurla Weizen“ fällt schwer. Vor allem, wenn man so richtig durstig ist. Egal, beides schmeckt. Sogar Clubfans! Greuther-Weiber haben – wie alle anderen Menschen auch – einmal im Jahr Geburtstag. Dieses Jahr wollte ich nicht groß feiern, sondern einfach mit ein paar Freunden gemütlich Essen gehen. Ich hatte das „Pfeifndurla“ ausgewählt, weil es zu den typischen Fürther Lokalen gehört und auch eine Fürther Fußball-Tradition hat. Also der Treffpunkt für Greuther-Weiber und deren Freunde.  Unsere Gruppe hatte ein perfekte Größe: Wir waren elf Personen, genau eine Fußball-Mannschaft.

Letztes Wochenende war es dann so weit: Den Tisch hatte ich noch etwas weiß-grün aufgepeppt (Foto) – die Gäste konnten kommen. Das „Pfeifndurla“ in der Fürther Gustavstraße ist meiner Ansicht nach etwas Besonderes, Uriges. Wirt Harald Walter hat die Fleischgerichte, die er ruhig und gekonnt auf dem offenen Buchenholz-Grill bis zur richtigen „Reife“ grillt, mit bedeutungsträchtigen Namen versehen: Die Steaks vom Buchenholzgrill sind – so in der Speisekarte nachzulesen – „ca. 200 Gramm schwer und stammen aus fränkischen Betrieben, teilweise ist uns auch der Vorname des Tieres bekannt.“ Man hat die Wahl zwischen z.B. der Fusionsplatte „Frank Türr“, dem Schweinerückensteak „Charly Mai“ oder einem Filetspiess „Hooligan“. Ich habe mich für das Roastbeef mit doppelter Meisterwürze „Hans Prinz Hagen“ und Ofenkartoffel entschieden. Es hat fabelhaft geschmeckt. Mit dem Namen konnte ich erst mal nichts anfangen, aber eine Freundin – selbst Kleeblattfan mit der „Kleeblatt-App“ auf dem IPhone – hat gegoogelt und schnell herausgefunden, dass der Mittelfeldspieler Hans Hagen (1894 in Fürth geboren), der später aber auch als Abwehrspieler eingesetzt wurde, vom FC Schneidig Fürth zur Spielvereinigung kam. Mit diesem Verein feierte er große Erfolge. Hagen galt als temperamentvoll und grimmig, war aber läuferisch stark und elegant in der Ballführung.

Zurück zum Geburtstagsessen: Keiner von uns konnte nach seinem Hauptgericht noch ein Gehäckbrot „Blutgrätsche“ oder das Käsgmantschi mit Bauernbrot „Gelbe Karte“ nachschieben. Außer einem Nachtisch und einem „regionalen Brand“ ging nichts mehr. Auf jeden Fall ein gemütliches Altstadt-Lokal mit echtem Flair. Speis‘ und Trank sind hervorragend, der Wirt ist nett und ist in jedem Moment die Ruhe selbst.
Insgesamt bleibt mir mein Geburtstagsessen in bester Erinnerung. Beim Abschied habe ich den Wirt gefragt, warum die Steaks keine Namen aktueller Spieler tragen. „Na, die sind doch schnell wieder weg vom Fenster“. Recht hat er. Wenn Ihr wissen wollt, wie das „Pfeifndurla“ zu seinem Namen kam, das könnt Ihr hier nachlesen.