Unschöner Empfang in der Großstadt Fürth

Unterfuehrung_Bahnhof_Fuerth„Unsere Stadt soll schöner werden“. Das hat sich nicht nur Fürth für die nächsten Jahre vorgenommen. Die „Neue Mitte“, die Optimierung des Wochenmarktes, die Vergrößerung des Stadions am Laubenweg – die Projekte in der Kleeblattstadt sind vielfältig.
Allerdings findet man noch immer triste Ecken in Fürth, die weder Einwohner noch Gäste erfreuen. So ist beispielsweise der Hauptbahnhof alles andere als eine Augenweide. Die Eingangshalle ist eng, außer der Bahnhofsbuchhandlung sind hier nur Automaten zu finden. Noch schlimmer das Untergeschoss: Eine Bäckerei, ein paar mit Brettern zugenagelte Wände – das macht auf Besucher, die wegen der hübschen Altstadt Fürths, des Jüdischen Museums oder kultureller Veranstaltungen hierher kommen und mit dem Zug anreisen, einen mehr als schlechten Eindruck.
Die Krönung der Hässlichkeit ist für mich der Aufgang von der Unterführung zum „Südausgang“. Hier haben sich übereifrige Anhänger der Spielvereinigung mit einem weiß-grünen Graffito verewigt. Was hat man sich dabei wohl gedacht? Will man Clubfans schon beim Eintreffen in der „feindlichen Zone“ brüskieren? Oder ehemalige Kleeblattfans, die vom aktuellen Tabellenplatz in der Zweiten Liga nicht begeistert sind, wieder neu motivieren? Für beides ist dieses „Kunstwerk“ allerdings denkbar ungeeignet.