Endlich der Heimtreffer – trotzdem verloren!

Stefan Thesker war heute die tragische Figur im Fürther Ronhof beim Spiel gegen den Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig. Die Partie am Karsamstag hatte für die Spielvereinigung mit viel Power und Engagement begegonnen. Ein herber Dämpfer wurde den Kleeblättern allerdings schon in der siebten Minute verpasst, als Marco Caligiuri mit einer Notbremse die vielversprechende Torchance des Braunschweigers Havard Nielsen mit einem Foul stoppte – und daraufhin Rot sah. Ich empfand die Entscheidung für richtig, aber etwas überzogen. Wenige Minuten später entschied Trainer Mike Büskens, Stephan Schröck auszutauschen, um mit Stefan Thesker einem zweiten Innenverteidiger Platz zu machen.

SpVgg Greuther Fürth - Eintracht BraunschweigVon den 10 280 Zuschauern im Stadion waren 1000 aus Braunschweig angereist. Und die 9280 Fürther Fans waren in der 28. Minute komplett aus dem Häuschen. Robert Zulj hatte einen Ball von Kacper Przybylko übernommen und traf ins gelb-blaue Tor. Nach sage und schreibe 718 Minuten war das der erste Heimtreffer der SpVgg. Riesenbegeisterung und Freude bei den Anhängern, der Trainerbank (Foto: Büskens im Freudentaumel) und der Mannschaft. Doch nur drei Minuten später war er aus, der Traum vom möglichen Sieg. Nielsen schob die Kugel direkt neben dem Fürther Tor zurück, sie prallte dem Unglücksraben Thesker vom Fuß ab und ging aus sechs Metern Entfernung ins Fürther Tor. Ein verdutzter Wolfgang Hesl, Totenstille im Fürther Fanblock.
Bis dahin hatte das Kleeblatt so gut gespielt wie schon lange nicht mehr. Die Unterzahl von neun Feldspielern war praktisch nicht spürbar, man hatte das Gefühl, dass am heutigen Samstag vor heimischem Publikum etwas möglich war. Doch dem war dann doch nicht so: Zehn Minuten von Spielende trafen die Braunschweiger in den Fürther Kasten. Und dieses 1:2 sollte das Endergebnis bleiben.

Fazit: Super angefangen, Pech mit der Roten Karte, in Unterzahl aktiv und auf Augenhöhe, ein langersehntes Tor zu Hause. Insgesamt war die Spielvereinigung die bessere und souveränere Mannschaft. Aber am Schluss wieder eine bittere Niederlage. So kommen die Kleeblätter wohl kaum aus dem Tabellen-Souterrain heraus. Gleichzeitig gewann der FC Kaiserslautern mit 4:0 gegen den FC Heidenheim und ist – zumindest bis morgen – punktgleich mit dem Tabellenführer Ingolstadt auf Platz eins der Zweitliga-Tabelle.
Am kommenden Samstag trifft die Spielvereinigung auswärts auf den FSV Frankfurt. Eine neue Chance, endlich mal als Sieger vom Platz zu gehen und sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen.