Der neue Mann im Ronhof heißt Damir Buric

Nach dem gestrigen Abendessen in der Fürther Gustavstraße mit Freunden genügte ein Blick aufs Smartphone, das verkündete: Fürth hat einen neuen Trainer: Buric. – „Wer um alles in der Welt ist Buric?“, schoss es mir durch den Kopf. Und wieso veröffentlicht die Spielvereinigung diese wichtige Neuigkeit am späten Samstagabend?
Ganz verschiedene Traineroptionen wurden ja seit der abrupten Trennung von Janos Radoki am 28. August gehandelt, gestern sind dann die Würfel gefallen: Der neue Cheftrainer heißt Damir Buric. Der Kroate kommt vom FC Admira Wacker aus Österreich und erhält beim Kleeblatt einen Vertrag bis Sommer 2019. Da mir der Verein auf Anhieb nicht viel sagt, habe ich recherchiert:

„Der Fußballklub Flyeralarm Admira Wacker Mödling, Kurzname FC Flyeralarm Admira, bekannt als FC Admira Wacker Mödling, ist ein österreichischer Fußballverein aus der niederösterreichischen Marktgemeinde Maria Enzersdorf, der seit der Saison 2011/12 wieder in der österreichischen Bundesliga spielt. Der Verein trägt seine Heimspiele in der Maria Enzersdorfer BSFZ-Arena aus, die Vereinsfarben sind Schwarz-Weiß-Rot.“ (Wikipedia)

Aha. Die offizielle Verpflichtung des 53-Jährigen wollte man offenbar nicht vor dem Ende der Begegnung zwischen Admira und dem SV Mattersburg bekannt geben; Admira hatte einen 5:0-Sieg beim Tabellen-Vorletzten der österreichischen Bundesliga erzielt.
Damir Buric kehrt nach etwas mehr als neun Monaten – unter ihm hat die Admira die Saison 2016/17 auf Platz sechs beendet – nach Deutschland zurück. In der deutschen Bundesliga war er bereits als Co-Trainer beim SC Freiburg, Bayer Leverkusen und Werder Bremen tätig. „Damir Buric kennt den deutschen Fußball und die erste und zweite Liga. Er hat viele Erfahrungen als Trainer und als Spieler gesammelt und deshalb sind wir davon überzeugt, dass er uns dabei unterstützen wird, aus dieser schwierigen Phase herauszukommen“, so Kleeblatt-Präsident Helmut Hack auf der SpVgg-Website (der haben wir auch das Foto entnommen).
weiter lesen

Kleeblatt schickt Trainer Radoki in die Wüste

Vier Spiele in der neuen Saison 2017/18, vier Niederlagen – die Spielvereinigung rangiert mit null Punkten am Tabellenende. Heute hat die Vereinsführung die Konsequenzen gezogen und sich von Trainer Janos Radoki getrennt. Man habe sich – so auf der Kleeblatt-Website zu lesen – „darauf verständigt, dass auf der Trainerposition neue Ansätze gefunden werden sollen, damit die SpVgg Greuther Fürth so schnell wie möglich in die Erfolgsspur zurückfindet“.
„Es ist schade, dass wir den Weg mit Janos nicht fortsetzen können. Aber am Ende geht es um die Zukunft des Vereins, der über allem steht“, so Präsident Helmut Hack. Und Direktor Profifußball Ramazan Yildirim dankt Radoki für die geleistete Arbeit und wünscht ihm für seinen weiteren Weg als Trainer alles Gute. Bis auf Weiteres wird Co-Trainer Mirko Dickhaut das Training der Lizenzmannschaft leiten.

Nach der Niederlage am vergangenen Freitag gegen den FC Ingolstadt wurde schon in allen Sozialen Netzwerken heftig darüber diskutiert, wo die Gründe für die miserablen Leistungen des Kleeblatts zu suchen sind. Fehlen gute, erfahrene Spieler, die sich auch mal etwas trauen? Oder sollte man – dieser Meinung waren nicht wenige – Trainer Janos Radoki schnellstmöglich aus seiner Verantwortung entlassen? Er habe – so war bei Facebook häufig zu lesen, den Kontakt zu seinen Spielern verloren und als Trainer einfach keine gute Arbeit geleistet.

Ich muss sagen: Janos Radoki hat nach der Entlassung von Stefan Ruthenbeck am 21. November 2016 einen guten Job gemacht. Er setzt konsequent und trotzdem fair sein Konzept um. Meiner Meinung nach hätte man abwarten sollen und ihm noch einige Spieltage Bewährungsfrist geben können. Oder was meint Ihr?

Weiß-Grüner Frust trotz Goldenen Oktobers

allgaeu_kleeblattEine starke bakteriellle Erkältung war Schuld, dass ich später zu einem kurzen Wanderurlaub ins Allgäu fahren und dadurch das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim nur aus der Ferne verfolgen konnte. Ich habe mir das schön vorgestellt: Ich erfahre nach dem Spiel von einem Sieg des Kleeblatts, der nach einigen Schlappen wieder unbedingt nötig gewesen wäre. Leider kam es anders als erhofft. Die Spielvereinigung verlor im Ronhof mit 0:2 und hat ähnlich schnell (14. und 18. Minute) wie einige Tage vorher die Nordirische Nationalmannschaft (13. und 17. Minute) in der WM-Qualifikation gegen Deutschland gleich in der ersten Viertelstunde beide Gegentreffer eingefangen. Das kann einem wirklich den schönsten Urlaub verderben, wie dieses Foto dokumentiert: Ich sitze bei herrlichstem Goldenem Oktober unter „himmlischer Aufsicht“ im Allgäu auf einer idyllischen Bank und könnte Sonnenschein und Wärme genießen. Trotzdem bin ich frustriert von der aktuellen sportlichen Leistung des Kleeblatts.

Die Fakten sind ja alle bekannt. Sei es die Zurückhaltung von Präsident Helmut Hack bei der Investition in neue, gute Spieler. Oder das Verletzungspech von Jurgen Gjasula, der Unfall von Stürmer Ilir Azemi, der zwar nach und nach wieder fit wird, aber noch weit weg davon entfernt ist, dass man ihn 90 Minuten einsetzen könnte. Der Fürther Angriff schwächelt, die Kleeblatt-Abwehr hat gute und schlechte Tage. Es fehlen insgesamt Mut und die Konsequenz beim Abschluss begonnener Aktionen im Mittelfeld. Und der Mann im Tor – egal, wie er heißt – hat viel damit zu tun, die Angriffe der Gegner zu parieren. Insgesamt fehlt der Biss, und der elfte Tabellenplatz und nur elf Punkte nach neun Spielen sprechen Bände.

Schade. Auf der Rückfahrt habe ich dann noch im Radio gehört, dass der 1. FC Nürnberg offenbar gerade einen Lauf hat und das Spiel gegen den Karslruher SC mit 3:0 gewonnen hat. Keine guten Tage für Kleeblattfans! – Am kommenden Sonntag, 23. Oktober, ist das Kleeblatt ab 13.30 Uhr beim Spitzenreiter der Zweiten Liga – Eintracht Braunschweig – zu Gast. Für die Moral der Fans wären Tore und ein Sieg der Spielvereinigung dringend angesagt. Ein Vorhaben, das gegen den Tabellenführer allerdings schwer umzusetzen sein wird. Trotzdem: Bitte warm anziehen und endlich mal wieder einen Erfolg einfahren!

MICHAEL-Talk mit Helmut Hack: Das Wichtigste im Leben

St_Michael_Fuerth_ChorraumWer sich morgen Abend nicht das Europa-League-Viertelfinale zwischen Borussia Dortmund und dem FC Liverpool im Fernsehen ansieht (das ja ein emotionales Sport-Highlight wird, weil der aktuelle Trainer des Kultvereins an der Anfield Road –  „The Normal One“ Jürgen Klopp – sieben Jahre lang bis Oktober 2015 erfolgreicher Trainer des BVB war), der sollte nicht den MICHAEL-Talk „Das Wichtigste im Leben“ verpassen. Am Donnerstag, 7. April, 19.30 Uhr, lädt die Gemeinde St. Michael in der Altstadt Fürths prominente Gäste aus Religion, Wirtschaft, Medizin und Politik ins Gemeindezentrum „Grüne Scheune“, Kirchenplatz 7, in unmittelbarer Nähe der Fürther Gustavstraße ein. Mit dabei – und deshalb ist die Diskussion auch für Kleeblattfans besonders interessant – ist Helmut Hack. Er war Geschäftsführer der Martin Bauer Group und ist seit Jahren Präsident der Spielvereinigung. Hack spielte selber Fußball und hat sich in der Regionalpolitik engagiert.
Außer ihm werden weitere Promis aus ihrem Blickwinkel erzählen und diskutieren, worauf es ihnen (und uns) wirklich im Leben ankommen sollte – und wie sie persönlich dazu stehen. Die weiteren Gäste sind Stefan Ark Nitsche, Regionalbischof des Kirchenkreises Nürnberg. Neben der Theologie waren Regie und Dramaturgie ein Teil seiner beruflichen Tätigkeit. Außerdem Professor Jens Klinge, Chefarzt der Kinderklinik im Klinikum Fürth, und Petra Guttenberger, Abgeordnete des Bayerischen Landtags.
Pfarrer Volker Zuber wird als Initiator die Veranstaltung moderieren. Und dabei natürlich auch seine eigene Überzeugung zum Thema vorstellen.

Ich denke, das wird eine aufschlussreiche Gesprächsrunde, an der sich auch die Besucher aktiv beteiligen sollen. Viele der Gesprächsrunden mit Pfarrer Volker Zuber haben ja spannende und kontroverse Themen. Zuber geht übrigens Anfang Mai dieses Jahres in den Ruhestand. Aus diesem Grund lädt er auch zu seiner Verabschiedung am Himmelfahrtstag, 5. Mai, um 17.00 Uhr zu einem Gottesdienst und anschließenden Empfang nach St. Michael ein.
Weitere Infos zum morgigen MICHAEL-Talk sind auf der Website von St. Michael (der habe ich das Foto des Kirchen-Chorraumes entnommen).

Wie gefällt Ihnen der neue Stadionname?

SpVgg Greuther Fürth - Pressetermin Sportpark RonhofEin echtes Politikum ist für viele Fürther seit Jahren die Frage, wie das Fußballstadion  am besten heißen sollte. Nach Playmobil-Stadion, Trolli ARENA und „Stadion am Laubenweg“ wird es sich ab sofort „Sportpark Ronhof | Thomas Sommer“ nennen – das neue Logo/Emblem kann man auf dem Foto sehen. Für die meisten eingefleischten Kleeblattfans ist das Stadion einfach „Der Ronhof“, sie werden mit Genugtuung auf die Rückkehr zum ursprünglichen Namen reagieren. Die Ergänzung „Thomas  Sommer“ ist der langfristigen Partnerschaft mit dem Immobilienunternehmer Thomas Sommer geschuldet, der sich für fünfeinhalb Jahre die Namensrechte sichert. Wie der Zusatz bei den SpVgg-Anhängern ankommt – man wird sehen.

Präsident Helmut Hack kommentiert den neuen/alten Namen auf der Vereins-Website so:

„Das Thema Namensrecht hat uns ja schon länger beschäftigt. Wir haben immer versucht, dabei auch den traditionellen Ansatz nicht zu vernachlässigen. Wir haben nun einen Partner gefunden, der uns auf der einen Seite die notwendigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen garantiert, auf der anderen Seite aber auch unseren traditionellen Stadionnamen zurückgibt.“

Thomas Sommer ist seit über zehn Jahren in unterschiedlichen Formen Partner der Spielvereinigung und weitet sein Engagement nun aus.

„Ich freue mich, dass ich es ermöglichen kann, dass das Stadion wieder seinen alten Namen, in Ergänzung mit meinem Firmennamen, erhält. Mit dem Sportpark Ronhof verbinden wir alle so viele Erinnerungen und ich freue mich auf die vielen tollen Erlebnisse, die nun folgen werden. Deshalb war es mir besonders wichtig, dieses Engagement langfristig anzulegen.“

Also werden die Zuschauer des ersten Heimspiels in der Rückrunde der Zweiten Bundesliga schon am kommenden Sonntag, 7. Febraur, zum Sportpark Ronhof | Thomas Sommer gehen. Das Spiel gegen den FC St. Pauli beginnt um 13.30 Uhr – und es endet hoffentlich mit einem Heimsieg!

Wie gefällt Euch der Name Sportpark Ronhof - Thomas Sommer

View Results

Loading ... Loading ...

Kleeblatt-Stürmer: Kommt er oder kommt er nicht?

Ante_VukusicSeit Wochen ist die Spielvereinigung auf der Suche nach einem neuen Stürmer für das Kleeblatt. Der Transfermarkt ist bekanntlich noch bis Montag, 1. Februar, 18 Uhr geöffnet – und viele Fans hatten schon die schlimmsten Befürchtungen, dass die Rückrunde im Angriff so uneffektiv bleibt wie bis zur Winterpause.

Aber es gibt gute Neuigkeiten: Seit Tagen wird der aktuell vereinslose Ante Vukušić (24, auf dem Foto links) im Probetraining auf Herz und Nieren geprüft. Und der Eindruck, den er macht, ist offenbar mehr als gut. Der 1,77 Meter große Kroate galt in seiner Heimat lange als Riesentalent und wechselte im Sommer 2012 für 3,7 Millionen Euro von Hajduk Split zu Delfino Pescara in die italienische Serie A. Es folgten Ausleihen zum FC Lausanne-Sport (Schweiz) und Waasland-Beveren (Belgien). Vukušić durchlief von der U18 an alle U-Nationalmannschaften Kroatiens. Im August hatte Vukušić seinen ersten Einsatz in der A-Nationalmannschaft. Seit Oktober 2015 ist der Stürmer bei keinem Verein. Bei der Leistungsdiagnostik in Fürth überzeugte er. Bereits gestern haben Präsident Helmut Hack und SpVgg-Manager Ramazan Yildirim Verhandlungen mit dem Management des Fußballprofis aufgenommen.

„Er hinterlässt einen guten Eindruck“, so der lakonische Kommentar von Yildirim. Und Kleeblatt-Coach Stefan Ruthenbeck bringt es auf den Punkt: „Er ist ein zentraler Stürmer, ein bisschen Typ Straßenfußballer, der seine Aufgaben spielerisch löst. In den Spielformen im Training hat er sein Können schon gezeigt.“
Damit würde Ante Vukušić eigentlich supergut ins Fürther Spielsystem passen. Denn gerade in der Offensive setzt Ruthenbeck auf lauf- und spielstarke Akteure.  „Eigentlich sollte er bis Freitag getestet werden“, erklärt Ruthenbeck, doch der Verein will möglichst schnell Nägel mit Köpfen machen.

Die Spielvereinigung ist außerdem nach wie vor auf der Suche nach einem Ersatz für Tom Weilandt, der unmittelbar vor dem Wechsel zum TSV 1860 München stehen soll. Und auch der Transfer des defensiven Mittelfeldspielers Tom Trybull könnte in den nächsten Tagen passieren.

Schon wieder Unruhe beim Kleeblatt

Das neue Jahr 2016 hat gerade erst begonnen, und schon gerät die Spielvereinigung wieder in die Schlagzeilen: Überraschend hat der Sportdirektor Profifußball Michael Mutzel (Foto) entschieden, sein Amt zum 31. Dezember aus „familiären Gründen“ nicht weiterzuführen. Die Spielvereinigung  – so ist es der Webseite des Vereins zu entnehmen – hat diesem Wunsch entsprochen. Präsident Helmut Hack: „Der Wunsch von Michael Mutzel kam für uns überraschend. Dennoch haben wir Verständnis und respektieren seine Entscheidung.“ Michael Mutzel: „Ich bedanke mich für die spannende und lehrreiche Zeit, in der ich enorm gefördert wurde. Ich wünsche der Spielvereinigung sowohl für die laufende Spielzeit aber auch für die weitere Zukunft nur das Allerbeste.“
Und schon gibt es einen Nachfolger: Ramazan Yildirim übernimmt Mutzels Job. Der 40-Jährige arbeitet bereits seit knapp zwei Jahren für die Spielvereinigung im Bereich Scouting und war für das Kleeblatt schon als Spiele- und Spielerbeobachter tätig. Der frühere Profi (unter anderem: Rot-Weiss Essen, Kickers Offenbach und Eintracht Braunschweig) erhält einen Vertrag bis 30. Juni 2018. Ramazan Yıldırım (1975 in Peine, Deutschland, geboren) ist ehemaliger türkischer Fußballspieler. Er spielte auf der rechten Außenbahn bevorzugt im Mittelfeld.

Wieso es intern beim Kleeblatt immer wieder zur Unruhe kommt, ist für Außenstehende schwer nachzuvollziehen. Ob es am Präsidenten Helmut Hack liegt, dessen Führungsstil manchmal kritisiert wird? Oder ob zwischen anderen Personen in der Führungsriege des Kleeblatts die Chemie nicht stimmt? Sicher ist, dass die Nerven bei den Verantwortlichen, den Spielern und Fans nach dem mäßigen sportlichen Erfolg gerade blank liegen. Vielleicht bietet die Winterpause gute Chancen, wieder Stabilität reinzubekommen.

Kleeblatt-Fanstammtisch am 23. Juni

Fanstammtisch_Maerz_2015Nur einen Tag vor dem ersten Einsatz der Spielvereinigung nach der Sommerpause – dem Freundschaftsspiel gegen Jahn Regensburg in Cadolzburg am 24. Juni um 18 Uhr – findet am kommenden Dienstag, 23. Juni 2015, ein Fan-Stammtisch statt. Der Verein lädt ab 19.03 Uhr in seine Räume am Laubenweg ein. Nachdem beim letzten Stammtisch im März (Foto, damals mit Caoch Mike Büskens) der Unmut einiger Fans deutlich wurde, dass diese Aussprachen zu selten anberaumt werden, sollten jetzt möglichst viele Kleeblattfans die Gelegenheit wahrnehmen zu kommen. Neben Präsident Helmut Hack werden Geschäftsführer Holger Schwiewagner, Direktor Sport Martin Meichelbeck und Direktor Profifußball Michael Mutzel Rede und Antwort stehen und die (hoffentlich) kritischen Fragen beantworten. Schade, dass der neue Trainer Stefan Ruthenbeck nicht mit dabei ist. Ihn würden die Kleeblattanhänger natürlich gerne persönlich erleben.
Bestimmt wird es beim Stammstammtisch heiß hergehen. Helmut Hack wird sich zur Trainerwahl äußern, die Spielereinkäufe kommentieren und eine Erfolgsvorschau für die neue Saison 2015/16 in der Zweiten Liga wagen. Außerdem werden die finanzielle Situation der SpVgg und mögliche Investitionen in neue Spieler ein Thema sein.

Treffpunkt ist die STECHERT VIP Lounge (hinter der Gegengerade des Stadion am Laubenweg; Zugang und Parken über den Parkplatz Tor C). Einlass ist ab 18.30 Uhr. Wer möchte, kann schon vorab seine Fragen und Anregungen per Mail an die SpVgg schicken: fanstammtisch@greuther-fuerth.de.

Wer nach dem Fan-Stammtisch von Fußball noch nicht genug hat, der soll sich ein paar Stunden ausruhen und dann nachts ab 4 Uhr das Achtelfinalspiel bei der Frauen-Fußball-WM in Kanada zwischen Japan und den Niederlanden ansehen.

Trainerentscheidung endlich gefallen: Ruthenbeck kommt

SpVgg Greuther Fürth - VfR AalenDie Nachfolge von Mike Büskens hat sich als Zitterpartie gestaltet, doch jetzt ist die Trainerfrage bei der Spielvereinigung in trockenen Tüchern: Der neue Coach heißt Stefan Ruthenbeck. Der Weg des 43-Jährigen vom VfR Aalen ist freigeworden, weil die Aalener am Donnerstag Peter Vollmann als neuen Trainer präsentierten. Sowohl Ruthenbeck als auch sein bisheriger Co-Trainer Michael Schiele erhalten in Fürth einen Zweijahresvertrag.

Kleeblatt-Präsident Helmut Hack musste sich nach dem „Beinahe-Abstieg“ der SpVgg schon einiges an Kritik gefallen lassen, weil die Trainerentscheidung gar so lange auf sich warten ließ. Die Verhandlungen mit den Verantwortlichen beim Zweitligaabsteiger VfR Aalen waren – so Hack – schwierig. In der Pressemitteilung der SpVgg ist das so zu lesen:

„Ich habe mit Aalens Präsidenten Berndt-Ulrich Scholz in den vergangenen Wochen zahlreiche telefonische Unterredungen geführt. Es war für beide Seiten nicht leicht, eine Lösung zu finden, mit der beide am Ende leben können. Es war ein langer Weg, auf dem viel Geduld und Fingerspitzengefühl notwendig war.“

Der gebürtige Kölner Ruthenbeck übernimmt schon am 22. Juni das Training beim Kleeblatt. Er freue sich auf die Arbeit beim Kleeblatt, sagt Ruthenbeck, der zwei Jahre lang die Zweitligamannschaft des VfR betreut hat, den Abstieg in der abgelaufenen Saison aber nicht verhindern konnte. Er hatte den Trainerjob in Aalen für die Saison 2013/14 übernommen, als Ralph Hasenhüttl zurückgetreten war. Zuvor war er Coach der U23 und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums.

Ich habe mal ein wenig recherchiert: Stefan Ruthenbeck ist verheiratet und hat zwei Kinder. Mit seiner Familie lebt er in Linz am Rhein. Bevor Ruthenbeck mit seinem Wechsel nach Aalen die Trainertätigkeit zum Hauptberuf machte, war er 17 Jahre lang als Chemikant bei einem Chemie-Unternehmen in Königswinter tätig. In seiner Freizeit hört er gerne Heavy Metal.

Als Nachfolger von Mike Büskens wird es Ruthenbeck hier in Fürth erst mal nicht leicht haben. Denn Büskens, der mit dem Kleeblatt den Bundesliga-Aufstieg geschafft hatte, ist für viele Fans nach wie vor der „Coach der Herzen“. Obwohl – und damit hat Büskens einiges von seinem Nimbus eingebüßt: Den Abstieg in die Dritte Liga konnte er nach 12 Spielen, die er nach der Entlassung von Frank Kramer seit Februar geleitet hat, nur mit der Schützenhilfe anderer Vereine verhindern.
Die Weichen beim Kleeblatt werden jetzt neu gestellt, hoffen wir auf eine erfolgreiche Saison 2015/16!

Mike Büskens geht – wer kommt?

RB Leipzig - SpVgg Greuther FürthGanz ehrlich: Ich kann Mike Büskens verstehen. Gestern Abend hat er die Spielvereinigung darüber informiert, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Wie ich finde, eine nachvollziehbare Entscheidung. Er kam am 23. Februar für Trainer Frank Kramer nach Fürth, dem es einfach nicht gelungen war, das Kleeblatt zum Siegen zu bringen. Der „Aufstiegsheld“ von 2012 sollte die Spielvereinigung vor dem drohenden Abstieg in die Dritte Liga bewahren. Das ist am vergangenen Wochenende trotz der 0:2-Niederlage bei RB Leipzig auch gelungen.

Aber reden wir nicht um den heißen Brei herum: Frank Kramer ist ein guter und effektiver Coach (er betreut ab der neuen Saison 2015/16 Fortuna Düsseldorf), und auch Mike Büskens versteht sein Handwerk. Dass sein Team bei 12 Spielen unter seiner Regie nur zwei Siege einfahren konnte – das ist mit Sicherheit nicht die „Schuld“ des Trainers.

Die Krux bei der Spielvereinigung hat zwei Gründe: Präsident Helmut Hack definiert den Verein zum einen als Ausbildungsstätte, d.h. junge Spieler, die hier ausgebildet und aufgebaut werden, werden umgehend verkauft. Mit ihnen kann der Kleeblatt- Trainer nicht rechnen. Und zweitens: Helmut Hack ist stolz auf seine ausgeglichene finanzielle Bilanz. Dass man einfach, um sich in der Zweiten, noch gravierender: Ersten Bundesliga zu behaupten, als Verein tiefer in die Tasche greifen muss, das hört Hack nicht gerne. Seit dem Ausfall von Ilir Azemi und der nicht allzu nachhaltigen Leistung des Fürther Angriffs war spätestens nach der letzten Winterpause klar: Das Kleeblatt brauchte dringend einen guten, draufgängerischen Stürmer, um das zu machen, worauf es unterm Strich ankommt: Tore zu schießen.

Mike Büskens ging das Geeiere in den letzten drei Monaten mit drohendem Abstieg in die Dritte Liga sicher an die Nieren und auf die Nerven. Er hat jetzt seine Konseqenzen gezogen. Vor drei Jahren – als es nach dem Aufstieg in die Bundesliga unsicher war, ob Büskens seinen Vertrag beim Kleeblatt verlängern wird – habe ich in unserem Blog eine Art Brief an seine Frau geschrieben, in dem ich alles für Fürth in die Waagschale geworfen habe. Dieses Mal mache ich das nicht, denn ich kann Büskens verstehen. Freie Trainerstellen gibt es im deutschen Profi-Fußball im Moment ja genug. In einer Presseinformation des Vereins wird Büskens mit folgenden Worten zitiert: „Ich habe von Anfang an gesagt, dass das Engagement auf zwölf Spiele ausgelegt war. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern und Fans für die fantastische Unterstützung in dieser schweren Zeit bedanken und wünsche der Spielvereinigung eine erfolgreiche Saison 2015/2016.“

Wer als Büskens-Nachfolger nach Fürth kommen wird? Favorit für den Posten soll Stefan Ruthenbeck sein, der mit dem VfR Aalen in die Dritte Liga abgestiegen ist. Bestätigen will man die Gerüchte bei der SpVgg nicht, Manager Michael Mutzel erklärte anlässlich des Büskens-Abschieds: „Wir werden nun intensive Gespräche führen und sind zuversichtlich, dass wir zeitnah den Nachfolger vorstellen können.“ Na, dann nur zu!