Geisterspiel gegen HSV ohne Maskottchen Eddy

Bei den Geisterspielen, die ab dem kommenden Wochenende in der Ersten und Zweiten Bundesliga stattfinden werden, muss man leider auf Vereinsmaskottchen verzichten. So bekommt z. B. auch Geißbock Hennes IX. die Corona-Auswirkungen zu spüren. Weil das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga ein Maskottchenverbot vorsieht, muss der Bundesligist 1. FC Köln am Sonntag im Spiel gegen den FSV Mainz 05 erstmals seit 2008 ein Spiel ohne seinen Glücksbringer bestreiten.
Die medizinische Taskforce der DFL hat einen umfangreichen Hygieneplan entworfen. Das Papier regelt enorm viele Details zu Infektionsschutz, Organisation und Abläufen, unter vielem anderen:

  • personalisierte Getränkeflaschen
  • kein gemeinsames Einlaufen
  • kein Maskottchen
  • kein Mannschaftsfoto
  • mehr Kabinen
  • Fieber-Fragebögen für Kameraleute und Techniker
  • einheitliche Raumtemperatur in den Hotels
  • Spieler putzen ihre Schuhe selbst

Das gleiche Schicksal wie Geißbock Hennes ereilt dann natürlich auch das Kleeblatt-Maskottchen Eddy (Fotos: Sportfoto Zink). Der grüne Drache, der sich während der Heimspiele immer am Spielfeldrand aufhält und sich über Tore der Spielvereinigung freut, muss am kommenden Sonntag, 17. Mai,  ab 13.30 Uhr beim Heimspiel gegen den Hamburger SV zu Hause bleiben. Hoffen wir mal, dass das Kleeblatt die ungewöhnliche Partie trotzdem gewinnt.

Geißbock frisst Kleeblatt

Der Geißbock frisst das Kleeblatt mit Haut und Haaren auf – dieses bitterböse Bild drängt sich mir nach der 0:4-Klatsche der Spielvereinigung gegen den 1.FC Köln unwillkürlich auf. Nun habe ich als Tierfreundin eigentlich überhaupt nichts gegen den Hennes (Foto: dpa) – ich habe ihm ja hier sogar schon mal zum Geburtstag gratuliert. Trotzdem: Eine Niederlage in dieser Höhe hätte es nicht sein müssen. Schließlich haben die Fürther ihre Sache in der ersten Halbzeit gar nicht schlecht gemacht. Das 1:0 für den Effzeh in der 17. Spielminute, erzielt ausgerechnet vom Ex-Kleeblatt Dominick Drexler, war erstens Pech und zweitens kein regulärer Treffer, weil ihm gleich zwei Abseits-Pässe vorausgegangen waren. Doch das Schiedsrichter-Gespann schien auf beiden Augen blind zu sein. Umso mehr ist es der Kleeblatt-Elf anzurechnen, dass sie sich nicht ins Bockshorn 😉 jagen ließ. Mund abwischen, weiterkämpfen, lautete die Devise, die während der letzten zehn Minuten in Durchgang eins auch aufging. Fürth erspielte sich die eine oder andere Chance – das ließ für die zweite Halbzeit hoffen. Zumal man ja weiß, dass das Kleeblatt fast immer erst nach dem Wechsel so richtig loslegt. weiter lesen