Mehr Frauen in die Fußballstadien!

Das nenne ich eine gute Fan-Aktion: Weil am kommenden Sonntag mit Bibiana Steinhaus erstmals eine Schiedsrichterin ein Bundesliga-Spiel pfeift, hat sich Hertha BSC etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Satte 50 Prozent Sondernachlass erhalten alle Frauen, die sich eine Eintrittskarte für das Berliner Heimspiel gegen den SV Werder Bremen am Sonntag (Anstoß: 15.30 Uhr) kaufen. Der Verein will mit diesem „Bibiana-Steinhaus-Ticket“ den historischen Moment würdigen: die Premiere, dass eine Frau eine Partie im deutschen Oberhaus leitet. Ein Hintergedanke ist natürlich auch, etwas für die Stadionauslastung zu tun. Den 2:0-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart am ersten Spieltag hatten nur 44.751 Zuschauer im Olympiastadion verfolgt, in der Saison 2016/17 waren im Schnitt 47.384 pro Spiel gekommen.
Mir gefällt diese besondere Ticket-Aktion. Das wäre doch auch eine Anregung für die Spielvereinigung. Seit Jahren sind sehr geringe Zuschauerzahlen im Fürther Ronhof zu beklagen. Nach Angaben des Kicker besuchten in der letzten Spielzeit den Sportpark Ronhof Thomas Sommer insgesamt 160.785 Zuschauer, im Schnitt also 9.457 Gäste. Keines der 17 Heimspiele war ausverkauft. Im Vergleich dazu waren beim FC St. Pauli knapp 500.00 Zuschauer, im Schnitt über 29.000 pro Spiel. Und von 17 Begegnungen in Hamburg waren neun ausverkauft. Mit ihrer mageren Zuschauerbilanz rangiert die SpVgg auf dem drittletzten Platz der Zweiten Liga.

Also: Die Preise für die Dauerkarten in dieser Saison deutlich zu reduzieren, ist eine Möglichkeit, mehr Besucher in den Ronhof zu locken. Ab und zu mal günstigere Tickets für Frauen bei Kleeblatt-Heimspielen anzubieten, wäre eine gute Initiative – und natürlich ganz im Sinne der Greuther-Weiber, die sich in ihrem Blog ja besonders um die weiblichen Aspekte des Fußballs überhaupt und beim Kleeblatt im Speziellen kümmern.

Vielen Dank, Hertha! – Büskens zu St. Pauli?

Es ist immer eine Frage der Perspektive. Spielt das Kleeblatt gegen den Tabellenführer Hertha BSC, dann hofft man als Fan natürlich inständig, dass die Kleeblätter als Sieger den Platz verlassen. Gestern Abend war die Situation nun eine ganz andere. Im Spitzenspiel der zweiten Liga trat die „Alte Dame“ Hertha in Bochum an und gewann mit 2:0. Gott sei Dank. Denn die Bochumer liegen auf Platz drei der Tabelle, die Spielvereinigung nur knapp dahinter. Und da wäre jeder Punkt, den die Bochumer machen, ein weiterer Schritt weg vom Fürther Aufstieg in die Bundesliga. Der Tabellenführer setzte sich bei dem zuvor 15 Spiele lang unbesiegten Klub aus dem Ruhrpott durch – und bescherte so den Kleeblättern einen tollen Abend. Vier Punkte ist der aktuelle Abstand zwischen Bochum und der SpVgg. Und für die Berliner Elf ist es ein großer Schritt in Richtung Bundesliga, denn sie hat jetzt bereits sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Fünf Partien vor Saisonende müssen die Kleeblätter in den nächsten Wochen noch mal alles an Können und Motivation auffahren, was sie so in petto haben. Das beginnt mit dem Spiel am 17. April gegen Paderborn im Fürther Ronhof, weitere Heimspiele sind gegen Bielefeld und Düsseldorf zu bestreiten. Und auswärts hat es das Kleeblatt am Ostersamstag mit 1860 München und am 8. Mai mit Rot-Weiß Oberhausen zu tun. All diese Mannschaften bewegen sich derzeit in der zweiten Tabellenhälfte und sind – aus meiner Sicht – keine unüberwindbaren Gegner. Aber wie sagt der Franzose so treffend: „On verra“.

Seit Stunden kursieren neue Gerüchte in der deutschen Fußball-Szene. Trainer Holger Stanislawski soll den FC St. Pauli verlassen und nach Hoffenheim gehen. Und Bild.de meldet jetzt:  „Fürths Mike Büskens wird sein Nachfolger. So soll, so könnte es aussehen. Büskens: „Ich werde mich zu Gerüchten nicht äußern. Vor drei Wochen war ich bei Schalke, jetzt ist es St. Pauli. Ich habe mit meiner Familie alles besprochen, bin mit ihr im Klaren.“ On verra!

 

 

Ein Wort mit „x“ – das war wohl nix!

Der Abend fing gut an: Mein (ehemaliger) Lieblingstorwart Jens Lehmann fasst sich mit seinen 41 Jahren noch mal ein Herz und wird wieder aktiv. Als Keeper Nummer Zwei bei seinem ehemaligen Verein Arsenal London. Die haben gerade einen Engpass und verpflichten den gutaussehenden Torwart bis zum Saisonende.

Gut ging es dann weiter: Knapp 13.000 Zuschauer in der Trolli ARENA, in dieser Saison der absolute Spitzenwert. Über 1500 Fans aus Berlin. Aber die Kulisse, die die Kleeblattfans boten – dagegen hatten die Gäste aus der Hauptstadt nicht mal den Hauch einer Chance.
Hochachtung vor den Fürther Spielern, die in Anbetracht der furchtbaren Ereignisse in Japan mit einem Trauerflor aufliefen. Das nenne ich Stil, den man gerade beim Fußball oft vermissen muss.

Weniger Stil bewiesen dann die Spieler des Tabellenführers. Da wurden die Kleeblätter ohne Rücksicht auf Verluste gefoult, es gab einige grobe Aktionen der Berliner, die auch Mike Büskens sauer werden ließen. Gott sei Dank wurden die primär taktischen Fouls – wie auf dem Foto bei Nikita Rukavytsya – mit Gelben Karten geahndet.

Das Tor von Hertha in der 40. Minute durch Ramos war kaum zu halten. Keeper Alex Walke wirkte nervös, und das 0:1 war dann auch der Anfang vom Ende. Das 0:2 kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit durch Niemeyer machte die Partie für die Spielvereinigung zu etwas, über das man schnell wieder Gras wachsen lassen sollte.

Aktuell steht das Fürther Team jetzt auf Tabellenplatz 5, der nächste Gegner ist am Sonntag, 20. März, um 13.30 Uhr Erzgebirge Aue, die im Moment einen Punkt und einen Rang vor den Kleeblättern rangieren. Jetzt heißt es für die SpVgg so allmählich: Konzentration und Power, sonst geht die Saison 2010/11 so zu Ende wie die letzten auch. Und das wär‘ ja wohl nix!

 

Volles Haus beim heutigen Spitzenspiel im Ronhof?

Ganz Fürth ist gespannt auf die heutige Begegnung im Ronhof: Ab 20.15 Uhr empfängt das Kleeblatt in der Trolli ARENA den (favorisierten?) Tabellenführer Hertha BSC Berlin. Plätze im Stadion sind schon seit Freitag Mangelware: Die Gegentribüne ist restlos ausverkauft. Und auch die Hauptbühne wird vermutlich vollständig besetzt sein. Zudem wird die Südkurve der Trolli ARENA mit Hertha-Fans gut ausgelastet sein. Bei der SpVgg erwartet man etwa 1300 Berliner Fans. Das Spitzenspiel sorgt für die bisher beste Zuschauer-Kulisse in der laufenden Saison. Die SpVgg Greuther Fürth rechnet am Montag mit ungefähr 11 000 Besuchern. Die Stadionkassen im Laubenweg öffnen um 17 Uhr.
Das klingt doch super. Immer wieder wird – nicht nur von den „Greuther-Weibern“  – die oft mickrige Zuschauerkulisse bei Kleeblatt-Heimspielen kritisiert. Und das Argument, dass für eine „kleine“ Großstadt (Fürth zählt gut 110 000 Einwohner) eine Zuschauerzahl von 6000 oder 7000 doch relativ viel sei, hat mich noch nie überzeugt.
Aufgrund des erhöhten Zuschaueraufkommens empfiehlt die SpVgg die frühzeitige Anreise und weist darauf hin, dass die Eintrittskarten – wie immer – als Fahrschein für den öffentlichen Nahverkehr im gesamten Verbundgebiet des VGN gültig sind. Es wäre also angeraten, zum Spitzenspiel mit den „Öffentlichen“ zu kommen.

Mal sehen, ob ich morgen bei meinem nächsten Blogbeitrag was Positives kommentieren kann!?! Zum Beispiel den Sieg der Kleeblätter über die alte Dame aus der Hauptstadt?

Gehen oder Nicht-Gehen – das ist hier die Frage

Ein „Greuther-Weib“ geht mit offenen Augen durchs Leben und ist permanent auf der Suche nach interessanten Themen. Gestern früh wollte ich mich daran machen, einen Blogbeitrag zu schreiben, der in die Kategorie „Spekulationen und Horrorvisionen“ gefallen wäre. Ich habe das Thema dann verworfen, es erschien mir doch zu unseriös.

Aber als ich heute Morgen meine „Nürnberger Zeitung“ aufschlug, dachte ich, ich sehe nicht richtig: Meine Vision war zur (bitteren) Realität geworden. „Gerüchte interessieren Büskens nicht“ lautet die Headline, „Trainer bei Schalke?“ die Dachzeile. Zu den Trainermeldungen über Louis van Gaal, Armin Veh – der beim Hamburger SV die Segel streichen wird -, Jogi Löw oder Jupp Heynkes als mögliche Nachfolger bei den Bayern und dem Schleuderstuhl, auf dem Felix Magath seit gestern sitzt, kommt jetzt noch die für Kleeblatt-Fans unerfreuliche Meldung, dass Trainer Mike Büskens vielleicht der künftige Coach auf Schalke werden könnte.

Wer mehr dazu wissen möchte, kann hier den Artikel in der „NZ“ dazu lesen. Fazit: Büskens weist alles weit von sich. Und: Er richtet seine volle Konzentration auf die Spitzenbegegnung im Ronhof am Montag, 14. März, gegen Tabellenführer Hertha BSC Berlin. Wenn die Kleeblätter hier einen Sieg herausholen sollten, rückt ein möglicher Aufstieg in die 1. Bundesliga immer näher. Und das wäre in jeder Hinsicht gut, denn vielleicht findet (der auf dem Foto grübelnde) Mike Büskens es doch reizvoller, den Aufsteiger aus Fürth zu trainieren als einen Traditionsverein aus Gelsenkirchen?

Das Kleeblatt auf dem Weg nach oben

Das Kleeblatt auf Tabellenplatz drei – endlich mal (wieder) Aufstiegsluft schnuppern! Das ist eine mehr als optimistische Ausgangslage für ein gelungenes Fan-Wochenende. Der 2:0-Sieg gegen den VfL Osnabrück war mal wieder Balsam auf die Fürther Seele. Und auch wenn Erzgebirge Aue heute gegen Union Berlin gewinnen sollte – aufgrund des besseren Torverhältnisses bleibt die Spielvereinigung auf dem dritten Rang.

Sollte man sich jetzt schon – neun Spiele vor Saisonende – ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigen, dass die Kleeblätter in die erste Bundesliga aufsteigen? Freunde und Bekannte, die nicht in Fürth leben, aber durchaus freundschaftliche Gefühle für den Verein hegen, amüsieren sich jedes Jahr aufs Neue über diese Spekulationen, die ja nicht nur die „Greuther-Weiber“ äußern. Denn der Verein hat es – trotz guter Ergebnisse während der Saison – bislang nie geschafft, den Aufstieg aus der zweiten Bundesliga in die erste perfekt zu machen. Voraussetzung für einen Aufstieg sind allerdings stabile Ergebnisse – und das fängt mit der nächsten Begegnung am 14. März im Ronhof an. Da kommt der Tabellenführer Herta BSC Berlin nach Franken, und das Spitzenspiel wird auf jeden Fall eine echte Herausforderung. Hier sind dann die Fans aufgerufen, zahlreich in der Trolli ARENA zu erscheinen und lautstark ihren Verein zu unterstützen.
Für die nächsten beiden Heimspiele  – gegen Berlin und Duisburg – wird ein Zuschlag von einem Euro auf alle Tageskarten erhoben. Dabei geht es um den guten Zweck: Die Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder. Der Erlös der Aktion geht an die „Der Beck Kinderfonds Stiftung“. Seit dieser Woche werden die Käufer von Brötchen und Backwaren in den regionalen Beck-Filialen auf die Aktion aufmerksam gemacht. Eine Million Verkaufs-Tüten wurden mit dem Motto „Verantwortung tragen!“ und den Informationen zur Spenden-Aktion bedruckt.

Wer helfen möchte, sollte sich bald im Vorverkauf Eintrittskarten für die nächsten Heimspiele der SpVgg sichern. Tickets gibt’s in den Kleeblatt-Fan-Shops im „Greuther Teeladen“ in der Trolli ARENA und bei Franken Ticket, Kohlenmarkt 4, sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Berliner Spitzenduell:Kleeblätter versus Hertha

Heute Abend heißt es Daumen drücken, oder wie der Engländer sagen würde: to keep one’s fingers crossed: Die Kleeblätter treten um 18 Uhr in Berlin an im Spitzenspiel gegen Tabellenführer und Bundesliga-Absteiger Hertha BSC. Kein leichtes Unterfangen, denn die Stimmung im Olympia-Stadion wird sicher zum Kochen sein, und die Zuschauer werden überwiegend auf Seiten der Berliner stehen. Die Zahl der Fürther Fans, die an die Spree fahren, wird leider nicht allzu hoch sein. Sei’s drum!

mikeHertha wird von Markus Babbel trainiert und liegt mit 20 Punkten lediglich einen Punkt vor der Spielvereinigung. Kleeblatt-Trainer Mike Büskens freut sich schon auf die Partie, die voraussichtlich vor mehr als 40.000 Zuschauern ausgetragen wird. Er sieht das Spiel – vor allem in bezug auf die finanziellen Möglichkeiten der Berliner – so:

Hertha ist eine Mannschaft, die mit der zweiten Liga eigentlich wenig am Hut hat, die Spieler im Kader verfügen über eine sehr gute individuelle Klasse.

Trotzdem ist er der Meinung, dass seine Mannschaft selbstbewusst beim Spitzenreiter auftreten kann:

Die Punkte haben wir uns mit sechs Siegen und einem Unentschieden geholt. Und in den letzten Begegnungen keine Gegentore kassiert.

Denn wie die Fürther haben auch die Berliner bisher nur fünf Treffer hinnehmen müssen. Personell sieht’s nach wie vor allerdings nicht allzu rosig aus: Mike Büskens muss weiterhin auf Christopher Nöthe, Tayfun Pektürk und Stefan Vogler verzichten.