Ex-Kleeblatt Hefele steigt in Englands Premier League auf

Welcher Kleeblattfan erinnert sich noch an den Namen Michael Hefele? Bestimmt nicht viele. Der deutsche Abwehrspieler, der in der einzigen Bundesligasaison der Spielvereinigung in deren Kader war, hat es jetzt zu besonderen Ehren gebracht: In seiner ersten Saison in der Football League Championship (vergleichbar mit der Zweiten Liga in Deutschland) stieg Hefele jetzt mit seinem Verein Huddersfield Town als Sieger des Championship-Playoff-Finales gegen den FC Reading nach Elfmeterschießen in die Englische Premier League auf.

Hefele ist 1990 im oberbayrischen Pfaffenhofen an der Ilm geboren und begann seine aktive Karriere als Fußballspieler beim ST Scheyern. Nach Stationen beim FC Ingolstadt, dem FC Augsburg und der SpVgg Unterhaching verpflichtete die SpVgg Michael Hefele im Juni 2012. Er wechselte damals ablösefrei zum Kleeblatt und erhielt einen Einjahresvertrag mit weiteren Optionsrechten für die SpVgg. Am 15. Dezember 2012 – dem 17. Spieltag – feierte er beim 1:1 im Heimspiel gegen den FC Augsburg mit Einwechslung für Christopher Nöthe in der 78. Minute sein Debüt in der Bundesliga.
Am 15. Januar 2014 wechselte der Verteidiger zum Drittligisten Wacker Burghausen, die Mannschaft stieg am Saisonende ab. Zur Saison 2014/15 kehrte Hefele nicht nach Fürth zurück und ging zu Dynamo Dresden. Er unterschrieb beim Zweitligaabsteiger einen Zweijahresvertrag und war in der Saison 2015/16 Mannschaftskapitän. Als Drittligameister stieg Dynamo in die 2. Bundesliga auf.

Michael Hefele verließ zum Saisonende 2016 Dynamo und wechselte ablösefrei zum englischen Zweitligisten Huddersfield Town. Der englische Fußballverein aus der Grafschaft Yorkshire wurde 1908 gegründet und verfügt derzeit über einen Mini-Etat von 16 Millionen Euro. Das Endspiel im Championship-Playoff-Finale gewannen die Fußball-Underdogs im Londoner Wembley-Stadion im Elfmeterschießen mit 4:3 gegen den FC Reading und steigen damit zur Überraschung vieler Experten in die Premier League auf. Der Verein spielte zuletzt vor 45 Jahren in der englischen Ersten Liga. Die Rückkehr wird dem Club schätzungsweise bis zu 200 Millionen Pfund einbringen.
Übrigens haben fünf Spieler aus dem aktuellen Kader deutsche Wurzeln: Neben Michael Hefele und Christopher Schindler (1860 München) sind außerdem der Deutsch-Kongolese Elias Kachunga (FC Ingolstadt), der frühere Kaiserslautern-Spieler Chris Löwe und der im Winter von Union Berlin gekommene Collin Quaner im Team. Und trainiert werden die „Terrier“ vom deutschen Coach David Wagner.