Coraggio, Squadra Azzurra!

Wer mich kennt und mein Blog aufmerksam verfolgt, der weiss, dass von allen Spielern einer Fußball-Mannschaft mein Herz meistens für den Torkeeper schlägt. Sie sind ja oft die Schlüsselfigur im Spiel und müssen nicht nur sportlich was drauf haben, sondern sind auch oft echte „Typen“. (Übrigens ist auch der Torhüter von der SpVgg, Max Grün, auf dem besten Weg so ein Typ zu werden!)

Ich erinnere zum Beispiel an Petar Radencovic, der in den 60er Jahren nicht nur den Kasten von 1860 München sauber halten sollte, sondern auch versuchte, als Sänger Karriere zu machen. Wer ihn nicht kennt, der kann das Fürther Rundfunkmuseum besuchen und dort auf einer der wunderschönen Wurlitzer Juke-Boxen sein berühmtes Lied hören:YouTube Preview Image

Weitere Tormänner, die mir unvergesslich bleiben, sind natürlich auch Andreas Köpke oder der glatzköpfige Fabien Barthez, der von 1994 bis 2006 im Tor der „Equipe Tricolore“ stand. Oder die bayerische Legende Sepp Maier. Mitgefiebert haben wir doch alle vor vier Jahren während der letzten WM beim internen Zweikampf zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann. Ob unser neuer Nationalkeeper, der witzigerweise auch noch so heißt, sich in Südafrika bewähren wird, gut, da sprechen wir uns in einigen Tagen oder Wochen wieder.

Aber auch Italien hatte Torwart-Legenden, wie z.B. Dino Zoff. Ein berühmter Keeper der Neuzeit wird allerdings vermutlich nicht nur im heutigen Spiel Italiens gegen Neuseeland auf der Ersatzbank sitzen: Gianluigi Buffon. Der 32jährige, der in seiner Karriere vier Mal zum Welttorhüter des Jahres gekürt wurde, hat im Vorrundenspiel gegen Paraquay einen Bandscheibenvorfall erlitten und musste seinen Platz für Federico Marchetti räumen. Schade, ungeachtet dessen, wer der bessere Torwart ist, bei Buffon stimmt – wie Greuther-Weiber Kollegin „uwo“ lobend hervorheben würde – auf jeden Fall „die Optik“. YouTube Preview Image

Die Squadra Azzurra ist hoffentlich nicht allzu demoralisiert, wenn sie heute auf Buffon verzichten müssen. Meinem Faible für die italienische Nationalmannschaft hat ihr bislang schwacher Auftritt keinen Abbruch getan. Ich werde heute Nachmittag wie viele Fans rufen: „Coraggio, Azzurri – Nur Mut!“

Mein Fürther Herz schlägt für ManU!

Die Wiege des europäischen Fußballs liegt zweifelsohne in England. Und ich kann mich für britischen Fußball begeistern. Dabei erinnere ich mich an das Endspiel in der Champions League im Mai 2006, als Arsenal London gegen FC Barcelona auflief. PentreIch verbrachte gerade meinen Urlaub in der Grafschaft Ceredigion und fieberte den ganzen Tag dem Abend entgegen, um das Spiel im nahegelegenen Pub „The Pentre Arms“ am Hafen eines kleinen walisischen Fischerortes zu sehen. Ich bestellte mein Guinness und fand einen guten Platz, um den überdimensionalen Bildschirm optimal im Blick zu haben. Mein (damaliger!) Lieblings-Torkeeper Jens Lehmann stand im Tor von Arsenal. Bei jeder guten Parade von ihm blickte ich stolz in die rein britische Fußballgemeinde um mich herum. „Seht mal, dieser Spitzen-Torwart kommt aus dem gleichen Land wie ich“, hätte ich am liebsten jedem erzählt. Doch meine Begeisterung bekam bald einen bösen Dämpfer: In der 18. Minute wurde der deutsche Nationaltorwart Lehmann nach einer Notbremse gegen Eto’o vom Platz gestellt. Aus der Traum! Barca gewann das Spiel dann übrigens mit 2:1.
Auch am Mittwoch, 7. April, ab 20.45 Uhr wird mein Herz wieder für einen englischen Verein schlagen. MANUManchester United spielt zu Hause gegen Bayern München – das Champions-League-Viertelfinale zieht alle in seinen Bann. Nach dem dramatischen 2:1-Erfolg im Hinspiel in München darf der deutsche Rekordmeister vom ersten Halbfinaleinzug seit dem Titelgewinn 2001 träumen. Sogar ein Unentschieden würde den Bayern reichen, um das Halbfinale zu erreichen.

Ich bin als treuer Fürther Fan nicht nur wegen meiner Vorliebe für englische Mannschaften für einen (hohen) Sieg von ManU. Denn wir Fürther haben mit dem deutschen Superverein noch eine Rechnung offen. Nur mit Wut im Bauch erinnere ich mich an das DFB-Pokalspiel zwischen den Bayern und der SpVgg Greuther Fürth im Februar in der Allianz-Arena. Da ging so manches nicht mit rechten Dingen zu, nach einer tollen ersten Halbzeit gingen die Kleeblätter noch unter und verloren dann mit 2:6. Und über die Vorkommnisse vor dem Stadion möchte ich hier und jetzt keine weiteren Worte verlieren.
Bei Manchester ist Wayne Rooney angeschlagen – aber er soll vermutlich am Mittwoch zumindest auf der Ersatzbank sitzen. Ob Robben und van Buyten bei den Münchnern mit von der Partei sein werden, wird sich auch noch zeigen. Ich drücke Manchester morgen beide Daumen. Und hoffe, dass die Bayern wie die begossenen Pudel den Heimweg nach München antreten müssen. Ihr auch ?

Jens Lehmann demontiert sich selbst

Aufmerksamen Lesern des Greuther-Weiber-Blogs blieb es sicher nicht verborgen, dass ich ein Faible für den Stuttgarter Torhüter Jens Lehmann habe. Sein Auftritt bei der Saison-Eröffnung im Fürther Playmobil-Stadion im Juli war zwar nicht spektakulär, aber ich konnte den ehemaligen Nationalkeeper endlich mal aus nächster Nähe sehen.

Meine Begeisterung für ihn erhielt dann in den nächsten Monaten schon einen ersten Dämpfer. In den vergangenen Wochen hat es Lehmann mit seinem Verhalten nun geschafft, dass meine Sympathie für ihn kontinuierlich abnimmt.  Im Sternzeichen Skorpion geboren, steht es ihm zu, ab und zu wild und spontan zu sein,vielleicht auch impulsiv und aufbrausend. Das lebte uns Lehmann ja auch immer wieder vor. Derzeit kultiviert er aber sein Image als Enfant Terrible und benimmt sich total daneben. Damit eckte er bei der Vereinsfühung des VfB Stuttgart an und soll einen erklecklichen Geldbetrag (immerhin 40 000 Euro) für sein lockeres Mundwerk berappen.

Am Wochenende beim Spiel gegen Mainz 05 hat der Fall Lehmann für mich allerdings noch mal ganz andere Dimensionen angenommen. Zunächst war Lehmann vom Spieler Aristide Bancé mehr als unfair attackiert worden. Das wurde vom Schiedsrichter unverständlicherweise nicht geahndet. Ausgerastet ist Lehmann dann kurz vor Spielende. Er trat dem vorherigen Übeltäter auf den Fuß und rempelte ihn mehr als unsanft um. Daraufhin wurde Lehmann mit einer Roten Karte bestraft, und nach dem Straf-Elfer ging das Spiel für die Stuttgarter nur mehr unentschieden aus. Später gab es dann ein noch einen Zwischenfall mit einem Fan vor dem Stadiontor.

Wer Lust hat, Jens Lehmann mal so richtig in Aktion zu erleben, der sollte sich den Videoclip in voller Länge zu Gemüte führen. Er zeigt, dass mit dem aufbrausenden Bundesligaspieler derzeit wirklich nicht gut Kirschen essen ist. Ich frage mich, ob er es sogar darauf anlegt, beim VfB zu fliegen? Und warum muss jemand, der ja wirklich Superleistungen bei der WM 2006 gebracht hat, sich selbst auf diese Art demontieren?
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Kein Grund zur Panik!

Eigentlich wollte ich heute – um mal das Klischee „Frauen und Fußball“ zu bedienen – über den „sexiest man“ im Playmobil-Stadion beim Testspiel der Spielvereinigung Greuther Fürth gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Samstag schreiben. Das war für mich – obwohl bei der Mannschaftsvorstellung der Fürther nach dem Spiel viele attraktive Männer zu sehen waren – eindeutig Jens Lehmann. Doch bevor ich hier weiter ins Detail gehe, schreit ein schrecklicher Verdacht in einem Kommentar auf einen unserer Blogbeiträge nach einer Reaktion.

Im seinem Kommentar zum Beitrag „Ein Name ist nur Schall und Rauch“ hat ein „PP“ einen Link zum „Gleeblatt-Blog“ eingefügt, in dem eben derselbe PP mutmaßt, dass es sich bei den Greuther-Weibern um eine „Konspiration“ handle, „ein Nürnberger Fürth-Blog muss wohl einen komischen Namen tragen den man durch den Kakao ziehen kann.“ Dass Du Dich selbst als „notorisch paranoiden, chronisch bornierten Fürther“ bezeichnest, zeugt von Humor und einem gesunden Selbstbewusstsein.

Mein lieber PP, wir geben Entwarnung! Zwar sind die Greuther-Weiber ein Blog der „Nürnberger Zeitung“. Aber wenn Du mal unter „Autorinnen“ nachliest, wirst Du schnell feststellen, dass wir dem Fürther Verein nichts Böses wollen.  Also: kein Grund zur Panik!