Schiedsrichterin geht wieder leer aus

SpVgg Greuther Fürth - MSV DuisburgÜber die Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus haben wir im Greuther-Weiber-Blog schon mehrfach geschrieben. Zuletzt als sie bei der Frauen-Weltmeisterschaft 2015 eingesetzt wurde. Und ich erinnere an die kleine delikate Auseinandersetzung mit dem damaligen Bayern-München-Coach Pep Guardiola. Bibiana Steinhaus ist auch den Besuchern des Fürther Stadions keine Unbekannte – wie unser Foto vom Februar 2016 beweist.

Jetzt wurde vom Deutschen Fußball-Bund entschieden, dass Frau Steinhaus trotz guter Leistungen auch in Zukunft nicht in der 1. Fußball-Bundesliga der Männer pfeifen darf. Seit 2007 wird die 37 Jahre alte Polizistin aus Hannover als Schiedsrichterin in der 2. Liga eingesetzt, in der Bundesliga nur als Vierte Offizielle.
Einige Fans sehen in der Nicht-Berücksichtigung der einzigen Schiedsrichterin im Profifußball eine Benachteiligung. Bibiana wurde 2013 und 2015 als weltbeste Schiedsrichterin ausgezeichnet. Laut DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann liegt die Entscheidung gegen Steinhaus an den Leistungen in den vergangenen Spielzeiten. „Es steigen die auf, die über mehrere Spielzeiten auf konstant hohem Niveau gepfiffen haben. Das war bei Bibiana bislang eben nicht der Fall. In den beiden vorherigen Spielzeiten zählte sie zu den am schlechtesten bewerteten Schiedsrichtern der 2. Liga. Eigentlich war sie dem Abstieg nahe“, sagte er. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte, rücken statt Steinhaus zur Saison 2016/17 vier andere Schiedsrichter auf: Frank Willenborg, Robert Kampka, Harm Osmers und Benjamin Cortus.

Schade, ich hätte es Bibiana Steinhaus gegönnt, wenn sie in diese Männerdomäne aufgestiegen wäre. Uns hier in Fürth bleibt sie auf jeden Fall erhalten. Denn ebenso wie Frau Steinhaus spielt auch die Spielvereinigung in der nächsten Saison nur in der Zweiten Liga.

Pep Guardiola versucht es – Bibiana Steinhaus reagiert

Steinhaus_GuardiolaÜber die nicht nur attraktive, sondern vor allem kompetente Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus habe ich im Greuther-Weiber-Blog schon öfter geschrieben. Sie hat schon einige Begegnungen zwischen der Spielvereinigung und anderen Zweitliga-Maannschaften hier in Fürth geleitet. Am vergangenen Wochenende war sie Schiedsrichter-Assistentin in der Bundesliga und machte (beinahe) hautnahe Bekanntschaft mit Star-Trainer Pep Guardiola.
Das Spiel zwischen Bayern München und Borusssia Mönchengladbach stand bis kurz vor Schluss 0:0. So etwas lässt einem erfolgsgewohnten Münchner Coach natürlich keine Ruhe. Als Borussia-Profi Granit Xhaka verletzt auf dem Platz liegt, fürchtet Guardiola, dass seiner Mannschaft die Zeit für das erhoffte Tor davonläuft. Also macht er sich auf den Weg zur Schiedsrichter-Assistentin Bibiana Steinhaus, die vom Spielfeldrand aus das Geschehen beobachtet. Der Bayern-Trainer fordert von ihr eine längere Nachspielzeit und versucht dabei, seinen Arm vertraulich um die Schulter von Frau Steinhaus zu legen. Die Schiedsrichterin greift den Arm und zieht ihn weg. Doch Guardiola gibt keine Ruhe. Ein zweites Mal geht der Katalane wenige Sekunden später wieder zu Bibiana Steinhaus. Diesmal fasst er ihr an die Hüfte. Wieder wird diskutiert. Dann aber schütteln sich die beiden noch die Hände. (Unser Foto links ist eine Montage aus früheren Spielen).
Es ist einfach ein Fakt, dass es eine gewisse Distanz zwischen Schiedsrichtern, Spielern und Trainern geben muss. Vor allem der physische Abstand muss gewahrt bleiben. Bibiana Steinhaus hat souverän und angemessen reagiert. Übrigens: Es fiel kein Tor mehr – die Partie endete 0:0.
Im Internet habe ich auf  „Metronews“ diesen kurzen Clip über die heiß diskutierte Szene gefunden, den ich Euch nicht vorenthalten möchte: https://vine.co/v/OhLVjZYVIv2

Attraktiver Neuzugang beim Kleeblatt

So richtig langweilig wird es uns bis zum Start in die neue Zweitligasaison (21. Juli, 13.30 Uhr im Ronhof) nicht. Man geht in den Biergarten (kalt!), sieht sich den Confederations Cup im Fernsehen an oder wundert sich über die rasch voranschreitenden Abrissarbeiten in der Fürther Innenstadt. Man kann sich auch an den Siegen des Kleeblatt-Teams bei unbedeutenden Vereinen wie dem 1. FC Schweinfurt (4:1), Eintracht Bamberg (4:3 – uups, Glück gehabt) und dem ASV Zirndorf (8:0) erfreuen.
Eine positive Meldung aus Greuther-Weiber-Sicht (wobei der Schwerpunkt dieses Mal auf dem zweiten Bestandteil des Wortes liegt) ist der Zugang des 31-jährigen Slowenen Goran Sukalo. Er ist seit wenigen Tagen bei der Spielvereinigung und hat sich gestern beim 8:0-Erfolg gleich mit zwei Toren hervorragend eingeführt. Sukalo hat in seiner Laufbahn mehr als 250 Profispiele absolviert und war zuletzt bei MSV Duisburg. Er wird in Fürth die Rückennummer 16 tragen.
Dem vielfachen slowenischen Nationalspieler lagen – so der Website der SpVgg zu entnehmen – „auch zahlreiche Angebote anderer Vereine vor, im Ausland hätte Goran Sukalo nach eigenen Aussagen auch mehr Geld verdienen können“. Aber das große Interesse der Spielvereinigung, das Konzept des Vereins und die guten Gespräche mit den Verantwortlichen hätten ihn schnell überzeugt.
Ich finde, Goran Sukalo ist – insbesondere, was die Optik anbelangt – ein echter Gewinn fürs Kleeblatt. Ob er auch so gut Fußball spielt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Und was dem FC Bayern sein Pep Guardiola, das ist der Spielvereinigung ihr Goran Sukalo: ein gutaussehender Mann auf dem Platz.

Dieser „Pep“ hat wirklich Pep!

Ein Greuther-Weib schreibt nicht nur leidenschaftlich gerne über das Auf und Ab bei der Spielvereinigung. Nein, ein Greuther-Weib ist in erster Linie auch Frau und aufgeschlossen gegenüber ästhetischen Genüssen. Deshalb habe ich gestern mit großem Interesse die Verpflichtung von Josep „Pep“ Guardiola i Sala als neuen Trainer des FC Bayern München registriert. Ab dem 1. Juli 2013 wird dieser optische Leckerbissen als Nachfolger von Coach Jupp Heynckes den erfolgreichsten deutschen Bundesligaverein trainieren. Zur Zeit – und das imponiert mir – verbringt er ein Sabbatjahr in seinem hippen Upper West Side-Appartement in New York – wer würde das nicht auch mal gerne machen? Guardiola wurde von vielen französischen, englischen und italienischen Spitzenvereinen hofiert, man wollte ihn mit bis zu 20 Millonen Euro Jahresgage locken. Aber er hat sich – wie zu hören war – aus „romantischen Gründen“ für das Engagement in Deutschland entschieden. Mal sehen, ob er, der den FC Barcelona in vier Jahren zu 14 Titeln und Erfolgen führte, auch mit den Bayern und ihrer „mia san mia“-Philosophie klar kommt.

Ich finde, dieser Mann, der morgen 42 Jahre alt wird, ist eine echte Augenweide. Er kleidet sich stylisch und legt auch sonst viel Wert auf sein Äußeres. Übrigens hat er nach der Schule kurze Zeit Jura studiert. Und: Pep Guardiola ist großer Fan der englischen Pop-Rock-Band Coldplay.
Ich freue mich schon darauf, wenn Pep dann in der nächsten Bundesliga-Saison hier im Stadion im Ronhof auf der Trainerbank sitzt und uns Frauen – neben einem spannenden Spiel – auch etwas fürs Auge geboten wird!