Henry im Stadion, aber trotzdem verloren!

Ausverkauft war die Tolli ARENA wieder – wahrscheinlich wollten die 18 000 Zuschauer mal einen ehemaligen amerikansichen Außenminister live erleben. Henry Kissinger hatte sein Versprechen wahr gemacht und sah sich die zweite Bundesliga-Partie seines Heimatvereins gegen den FC Schalke 04 an.

Die erste Halbzeit begann nicht gerade spektakulär, und auch das Fürther Publikum brauchte ein bisschen, bis es auf Touren kam. Kleeblatt-Fans kommen eben manchmal langsam, aber gewaltig. Sportlich hatten die Schalker in der ersten Halbzeit die besseren Chancen. Aber das Kleeblatt agierte auf Augenhöhe und hatte ganz gute Möglichkeiten, die es leider nicht verwerten konnte. Der Schuss vor den Fürther Bug – genauer gesagt ins Tor – gelang den Königsblauen kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit durch Julian Draxler. Keeper Max Grün hatte praktisch keine Abwehrchance. Das Kleeblatt war erst mal geschockt, aber alles blieb soweit noch im grünen Bereich.
Dann: Ex-Schalker Gerald Asamoah wird in Minute 77 von Coach Mike Büskens eingewechselt. So mancher Fan im Stadion fragte sich, ob der Wunsch von Asa in Erfüllung gehen könnte: zehn Minuten vor Spielende eingewechselt zu werden und dann kurz vor dem Abpfiff sein Tor zu machen.

Aber so sollte es nicht kommen. Der Spielvereinigung lief zusehends die Zeit davon. In der 85. Minute kam Baretta für den Torschützen Draxler. Und ausgerechnet der gab dann mit einem Linksschuss die Vorlage für das zweite Tor der Königsblauen: U21-Natonalspieler Lewis Holtby ließ sich nicht lange bitten und nahm den Kleeblättern jede Hoffnung, das Spiel zumindest noch mit einem Punkt abzuschließen.

Schade, Henry Kissinger fieberte mit seiner Spielvereinigung mit. Die Fans zeigten sich (mal wieder) von ihrer besten Seite. Aber der hochkarätige FC Schalke 04, das war eben der Favorit. Und dem wurde er – trotz Schwächelns in der ersten Halbzeit – dann auch gerecht.