Kleeblatt-Stand am Fürther Grafflmarkt

Heute und morgen ist Grafflmarkt in der Fürther Altstadt. Die Spielvereinigung hat sich dafür eine Aktion ausgedacht, die ich Ihnen/Euch nicht vorenthalten möchte:
An einem eigenen Stand ist der Verein – genauer gesagt: die Ronhof Racker – vertreten. Dort gibt es Spielsachen, Kleidung und andere Kleinigkeiten zu kaufen. Und einige Kleeblatt-Profis haben original getragene (!!!) und von ihnen unterschriebene Fußballschuhe, Shirts oder Handschuhe zur Verfügung gestellt. Der Stand ist kinderleicht zu finden: Er befindet sich ca. 30 Meter vor dem Eingang zum Kinder-Grafflmarkt am Kirchplatz auf der rechten Seite (Hausnummer 48) – wenn man durch die Gustavstraße läuft, kann man ihn also gar nicht verfehlen.

Den kompletten Erlös des Verkaufsstandes auf dem Grafflmarkt spendet die SpVgg Greuther Fürth nach Kamerun. Wieso? Es geht um ein Video, in dem kleine Kleeblattfans aus Kamerun vor einigen Wochen ihre Begeisterung für den Verein mit einem Lied deutlich gemacht haben. Witzig, wenn man hier die Hymne hört: „Und dann gemmer mit Gesang, tätärä, auf der Färdder Straß entlang, tätärä.“ Das ist beim Kleeblatt so gut angekommen, dass man jetzt den Fans aus Afrika etwas Gutes tun und den gesamten Erlös nach Kamerun schicken will.
Also: Heute von 16 Uhr bis 22 Uhr und morgen von 7 Uhr bis 16 Uhr ist der Fürther Grafflmarkt geöffnet!
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Schicksal eines Kleeblatt-Stürmers

Der Profi-Fußball ist ein harter Sport – in jeder Beziehung. Die gutbezahlten Spieler müssen nicht nur die Knochen für ihre Vereine hinhalten (aktuelle Beispiele: Michael Ballack, Raphael Schäfer und Bastian Schweinsteiger), nein, sich auf dem hart umkämpften Transfermarkt zu verkaufen, ist auch nicht immer einfach. Schicksale von Spielern, die sich durch gute Leistung und faires Verhalten auszeichnen und dann nach erfolgreicher Zeit im Profisport nichts mehr verloren haben, gibt es zahllose.

KioyoEin Beispiel für ein echtes Fußballer-Schicksal kam uns jetzt durch einen Kollegen-Tipp auf den Desktop: Francis Kioyo ist vielen Kleeblatt-Fans noch als Mitglied der Spielvereinigung ein Begriff. Der deutsche Spieler mit kamerunischen Wurzeln gehörte von 2000 bis 2002 dem Fürther Kader an. Er absolvierte 55 Spiele und schoss 10 Tore. Nach Zwischenstationen in Köln, bei 1860 München und Rot-Weiss Essen war Kioyo von 2005 bis 2008 im Team von Energie Cottbus, bevor er zum israelischen Erstligisten Maccabi Netanya wechselte. Nach Gastspielen in Augsburg (unser Foto zeigt den Stürmer in der Partie SpVgg gegen FC Augsburg im Jahr 2008) und beim Schweizer Club aus Aarau ist Francis Kioyo seit April dieses Jahres jetzt vereinslos. Um den Anschluss nicht vollkommen zu verlieren, trainiert er bei dem Brandenburgischen Oberligisten Germania Schöneiche mit. Außerdem versucht er, sich mit einem Privattrainer fit zu halten.

In seinem Heimatland hat Kioyo inzwischen auch keine Möglichkeit mehr, in der Nationalmannschaft eingesetzt zu werden: Durch den Verlust der kamerunischen Staatsbürgerschaft ist er nicht mehr für Länderspiele spielberechtigt. Da Kioyo über mehrere Jahre im deutschen Profifußball aktiv war, nannten ihn seine Kollegen in der Nationalmannschaft Kameruns übrigens – in Anlehnung an die „Deutsche Eiche“ – oft „Holzmann“.  Seit November 2007 besitzt Kioyo die deutsche Staatsbürgerschaft und verlor damit gleichzeitig die kamerunische Staatsbürgerschaft.

Ja, das sind echte Fußballer-Dramen, Francis Kioyo ist gerade mal 31 Jahre alt und soll jetzt schon auf dem Abstellgleis der Profi-Ligen stehen? Ein Jammer! Aber in der Gerüchteküche brodelt es. Vielleicht interesssiert sich ja der Zweitligist Arminia Bielefeld für Kioyo?
Was Francis Kioyo über seine fußballerische Vergangenheit noch zu erzählen hat, das kann man in diesem Interview nachlesen.