Kleeblatt-Kapitän vermasselt Saisonstart

Gleich zum Saisonstart bei einem Bundesliga-Absteiger antreten zu müssen, das ist nicht einfach. Die Spielvereinigung fuhr heute nach Darmstadt zu den Lilien – und musste drei Punkte an den Gegner abgeben. Nicht ganz unschuldig am Treffer der Darmstädter war der gerade zum Fürther Kapitän gekürte Tormann Balasz Megyeri.

Aber chronologisch: Wetter heiß, Stimmung gut, die angereisten Kleeblattfans standen in der Sonne und feuerten ihre Mannschaft wie immer an. Trainer Janos Radoki hatte mit Maximilian Wittek und Nik Omladic zwei Neuzugänge in die Startelf gestellt. Und tatsächlich gelang dem Kleeblatt der bessere Start. Sie wirkten in der Anfangsphase wacher und sorgten mit langen Bällen für Gefahr. Besonders gut hat mir das aggressive Pressing gefallen, mit dem die Darmstädter nicht gut umzugehen wussten. Nach der Pause wechselte Fürths Trainer Jurgen Gjasula ein. Kurz darauf (52. Minute) dann eine Bombenchance, die Serdar Dursun leider nicht verwerten konnte. Inzwischen hatten die Lilien leider optimal ins Spiel gefunden und machten sich immer öfter mit guten Ansätzen unaufhaltsam auf dem Weg zum Fürther Tor. Zwei Minuten nach der Kleeblatt-Möglichkeit dann ein einziges Durcheinander vor Balazs Megyeris Tor. Darmstadts Kapitän Aytac Sulu schießt, Megyeri bekommt den Ball zu fassen, hält ihn nicht gut genug fest und wirft ihn dann mit einer unglücklichen Reaktion sogar noch selbst ins Netz – 1:0 für die Gastgeber. weiter lesen

Kleeblatt in Zukunft ohne „Wolle“ Hesl

Die Würfel sind gefallen: Wolfgang Hesl verlässt die Spielvereinigung. Heute hat er seinen Vertrag mit dem Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld klar gemacht. Der 29-Jährige wechselt ablösefrei und erhält einen Zweijahreskontrakt bis 30. Juni 2017. Für viele Kleeblattfans ist das – trotz aller Gerüchte in den vergangenen Wochen – ein echter Schock. Und auch ich bin verwundert. Natürlich hat er im Gespräch mit mir vor drei Wochen nichts zum Thema „Vereinswechsel“ rausgelassen. Aber ich hatte den subjektiven Eindruck, dass ihm die Nähe zu seiner Heimat in der Oberpfalz im Zweifelsfall wichtiger ist als die Neuverpflichtung bei einem anderen Verein.

Wie dem auch sei: „Wolle“ Hesl ist in Zukunft kein Kleeblatt mehr. Das wird für den Fürther Verein, der gerade in vielen Bereichen einen Umbruch durchmacht, nicht einfach werden. Hesl war erfolgreicher Kapitän und hat den Kleeblättern so manche Niederlage erspart. Er war (fast) immer zur Stelle, wenn es im Strafraum des Kleeblatts brenzlig wurde. Und hat vom Tor aus versucht, seine oft demotivierten Teamkollegen zu coachen.

Ob Wolfgang Hesl bei seinem neuen Arbeitsgeber glücklich wird und als Keeper Erfolge hat, das wird sich zeigen. Für ihn, der seit Juli 2012 bei der SpVgg war, gegen Mitte der Bundesligasaison 2012/13 Max Grün als Stammtorhüter ablöste und mit dem Kleeblatt alle Höhen und Tiefen mitgemacht hat, ist ein Orts- und Arbeitgeberwechsel auf jeden Fall eine neue Perspektive. Erleichtert werden all jene sein, die befürchtet hatten, dass Hesl zum „Club“ wechseln könnte. Ich persönlich hätte allerdings nicht erwartet, dass er zu einem Verein wie Arminia Bielefeld geht.
Die Greuther-Weiber wünschen Dir, Wolle, alles Gute. Und wir hoffen, dass Du nach wie vor ein treuer Leser unseres Blogs bleibst!

Wolle Hesl: Glückwunsch von den Greuther-Weibern

Der Keeper und Kapitän der Spielvereinigung, Wolfgang Hesl, feiert heute seinen 28. Geburtstag. Er ist am 13. Januar 1986 im oberpfälzischen Nabburg geboren. Über den SC Altfalter, den 1.FC Schwarzenfeld, den 1.FC Amberg, den Hamburger SV, den SV Ried und Dynamo Dresden wechselte der Torwart im Juli 2012 nach Fürth zum Kleeblatt. Bereits im Laufe seiner ersten Saison wurde er die Nummer eins der Spielvereinigung und war schnell der sichere Rückhalt seiner Mannschaft. Seit der aktuellen Spielzeit  ist „Wolle“ oder „Casillas“, wie er auch genannt wird, sogar SpVgg-Kapitän. Insgesamt hat er bislang 17 Erstliga-Spiele für das Kleeblatt und zwei für den HSV bestritten sowie 32 Spiele in der 2. Bundesliga (13 Mal Dynamo Dresden, 19 Mal SpVgg Greuther Fürth). Auch das einjährige Intermezzo in Österreich endete für Hesl erfolgreich: Mit dem SV Ried schaffte der Schlussmann den Pokalsieg (ÖFB-Cup) und schlug dabei auf dem Weg ins Finale die favorisierten Mannschaften von Rapid Wien und Sturm Graz.
Ich habe versucht, in den unergründlichen Weiten des Internets noch mehr Infos über Wolfgang Hesl zu finden. Und habe seine Website gefunden. Die verrät einerseits interessante Details: zum Beispiel, dass sein Leitspruch „Fleiß besiegt Talent“ lautet, dass seine Lieblingsband „Coldplay“ ist, dass er seit 2009 verheiratet ist. Und dass er – wie ich auch – meint, dass eine Reise nach New York ein absolutes „Muss“ ist.
Andererseits ist die aufwändig gestylte Homepage von Wolfgang Hesl aber nicht besonders aktuell. Wer Lust hat, guckt sich das mal (wohlwollend, bitte) an. Immerhin: Ich habe dort aufregende Fotos von dem 1.86 Meter großen Torwart gefunden, die die Herzen von weiblichen Fußballfans höher schlagen lassen dürften (und eines für diesen Blogbeitrag entnommen).

Wir Greuther-Weiber wünschen Wolfgang Hesl alles Gute zum Geburtstag, eine Top-Gesundheit und viel Erfolg mit dem Kleeblatt.