Jämmerlich: Gegen den Absteiger zu Hause verloren

Ganz sicher war ich mir heute, dass die Spielvereinigung gegen den schon feststehenden Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC nicht verlieren wird. Übermütig hatte ich mit einem 4:0-Sieg gerechnet. Von wegen! In der 89. Minute trafen die Karlsruher durch Rolim Yann ins Tor von Balazs Megyeri, und so hat das Kleeblatt mit der ersten Heimniederlage unter Coach Janos Radocki (Foto) die Möglichkeit, auf den fünften Tabellenplatz zu klettern, aus eigener Dummheit vergeigt.

Mit vielen Ausfällen musste Trainer Radoki heute seine Mannschaft zusammenflicken, die Youngster Daniel Steininger, Christian Derflinger, David Raum und Patrick Sontheimer waren z.T. in der Startelf und machten keine so schlechte Figur. Trotzdem verging eine halbe Stunde, bis die Kleeblätter durch Steininger (31./35./44.) und Gießelmann (39.) vielversprechende Möglichkeiten hatten. Aber Qualität auf dem Fußballplatz zeichnet sich vor allem durch Abschlüsse, sprich: Tore aus. Und davon war heute im Ronhof nichts zu sehen.

In den zweiten 45 Minuten vereitelte Fürths Keeper Megyeri Chancen des KSC, auf der Fürther Seite versuchten der eingewechselte Mathis Bolly (63./69.), der heute glücklose Serdar Dursun (64.) und Marcel Franke (67.), Möglichkeiten in einen Treffer und drei Punkte umzumünzen. Es klappte in einer niveauarmen Partie einfach nicht! Seelisch hatte ich mich (wie vermutlich die meisten der knapp 8300 Zuschauer) schon auf ein Unentschieden eingestellt, als es dann in der 89. Minute doch passiert: Dem Brasilianer Rolim Yann gelingt es, sich an der rechten Strafraumkante gegen drei Fürther durchzusetzen, er zieht ins Zentrum und schießt aus 16 Metern mit dem linken Fuß aufs Fürther Tor. Megyeri muss konsterniert mit ansehen, wie der Ball vom Innenpfosten in die Maschen geht. Mit diesem Treffer fährt der KSC nach acht sieglosen Spielen in Serie wieder einmal drei Punkte ein, die ihm allerdings nichts mehr nützen. Der Abstieg ist beschlossene Sache.
Am nächsten Sonntag, 14. Mai, fährt die Spielvereinigung nach Hamburg und wird im vorletzten Saisonspiel auf St. Pauli treffen. Ob das Kleeblatt dort gewinnen und dann auf den fünften Tabellenplatz kommen kann, hängt von einigen Faktoren ab: Der 1. FC Nürnberg darf zeitgleich nicht gegen Fortuna Düsseldorf gewinnen. Und Dynamo Dresden muss gegen den heutigen Sieger, den Karlsruher SC, verlieren. Es wird also total spannend!!!

Balázs Megyeri ist der Held des Tages

KSC - SpVgg Greuther FürthWie ausgewechselt spielte das Kleeblatt heute beim Karlsruher SC – zumindest in der ersten Halbzeit. Ich hatte Skepsis angemeldet, als sich der Verein von Stefan Ruthenbeck trennte. Ich fand seine ruhige Art wohltuend und traute ihm zu, einen guten Job zu machen. Doch der Erfolg blieb aus – aus welchen Gründen auch immer. Dem neuen Coach Janos Radoki ist es offenbar gelungen, die Mannschaft mit seiner direkten Art (neu) zu motivieren. Nach dem heutigen Auswärtssieg muss ich Abbitte leisten und zugeben: Der Trainerwechsel hat spielerisch etwas gebracht. Zwei Siege in zwei Begegnungen, das ist doch was!

Temporeich startete die heutige Partie vor 10 500 Zuschauern im Wildparkstadion. Und mit dem schnellen Start kamen die Karlsruher überhaupt nicht klar. Das Tor von Khaled Narey in der sechsten Minute war Labsal auf die Seelen der angereisten und daheimgebliebenen Kleeblattfans. Für den KSC wurde es in der 24. Minute dann noch düsterer: Sercan Sararer gibt den Ball in den Lauf von Mathis Bolly, der völlig skrupellos mit links den Treffer macht. Zwei Tore nach noch nicht mal einer halben Stunde!

Der Austausch von Bolly durch Serdar Dursun und Sararer durch Zlatko Tripić leitete eine aufregende Passage ein: Sebastian Heidinger foult Hoffer im Strafraum. Ein klarer Elfmeter, Heidinger bekam noch dazu die Gelbe Karte. Dimitris Diamantakos läuft an und schießt konzentriert ins Fürther linke Eck. Balázs Megyeri tut sein Bestes, hat aber keine Chance – der Anschlusstreffer! Jetzt hieß es hoffen, dass den Karlsruhern weder der Ausgleich oder Schlimmeres gelingt.
In der 90. Spielminute spitzt sich die Lage zu: Bei einem Freistoß klammert Niko Gießelmann seinen Gegenspieler Florian Kamberi. Schiedsrichter Arne Aarnink entscheidet zu Recht auf den zweiten Elfer gegen das Kleeblatt. Doch dieses Mal ist Torwart Megyeri clever: Diamantakos wählt naiverweise dieselbe Ecke, Megyeri reagiert und wehrt den Ball ab. Und auch beim Nachschuss reagiert der Ungar souverän.

Das Spiel endete 2:1 für die Spielvereinigung, sowohl heute als auch in der vergangenen Woche entschied sich die Partie in der letzten Minute zugunsten des Kleeblatts. Damit klettert die SpVgg mit 20 Punkten auf den (aktuell) neunten Tabellenplatz. Das nächste Heimspiel ist am Sonntag, 11. Dezember, ab 13.30 Uhr gegen St. Pauli zu Hause im Ronhof. Die Hamburger konnten heute nur einen Punkt holen und haben in der Zweiten Liga jetzt die Rote Laterne.

Da hilft auch kein Glühwein: Niederlage beim KSC

Schroeck_KSCWeihnachtsbaum gekauft – Gans bestellt – Spiel angesehen – geärgert: So ungefähr ist die Bilanz meines heutigen Tages. Die Spielvereinigung hat das erste Rückrundenspiel gegen den Karlsruher SC mit 0:1 verloren. Oder anders gesagt: Das sportliche Gestopsele geht offenbar genau so weiter, wie wir es von der Hinrunde kennen.

Dabei waren viele Kleeblattfans vor der heutigen Begegnung recht zuversichtlich gewesen. Auf dem Mittelaltermarkt auf der Fürther Freiheit fachsimpelte man am Abend vorher und tippte auf einen (wenn auch knappen) Sieg der Spielvereinigung. Und zu Beginn waren die Kleeblatt-Profis im Karlsruher Wildparkstadion auch tatsächlich offensiv und dominierend. Der KSC konzentrierte sich aufs Verteidigen und hoffte auf Kontermöglichkeiten. Nach knapp 20 Minuten kamen dann auch die Karlsruher ins Spiel, doch es fielen zum Leidwesen der knapp 12 400 Zuschauer (noch) keine Tore. Halbzeitpause.

Wie fast immer in den letzten Partien befürchtet man als Kleeblattanhänger, dass es zu Beginn der zweiten Halbzeit zum schnellen gegnerischen Tor kommt. Denn da war die SpVgg zuletzt mehrfach in Rückstand geraten. Und auch heute passierte es dann prompt in der 51. Minute: Dennis Kempe hatte ungestört von links auf Manuel Torres geflankt, der aus acht Metern zum Schuss kam. Fürths Keeper Sebastian Mielitz reagierte zwar mit einem starken Reflex, aber Dimitris Diamantakos – was für ein Name!!! – stand perfekt und schob den Ball zum 1:0 ins Fürther Tor.

Frust im Kleeblattteam, die Partie drohte zur Niederlage zu werden. Daraufhin wechselte Trainer Stephan Ruthenbeck nach und nach Schröck, Maderer und Tripic ein – in der Hoffnung, das Spiel zu drehen. Stephan Schröck gelang das, was er einfach gut kann: Mit wirbeligen Aktionen Tempo ins Spiel zu bringen und den Ball durch Karlsruher Beine zu schlenzen. Doch meist ohne nachhaltigen Erfolg, denn entweder wird er dann vom Gegner gefoult (Foto). Oder er spielt den Ball ab – und keiner seiner Teamkollegen macht aus der Chance einen Treffer.

So musste die SpVgg im ersten Rückrundenspiel eine bittere Auswärtsniederlage einstecken. Am nächsten Samstag, 19. Dezember, empfängt das Kleeblatt um 13 Uhr den brandgefährlichen RB Leipzig im Ronhof. Wenn da, im letzten Spiel vor der Winterpause, ein Sieg gelänge – das wäre doch ein versöhnliches Weihnachtsgeschenk für alle Kleeblattfans, oder?

Heute war nur eine Handvoll Kleeblattanhänger im Wildparkstadion im Gästeblock. Offenbar hatten Polizeikräfte SpVgg-Fans den Zutritt verweigert. Angeblich kam es zu Zusammenstößen zwischen den Ordnungshütern und Fans. Weitere Infos dazu findet Ihr bei nordbayern.de hier.

Weißgekleidete Fans und ein Last-Minute-Erfolgserlebnis

113870954Kurz vor Schluss war es, als es schon schien, dass alle Fangesänge, Anfeuerungen und Stoßgebete im Spiel gegen den KSC nicht von Erfolg gekrönt sein sollten, als Marco Stiepermann mit seinem Tor doch noch für den erlösenden ersten Heimsieg zum Saisonstart sorgte. Man konnte förmlich hören, wie im Ronhof Tausenden von Fans tonnenschwere Steine von den Herzen plumpsten.

Mit weißem T-Shirt oder sogar komplett weiß angezogen waren viele gekommen und griffen damit die Idee einer Fürther Fangruppe auf. Alles auf Anfang und mit vollen Elan in die neue Saison, sollte das bedeuten, aber wohl auch: Schwamm drüber über die nervenzehrende Vergangenheit.

Wenn auch die sprichwörtliche „weiße Weste“ gemeint war, war die Idee geradezu prophetisch: Kein Tor gefangen, selber eins geschossen, drei Punkte geholt – so wünscht man sich einen gelungenen Saisonstart. Auch wenn man merkte, dass noch nicht alles 100-prozentig rund läuft, so war im Spiel doch schon gut zu erkennen, dass da eine hungrige und kämpferische Mannschaft auf dem Platz steht, die rennt und ackert und es notfalls auch mal mit der Brechstange probiert.

Zumindest der KSC war an diesem ersten Spieltag keine wahnsinnig hohe Hürde: Der Beinahe-Aufsteiger der vergangenen Saison hatte vor allem in der 2. Halbzeit gar nichts mehr zu bieten und ließ sich immer wieder regelrecht einschnüren. Bloß das mit dem Abschluss sollte noch nicht so recht funktionieren – bis zu dieser magischen 89. Minute.

Hoffentlich bleibt die Fürther Weste jetzt möglichst lange weiß – die nächsten Aufgaben in Liga und Pokal sind schließlich nicht ohne.

Kleeblatt-Orakel Daisy ist skeptisch

Vor vier Wochen habe ich im Greuther-Weiber-Blog über Daisy geschrieben, eine Mischlingshündin, die ab und zu für ein paar Stunden auf Besuch kommt. Und die dabei schon das eine oder andere Auswärtsspiel des Kleeblatts am Fernseher miterlebt hat.
Als ich einer Bekannten beim Sport ein Foto von Daisy zeigte – stilecht ausstaffiert mit weiß-grünen Fan-Accessoires – meinte die spontan: „Der Hund hat ja schon mal das richtige Outfit. Vielleicht wird er ja das neue Kleeblatt-Orakel.“

Orakel_1Gesagt, getan. Ich habe Daisy’s hellseherische Fähigkeiten vor ein paar Tagen testen wollen: Am kommenden Samstag, 25. April, spielt die Spielvereinigung gegen den Karlsruher SC. Wieder mal ein Schicksalsspiel, denn beim Kleeblatt geht’s  – um im Hundejargon zu bleiben – um die Wurst. Wer wird die Partie gewinnen? Das Kleeblatt oder der KSC? Zwei Schalen mit frischem Hackfleisch, für Daisy das Signal „Auf die Plätze, fertig, los“. Und dann ging es darum: Zu welcher Schale Daisy zuerst geht, der wird am Samstag als Sieger vom Platz gehen.
Die Antwort war ernüchternd, aber eindeutig. Der Fotobeweis ist unten. Jetzt stellt sich nur die Frage: Ist Daisy ein gutes Orakel? Oder eventuell im Geheimen KSC-Fan? Oder hat die Hündin schlichtweg einfach keine Ahnung von Fußball?Orakel_2

0:3-Heimniederlage fürs Kleeblatt!!

SpVgg Greuther Fürth - KSC„Das kotzt einen tierisch an“, kommentierte Benedikt Röcker die 0:3-Heimniederlage direkt nach dem Spiel. Ich denke, dazu ist nichts weiter zu sagen – und er spricht vielen Fans aus der Seele. Was war heute eigentlich wieder los? Nach dem glücklichen 1:0-Sieg gegen den FC Union Berlin letzte Woche dachten viele, bei der Spielvereinigung wäre endlich der Knoten geplatzt. Sie hatte bis dahin kein Auswärtsspiel gewonnen und verhieß nun ihren Anhängern endlich Licht am Ende des Tunnels.

Aber von wegen Knoten geplatzt: Das letzte Heimspiel war ja als kleines Debakel mit 2:5 gegen den damaligen Tabellenletzten FSV Frankfurt verloren gegangen. Und heute ging die Heimspielflaute weiter. Woran liegt es? Sicherlich an den vielen verletzten Spielern, die Trainer Frank Kramer für eine erfolgreiche Mannschaft einfach fehlen. Heute musste er nach abgelaufener Rotsperre auch noch auf Goran Sukalo verzichten, der mit einer entzündeten Rippenprellung nicht einsatzfähig war.

Das Spiel im Ronhof begann wie so oft: Eher ein wenig schläfrig von Seiten der SpVgg. Der Karlsruher SC wirkte im Gegensatz dazu viel lebendiger und hatte gleich ein paar verdammt gute Chancen. Die er allerdings nicht umsetzen konnte. Zum Glück für das Kleeblatt, das nach ca. 30 Minuten dann endlich auch ins Spiel fand. Doch bis zur Halbzeitpause sollte nichts Entscheidendes passieren. Oft motiviert Frank Kramer seine Jungens in der Pause so, dass sie danach wie Phönix aus der Asche aufs Spielfeld zurückkehren. Ganz anders heute: Da war der KSC wie umgewandelt, und Hiroki Yamada machte dann auch in der 48. Minute prompt das erste Tor. Nur neun Minuten später verlängerte dann der stark spielende Rouwen Hennings eine Ecke in Richtung Fürther Tor. Fast auf der Torlinie musste dann Daniel Gordon den Ball mit dem Kopf nur noch ins Tor schieben. Kleeblatt-Keeper Tom Mickel hatte keine Chance. Doch damit nicht genug. Die schlampigen Pässe der SpVgg, harmlose Schüsse aus der Distanz, das wieder einmal konzeptionslose Geplänkel am Ball – all das war einfach nicht überzeugend. Die Quittung kam eine Viertelstunde vor Spielende erneut durch Yamada, der die 0:3 Heimniederlage des Kleeblatts perfekt machte.

Nach 13 Zweitliga-Begegnungen ist die Bilanz der Spielvereinigung desillusionierend: Fünf Siegen stehen drei Unentschieden und (seit heute) fünf Niederlagen gegenüber. Da ist von Aufstieg in die Bundesliga erst mal nicht die Rede. Wenn Frank Kramer, der wahrlich zur Zeit keinen einfachen Job machen muss (man sieht auf dem Foto seine Enttäuschung nach Spielende), es nicht schaffen sollte, in den nächsten Partien eine erfolgreichere Mannschaft aus seinem weiß-grünen Hut zu zaubern, dann wird das Kleeblatt – genauso wie der 1. FC Nürnberg – auch in der Saison 2015/16 wohl zweitklassig bleiben.
Nach der Länderspielpause reist die Spielvereinigung am Montag, 24. November, zum Topspiel nach Düsseldorf. Bis dahin besetzt sie mit dem 9. Tabellenplatz einen Rang im Mittelfeld.

Bilder der Nacht

Dass der gestrige Stromausfall in der Partie gegen den Karlsruher SC den Fürther Verantwortlichen ziemlich unangenehm war, kann man freilich nachvollziehen. Die Viertelstunde Dunkelheit im Ronhof lieferte dafür wirklich tolle Bilder, dank der zahlreich gezückten Handys und Mobiltelefone, deren Displays so schön in der Dunkelheit funkelten. Bilder, die im Nachhinein wohl eher in Erinnerung bleiben, als das eher unspektakuläre 1:1 gegen Karlsruhe.
Mit dem Unentschieden gegen den Tabellenvierten müssen die Fürther letztlich wohl zufrieden sein, immerhin liefen sie lange Zeit einem Rückstand hinterher und schafften es nicht, ihre zahlreichen Chancen konsequent zu nutzen. Zum Glück war am Ende Röcker zur Stelle, der die zweite Niederlage in Folge verhinderte.
Weitaus peinlicher als der kurze Blackout in der Trolli-Arena war das Verhalten einiger Fans im anderen Freitagabend-Spiel zwischen Ingolstadt und 1860 München, das ebenfalls für einige Minuten unterbrochen werden musste. Feuerzeuge und Flaschen aufs Spielfeld zu werfen, das ist wirklich unangemessen. Da genießt man doch lieber die stimmungsvollen Bilder der Nacht aus Fürth, die man sich auf der NZ-Homepage auch nochmal ansehen kann.
In Sachen Stromausfall sind die Fürther übrigens in guter Gesellschaft: Man denke etwa an das Bundesliga-Spiel zwischen Bremen und Schalke im Jahr 2004. Damals hatte ein durchtrenntes Stromkabel dafür gesorgt, dass die Partie im Weserstadion erst mit einer Stunde Verspätung angepfiffen werden konnte. Und auch beim neuen Arbeitgeber von Felix Magath, dem FC Fulham, wurde es vor ziemlich genau einem Jahr, beim Duell gegen Manchester United,  kurzzeitig mal zappenduster.

Park entfleucht zum KSC

Das Thema Jung-Bin Park ist beim Fürther Kleeblatt Geschichte: Die SpVgg hat die Ausleihe des Spielers vom VfL Wolfsburg beendet. Man hat sich auf eine vorzeitige Auflösung des Vertrages, der noch bis zum Ende der Spielzeit 2013/14 gegangen wäre, geeinigt.
Auf der Kleeblatt-Website kommentiert Präsident Helmut Hack den Wechsel so: „Um ideale Trainingsbedingungen zu haben, mussten wir unseren bestehenden Kader weiter verkleinern.“ Und der sportliche Leiter Rouven Schröder ergänzt: „Für Jung-Bin wäre es schwer geworden, bei uns Spielpraxis zu sammeln. Nach guten Gesprächen haben wir dem Spieler keine Steine in den Weg gelegt, nachdem er das Angebot von Karlsruhe erhielt.“ Auf unserem Foto, das vor zwei Wochen aufgenommen wurde, lässt sich Park noch von einem bekannten fränkischen Modehaus neu ausstaffieren.
Jung-Bin Park wird ab sofort beim Zweitligsten Karlsruher SC spielen, der im Moment auf dem vierten Tabellenplatz liegt. KSC-Sportdirektor Jens Todt hatte bereits vor dem 1:1-Unentschieden gegen den VfR Aalen einen Neuzugang angekündigt. Die Badener haben sich mit dem Vfl Wolfsburg über einen Wechsel geeinigt. Park hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016 unterschrieben.

Erst geschwächelt, dann doch gesiegt!

Also: Greuther-Weiber sind auch nur Menschen. Dass ich heute beim Spitzenspiel zwischen der Spielvereinigung und dem Karlsruher SC von Anfang an ungnädig gestimmt war, das kann mal sein. Auch bei der regelmäßigen Einnahme von Kräutern (hihi!).
Von Anfang an waren die Kleeblätter in der Offensive und hatten in der ersten Halbzeit keine Torchancen. Das Spiel im Wildpark-Stadion (knapp 19 000 Zuschauer) war zwar lebendig und nicht langatmig. Aber das Fürther Team tat sich schwer gegen die schon von der Körpergröße her überlegenen Karlsruher. Dann kam das 1:0 durch Michael Vitzthum in der 39. Minute. Ein Superschuss aus 40 Metern Distanz – für Wolfgang Hesl realistisch gesehen nicht zu halten. Ich wurde richtig wütend und hatte mehr Spaß daran, in sozialen Netzwerken meinen Frust auszulassen, als mich für das Spiel zu begeistern.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit bauten die Kleeblätter keinen Druck auf, ihnen fehlten zündende Ideen, und das Tempo ließ zu wünschen übrig. Frank Kramer wechselte, aber Mudrinski – der Torschütze vom Montag – kam nicht richtig zum Zuge. Dann in der 75. Minute: Zoltan Stieber zirkelte eine Ecke von links nach innen, der Ball landete vor den Füßen von Kevin Kraus, der den Ball annahm und mit einem Schuss aus zehn Metern zum 1:1 traf. Freude beim Torschützen (Foto), Erleichterung bei den Fürther Fans, und auch meine Stimmung wurde besser. Der 15 Minuten vorher eingewechselte Dominick Drexler machte vier Minuten vor Schluss das 2:1, und das Blatt wendete sich. Das blieb auch der Endstand, und das Kleeblatt hat bewiesen, dass es sogar einen Rückstand aufholen kann. Frank Kramer hatte den Riecher, zur rechten Zeit die richtigen Spieler auf den Platz zu bringen. So schaffte die SpVgg den vierten Sieg im vierten Spiel.

Edgar Prib hat übrigens gerade auf Facebook geschrieben: „Wer auch mal dreckig gewinnen kann, der wird… Glückwunsch an Fürth“. Das nenne ich Treue!

Die SpVgg bleibt also Tabellenerster und empfängt am Samstag, 24. August, um 13 Uhr den 1. FC Köln zu Hause im Ronhof.

Kleeblatt baut seine Führung aus

Es war eine harte Woche für unser Kleeblatt – sowohl der Sieg gegen die Münchner Löwen als auch die Niederlage im DFB-Pokal gegen Dortmund haben die Spieler Kraft gekostet. Das war der Fürther Mannschaft heute deutlich anzumerken. Trotzdem will die Elf von Mike Büskens ja ihr großes Ziel, den Aufstieg, nicht aus den Augen verlieren. Und das hat sie auch nicht getan! Mit einem 3:0-Sieg konnte sie den Vorsprung in der Tabelle weiter ausbauen: Auf sechs Punkte gegen die drittplatzierten Düsseldorfer, der derzeitige Tabellenzweite Eintracht Frankfurt spielt allerdings noch am Montagabend gegen Union Berlin, bleibt aber selbst im Fall eines Sieges einen Punkt hinter der SpVgg Greuther Fürth.

Allerdings: Gegen den abstiegsgefährdeten Karlsruher SC kam die SpVgg heute in der mit 12760 Besuchern gut gefüllten Trolli Arena erst mal nicht so richtig ins Spiel. Im Gegenteil: Die Gäste waren es, die sich am Anfang angriffslustig und selbstbewusst präsentierten. Und unser sonstiger Joker Olivier Occean wurde von den Karlsruhern so dicht belagert, dass er sich kaum einmal freispielen konnte. Erst das Tor von Heinrich Schmidtgal (28.), ein souverän verwandelter direkter Freistoß, legte den Hebel um. Von diesem Moment an lief es wieder für das Kleeblatt. Schon vor dem Pausenpfiff wäre durchaus noch mehr als die 1:0-Führung drin gewesen.

Nach dem Seitenwechsel hat Sercan Sararer immer wieder für Druck sorgen können. Schade, dass ihm kein Tor gelang, verdient hätte er es. Doch das 2:0 machte statt dessen Bernd Nehrig (70.), dessen Foulelfmeter bombensicher im Kasten der Karlsruher landete. Und Christopher Nöthe konnte diesen Spieltag nach einem Doppelpass mit Sercan Sararer noch zum 3:0 abrunden (83.).

Ja, das Kleeblatt hat den nötigen Biss und bleibt weiter auf Aufstiegskurs! Es hat sich von der Niederlage im DFB-Pokal nicht beirren lassen. Genau so wollen wir Greuther-Weiber die SpVgg sehen, und so kommt sie ihrem Traumziel auch Schritt für Schritt näher.