Mit Glück wieder an der Tabellenspitze

Mit einem blauen Auge ist die Spielvereinigung beim vermeintlich leichten Gegner Karlsruher SC an einer Niederlage vorbeigeschrammt. Sie kam nicht optimal ins Spiel, war in Zweikämpfen oftmals zerfahren und nicht konsequent, lag trotzdem lange Zeit mit einem Tor von Heinrich Schmidtgal in der 19. Minute in Führung. Aber dann sah es immer wieder so aus, als ob die Badener als heute bessere Mannschaft vom Platz gehen würden. Die 2:1-Führung des KSC in der 85. Minute schien für Fürth eine bittere Niederlage am ersten Kärwa-Wochenende zu werden. Doch Mergim Mavraj gelang es dann doch in der Nachspielzeit, das glückliche zweite Tor zum 2:2-Endstand zu schießen.
Aus meiner Sicht ein Spiel, mit dem aufgrund einiger ruppiger Zweikämpfe (siehe Foto) kein Schönheitspreis zu gewinnen war. Gut, muss man vielleicht auch nicht. Die Kleeblätter ließen sich gen Ende der Partie leider auf den unfairen Stil der Gastgeber ein. Fünf Gelbe Karten in der ersten Hälfte, in den zweiten 45 Minuten Fouls und Spielunterbrechungen, durch die der Spielfluss gehemmt wurde.
Das Kleeblatt steht mit einem Punkt Vorsprung wieder an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Das könnte mit einem Quäntchen Glück auch knapp zwei Wochen so bleiben – sofern Fortuna Düsseldorf morgen in Braunschweig nicht gewinnt. Nach der Länderspielpause am nächsten Wochenende trifft die SpVgg dann am 16. Oktober um 13.30 Uhr in der Trolli ARENA auf Erzgebirge Aue. Bis dahin können wir alle mal relativ entspannt die Kärwa genießen.

Kleeblatt-Fans im Kärwafieber

Was ein echter Fürther bzw. Fürtherin ist, der zählt schon seit Tagen die Stunden bis zur Kirchweih-Eröffnung. Am Samstag, 1. Oktober, ab 11.00 Uhr ist es dann so weit: OB Thomas Jung sticht vor dem Stadttheater ein Fass an – und die nächsten zehn Tage stehen dann ganz im Zeichen der berümten Michaelis-Kärwa.

Auch für Kleeblatt-Fans ist wieder was geboten: Am Mittwoch, 5. Oktober, sind die Kleeblatt-Profis und das Trainerteam für eine Autogrammstunde zu Gast auf der Kirchweih. Ab 18.30 Uhr schreibt das Team von Mike Büskens bei „Trixis Ochsenbraterei“ an der kleinen Freiheit Autogramme. Diese Aktion hat schon Tradition, in jedem Jahr ist Trixi’s Stand umlagert – darüber habe ich im Greuther-Weiber-Blog schon geschrieben. Außerdem öffnet an beiden Sonntagen während der Michaelis-Kirchweih „Franken Ticket“ am Kohlenmarkt seine Pforten. Am 2. und 9. Oktober können sich dort alle Kleeblatt-Fans zwischen 13 und 18 Uhr im Fanshop mit weiß-grünen Fanartikeln eindecken sowie auch Karten für die Heimspiele des Kleeblatts erwerben.

Die Stimmung ist in diesem Herbst aus Fürther Sicht natürlich besonders gut, führt doch die Spielvereinigung souverän die Tabelle der zweiten Bundesliga an. Dem nächsten Spiel gegen den Karlsruher SC stehen die Kleeblätter optimistisch gegenüber. Die Karlsruher liegen derzeit mit nur sieben Punkten auf dem 14. Tabellenrang, sie haben bisher sechs von neun Spielen verloren. Deshalb können die Kleeblatt-Profis cool und zuversichtlich nach Karlsruhe fahren. Wenn alles nach Plan läuft, werden sie abends dann nach gewonnenem Spiel ein bisschen auf der Kärwa feiern können.

Nachtrag. Freitag, 30.9.2011, 19.45  Uhr: Eintracht Frankfurt hat das Zweitligaspiel mit 3:1 gewonnen und liegt jetzt punktgleich – aber mit besserem Torverhältnis – vor der SpVgg auf Tabellenplatz eins. Egal, alles wird gut!

 

Ein Sieg, mit dem man leben kann!

Die Saison 2010/11 hat für die Kleeblätter begonnen – und es war gleich ein Paukenschlag. Gegen den Bundesliga-Absteiger Karlsruher SC siegte das Kleeblatt mit 4:1. Und damit setzte sich die SpVgg auch gleich an die Tabellenspitze. Zumindest in der Tabelle der „Nürnberger Nachrichten“ liegt das Fürther Team vorne. Bei der „Nürnberger Zeitung“ ist zwar zu lesen, dass der Verein an der „Zweitliga-Spitze“ ist, aber in der Tabelle selbst steht der bayerische Mitstreiter FC Augsburg ganz vorne, der sein Spiel auch mit einem 4:1 gewonnen hat. Die Fürther stehen zwar auch auf Platz „1“, sind aber nicht an erster Stelle. Verwirrend? Nein! Ein „Greuther-Weib“ ist da eben heikel und will seinen Verein möglichst an der Spitze sehen! Wer es noch nicht weiß – falls es so jemanden geben sollte: Der FC Augsburg wird nächster Gegner der Spielvereinigung im DFB-Pokal Ende Oktober bei einem Heimspiel in der Trolli Arena.

SchroeckNochmal zum Spiel am Sonntag: Das Tor von Stephan Schröck in der letzten Minute zum 4:1 machte deutlich, dass man mit ihm endlich rechnen kann. Hatte er doch schon das 3:1 von Kingsley Onuegbu perfekt vorbereitet. Zwar war Schröck bei den Kleeblatt-Fans schon immer beliebt – mehr wegen seiner Allüren und seines eigenen Kopfes  -,  aber seine fußballerischen und konditionellen Fähigkeiten ließen oft zu wünschen übrig. Seine Leistung am Sonntag lässt jetzt hoffen, dass „Schröcki“, wie ihn die Fans liebevoll nennen, endlich bei den „Guten“ mitmischt. Dementsprechend feierte man ihn nach dem Spiel in der Fankurve (siehe Foto).

Die Trolli Arena war bei superheißem Wetter und über 30 Grad mit knapp 7 500 Zuschauern recht gut gefüllt. Viel Spaß hatten die Fans an den Paraden des Kleeblatt-Keepers Max Grün, der mal wieder mit einer hervorragenden Leistung aufwarten konnte. Er im Tor ist eine sichere Bank und gibt dem Fürther Team das Gefühl, dass man auch mal beherzt nach vorne spielen und entspannt dem Tormann vertrauen kann, der hinten nichts anbrennen läßt.

Am zweiten Spieltag trifft das Kleeblatt auswärts am Samstag, 28. August, um 13 Uhr auf FC Union Berlin. Die haben gegen Alemannia Aachen unentschieden 2:2 gespielt und werden sicher versuchen – anders als im Vorjahr – eine gute Figur gegen die SpVgg zu machen. Aber vielleicht kann man die Berliner mit dem einen oder anderen Fürther Treffer „erschröcken“!

Lege ein gutes Wort fürs Kleeblatt ein!

Nachbarn sind ja etwas sehr Wichtiges. Vor allem dann, wenn man sich gut mit ihnen versteht. Heute war in der „Nürnberger Zeitung“ zu lesen, dass jeder siebte Bundesbürger im Internet nach Informationen über seine Nachbarn sucht. Vor allem jüngere Menschen nutz­en Google, Facebook oder andere Online-Dienste, um mehr über den Single, das Paar oder die Familie von nebenan zu erfahren. Das gehe aus einer Umfrage des Immobilien-Por­tals Immowelt hervor. Wie schrecklich, denke ich mir! Da bin ich Gott sei dank ganz anders.

Greuther_SchalVielleicht vor allem deshalb, weil ich in dem Haus, wo ich seit vielen Jahren lebe, von lauter freundlichen Exemplaren umgeben bin. So wohnt zum Beispiel über mir ein Ehepaar, das mich nach seinen (häufigen) Urlaubsreisen immer mit einem Mitbringsel überrascht. Im Frühsommer waren sie z.B. einige Tage bei den „Weißen Nächten“ im russischen Sankt Petersburg und haben bei einem Ausflug in die Umgebung ein Kloster mit dazugehörigem Souvenirladen besucht. Und was sehen sie da? Einen grün-weißen bzw weiß-grünen Schal. „Uups“, denken sich die beiden, „das sind ja die Farben der SpVgg. Das wäre doch etwas für unsere Untermieterin Kiki, die sich für die Fürther Kleeblätter mit den „Greuther-Weibern“ stark macht“. Sie überlegen also nicht lange und kaufen den Schal, um ihn mir feierlich nach ihrer Rückkehr zu überreichen.

Greuther_Schal_2Das Geschenk hat mich gefreut, ich habe nur ein Problem: Ich kann die Schrift auf dem Schal nicht entziffern! Und demzufolge auch nicht lesen, was auf dem Schal geschrieben ist. Ist es russisch, oder was? Gott sei Dank gibt es aber Greuther-Weib uwo, das eine vielsprachige nette Kollegin bei der „NZ“ um Rat fragt.
Also: Es handelt es sich um Altrussisch. Der Schal wird offenbar beim Kloster Alexander Newski angeboten. Newski lebte im 13. Jahrhundert, gilt als russischer Nationalheld und ist ein Heiliger der orthodoxen Kirche. Und der Text bedeutet ungefähr folgendes:

Heiliger, gläubiger, großer Herrscher – lege für uns bei Gott ein gutes Wort ein.

Da haben meine Freunde ja den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen! Ich hoffe natürlich auch, dass jemand in der neuen Saison für die Spielvereinigung  Mitgefühl hat und für meine Kleeblätter beim lieben Gott ein gutes Wort einlegt. Das können sie nämlich brauchen. Aber bitte noch vor Sonntag, 22. August, denn da startet die neue Saison mit dem Spiel gegen den Karlsruher SC um 13.30 Uhr in der Trolli ARENA.

Saisoneröffnung rückt für Kleeblatt näher

Bei meinem letzten Blog habe ich ja die Frage in den Raum gestellt, ob die Kleeblätter „harte Hunde“ sind. Einen Kommentar dazu will ich zitieren:

Jaja, die Greuther Fürther sind schon Harte Hunde… Jede Saison den Aufstieg verpaßt. Manchmal nur ganz knapp. Das muß wohl an der Metropolregion liegen. Denn auch die Clubberer sind enorm leidensfähig…Man kann und darf das zwar nicht vergleichen, aber jeder hat so sein Päckchen zu tragen. Egal ob Fürth oder Nürnberg.“

Offensichtlich ist der/die Kommentator/in „Eichhorst 1802“  eher ein Clubfan? Macht nichts, danke. Und wenn sich die Gerüchte, dass Sami Allagui das Kleeblatt verlassen und nach Mainz gehen wird, bewahrheitet, dann müssen die Kleeblätter die Zähne zusammenbeißen!!

20100729_ain_spvgg_0005Auf jeden Fall hat sich die SpVgg im ersten von zwei Testspielen gegen die Mannschaft von Al Ain Club aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit einem – wie heißt es immer so schön? – „Kantersieg“ wacker geschlagen. Prompt war das Wetter so schlecht (wie ich es schon prophezeit hatte), dass aufgrund starker Regenfälle der Platz in Mittersill kurzfristig gesperrt werden mußte. Kurzerhand wurde die Partie nach Ruhpolding verlegt. Und auch heute ab 17 Uhr gegen den TSG 1899 Hoffenheim in Saalfelden wäre zumindest ein Unentschieden ganz nett. Bei den Hoffenheimern war ja in der vergangenen Saison der Lack ab, vielleicht wäre der Erstligist von einer motivierten Fürther Mannschaft zu schlagen.

Was unsere Lieblingsmannschaft aus der Nachbarstadt schon hinter sich hat, findet im Sportpark Ronhof nächstes Wochenende statt. Die obligatorische Saisoneröffnungsfeier in der umbenannten Trolli ARENA steigt am Samstag, 7. August: Ab 14 Uhr geht es mit Live-Musik hinter der Nordtribüne los, für das leibliche Wohl sowie Unterhaltung für Klein und Groß in Form eines Karussells und verschiedener Aktionsflächen der Kleeblatt-Partner ist gesorgt. An den Fanshops im Stadion gibt es an diesem Tag 30 Prozent Rabatt für alle Dauerkarteninhaber auf alle Fanartikel. Wer bis jetzt noch keine Saisonkarte hat, könnte das bei der Saisoneröffnungsfeier noch ändern, denn der Kleeblatt-Fanshop „Greuther Teeladen“ hat extra bis 19 Uhr geöffnet. Nach ihrer Rückkehr aus dem Trainingslager in Kitzbühel wird die aktuelle Kleeblatt-Mannschaft an diesem Tag hautnah bei der offiziellen Vorstellung und einem Show-Training in der Trolli ARENA sowie einer Autogrammstunde zu erleben sein. Und dann ist es nicht mehr lange hin bis zum 1. Spieltag am Sonntag, 22. August, um 13.30 Uhr in der Trolli ARENA gegen den Karlsruher SC.

So schlecht standen wir lange nicht da!

büskensNein, das war nicht der von Trainer Mike Büskens erhoffte Abschluss der Saison. Fürth hat sich zwar gut geschlagen im Wildparkstadion beim KSC, aber wieder kamen die Kleeblätter nicht über ein Unentschieden hinaus: 1:1 hieß es diesmal am Ende durch einen Treffer von Nöthe in der 36. Minute. Das bedeutet Tabellenplatz 11 und damit das schlechteste Abschneiden der Kleeblätter seit ihrem Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga im Jahr 1997. Bislang hatten sie es immer auf einen einstelligen Tabellenplatz geschafft, der fünfte Platz war ihnen dabei besonders oft vergönnt.

Gut, bedenkt man, wie schlecht die Mannschaft im Winter dastand, bevor mit Mike Büskens ein junger, ehrgeiziger Trainer nach Fürth kam, kann man mit dem Saisonende noch zufrieden sein. Aber von der Form und den tollen Leistungen der jüngeren Vergangenheit sind unsere Jungs noch meilenweit entfernt. Vereinspräsident Helmut Hack dürfte „not amused“ sein.

Wir Greuther-Weiber hatten uns mehr erträumt, das muss hier mal gesagt werden. Zumindest hätten wir den Verein gerne wieder bei einem so spannenden Endkampf wie in den vorigen Jahren begleitet, als man immer um den Aufstieg in die erste Liga mitzittern durfte – selbst wenn es letztlich dann doch nie geklappt hat. Aber diesmal plätscherte es  in den letzten Wochen eher ruhig – und auch langweilig – dahin.

So geht man irgendwie unzufrieden in die bundesligalose Zeit. Ein wenig spannend wird es noch in Sachen 1. FC Nürnberg: Dürfen/müssen wir Fürther in der nächsten Saison in einer Liga mit dem Club konkurrieren und können uns auf Heimderbys freuen? Angesichts dessen, wie sich manche Club-Fans in Fürth aufführen, wenn sie – wie sie es nennen – in die „westliche Vorstadt“ einfallen, würden wir lieber darauf verzichten.

Bleibt am Ende nur noch der Hinweis auf das Fan-Fest am Dienstag um 17.30 Uhr im Ronhof. Zu feiern gibt es allerdings aus unserer Sicht nicht viel.

KSC gegen Fürth: Ergebnis nur mehr Kosmetik

Nachdem ich schon einmal im vergangenen Oktober in den „Greuther-Weibern“ über die Wahl des „Spielers des Monats“ berichtet habe, gibt es jetzt wieder Interessantes zu vermelden:

20100411 MüllerDer Kleeblatt-Spieler Nico Müller wurde von den Fans zum „Spieler der Saison“ gewählt. In der Abstimmung setzte er sich mit 31 Prozent der Stimmen vor Keeper Max Grün und Torjäger Christopher Nöthe durch. Aus diesem Anlass gibt es ab sofort die Möglichkeit, ein FUE_250239_TShirt_Spieler_des_Jahres_0910_NMueller_GrXXL_141Sonder-Shirt mit dem Konterfei von Nicolai Müller im Kleeblatt-Fanshop „Greuther Teeladen“ oder auf der Auktionsplattform der Spielvereinigung zu bestellen. Der Preis pro Shirt, das es in den Größen S bis XXL gibt, beträgt moderate 19,03 Euro. Jedes T-Shirt wird von Nico Müller handsigniert.

Das letzte Spiel der Bundesliga-Saison 2009/2010 findet bekanntlich am Sonntag, 9.Mai, ab 15 Uhr in Karlsruhe statt, wo der KSC die Kleeblätter empfängt. Leider geht es in diesem Jahr für Fürth um nichts mehr. Genauer gesagt: Konnte man in manchem Jahr beim letzten Spiel als Fan noch mitfiebern, ob die Kleeblätter gewinnen und damit noch den Weg in die erste Liga – zumindest über in die Relegation – schaffen, so ist das Spielergebnis am Sonntag reine Kosmetik. Schade. Zum Thema, warum Fürth nicht aufsteigen will, kann oder darf, hat Greuther-Weib „uwo“ ja schon geschrieben. Deshalb hier von meiner Seite keine Analyse mehr!

Trotzdem: Wir hoffen, dass die SpVgg beim letzten Spiel gegen den Tabellenachten KSC nochmal gewinnt, damit die turbulente Saison aus Fürther Sicht zumindest versöhnlich endet.

Christkind kann Kleeblatt nicht leiden

In der Lokalredaktion der „Nürnberger Zeitung“ haben wir in der Adventszeit eine täglich erscheinende Kolumne mit dem Titel „Ich wünsche mir vom Christkind…“. Klar, welchen Wunsch  ich als Greuther-Weib hatte: „Ich wünsche mir vom Christkind, dass die Fürther im letzten Spiel vor der Winterpause zu Hause im Ronhof noch einmal zeigen, was sie können und dass sie gegen den Karlsruher SC gewinnen.“

Ein frommer Wunsch – allein, er ward mir nicht erfüllt! Ganz im Gegenteil: Mein Verein hat mir beim Heimspiel vor Weihnachten eine 1:4-Niederlage beschert. Auch wenn das Ergebnis vielleicht etwas zu gut zugunsten des KSC ausgefallen ist, muss man wirklich sagen: Die Badener waren deutlich besser als die Kleeblätter.

Das Spiel stand wegen des heftigen Schnee- und Kälteeinbruchs sowieso unter keinem guten Stern. Das Playmobil-Stadion war zum Teil eingefroren und verschneit und wurde teilweise für die Besucher gesperrt. Das hatte allerdings eher für die Fans der Gäste als für die der Fürther Folgen: Die KSC-Anhänger wurden statt auf die Plätze, die sonst für sie reserviert sind, auf die Gegentribüne „umgeleitet“. Am schlimmsten waren natürlich die schlechten Bedingungen für die Spieler, die sich auf dem gefrorenen Boden äußerst schwer taten.

Trotzdem: Beide Mannschaften hatten dieselben ungünstigen Voraussetzungen, und man muss einfach zugeben, dass der KSC besser damit umgehen konnte – leider! Und so hieß es schon zur Halbzeit 0:2. Die offensive Spielweise der Kleeblätter in der zweiten Hälfte brachte zwar zunächst den Anschlusstreffer, doch zum Ausgleich reichte es nicht. Obendrein wurden dadurch den Badenern gute Kontermöglichkeiten eröffnet, die sie trefflich zu nutzen wussten. So fiel das 1:4 noch ganz knapp vor Schluss der Partie.

Das mit meinem Wunsch an das Christkind ging also von A bis Z daneben. Jetzt stehen die Fürther vor Beginn der Winterpause so schlecht da wie seit Jahren nicht mehr. Das ist bitter.

Bleibt also nichts anderes, als aufs neue Jahr zu hoffen – doch das beginnt gleich mit dem schwierigsten Gegner: Am 16. Januar läuft Herbstmeister 1. FC Kaiserslautern im Playmobil-Stadion auf. Ob es die Fürther ausgerechnet da schaffen, ihre Negativ-Serie – mal abgesehen vom Unentschieden gegen St. Pauli lief ja in letzter Zeit überhaupt nichts rund – zu beenden? Hoffen wir das Beste, lieber Leser!

Endspurt vor der Winterpause

Am Samstag müssen die Kleeblätter zum letzten Mal vor Weihnachten beweisen, dass sie nicht umsonst einmal heiße Anwärter auf einen Auftstiegsplatz in die erste Bundesliga waren. Die Spielvereinigung empfängt zum Abschluss der Hinrunde in der zweiten Liga um 13 Uhr die Mannschaft von Bundesliga-Absteiger Karlsruher SC. Das Spiel im Playmobil-Stadion wird – hoffentlich – auch trotz der frostigen Temperaturen gut besucht sein.

Nach mehreren Flops in den letzten Wochen war ja die Begegnung bei St. Pauli am vergangenen Wochenende für die Fürther wieder ein Lichtblick. Spielerisch und kämpferisch zeigte die Mannschaft, aus welchem Holz sie eigentlich geschnitzt ist. Trainer Möhlmann hofft deshalb auch auf eine positive Teamleistung gegen den Tabellenzehnten KSC. Der Start im neuen Jahr wäre nach einem gewonnenen Spiel und weitab vom Abstiegsplatz bestimmt einfacher. 

Vor dem Spiel gegen den KSC sind noch Restkarten für das DFB-Pokal-Viertelfinalspiel am 10. Februar 2010 beim FC Bayern München zu bekommen – ein Tipp für alle, die noch nach einem „Last-Minute-Weihnachtsgeschenk“ suchen. Das Ticket kostet 20,50 Euro und ist nur an der Stadion-Kasse 9 erhältlich. Wer also die Kleeblätter im DFB-Pokal gegen die Bayern lautstark unterstützen möchte, der sollte zuschlagen und Tickets kaufen!