Kleeblätter for sale?

Es ist Mitte Juni, und alle Sportfans konzentrieren sich momentan auf die Fußball-EM in Frankreich. Dabei tut sich gerade bei den Zweitliga-Mannschaften ganz viel. Während die Gerüchteküche über einen möglichen Wechsel des Trainers des 1.FC Nürnberg – René Weiler – zum RSC Anderlecht brodelt, nimmt bei der SpVgg offenbar der „Ausverkauf der Spieler“ an Fahrt auf: Heute hat sich der Verein mit dem VfL Bochum auf die Wechsel von Marco Stiepermann und Johannes Wurtz (Foto) geeinigt. Über die Ablösemodalitäten haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart. Dazu Ramazan Yildirim, Direktor Profifußball bei den Kleeblättern, auf deren Website:

„Marco hat uns in den Gesprächen deutlich signalisiert, dass er sich gerne verändern möchte. Nachdem wir das finanziell gute Angebot vom VfL erhalten haben, haben wir uns damit auseinandersetzen müssen. Da wir Marco im kommenden Sommer ablösefrei hätten ziehen lassen müssen, haben wir uns letztlich für diesen Transfer entschieden, zumal es uns wichtig ist, Spieler zu haben, die zu 100 Prozent hier sein wollen.“

Damit wird Marco Stiepermann zukünftig in der Nähe seiner Geburtsstadt Dortmund sein. Seine Teamkameraden beim VfL Bochum sind ab der neuen Saison Johannes Wurtz und Tom Weilandt. Dass die Torhüter Marc Flekken in Zukunft beim MSV Duisburg und Bastian Lerch bei Jahn Regensburg in Lohn und Brot stehen werden, ist seit dieser Woche klar. Da auch der dritte Kleeblatt-Torwart Leopold Zingerle den Verein verlässt (er wechselt zum 1. FC Magdeburg), wird man sich vor allem auf die Suche nach weiteren Keepern machen müssen, die Sebastian Mielitz im Ernstfall vertreten können.

Wer das Kleeblatt noch verlassen wird, zeigt sich in den nächsten Tagen und Wochen. Und die „Causa“ Trainer Stefan Ruthenbeck ist ja auch noch nicht in trockenen Tüchern!

BILD: „Niemanden überrumpelt“

BILD_Stellungnahme_9_2015Am 19. August habe ich in unserem Greuther-Weiber-Blog darüber geschrieben, dass ein Reporter der BILD jedes menschliche Gespür – das man besonders von Journalisten verlangen kann – hinter sich gelassen und Grenzen überschritten hat. Damals ist ein Mitarbeiter der Zeitung in die Erlanger Universitätsklinik zum schwer verletzten und gerade auf die Normalstation verlegten Keeper Bastian Lerch gegangen, um zu „recherchieren“ und ihn zu befragen. Die Reaktion in den Sozialen Medien und in unserem Blog zeigte, dass viele Leser wenig Verständnis für dieses Verhalten haben.

Gerade hat mich nun jemand auf Facebook darauf aufmerksam gemacht (M.N.:Danke!), dass die BILD eine Stellungnahme zu den Vorwürfen aus Fürth veröffentlicht hat.

In ihr ist Folgendes zu lesen:

„Die SpVgg Greuther Fürth verbreitete in einer Stellungnahme, dass BILD-Reporter Martin Funk den am Kopf operierten Torwart Bastian Lerch angeblich mit einem Besuch im Krankenhaus „überrumpelt“ und eine „moralische Grenze überschritten habe“.

Hierzu stellen wir fest: Vergangenen Sonntag hat BILD-Reporter Funk mit dem Berater von Bastian Lerch Kontakt aufgenommen. Herr Funk fragte an, ob er den Spieler im Krankenhaus besuchen dürfe. Dabei bat er explizit darum, das Einverständnis des Spielers und dessen Eltern für einen Besuch einzuholen.

Am Montag gaben Spieler und Eltern über den Berater dann ihr Einverständnis für einen Besuch. Der Spielerberater von Bastian Lerch versicherte auf BILD-Nachfrage, dass niemand überrumpelt wurde und der Krankenhausbesuch wie abgesprochen ablief.“

Hier der Link auf die BILD.

Kleeblatt gegen Aalen: Alter Bekannter im Tor!

Kann der Spielvereinigung heute Abend beim zweiten Saisonspiel gegen den VfR Aalen um 18.30 Uhr viel passieren? Ich denke nicht. Wieso? Wer unseren Blog während der vergangenen Jahre regelmäßig gelesen hat, der kann sich denken, worauf ich hinaus will: Bei den Aalenern steht Jasmin Fejzic im Tor. Und der hat ja während seiner Zeit beim Kleeblatt Geschichte geschrieben.

Erinnern wir uns an das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund im März 2012 im Fürther Ronhof. Fejzic wurde in der 118. Minute der Verlängerung von Trainer Mike Büskens eingewechselt und erlangte dann traurige Berühmtheit. Durch einen unglücklichen Zufall konnte Jasmin ein Tor des Ex-Cluspielers Ilkay Gündogan nicht halten: Drei Sekunden vor Schluss schoss Gündogan aus 17 Metern, der Ball ging an den Pfosten, prallte an den Rücken des Keepers und von dort ins Tor. Konsequenz: Die Bundesliga-Top-Mannschaft aus Dortmund gewann damit das Spiel mit 1:0 – und wurde DFB-Pokalsieger 2012. Jasmin Fejzic war insgesamt fünf Jahre in Fürth aktiv. Er wechselte dann vor der Saison 2012/13 zum VfR.
Übrigens steht heute Abend noch ein weiteres Ex-Kleeblatt auf dem Platz: Aalens Cidimar Rodrigues da Silva sieht auf 2,5 Jahre in Fürth zurück. Bis zum Sommer 2009 erzielte er dort 12 Tore in 46 Zweitligaspielen.

Kleeblatt in Zukunft ohne Jasmin im Tor

Was hat man in den vergangenen Monaten in Fürth über Jasmin Fejzic diskutiert! Er war der Keeper, der beim DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund in der 118. Minute der Verlängerung eingewechselt wurde und dann traurige Berühmtheit erlangte. Trainer Mike Büskens hatte wohl schon mit einem Auge zum bevorstehenden Elfmeter-Schießen geschielt und wollte dem vermeintlichen „Elfmeter-Killer“ Jasmin eine Chance geben. Was dann kam, ist Legende. Durch einen unglücklichen Zufall konnte Jasmin ein Tor des Ex-Cluspielers Ilkay Gündogan nicht halten: Drei Sekunden vor Schluss schoss Gündogan aus 17 Metern, der Ball ging an den Pfosten, prallte an den Rücken des Keepers und von dort ins Tor. Konsequenz: Die Bundesliga-Top-Mannschaft aus Dortmund gewann damit das Spiel mit 1:0 – und ist inzwischen ja auch DFB-Pokalsieger geworden.
Um das Pech von Jasmin Fejzic perfekt zu machen. Beim letzten Liga-Spiel gegen Hansa Rostock wurde er wieder drei Minuten vor Ende der Partie ins Fürther Tor gewechselt. Und – man sollte es kaum glauben – er ließ in der allerletzten Minute das Tor von Ex-Clubberer Marek Mintal in den Fürther Kasten. Nur gut, dass zu diesem Zeitpunkt die Frankfurter Eintracht ihr Spiel schon verloren hattte, und das 2:2-Unentschieden des Kleeblatts unterm Strich für den Gewinn der Zweitliga-Meisterschaft und den Aufstieg egal war.
Also: Torhüter Jasmin Fejzic verlässt jetzt die SpVgg und wechselt zum Zweitliga-Aufsteiger VfR Aalen. Er spielte bereits von 2005 bis 2007 fürs Kleeblatt, ehe er für zwei Jahre nach Braunschweig wechselte. Seit 2009 war der 25-jährige Bosnier dann wieder für die SpVgg im Einsatz. In Aalen hat Fejzic einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Für ihn sicherlich eine optimale Lösung, denn beim Fürther Kleeblatt hatte er praktisch kaum Chancen, am erfolgreichen Keeper Max Grün vorbei und öfter ins Tor zu kommen.
Die Greuther-Weiber wünschen Jasmin alles Gute – vor allem mehr Glück!

Kleeblatt in Zukunft ohne Alex Walke!

Auch in der Sommerpause tut sich was bei der Spielvereinigung. Neben einigen Neueinkäufen ist jetzt vor allem die Keeperfrage entschieden: Alexander Walke wird ab der Saison 2011/12 nicht mehr im Kleeblatt-Tor stehen. Warum? Der 27-jährige Torwart muss seinen noch bis Juni 2013 laufenden Vertrag beim österreichischen Vizemeister Red Bull Salzburg erfüllen. Walke war im Januar 2011 nach Fürth gekommen, nachdem es klar war, dass Max Grün aufgrund eines komplizierten und langwierigen Schienbeinbruchs für Monate ausfallen würde. Max war bis dahin der erfolgreichste Torwart der Hinrunde gewesen. In unserem Blog haben wir ja schon zum Einstand von Alexander Walke geschrieben, ein echter Typ!
Aber auch Walke bewachte in den kommenden Monaten sehr erfolgreich den Kasten der Spielvereinigung. Es ist primär sein Verdienst, dass das Team von Mike Büskens insgesamt nur 27 Gegentore einstecken musste. Alex Walke war eine sichere Bank und ein Ruhepol beim Kleeblatt-Team. Die Saison beendete das Ronhof-Team mit einem sehr guten vierten Tabellenplatz.
Max Grün wird vermutlich ab Juni am Mannschaftstraining teilnehmen. Wie schnell er konditionsmäßig wieder topfit sein wird, wird man sehen (das Foto zeigt ihn vor einigen Monaten, damals noch an Krücken). Wer mehr über Max Grüns derzeitige Verfassung lesen möchte, dem empfehle ich das Interview „Quälen fürs Comeback“ auf der Homepage der Spielvereinigung. Wenn alles gut geht, wird Max Grün ab Juli wieder im Fürther Tor stehen!

Der neue Fürther heißt Alexander!

walkeNeuer Torwart – aber anderer Name. Nach der Eilmeldung in der letzten Woche, dass die Spielvereinigung aller Voraussicht nach Philipp Heerwagen vom VfL Bochum als neuen Keeper verpflichten wird, hat sich dann in den folgenden Tagen in der K-Frage wenig getan. Seit heute ist es klar: Der neue Mann im Fürther Tor heißt Alexander Walke.

Der 27-Jährige wird für die gerade begonnene Rückrunde der laufenden Saison vom österreichischen Klub Red Bull Salzburg ausgeliehen. Walke stand bisher in der zweiten Bundesliga in insgesamt 142 Partien für Freiburg, Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock (siehe Foto) zwischen den Pfosten. Kleeblatt-Präsident Helmut Hack sagt zur Verpflichtung des erfahrenen Torhüters auf der Homepage des Vereins:

„Wir tragen mit der Ausleihe von Walke der neuen Situation nach der Verletzung von Max Grün Rechnung. Wir gehen mit Ambitionen in diese Halbserie und das wäre mit nur zwei Torleuten zu riskant.“

Da hat der Vereinschef ohne Zweifel Recht. Team und Verein stehen mit einem erfahrenen Spieler auf der sicheren Seite. Und das ist unbedingt notwendig, denn das Projekt „Aufstieg“ ist aktueller denn je.

Alexander Walke wird am Dienstag, 18. Januar, nachmittags die erste Trainingseinheit mit seinem neuen Team im Ronhof absolvieren. Good luck, Alex!

Fürther Keeper Grün fällt für Wochen aus

Katastrophale Nachricht für die Spielvereinigung: Torhüter Max Grün ist für die nächsten Wochen außer Gefecht gesetzt. Er hat sich beim Testspiel im Trainingslager im türkischen Belek gegen den VfB Stuttgart das Bein gebrochen.

20110108_vfb_spvgg_1702Die SpVgg Greuther Fürth hat das zweite Testspiel im Trainingslager verloren. Gegen die Schwaben unterlag das Team von Trainer Mike Büskens mit 1:3. Bis zur 58. Minute lagen die Kleeblätter schon mit 0:3 zurück. Dann ereignete sich die aus Fürther Sicht schlimmste Szene: Einen langen Ball auf der linken Seite versuchte der Stuttgarter Abwehrspieler Cristian Molinaro zu erreichen, genau an der Strafraum-Grenze prallte er heftig mit Torwart Max Grün zusammen (auf dem Foto ist diese Szene genau zu sehen!). Daraufhin musste der 24-Jährige lange auf und neben dem Platz am Schienbein behandelt werden. Das einzige Tor der SpVgg fiel übrigens in der 83. Minute: Felix Klaus bediente von der rechten Seite den eingewechselten Sercan Sararer, der den Ball mühelos zum 1:3 im Tor des VfB versenkte.

Nach der Röntgenuntersuchung im Krankenhaus von Belek stellte sich dann die Verletzung von Max Grün als glatter Schienbein-Bruch heraus. Egal, wie schnell die Verletzung verheilt, der Fürther Keeper wird auf jeden Fall für mehrere Wochen, vielleicht sogar die gesamte Saison ausfallen. Ein Fiasko für das Team. Ersatzmann Jasmin Fejzic wird sich vermutlich schwer tun, die Lücke, die Grün hinterlässt, auszufüllen. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2011.
Das wird  für die gesamte Mannschaft ein harter Einstieg in die Saison nach der Winterpause. Das erste Spiel findet am 14. Januar auswärts gegen den Karlsruher SC statt.