Wer will sich vom Kleeblatt packen lassen?

Die Spielvereinigung ist ja immer für witzige Marketing-Ideen gut, ich erinnere nur an die „Unaufsteigbar“-Kampagne oder die Plakate mit den treuen Fans.
Jetzt haben die Köpfe der Kleeblatt-Kreativen wieder geraucht und einen neuen Coup gelandet: „Erst mal packen, was geht“ wird da vollmundig versprochen. Naja, das Verb „packen“ hat ja ganz unterschiedliche Bedeutungen: begeistern, elektrisieren, fesseln, aber auch „derb anfassen“ oder „sich davonmachen“, frei nach dem fränkischen Abschiedssatz „Wir packen’s dann mal“. „Packen“ kann aber auch etwas ganz anderes bedeuten… Aber Greuther-Weiber sind ja eher zurückhaltend und werden hier nicht ins Detail gehen.
Im Falle des SpVgg-Plakats gibt uns der abgebildete Koffer dann die richtige Worterklärung: „1. Liga – Wir haben es uns verdient“ steht da. Und: „Spielvereinigung Greuther Fürth – Wir wissen, wo wir herkommen“. Ach so, die Kleeblätter packen ihre Koffer, um in den nächsten Monaten zu Bundesliga-Spielen in ganz Deutschland zu reisen und werden dann mit „feindlichen“ Trikots und Schals zurückkehren. O.k., Jungs, dann packt in den nächsten Monaten mal, was geht!

Kleeblattfans in Prügellaune

Das muss ja nun wirklich nicht sein! Kleeblattfans sind unangenehm aufgefallen und haben sich aggressiv gezeigt. Ort des Geschehens war der Würzburger Hauptbahnhof: Mit Pfefferspray musste dort die Polizei zwischen etwa hundert Fußballfans Schlimmeres verhindern.
Etwa 200 Anhänger der Spielvereinigung waren am Sonntag – so die Angaben der Bundespolizei – nach dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC  in Würzburg umgestiegen. Die Situation eskalierte beinahe, als die Fürther zehn Fans eines Würzburger Fußballvereins entdeckten. Daraufhin hätten etwa 100 Fürther Fans versucht, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Die meisten von ihnen seien betrunken und gewaltbereit gewesen. Mit Pfefferspray konnten die Einsatzkräfte die Fans zurückdrängen und eine größere Prügelei verhindern. Die Beamten begleiteten die Raufbolde schließlich bis nach Fürth – ohne weitere Zwischenfälle.
Auch schon beim Spiel in Karlsruhe gab es – angeblich – massive Probleme mit Fürther Fans. Unser Foto zeigt die „Polizeibewachung“ von Kleeblattfans beim Abmarsch aus dem KSC-Stadion.
Das ist alles wahrlich keine gute Werbung für die Kleeblatt-Fans. Den Ärger über ein nicht gewonnenes Spiel kann man doch wohl sinnvoller abreagieren. Außerdem ist alles vollkommen unnötig, wenn der eigene Verein gerade einen Lauf hat und Tabellenführer ist.

Merry Christmas, Kleeblatt!

Die Spielvereinigung kann gelassen und optimistisch Weihnachten feiern. Das letzte Spiel gegen Düsseldorf war mit der 0:1-Niederlage zwar kein Erfolg, aber immerhin liegt die Mannschaft mit 30 Punkten auf einem sechsten Tabellenplatz. Das wirkt auf den ersten Blick nicht allzu gut, aber die Kleeblätter sind nur drei Punkte von der Tabellenspitze – die gerade der FC Augsburg inne hat – entfernt.

Unsere geliebte Nachbarmannschaft und unsere Blog-Kollegen von den „3 Clubfreunden“ in der östlichen Vorstadt von Fürth sind ja schon mit 22 Punkten und Platz 11 zufrieden. Als Indiz dafür lese man mal den Blogbeitrag „Fröhliche Weihnachten!“. Da kann man mal sehen, wie bescheiden Nürnberger sein müssen.

Die Kleeblätter sollten den Heiligen Abend und die Feiertage genießen. Schon am 2. Januar werden sie beim 33. Frankfurter Hallenturnier antreten und sich hoffentlich sportlich von ihrer besten Seite zeigen. Danach geht’s ab in die Türkei ins Trainingslager. Um dann in die zweite Hälfte der Bundesligasaison am 14. Januar 2011 mit dem Spiel gegen den Karlsruher SC zu starten.

Vor ziemlich genau einem Jahr war der Verein in einer Umbruchphase:  Trainer Benno Möhlmann hatte sich aus Fürth verabschiedet. Sein Nachfolger Michael „Mike“ Büskens hat es peu à peu geschafft, mit Konsequenz und Ruhe die Mannschaft neu zu motivieren. Einige Spieler werden die SpVgg zum Jahresende verlassen (z.B. Kevin Kampl). Ich denke, die Kleeblatt-Profis haben auf jeden Fall genug Substanz, um sich in den nächsten Monaten wacker zu schlagen.

Die „Greuther-Weiber“ wünschen allen Fans, der Mannschaft der SpVgg und dem Verein ein frohes Weihnachtsfest.
Und den „3 Clubfreunden“ übrigens auch. Wir sind ja nicht so!