Kleeblattfans wollen „ihren“ Schröck zurück

Vor gut zwei Wochen haben wir darüber gebloggt, dass das Kleeblatt-Urgestein Stephan Schröck gerne wieder zurück nach Fürth kommen möchte. Nicht nur für ein paar Tage an Weihnachten, sondern endgültig – seine hier lebende Frau erwartet im März das zweite Kind. Ob Schröck auch zur Spielvereinigung zurückkehren wird, steht allerdings nach wie vor in den Sternen.

Zuletzt lief  „s´ Schröggla“ (wie er auf Fürtherisch gern genannt wird) im Dezember 2015 beim Spiel gegen RB Leipzig im Ronhof auf. Unter anderem wegen Schröcks Weigerung, auf einer Position zu spielen, die der damalige Trainer Stefan Ruthenbeck für ihn vorgesehen hatte, musterten ihn Verein und Coach in der Winterpause aus. Der deutsch-philippinische Fußballer heuerte daraufhin beim FC Ceres La Salle an, dem damals amtierenden Meister der Philippinen. In 46 Spielen in vier verschiedenen Wettbewerben schoss der Mittelfeldspieler 29 Tore. Jetzt will er im Dezember die Südostasienmeisterschaft gewinnen.
Schröcks Vertrag bei der SpVgg läuft noch bis Juni 2018. Wie der Verein mit einer Rückkehr des Publikumslieblings  umgehen würde/wird, weiß niemand. Es bleibt spannend. Vielleicht hat Schröck beim neuen Trainer Janos Radoki sogar bessere Karten als bei Ruthenbeck?

Wir haben im unserem Blog die Leser abstimmen lassen, ob Stephan Schröck nach Fürth zurückkehren soll. Das Ergebnis ist eindeutig: Von (bis heute) 437 abgegebenen Stimmen waren 82 Prozent dafür, dass er wieder zum Team gehören und für das Kleeblatt spielen soll.

Deshalb haben wir mit Stefan Schröck über Facebook Kontakt aufgenommen, um zu erfahren, wie er auf diesen „Liebesbeweis“ der Kleeblattfans reagiert. Hier die Antwort:

… vielen Dank erstmal, ich bin sehr gerührt und ein bisschen sprachlos, um ehrlich zu sein. Ich komme gerne nach Hause! Und ich freue mich sehr, dass mich nicht wenige noch in ihren Reihen haben möchten 🙂 !!! Wenn der Verein es zulässt, werde ich diese tolle Art von Wertschätzung gerne auf dem Platz zurückzahlen … Liebe Grüße nach Färrd 😊 Schröcky.“

Berisha-Brüder gehen international getrennte Wege

Die erste Länderspielpause in der Saison 2016/17 ist schon in dieser Woche. Die Profis der Spielvereinigung sind mit insgesamt drei Spielern international vertreten. Die interessanteste Herausforderung hat der Kleeblatt-Stürmer Veton Berisha: Mit der norwegischen Auswahl trifft er am Sonntag, 4. September, um 20.45 Uhr zu Hause in Oslo auf die deutsche Fußballnationalmannschaft. Bei dem Duell geht es ja schon um die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Beide Nationalteams sind in der Gruppe C. Vetons fußballspielender (ein Jahr älterer) Bruder Valon Berisha wird in Zukunft allerdings nicht mehr gemeinsam mit Veton für Norwegen auflaufen. Valon Berisha, der im zentralen Mittelfeld spielt, verkündete am Donnerstag seinen Wechsel zur Nationalmannschaft des Kosovo.
Valon Berisha wurde 1993 in Malmö geboren und besitzt neben der kosovarischen auch die norwegische Staatsbürgerschaft. Er absolvierte insgesamt 56 Spiele für norwegische Nachwuchsteams und erzielte dabei sechs Tore. Beim King’s Cup 2012 in Thailand gab er sein Debüt für die A-Nationalmannschaft. Mit der U-21-Nationalmannschaft erreichte er das Halbfinale der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2013 in Israel. Valon Berisha ist seit Ende Juli 2012 bei Red Bull Salzburg unter Vertrag.
Veton Berisha durchlief von der U-15 an alle Jugendnationalmannschaften des norwegischen Fußballbundes. Von August 2013 bis März 2016 kam er 15-mal für die U-21-Auswahl zum Einsatz und erzielte insgesamt zwei Tore. Am 29. Mai 2016 debütierte Berisha bei der 0:3-Niederlage gegen Portugal in der A-Nationalmannschaft. Eine Woche später erzielte er bei einer 2:3-Niederlage gegen Belgien sein erstes A-Länderspieltor.
Neben Veton Berisha steht am Wochenende übrigens auch Nürnbergs Innenverteidiger Even Hovland im norwegischen Kader.
Die aktuelle Nummer 1 im Fürther Tor – Balázs Megyeri – reist mit dem ungarischen Nationalteam auf die Färöer Inseln. Das Qualifikationsspiel der Ungarn findet am 6. September statt. Last but not least: Auch das Kleeblatt George Davies wurde für sein Land berufen: Der Mittelfeldspieler tritt am Samstag, 3. September, mit der Nationalelf Sierra Leones zum Qualifikationsspiel für den Afrika Cup gegen die Elfenbeinküste an.

Armer Wackel-Dackel!

KopfloserHundWir befinden uns noch in der Prä-Fußball-Europameisterschafts-Zeit. Und der Start in die neue Saison der Zweiten Liga Anfang August liegt noch in viel weiterer Ferne. Trotzdem wird man an allen Ecken und Enden mit dem Thema Fußball konfroniert.

Als ich heute in die Fürther Innenstadt ging, ist mir ein bizarres Szenario am Rand der Königstraße ins Auge gesprungen. Vor einem Mietshaus stand direkt vor der Haustür eine kleine, offenbar herrenlose Gestalt. Es handelte sich um einen sogenannten „Wackel-Dackel“, den  – so meinte ich – bis vor wenigen Jahren viele besonders spießige Autofahrer auf der „Hutablage“ ihres Opels oder Fords hatten. Allerdings habe ich recherchiert: Ein Wackeldackel ist die Nachbildung eines Dackels aus Kunststoff, dessen Kopf beweglich gelagert ist, so dass der Wackeldackel, wenn er auf der Hutablage oder dem Armaturenbrett eines fahrenden Pkw steht, den Kopf bewegt (mit ihm wackelt). Den Wackel-Dackel gibt es seit 1965. Er feierte Ende der 1990er Jahre durch einen Aral-Werbespot sein Comeback. Nach Angaben des Coburger Produzenten Heinze & Co. wurden 1999 in acht Monaten über 500.000 Exemplare verkauft (laut Wikipedia).

Also: Hier stand der Wackel-Dackel. Und er wies zwei Besonderheiten auf: Zum einen hatte er keinen Kopf mehr, war also ohne Hirn und Verstand. Zum anderen trug er ein kleines schwarzes Jäckchen mit einem 1. FC Nürnberg-Aufnäher. Jetzt stellt sich mir die naheliegende Frage: Hat ein frustrierter Clubfan nach der verlorenen Relegation gegen Eintracht Frankfurt erst den Kopf des Dackels entfernt, zwei Wochen gelitten und jetzt das Spielzeug herzlos ausgesetzt? Oder will ein Kleeblattfan allen Nürnberger Autofahrern, die die Fürther Königstraße entlangfahren, signalisieren: So sehen wir SpVgg-Anhänger die Zukunft des Clubs: Einsam, kopflos und ohne Orientierung.