Kleeblatt-Tourismus – nicht in Fürth!

Es ist nicht so, dass Fürth quasi alles gepachtet hat, was mit dem Begriff  „Kleeblatt“ zu tun hat. Das will ich ja auch gar nicht behaupten. Aber da war ich dann doch leicht irritiert:  Der Bruder von Greutherweib uwo war mit seiner Frau beim Langlaufen und hat uns von dort – mit seinem typisch verschmitzten Augenzwinkern – den lokalen Loipen-Flyer mitgebracht. Und was steht da? „Insgesamt über 90 km bestens gepflegte Loipen für Klassik-Läufer und Skater in allen vier Kleeblattgemeinden“. Was heißt da „Kleeblattgemeinden“? Fürth hat das Kleeblatt im Stadtwappen, die Spielvereinigung trägt es in der Vereinsfahne. Und die Spieler werden – egal ob Amateure oder Profis – „Kleeblätter“ genannt. Und jetzt nehmen vier kleine Orte im Süden Deutschlands das Attribut „Kleeblatt“ für sich in Anspruch? Aber eine der wichtigsten Charaktereigenschaften der Greuther-Weiber ist Souveränität. Deshalb stehen wir den Orten Balderschwang, Hittisau, Riefensberg und Sibratsgfäll (!) gelassen gegenüber. Und würden uns freuen, wenn die vier Allgäuer Kleeblattgemeinden beim DFB-Pokal-Halbfinale gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund den Fürther Kleeblättern alle Daumen drücken würden.