Das erste Spiel ohne Coach Mike Büskens

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden belebenden Blick, im Tale grünet Hoffnungsglück; der alte Winter, in seiner Schwäche…“ – so poetisch will ich nach meinem Winterurlaub gar nicht sein. Lassen wir Faust Faust sein (außerdem liegt in Fürth ja noch viel Schnee) und konzentrieren uns ganz auf das heutige Spiel gegen Bayer Leverkusen im Fürther Ronhof.
Das erste Mike Büskens-freie Spiel begann für das Kleeblatt gut: Es stand massiv in der Offensive, ließ dem Tabellendritten keine Chancen auf echte Angriffe, geschweige denn auf Tore, blieb bei Standards brandgefährlich. Castro musste in der 30. Minute einen Kopfball von Kapitän Mavraj nach einer Ecke durch Geis auf der Linie klären.
Überragend war nicht nur in den ersten 45 Minuten Kleeblatt-Keeper Wolfgang Hesl. Er hielt, was zu halten war. Die Leverkusener kamen nicht zum Abschluss. Und so blieb es auch in der zweiten Halbzeit. Das Kleeblatt – vielleicht motiviert von Interimstrainer Ludwig Preis? – zeigte Leidenschaft und Herz. Wie so oft hatte man als Spielbeobachter das Gefühl, dass der Schiedsrichter eher auf Seiten der in der Bundesliga etbalierteren Leverkusener Mannschaft war.
Es blieb am Ende beim 0:0-Unentschieden. Ein gelungener Einstand für Preis. Übrigens war das Stadion nicht gigantisch gut besucht: Nur 14 635 Zuschauer waren gekommen. Alles nur wegen des bescheidenen kalten Wetters, oder wollten viele Fans ein Zeichen setzen und demonstrieren, dass sie mit der Entlassung von Mike Büskens alles andere als einverstanden sind?
In der nächsten Woche bleibt’s spannend. Präsident Helmut Hack führt ernstzunehmende Gespräch mit Ralph Hasenhüttl. Vielleicht sitzt der beim Spiel gegen den Hamburger SV am kommenden Samstag schon auf der Trainerbank der Weiß-Grünen?