Drei „big points“ fürs Kleeblatt

Gestern habe ich noch von Masochismus geschrieben, wenn ich über die Situation der Spielvereinigung nachdenke. Heute sieht alles zumindest schon etwas entspannter aus. Denn das Kleeblatt hat das Heimspiel gegen Dynamo Dresden glücklich mit 1:0 gewonnen. Und sich mit drei Punkten auf den Relegationsplatz vorgeschoben.

Ich saß auf dem Balkon meiner Ferienwohnung in der Steiermark und konnte mir alles auf dem Computer ansehen (Foto). Und die Partie ging aus Fürther Sicht gar nicht gut los: Die Sachsen – mit starker Unterstützung zahlreicher angereister Fans – hatte in den ersten Minuten eine Chance nach der anderen. Die sie – Gott sei Dank! – nicht in Tore verwandeln konnten. Das Kleeblatt vermittelte den Zuschauern den Eindruck einer unsicheren Mannschaft, die ihrem Erfolg vergangener Jahre und insbesondere ihrem Selbstvertrauen hinterherläuft. Besonders gefährlich wurde es dann in der 25. Minute, als Lukas Röser den Ball aus dem Lauf wuchtig aufs Fürther Tor drosch. Zum Glück fürs Kleeblatt nur an die Torlatte.
Doch dann passiert es fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff: Maximilian Wittek jagt einen 30-Meter-Freistoß aufs Tor, der Ball prallt als Aufsetzer an den Pfosten. Lukas Gugganig reagiert aufmerksam und schießt die Kugel aus zehn Metern ins Dresdner Tor. Das war erste Treffer der SpVgg im Jahr 2018.
In der zweiten Halbzeit fand das Kleeblatt dann gut ins Spiel und bewies Kampfgeist. Wittek war heute der für mich beste Fürther Spieler: In der Abwehr, im Angriff, seine beherzten Aktionen machten den 10.390 Zuschauern im gut besuchten Stadion im Ronhof Spaß. Und auch Khaled Narey (der ohne Not zweimal den Ball völlig verpeilt zurück zum Fürther Torwart gab) gelangen immer öfter gute Abschlüsse.
Insgesamt ein glücklicher, ja schmeichelhafter Sieg fürs Kleeblatt. Aber die drei „big points“ könnten insgesamt sehr wichtig sein. Die Spielvereinigung liegt jetzt auf dem Relegationsplatz. Allerdings muss ja der SV Darmstadt 98 noch ein Spiel gegen den FC Kaiserslautern nachholen. Da könnte sich in der Platzierung wieder etwas ändern. – Die Spielvereinigung fährt am kommenden Samstag, 17. Februar, zu Fortuna Düsseldorf, dem aktuellen Tabellenführer. Aber: Das Kleeblatt hat das Hinspiel im Ronhof immerhin mit 3:1 gewonnen. Vielleicht kein schlechtes Omen.