Wiedersehen im Sportpark Ronhof

Das wird eine rechte Wiedersehensfreude, wenn am kommenden Sonntag, 15. September, um 13.30 Uhr die Begegnung zwischen der Spielvereinigung und dem VfL Bochum im Fürther Ronhof stattfindet. Drei jetztige Kleeblätter – Martin Meichelbeck, Rouven Schröder und Mirko Dickhaut – haben alle mal für den Ruhrpott-Verein gespielt und arbeiten nun gemeinsam für das Fürther Kleeblatt. Die ehemaligen VfL-Profis füllen hier inzwischen ganz wichtige Positionen aus (das Foto zeigt alle mit Frank Kramer auf der Trainerbank). Zwei Jahre lang, von 2000 bis 2002, waren Meichelbeck (36), Schröder (37) und Dickhaut (42) in Bochum Teamkameraden. Martin Meichelbeck arbeitet seit dem 1. Juli 2011 beim Kleeblatt als sportpsychologischer Coach, er leitet den Lizenzbereich und den Bereich Medizin/Sportpsychologie.
Rouven Schröder hat rund 140 Spiele für den VfL bestritten, darunter acht Partien in der Bundesliga sowie 16 in der Zweiten Liga. Ende Juni 2012 wurde Schröder bei der Spielvereinigung Greuther Fürth Koordinator der Lizenzmannschaft, am 4. Januar 2013 sportlicher Leiter. Nach der Beurlaubung des Cheftrainers Mike Büskens im Februar 2013 leitete Schröder an der Seite des Interimstrainers Ludwig Preis vorübergehend den Trainingsbetrieb der damaligen Bundesligamannschaft. Auf der Bochumer Vereins-Website ist ein gutes Interview mit Rouven Schröder – „Der VfL wird mich immer begleiten“- zu finden.
Last but not least: Im Juni 2013 unterschrieb Mirko Dickhaut einen Zwei-Jahres-Vertrag bei der SpVgg, er trat als Co-Trainer die Nachfolge von Ludwig Preis an und unterstützt an der Seite von Coach Frank Kramer die 1. Mannschaft.

Für riesige Wiedersehensfeiern wird am Sonntag aber nicht viel Zeit sein. Dem Kleeblatt ist ein Sieg und der Erhalt der Tabellenführung sehr wichtig. Und für VfL-Trainer Peter Neururer geht es am Sonntag in erster Linie darum, dass seine Spieler Druck erzeugen und die Fürther ins Schwitzen bringen. Das letzte Spiel gegen Paderborn hat Bochum zwar mit 4:2 gewonnen, die Mannschaft steht derzeit aber mit acht Punkten nur auf dem 10. Tabellenplatz. Und es würde ihnen gut zu Gesichte stehen, den Kleeblättern zu zeigen, wo es ihrer Ansicht nach im Fußball lang geht. In der Bilanz haben die Kleeblätter von zehn Spielen gegen den VfL Bochum vier gewonnen, eines verloren und fünf Mal unentschieden gespielt.
Unser Greuther-Weiber-Tipp lautet: Das Spiel endet 2:1 für die Spielvereinigung.

Trainingslager wird zum Lazarett

Bei der Wahl ihres Trainingslagers haben sich die Fürther nicht lumpen lassen. Nach Tirol hat es das Kleeblatt verschlagen, ins malerische Kitzbühel. Trainiert wird auf einem wunderschönen Rasenplatz mit direktem Blick auf die Berge, man schläft und speist im Vier-Sterne Hotel Kitzhof. Klingt irgendwie mehr nach Aktivurlaub als nach knallharter Saisonvorbereitung, oder?
Bislang allerdings scheint sich das Trainingslager eher zum Lazarett zu entwickeln. Von Anfang an war der Kader ja schon nicht gerade groß, der nach Österreich mitkam. Nur 16 Feldspieler konnte Möhlmann für die acht Tage in Tirol einchecken; das war eigentlich anders geplant, zumal er bei den insgesamt drei anberaumten Testspielen gerne personell ein bisschen durchgemischt hätte. Doch wie das häufig so ist im Leben, kam zum fehlenden Glück auch noch Pech dazu. Nachdem Innenverteidiger Martin Meichelbeck aus familiären Gründen wie es heißt, zwischenzeitlich abreisen musste, droht Thomas Wörle, der ja schon seit längerem an einer Erkrankung des Immunsystems leidet, gar der Totalausfall. Und dann hat es jetzt auch noch Bernd Nehrig erwischt, der einen Schlag aufs Sprunggelenk verpasst bekam. Beim Testspiel gegen Panathinaikos Athen (Endstand 1:2) zogen sich außerdem Kim Falkenberg als auch Sami Allagui einige Blessuren zu.
Bleibt nur zu hoffen, dass alle Kränkelnden und Verletzten bis zur Heimreise noch ganz viel frische Tiroler Luft einatmen und sich im sicherlich luxuriösen Wellnessbereich des Hotels schnell wieder aufpäppeln lassen. Lange ist es schließlich nicht mehr hin bis zum Saisonstart.