„Maskenmann“ Caligiuri kann’s noch!

Jubel nach dem Führungstreffer durch „Maskenmann“ Marco Caligiuri (F.: Sportfoto Zink)

Großes Aufatmen bei den Fans und der Spielvereinigung! Das Kleeblatt hat das gefürchtete Zweitligaspiel gegen Jahn Regensburg mit 2:0 gewonnen. Zum ersten Mal nach 1976 ist es dem Team aus Fürth gelungen, die Oberpfälzer Mannschaft in deren Stadion zu besiegen.
Dabei startete das Spiel mit deutlichen Vorteilen für die Regensburger, beim Kleeblatt fehlte ein wahrnehmbares Konzept. Die Partie war mit Fehlpässen, Fouls und – als Konsequenz – Gelben Karten gespickt. Nach der Halbzeitpause in der 53. Minute endlich eine Riesenchance für die SpVgg: Redondo spielt im Fallen einen Pass auf Sebastian Ernst, der ist frei vor dem Regensburger Keeper Pentke und schießt viel zu hoch übers Tor. War wohl nix!

Dann in der 64. Minute ein Quäntchen weiß-grünes Glück: Schiedsrichter Tobias Stieler legt einen Kontakt im Laufduell zwischen Markus Palionis und Daniel Keita-Ruel als taktisches Foul aus, daraus folgt die zweite Verwarnung für den Regensburger Innenverteidiger. Was Gelb-Rot zur Folge hat, ab jetzt sind nur noch zehn Jahn-Spieler auf dem heimischen Platz.

Die große Stunde des Fürther Kapitäns Marco Caligiuri, der aufgrund des Nasenbeinbruchs im Spiel gegen den Hamburger SV mit einer Maske spielt, schlägt kurz darauf: Eine Ecke von Maxi Wittek von der linken Seite verlängert Paul Seguin auf das lange Eck. Dort kommt Caligiuri angelaufen und vollendet aus spitzem Winkel: 1:0 fürs Kleeblatt (71. Minute)! Doch das Leben ist oft hart. Gerade noch als Torschütze von den angereisten Kleeblattfans lautstark gefeiert, ist der Fürther Capitano kurz darauf Schuld an einem Elfmeter: Eine harmlose Flanke von der rechten Seite bekommt Caligiuri unglücklich an die Hand. Stieler zeigt gnadenlos auf den Elfmeterpunkt. Doch dann wird Sascha Burchert zum „man of the match“. Er pariert den schwach getretenen Handelfmeter von Andreas Geipl und kann den unplatzierten Schuss im Nachfassen sogar noch festhalten.

Vier Minuten Nachspielzeit. Der in der 91. Minute eingewechselte Joker David Raum macht den Sack endgültig zu. Alle warten auf den Schlusspfiff, als David Atanga die Unaufmerksamkeit der Regensburger ausnutzt und den Ball an Raum abgibt, der nur noch einschieben muss. 2:0 lautet der Endstand. Vielleicht sind das am Ende der Saison drei big points? Nach der Länderspielpause empfängt die SpVgg am Sonntag, 31. März, Arminia Bielefeld. Der Beginn einer harten Woche, denn am 4. April steht das Nachholspiel gegen Dynamo Dresden an und am 7. April die Partie gegen Darmstadt. Vorteil: Alle drei Spiele finden im Ronhof statt.