Mike Büskens geht – wer kommt?

RB Leipzig - SpVgg Greuther FürthGanz ehrlich: Ich kann Mike Büskens verstehen. Gestern Abend hat er die Spielvereinigung darüber informiert, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Wie ich finde, eine nachvollziehbare Entscheidung. Er kam am 23. Februar für Trainer Frank Kramer nach Fürth, dem es einfach nicht gelungen war, das Kleeblatt zum Siegen zu bringen. Der “Aufstiegsheld” von 2012 sollte die Spielvereinigung vor dem drohenden Abstieg in die Dritte Liga bewahren. Das ist am vergangenen Wochenende trotz der 0:2-Niederlage bei RB Leipzig auch gelungen.

Aber reden wir nicht um den heißen Brei herum: Frank Kramer ist ein guter und effektiver Coach (er betreut ab der neuen Saison 2015/16 Fortuna Düsseldorf), und auch Mike Büskens versteht sein Handwerk. Dass sein Team bei 12 Spielen unter seiner Regie nur zwei Siege einfahren konnte – das ist mit Sicherheit nicht die “Schuld” des Trainers.

Die Krux bei der Spielvereinigung hat zwei Gründe: Präsident Helmut Hack definiert den Verein zum einen als Ausbildungsstätte, d.h. junge Spieler, die hier ausgebildet und aufgebaut werden, werden umgehend verkauft. Mit ihnen kann der Kleeblatt- Trainer nicht rechnen. Und zweitens: Helmut Hack ist stolz auf seine ausgeglichene finanzielle Bilanz. Dass man einfach, um sich in der Zweiten, noch gravierender: Ersten Bundesliga zu behaupten, als Verein tiefer in die Tasche greifen muss, das hört Hack nicht gerne. Seit dem Ausfall von Ilir Azemi und der nicht allzu nachhaltigen Leistung des Fürther Angriffs war spätestens nach der letzten Winterpause klar: Das Kleeblatt brauchte dringend einen guten, draufgängerischen Stürmer, um das zu machen, worauf es unterm Strich ankommt: Tore zu schießen.

Mike Büskens ging das Geeiere in den letzten drei Monaten mit drohendem Abstieg in die Dritte Liga sicher an die Nieren und auf die Nerven. Er hat jetzt seine Konseqenzen gezogen. Vor drei Jahren – als es nach dem Aufstieg in die Bundesliga unsicher war, ob Büskens seinen Vertrag beim Kleeblatt verlängern wird – habe ich in unserem Blog eine Art Brief an seine Frau geschrieben, in dem ich alles für Fürth in die Waagschale geworfen habe. Dieses Mal mache ich das nicht, denn ich kann Büskens verstehen. Freie Trainerstellen gibt es im deutschen Profi-Fußball im Moment ja genug. In einer Presseinformation des Vereins wird Büskens mit folgenden Worten zitiert: “Ich habe von Anfang an gesagt, dass das Engagement auf zwölf Spiele ausgelegt war. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern und Fans für die fantastische Unterstützung in dieser schweren Zeit bedanken und wünsche der Spielvereinigung eine erfolgreiche Saison 2015/2016.”

Wer als Büskens-Nachfolger nach Fürth kommen wird? Favorit für den Posten soll Stefan Ruthenbeck sein, der mit dem VfR Aalen in die Dritte Liga abgestiegen ist. Bestätigen will man die Gerüchte bei der SpVgg nicht, Manager Michael Mutzel erklärte anlässlich des Büskens-Abschieds: “Wir werden nun intensive Gespräche führen und sind zuversichtlich, dass wir zeitnah den Nachfolger vorstellen können.” Na, dann nur zu!

3:0 – Der langersehnte Heimsieg ist da!

SpVgg Greuther Fürth - Fortuna Düsseldorf“Oh, wie ist das schön!”, schallte es durch das Stadion am Laubenweg. Zu Recht. Nach 211 Tagen war er heute da: der langersehnte Heimsieg. Die Partie gegen Fortuna Düsseldorf beendete die Spielvereinigung souverän mit 3:0. “Hurra, hurra, das Kleeblatt ist wieder da”, schrieb ein Fan auf Facebook. Und damit spricht er vielen aus der Seele.
Wir Greuther-Weiber hatten heute schon vor dem Spiel ein gutes Gefühl. Das Tierorakel Daisy hatte sich nach kurzem Zögern für den Kleeblatt-Fressnapf entschieden – und damit ihren Fußballverstand mit Nachdruck dokumentiert. War der Sieg also sicher?

Das Spiel begann mit druckvollem Spiel der Kleeblätter, die erste wirkliche Chance hatten dann aber die Düsseldorfer Fortunen. Dann sollte es jedoch in der 29. Minute zu einer intelligenten Aktion mit Folgen kommen: Lam fälschte einen Querpass zu Marco Stiepermann (auf dem Foto rechts) ab, der die Chance ergriff und cool aus 16 Metern zum 1:0 ins Düsseldorfer Tor traf. Das war für die Fans im Ronhof wie ein Befreiungsschlag, den sie mit lautstarker Rückendeckung für ihre Mannschaft untermauerten. Kurz vor dem Pausenpfiff wäre Stephan Schröck beinahe ein tolles Tor gelungen, das ihm jeder, der sein Engagement in den letzten Monaten miterlebt hat, gegönnt hätte. Aber der Pfosten stand im Wege. Und dann war es in der 49. Minute schon wieder Schröcki, der es als Passgeber an Robert Zulj möglich machte, dass der zum 2:0 erhöhte. Trainer Mike Büskens begeisterte sich am Spielfeldrand wie ein HB-Männchen und ließ seiner Freude freien Lauf. Es roch verdammt nach dem ersten Heimsieg seit seiner Übernahme des Trainerjobs von Frank Kramer. Das 2:0 toppte Goran Sukalo dann noch in der 66. Minute: Stiepermann war ungehindert mit dem Ball nach vorne gelaufen, behielt den Überblick und gab dem mitgelaufenen Sukalo die Kugel ab. Der fackelte nicht lange und schoss aus 15 Metern mit einem Rechtsschuss zum 3:0.

3:0 blieb dann auch der Endstand vor 11.845 Zuschauern – ein wichtiges Spiel und lebenswichtiges Resultat für die Spielvereinigung im Abstiegskampf. Noch dazu unterlag gleichzeitig 1860 München zu Hause gegen Union Berlin (danke für die Schützenhilfe nach Berlin!), der VfR Aalen hatte mit seiner 2:4-Niederlage gegen Bochum ebensowenig Glück. Das heißt: Das Kleeblatt hat sich mit dem heutigen Sieg Luft verschafft und mit 34 Punkten den 14.Tabellenplatz gefestigt. Am kommenden Sonntag geht es zum FC Heidenheim. Noch drei Spieltage, es bleibt spannend. Aber ich denke, nicht nur das Tierorakel Daisy hat das sichere Gefühl, dass die Spielvereinigung in der Zweiten Liga bleiben wird.

Mike Büskens: “Entscheidung bis Donnerstag”

Das Zittern um die Trainerfrage bei der Spielvereinigung wird nur noch wenige Tage dauern. Nach dem 2:2-Unentschieden bei Absteiger Hansa Rostock und dem Gewinn der Meisterschaft der zweiten Liga hat Coach Mike Büskens angekündigt, dass die Entscheidung um sein Bleiben in Fürth “sehr zeitnah” fallen werde. Im TV-Sender Sky sagte Büskens: “Ich konnte die Tage nutzen, mir mal eine Übersicht zu verschaffen, was ich mache, um zu schauen, was passt. Wo kann ich mich wiederfinden?” Spätestens am Donnerstag werde geklärt sein, ob er Fürth treu bleibt.

Die Kleeblatt-Mannschaft hat sich nach dem letzten Saisonspiel an der Ostsee für drei Tage auf den Weg nach Mallorca gemacht, um dort zu relaxen und auch zu feiern. Am Donnerstag werden die Kleeblättler nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Fürth offiziell die Meisterschale bekommen. Spätestens dann soll die Mannschaft wissen, wer sie in der kommenden Spielzeit trainiert.
In vielen Sport-News-Tickern wird Mike Büskens als zukünftiger Trainer von Bayer Leverkusen oder – und das konkretisiert sich immer mehr – des 1. FC Köln gehandelt. Letzteres ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, denn jetzt einen Verein zu trainieren, der gerade von der ersten in die zweite Bundesilga abgestiegen ist, was ist daran reizvoll? Oder hat Mike Büskens eben ein Herz für Underdogs und will mit dem Kölner Traditionsverein beweisen, dass er “der” Macher von Aufsteigermannschaften ist?
Und wer könnte im worst case – dem Weggang von Büskens – zum Kleeblatt kommen? Gerüchte gibt es viele. Für die Stadt Fürth, das neuentdeckte Selbstbewusstsein der Kleeblatt-Fans und auch die gesamte Spielvereinigung wäre der Weggang von Büskens auf jeden Fall ein Tiefschlag.
“Ich war Meister der Herzen, jetzt Meister der 2. Liga, das ist doch schön”, brachte es Büskens in Rostock auf den Punkt. Warum dann nicht Deutscher Meister mit der Spielvereinigung in der Bundesliga in der kommenden Saison? Der FC Kaiserlautern hat es vorgemacht. 1998 ist ihnen die wohl größte Sensation in der Geschichte des Deutschen Fußballs gelungen: Als Aufsteiger holte der FCK unter Trainer Otto Rehhagel die Deutsche Meisterschaft. Eine Leistung, die nie zuvor und auch nie danach wiederholt werden konnte. Das wäre doch vielleicht eine Herausforderung für einen Coach wie Mike Büskens?

 

4:0 bei Union Berlin – Kleeblatt in der Spur!

Das Kleeblatt in Berlin. In der Vergangenheit waren die Spiele gegen den 1. FC Union Berlin meistens Erfolge für die Spielvereinigung. So auch heute. Nach dem letztendlich doch verkorksten Heimspiel gegen die Eintracht aus Frankfurt gewannen die Fürther klar und deutlich heute mit 4:0. Verdient.

Rasant begann das Spiel in der Alten Försterei vor zirka 15 000 Zuschauern. Schon in der 8. Minute traf Heinrich Schmidtgal ins Tor der Gastgeber. Das brachte Pfeffer ins Spiel, und Olivier Occean vergrößerte den Torvorsprung auf 2:0. Nach der Pause dann der nächste Treffer: Wieder Occean. Der Junge lässt uns hoffen, dass die nächsten Spiele für das Kleeblatt keine Flops werden. Es ging ein Pass von Edgar Prib voraus. Nach mehreren Gelben Karten und einer Gelb-Roten für Schmidtgal ging es in der anfangs ausgeglichenen Partie dann Schlag auf Schlag. Max Grün, der sich in der letzten Woche noch gegen Vorwürfe wehren musste, dass Alexander Walke vielleicht der bessere Torwart wäre, hielt einen Foulelfmeter. Super gemacht! Als I-Tüpfelchen folgte dann vier Minuten später der verwandelte Elfer durch Bernd Nehrig.

4:0 – von einem Ergebnis in dieser Größenordnung hätte Coach Mike Büskens in den vergangenen Tagen nur träumen können. Das Kleeblatt hat bewiesen, dass es das Frankfurter Fiasko – 2:3-Niederlage  nach 2:0-Führung – offenbar verkraftet hat. Dass Union Berlin vielleicht nur mit halber Konzentration dabei war, ist der Mannschaft nicht zu verdenken. Die Fans in der Alten Försterei im Berliner Stadtteil Köpenick waren powervoll wie immer. Aber die Medienberichte über die Stasivergangenheit des Vereinspräsidenten sowie die Eskapaden des Keepers haben sicherlich nicht dazu beigetragen, dass die Berliner Spieler auf dem Platz einen freien Kopf hatten.

Kurzum: Das Kleeblatt ist in der Spur, und die Greuther-Weiber werden hoffentlich noch über viele Siege berichten können.

 

Talk am Donnerstag: Büskens, Möhlmann, Gerling

Am kommenden Donnerstagabend, 5. Mai, ist ab 19.10 Uhr wieder Talkzeit im Stadtmuseum Ludwig Erhard. Günter Gerling, Benno Möhlmann und Mike Büskens diskutieren bei der dritten Veranstaltung der Reihe “Abend-Kultur” über ihre Zeit beim Kleeblatt, die Entwicklung und die Zukunft des Fußballs. Thema sind die zu Ende gehende Saison mit vielen Trainer-Wechseln, dem Auf- und Abstiegskampf in der Bundesliga sowie die Entwicklung junger Spieler – mit Sicherheit jede Menge Gesprächsstoff.

Der Journalist Jürgen Schmidt, Autor des Buches “Das Kleeblatt – 100 Jahre Fußball im Fürther Ronhof”, und SpVgg-Pressesprecher Christian Bald führen durch die rund 90-minütige Gesprächsrunde:

“Wir freuen uns sehr, dass Benno Möhlmann und Mike Büskens sich im Saison-Endspurt der zweiten Liga die Zeit für unsere Talk-Runde nehmen. Mit Günter Gerling haben wir zudem einen ehemaligen Amateur-Trainer in unserem Kreis, der neun Jahre lang das Kleeblatt in der Landesliga, Bayernliga und in der Regionalliga betreute”.

Günter Gerling ist Vizepräsident der SpVgg und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Benno Möhlmann war insgesamt fast acht Jahre Coach des fränkischen Traditionsvereins. Seit November 2010 trainiert er den FC Ingolstadt und hat mit seiner erfolgreichen Arbeit gerade den Klassenerhalt perfekt gemacht. Mike Büskens – über ihn muss ich ja wohl nicht viel sagen? – ist seit Ende Dezember 2009 Chef-Trainer der SpVgg. Zwei Spiele vor Saisonende kämpft Büskens mit dem jungen Fürther Team als Tabellen-Vierter – vor allem gegen den VfL Bochum – um den Aufstieg.

Die Fußball-Talk-Runde wird wieder in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur im Rahmen der Reihe “Abend-Kultur” des Stadtmuseums Fürth Ludwig Erhard veranstaltet. Im Anschluss an das Gespräch ist ein Rundgang durch die Sonderausstellung “Der Ronhof – 100 Jahre Fußball in Fürth” möglich – das Stadtmuseum (Ottostraße 2 in Fürth) ist an diesem Abend bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt drei Euro, ermäßigt zwei Euro.

Wie verhext: Kleeblatt macht schlapp!

Zu früh gefreut! Nach der stabilen Leistung der Spielvereinigung in den letzten Wochen schien die Chance auf den lange ersehnten Aufstieg in die Bundesliga zum Greifen nah. Und dann kam heute das Spiel gegen den – vermeintlich – schwächeren Gegner 1860 München. Was wurde da im Vorfeld nicht alles geschrieben, von einer Münchner Mannschaft, die ihren Kopf weniger auf dem Spielfeld hat als bei der finanziellen Situation des Vereins (denn es ist ja immer noch nicht geklärt, ob ein Investor einsteigt). Und von ach so beherzt aufspielenden Kleeblättern, die es endlich, endlich mal schaffen. Und dann hatten es die anderen, sprich: Bochum und Aue, auch noch verbockt und dem Kleeblatt eine Steilvorlage geliefert. Die Fürther Fans – wir Greutherweiber natürlich auch – witterten schon Morgenluft. “Wir können Historisches schaffen”, orakelte Trainer Mike Büskens im Vorfeld.

Aber nein, die Spielvereinigung hat das Match gegen 1860 München in der Allianz-Arena vor über 21 000 Zuschauern mit 3:0 verloren. Der Sündenbock ist für mich vor allem Mergim Mavraj, dem ein Foulelfmeter zu verdanken ist. Und der dann nach erneutem Foul in der 69.Minute auch noch die gelb-rote Karte sah. Insgesamt schafften es die Kleeblätter nicht, Chancen umzusetzen.
Die Kleeblätter liegen drei Spieltage vor Saisonende zwei Punkte hinter dem Tabellendritten, dem VfL Bochum. Ob sie die letzten Spiele gegen Absteiger Arminia Bielefeld, Oberhausen und Düsseldorf nervlich und spielerisch durchhalten, wird man sehen. Der Weg zum Relegationsplatz – er wird noch ein harter sein!

Schwein gehabt: Mike Büskens bleibt

Nach längerem Zittern bei den Fans machte vorhin eine gute Nachricht die Runde: Mike Büskens bleibt ein weiteres Jahr Trainer der Spielvereinigung. Im Kleeblatt-Newsletter wird gemeldet, dass der Verein den Vertrag mit dem Chef-Trainer bis zum 30. Juni 2012 verlängert hat. Der 43-jährige Coach hat seine Entscheidung heute bekanntgegeben.  Helmut Hack, Präsident der SpVgg, freut sich über das positive Signal:

„Wir haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass wir die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit fortführen wollen. Die Entscheidung kommt zum richtigen Zeitpunkt, denn nun können wir mit voller Konzentration die nächsten sportlichen Aufgaben angehen.“

Unser Foto (nach dem Spiel gegen den FC Augsburg) ist einmal mehr ein Indiz dafür, dass die Chemie zwischen den Vereinschef und Büskens offenbar stimmt. Mike Büskens ist seit Ende Dezember 2009 für das Kleeblatt-Team verantwortlich und war Nachfolger von Benno Möhlmann. Unruhe kam im Laufe dieser Woche auf, als klar war, dass der Trainer vom FC St. Pauli, Holger Stanislawski, den Hamburger Verein verlassen wird und aller Voraussicht nach neuer Trainer bei Hoffenheim werden könnte. Und, schwups, schon war Mike Büskens nicht nur für die Bild-Zeitung ein heißer Anwärter auf den Trainerstuhl im hohen Norden.
Also: Am Kleeblatt ist der Kelch noch mal vorbeigegangen. Büskens bleibt hier und wird es vielleicht schaffen, dass das Kleeblatt am Ende der Saison in die Bundesliga aufsteigt, oder?

 

Lila-Weiß gegen Grün-Weiß

Heute Abend geht’s wieder los: Die Spielvereinigung tritt um 18 Uhr beim VfL Osnabrück an und will – was sonst? – drei Punkte holen. Das Team aus Fürth liegt vor dem 25. Spieltag mit 43 Punkten auf Rang vier der Zweitliga-Tabelle, die Gastgeber sind Vierzehnter mit 25 Zählern. Ob es ihnen gelingt, den vermeintlich schwächeren Gegner zu bezwingen – man wird sehen. Trainer Mike Büskens kommentiert das Spiel auf der Website der Kleeblätter im Vorfeld so:

„Osnabrück hat eine kampfstarke Truppe, die von den emotionalen und enthusiastischen Zuschauern in dem engen Stadion nach vorne getrieben wird. Uns sollte diese Stimmung dort beflügeln. Wir fahren dahin um zu gewinnen! Wir müssen richtig präsent sein, durchmogeln können wir uns da nicht. Wir haben schon gezeigt, dass wir nicht das schlechteste Team sind, also müssen wir mit offenem Visier dagegenhalten.“

Nach der Roten Karte im Heimspiel gegen Bochum muss nun Miroslav Slepicka pausieren. Wer den Stürmer ersetzen wird, war auch kurz vor Spielbeginn noch nicht klar. Das Trainerteam hat verschiedene Optionen.

Auf der Homepage des VfL (der wir auch das Bild entnommen haben) sind interessante Analysen bisheriger Begegnungen mit den Kleeblättern zu lesen:

“Lila-Weiß gegen Grün-Weiß

In der osnatel ARENA kassierte die SpVgg Greuther Fürth eine der höchsten Auswärtsniederlagen ihrer Zweitligageschichte. Das 1:5 am 15. März 2009 wurde nur vom 0:5 in Hoffenheim (18. Mai 2008) und vom 0:5 in Chemnitz (3. Dezember 1999) überboten.
In den vergangenen 30 Jahren trafen Osnabrück und Fürth in Liga 2 und DFB-Pokal 14 Mal aufeinander. Der VfL konnte sieben Partien für sich entscheiden, Fürth war fünfmal erfolgreich, zuletzt im einseitigen Hinspiel dieser Saison, das die Franken mit 3:0 für sich entschieden.
In Osnabrück verloren die Lila-Weißen nur ein einziges Aufeinandertreffen. Am 14. März 2004 hatte Greuther Fürth nach einem Treffer von Florian Heller knapp die Nase vorn. Gut vier Jahre später trennten sich der VfL und die Spielvereinigung in der osnatel ARENA 0:0 unentschieden. Es war die bislang einzige Begegnung, in der die Zuschauer keine Tore sahen.”

Also gut, lassen wir uns überraschen, wie es am Freitag Abend gegen 20 Uhr aussieht, ob sich die Statistik zugunsten der Spielvereinigung verbessert hat. Die Greuther-Weiber sind zuversichtlich.

Höhen und Tiefen beim Kleeblatt-Spiel

Mein Winterurlaub war nicht nur in bezug auf die Schneeverhältnisse und das sonnige Bergwetter ein Erfolg. Auch die Nachrichten aus der fränkischen Fußball-Heimat waren mehr als positiv. (Zum derzeitigen “Lauf” unserer Nachbarmannschaft will ich mich an dieser Stelle nicht weiter äußern. Das tun ja “Die 3 Clubfreunde” schon zur Genüge.)

Ja, mir gingen die Ergebnisse der Kleeblattspiele runter wie Öl. Deshalb habe ich mich auch heute auf die Heimpartie gegen den Tabellenzweiten – den VfL Bochum – besonders gefreut. Aber schon nach zwei Minuten Spielzeit überfiel mich die Ernüchterung. Die Gäste schossen ein Tor, und die Kleeblätter schienen danach völlig konsterniert zu sein. Besonders konfus wirkte auf mich Nicolai Müller. Er verlässt ja die SpVgg zum Saisonende und wechselt zum Erstligisten FSV Mainz 05. Nico Müller ist ein weiterer Spieler, der bei der in Fürth ausgebildet und an den Profi-Bereich herangeführt wurde.

Umso erstaunlicher, dass er – seitdem sein Wechsel bekannt wurde – eine Art Leistungstief hat. Aber was soll´s, die Kleeblätter haben dann aus dem Spiel gegen Bochum doch noch einen Punkt ergattert. Vor allem die Begeisterung der zahlreichen Fans in der Trolli Arena motivierte das Team. Über 8200 Zuschauer – das ist doch was (für Fürther Verhältnisse). Und auch Trainer Mike Büskens fieberte mit seinen Spielern und freute sich unbändig über den Ausgleich. Dafür wurde er postwendend von Schiedsrichter Tobias Welz auf die Tribüne verbannt. Engagement und Emotion werden manchmal bestraft. Eine merkwürdige Entscheidung des Referees, der im gesamtem Spiel keine gute Figur machte.

Egal, die Spielvereinigung steht zumindest bis morgen Abend auf Platz vier. Dann wird sich zeigen, ob Erzgebirge Aue den FC Augsburg besiegen kann. Auf jeden Fall ist auch nach dem 24. Spieltag für das Kleeblatt noch alles drin!

Kleeblatt-Herausforderung in Frankfurt

Heute Abend müssen sie also in der hessischen Metropole antreten. Um 18 Uhr beginnt das Spiel der SpVgg gegen den FSV Frankfurt. Eigentlich sollte das für die Kleeblätter eine lösbare Aufgabe ein. Die Frankfurter stehen im Moment auf einem achten Platz, allerdings nur läppische drei Punkte hinter der SpVgg. Die ist ja – aufgrund des Sieges von VfL Bochum – auf den sechsten Platz gerutscht. Zuletzt mussten die Frankfurter zwei empfindliche Niederlagen gegen den FC Augsburg und Erzgebirge Aue hinnehmen. Kleeblatt-Coach Mike Büskens sieht die bevorstehende Partie trotzdem realistisch:

Ich erwarte, dass der FSV ein Zeichen setzen will und vor eigenem Publikum eine Reaktion zeigt. Sie haben sicher keine Lust innerhalb von einer Woche dreimal zu verlieren. Wir wissen um die Stärken des Teams. Sie werden nicht kopflos spielen, nur weil sie zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen mussten. Wir müssen uns unsere Möglichkeiten erarbeiten.

Auch der Cheftrainer des FSV Frankfurt Hans-Jürgen Boysen macht sich seine Gedanken:

Ich denke, dass wir von der Physis her gut aufgestellt sind. Wir wissen, was wir besser machen müssen. Doch der Gegner ist ausgeruhter und wir haben in den letzten vier Spielen gegen Greuther Fürth nicht getroffen. Die Fürther haben – zusammen mit Hertha BSC – die wenigsten Gegentore der Liga. Sie verfügen über sehr schnelle Spieler wie Christopher Nöthe und Nicolai Müller, das Konterspiel liegt Greuther Fürth.

Damit das Kleeblatt in Frankfurt im Frankfurter Volksbank Stadion gut aussieht, sollen zwei Neuzugänge mithelfen: Miroslav Slepicka wird im Sturm sein Debüt geben. Erstmals in der Start-Elf dabei ist wohl auch Mergim Mavraj, der in der Innenverteidigung Asen Karaslavov ersetzt.

Also: Heute ab 18 Uhr heißt es mal wieder Engagement zeigen, um die wichtigen drei Punkte sicher nach Hause zu bringen!