Einen Punkt durch Joker Philipp Hofmann

Stilecht haben die Greuther-Weiber heute gemeinsam mit einer Freundin (die letztes Jahr von Erlangen nach Fürth gezogen, inzwischen „angekommen“ und auf dem besten Wege ist, ein Kleeblattfan zu werden) im „Grüner Brauhaus“ mit einem zünftigen Mittagessen den fünften Spieltag eingeläutet. Ein 0:1-Sieg fürs Kleeblatt war mein Tipp – gegen Dynamo Dresden, da musste der Knoten doch ENDLICH platzen.

Nur eine Handvoll Kleeblattfans im DDV-Stadion, das mit gut 28.000 Zuschauern wie so oft gut besucht war. Fürths Interims-Coach Mirko Dickhaut hatte sich nach dem Abgang von Janos Radoki in die Situation eingefunden. Im Gegensatz zum Spielsystem unter Radoki mit einer Dreierkette und zwei Stürmern stellte er die Fürther heute im System 4-2-3-1 auf. Und er ließ einen wichtigen Neuzugang in der Startelf sein Debüt feiern: Julian Green. Der zeigte auch schnell, dass die Vorschusslorbeeren für ihn berechtigt sind. Er könnte der neue Hoffnungsträger im Fürther Kader sein. Einige gute Chancen in der ersten Halbzeit hatte zudem Jurgen Gjasula. Doch dann gelang Dynamo Dresden in der 36. Minute das Führungstor: Dresdens Neuzugang Haris Duljevic machte links Tempo und nahm den aufgerückten Philip Heise mit. Der schoss den Ball in die lange Ecke, Megyeri streckte sich, kam aber nicht ran. 1:0 für die Gastgeber – lange Gesichter bei den Kleeblättern. weiter lesen

Wiedersehen im Sportpark Ronhof

Das wird eine rechte Wiedersehensfreude, wenn am kommenden Sonntag, 15. September, um 13.30 Uhr die Begegnung zwischen der Spielvereinigung und dem VfL Bochum im Fürther Ronhof stattfindet. Drei jetztige Kleeblätter – Martin Meichelbeck, Rouven Schröder und Mirko Dickhaut – haben alle mal für den Ruhrpott-Verein gespielt und arbeiten nun gemeinsam für das Fürther Kleeblatt. Die ehemaligen VfL-Profis füllen hier inzwischen ganz wichtige Positionen aus (das Foto zeigt alle mit Frank Kramer auf der Trainerbank). Zwei Jahre lang, von 2000 bis 2002, waren Meichelbeck (36), Schröder (37) und Dickhaut (42) in Bochum Teamkameraden. Martin Meichelbeck arbeitet seit dem 1. Juli 2011 beim Kleeblatt als sportpsychologischer Coach, er leitet den Lizenzbereich und den Bereich Medizin/Sportpsychologie.
Rouven Schröder hat rund 140 Spiele für den VfL bestritten, darunter acht Partien in der Bundesliga sowie 16 in der Zweiten Liga. Ende Juni 2012 wurde Schröder bei der Spielvereinigung Greuther Fürth Koordinator der Lizenzmannschaft, am 4. Januar 2013 sportlicher Leiter. Nach der Beurlaubung des Cheftrainers Mike Büskens im Februar 2013 leitete Schröder an der Seite des Interimstrainers Ludwig Preis vorübergehend den Trainingsbetrieb der damaligen Bundesligamannschaft. Auf der Bochumer Vereins-Website ist ein gutes Interview mit Rouven Schröder – „Der VfL wird mich immer begleiten“- zu finden.
Last but not least: Im Juni 2013 unterschrieb Mirko Dickhaut einen Zwei-Jahres-Vertrag bei der SpVgg, er trat als Co-Trainer die Nachfolge von Ludwig Preis an und unterstützt an der Seite von Coach Frank Kramer die 1. Mannschaft.

Für riesige Wiedersehensfeiern wird am Sonntag aber nicht viel Zeit sein. Dem Kleeblatt ist ein Sieg und der Erhalt der Tabellenführung sehr wichtig. Und für VfL-Trainer Peter Neururer geht es am Sonntag in erster Linie darum, dass seine Spieler Druck erzeugen und die Fürther ins Schwitzen bringen. Das letzte Spiel gegen Paderborn hat Bochum zwar mit 4:2 gewonnen, die Mannschaft steht derzeit aber mit acht Punkten nur auf dem 10. Tabellenplatz. Und es würde ihnen gut zu Gesichte stehen, den Kleeblättern zu zeigen, wo es ihrer Ansicht nach im Fußball lang geht. In der Bilanz haben die Kleeblätter von zehn Spielen gegen den VfL Bochum vier gewonnen, eines verloren und fünf Mal unentschieden gespielt.
Unser Greuther-Weiber-Tipp lautet: Das Spiel endet 2:1 für die Spielvereinigung.