Begegnung der Sonderklasse im Ronhof

Ganz unerwartet kommt es am nächsten Sonntag, 17. September, im Fürther Ronhof zu einer ganz besonderen sportlichen Begegnung: Der Tabellenletzte der Zweiten Liga – die Spielvereinigung – trifft auf den Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf. Ich hoffe mal, dass viele Kleeblattfans ins Stadion gehen werden, um sich dieses Highlight anzusehen.
In 18 Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in den letzten Jahren gelangen der SpVgg fünf Siege, es gab sieben Unentschieden und sechs Niederlagen. Wobei in den vergangenen drei Jahren das Kleeblatt oft siegte – und dabei immer relativ viele Tore schoss (3:1 im April 2016, 3:0 im Mai 2015, 4:1 im März 2014). Dabei fällt auf, dass das Kleeblatt vor allem zu Hause voll aufdrehte und den Düsseldorfern zeigte, wo’s lang geht.
Interessant ist die Partie am Sonntag natürlich auch, weil der neue Trainer Damir Buric sein Debüt gibt. Die Kleeblattanhänger wollen den neuen Coach, dem das Image des „Gentleman“ vorauseilt, endlich leibhaftig erleben. Beim ersten Training kommunizierte er den Spielern schon mal, was er in Zukunft von ihnen erwartet (Foto). Und gespannt darf man natürlich sein, mit welchem Konzept, welchem System und welcher Aufstellung Buric ab Sonntag versuchen wird, den Verein wieder zu einer ernstzunehmenden Zweitliga-Mannschaft zu machen. weiter lesen

Wer soll die „Untrainierbaren“ trainieren?

Seit vergangenem Montag ist die Profimannschaft der Spielvereinigung ohne Trainer – über die Art und Weise bzw. die (möglichen) Hintergründe der Entlassung von Janos Radoki wurde schon genug geschrieben. Interessant ist jetzt vielmehr die wichtige Frage, wer der neue Kleeblatt-Coach werden könnte. Sieht man sich die (lange) Liste der aktuell verfügbaren Trainer an, findet man interessante Namen.
Fangen wir an bei den Männern, die die SpVgg schon trainert haben: Bruno Labbadia war zuletzt beim Hambuger SV und ist seit Ende September 2016 ohne Job. Mike Büskens ist seit Ende April 2017 frei und stand zuletzt bei Schalke 04 unter Vertrag. Und Armin Veh trainierte bis Anfang März 2016 Eintracht Frankfurt und wurde damals wegen mangelnden Erfolgs freigestellt.
Klangvolle Namen wie Martin Schmidt (bis Mai 2017 bei Mainz 05), Thomas Schaaf (bis Anfang April 2016 bei Hannover 96) oder Michael Frontzek (schon früher bei Hannover 96) könnten ebenfalls Optionen für die Spielvereinigung sein. Trainer, die international aktiv waren, haben wohl kaum Lust, nach Fürth – das sie sicher als fußballerische Provinz betrachten – zu kommen. Der Verein könnte solche Leute wahrscheinlich auch kaum bezahlen. Wir wollen schließlich auch nicht gleich nach den Sternen greifen und Thomas Tuchel vorschlagen, der Borussia Dortmund sehr erfolgreich trainiert hat, aber mit der BVB-Vereinsführung nicht klar kam.
Namen, die von Seiten der SpVgg-Spitze aktuell gehandelt werden, sind Tayfun Korkut, der bis Ende Juni Bayer Leverkusen trainerte. Und Markus Weinzierl, der den FC Augsburg 154 Spiele coachte und in die Bundesliga führte. Er ist seit Ende Juni 2017 – nach nur einem Jahr bei Schalke 04 – wieder zu haben.
Jemand wie Valérien Ismaël kommt für die Kleeblätter überhaupt nicht in Frage: Er war bekanntlich 2014 einige Monate Trainer des 1. FC Nürnberg. Allerdings steht der langjährige Karlsruher Trainer Markus Kauczinski – zuletzt beim FC Ingolstadt –  bei der Vereinsführung am Ronhof angeblich in der engeren Wahl.

Wie dem auch sei: Inzwischen haben die Kleeblatt-Profis nach der angeblichen Spielerrevolte gegen Janos Radoki in einigen Medien das Image von „Untranierbaren“. Das klingt nicht gut und motiviert den einen oder anderen Traineraspiranten bestimmt nicht, sich von der Spielvereinigung engagieren zu lassen. Vielleicht lassen wir Tierorakel Daisy (Foto oben) mal wieder weissagen, wer das Rennen machen wird? Aber ob sie bei der Entscheidungsfindung weiter kommt? Besonders zuversichtlich schaut sie ja nicht gerade drein.

Neuer Fürther Trainer ist ein Schalker

urn:newsml:dpa.com:20090101:091227-99-01926Die Greuther-Weiber haben Neuigkeiten zu vermelden: Noch vor dem Start ins neue Jahr hat die Spielvereinigung einen Nachfolger für Benno Möhlmann gefunden. Der Ex-Schalker Michael Büskens hat das Rennen gemacht und einen Vertrag als Chef-Trainer bis zum 30. Juni 2011 unterschrieben. Am Sonntagnachmittag fiel die Entscheidung für den 41-jährigen.  Eine Ablösesumme muss der Verein offenbar nicht bezahlen. Der Fußball-Lehrer wird bereits am Montag um 14 Uhr das erste Training nach der kurzen Weihnachtspause im Ronhof leiten und damit der Öffentlichkeit vorgestellt.

Michael Büskens – besser bekannt als „Mike“ – bestritt 370 Bundesligaspiele, davon 257 für Schalke 04. Nach seiner aktiven Zeit als Profi war er seit 2002 als Amateurtrainer und später als Co-Trainer der Bundesligamannschaft von Schalke 04 tätig. Ab 13. April 2008 hat Büskens zusammen mit Youri Mulder – nach der Entlassung von Mirko Slomka – bis zum Saisonende die Bundesligamannschaft von Schalke 04 trainiert. Dann arbeitete er als Co-Trainer von Fred Rutten. Nach der Beurlaubung des Niederländers betreute Büskens ab dem 26. März 2009 erneut mit Mulder die Lizenzmannschaft bis zum Ende der Saison 2008/09 und dem Arbeitsbeginn von Felix Magath auf Schalke.

Kleeblatt-Präsident Helmut Hack hofft auf die Power von Büskens: „Es steckt viel Kraft in ihm. Er ist leidenschaftlich und enorm willensstark. Das war in den Gesprächen spürbar. Ich gehe davon aus, dass er das auf die Mannschaft übertragen kann.“ Des Präsidenten Wort in Gottes Ohr! Denn wenn sich bei den Fürthern nicht bald was tut, können wir nicht nur den Aufstieg in der Pfeife rauchen. Nein, wir müssen ja fast schon um den Klassenerhalt bangen!

Hack hofft, dass der freie Fall des Zweitligisten mit dem Trainerwechsel gestoppt ist. „Er muss der Mannschaft wieder Leben einhauchen. Sie muss ihre Möglichkeiten wieder abrufen und zu alter Körpersprache finden“, so seine Erwartungen an den ehemaligen Linksverteidiger. Büskens will mit dem Team „schnellstmöglich in die Regionen kommen, in die der Verein gehört“. Auch im personellen Bereich werde es Veränderungen geben. Speziell für die anfällige linke Abwehrseite fahndet man bei der Spielvereinigung nach Verstärkung.

Also, Mike, ran an die Buletten und mach‘ aus unseren frustrierten Kleeblättern wieder echte Siegertypen! Die Stadt Fürth und alle Fans werden es dir danken. Und die Greuther-Weiber möchten doch auch gerne viel Positives über den neuen Coach berichten.