Hannover 96 vs. Kleeblatt – Der Countdown läuft!

Hannover96_KleeblattDas wird eine harte Nuss, die das Kleeblatt am kommenden Sonntag zu knacken hat! Die Spielvereinigung bestreitet ihr erstes Auswärtsspiel in der Saison 2016/17 beim Bundesliga-Absteiger Hannover 96. Die niedersächsische Mannschaft hat beim Eröffnungsspiel der Zweitliga-Saison mit einem 4:0-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern eindrucksvoll demonstriert, dass sie zu den sicheren Anwärtern auf einen Aufstiegsplatz zählen will.

Für die Kleeblattprofis wird es spannend. Sie treffen unter Umständen auf die beiden Ex-Kleeblätter Edgar Prib (der von 1996 bis Juli 2013 für Fürth auflief und seitdem für Hannover spielt) und Niclas Füllkrug, der von August 2013 bis 30.6.2014 ein Kleeblatt war und nach seinem Engagement beim 1.FC Nürnberg Mitte Juli 2016 nach Hannover gewechselt hat. Füllkrug ist heute wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Kleeblatt-Coach Stefan Ruthenbeck schätzt die spielerische Stärke des Gegners realistisch, aber nicht übermächtig ein. Aus seiner Sicht muss die SpVgg vor allem die eigenen Chancen besser verwerten, gute Möglichkeiten wie am letzten Sonntag gegen 1860 München sollten nicht liegenbleiben. Da hatten Sebastian Freis, Veton Berisha und Zlatko Tripic wunderbare Tormöglichkeiten, die dann leider ins Leere bzw. ins Außennetz gingen. Den großen Vorteil des Kleeblatts, ein seit Monaten eingespieltes Team zu sein, haben andere Mannschaften aktuell noch nicht. Ruthenbeck wäre sicher glücklich, wenn das Endresultat gegen Hannover 96 auch ein 1:0 wäre. Am Sonntag gegen 15.30 Uhr wissen wir mehr! Auf der Website von Hannover 96 wird übrigens schon die Zeit bis zum Anstoß in einem Countdown runtergezählt (screenshot).

Ausgerechnet ein Ex-Kleeblatt sorgt für Club-Sieg!

1. FC Nürnberg - SpVgg Greuther FürthNach 2008 hat der 1. FC Nürnberg heute erstmals wieder ein Lokalderby gegen die Spielvereinigung gewonnen – mit 2:1. Bizarr war schon der Beginn des Spiels: Da wenige Minuten vor dem Anpfiff noch Tausende von Zuschauern vor dem Grundig-Stadion auf den Einlass warten mussten, wurde der Beginn der Partie um 15 Minten verschoben. Andere Profi-Vereine lachen sich vermutlich ins Fäustchen, als ob es woanders keine Lokalderbys mit komplizierten logistischen Anreisemodaliäten gäbe! Schalke gegen den BVB, liegt denn da auch das ganze Ruhrgebiet lahm?

Das Spiel startete dann doch noch, und nach sechs Minuten war die Sensation (erst mal) da: Robert Zulj (im Foto rechts) traf nach einer Flanke von Sebastian Heidinger in den Club-Kasten von Raphael Schäfer. Die über 40.000 Clubfans im Stadion waren sprachlos. Und relativ lautlos blieb auch die Atmosphäre nach der Kleeblattführung. Die Spielvereinigung agierte konzentriert mit kurzen Pässen und ließ die Nürnberger Gastgeber weiter blass aussehen. Gab es einmal eine Chance für den Club, dann wusste sie der Kleeblatt-Keeper Sebastian Mielitz zu vereiteln. Als Kleeblattfan hatte man die Hoffnung, dass sich die Führung in die Halbzeitpause retten ließe. Aber Sebastian Kerk traf in der 40. Minute für Nürnberg, und so ging man mit einem 1:1 in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Clubberer dann aktiver und – ihrem dritten Tabllenplatz angemessen – spritzig. Trotzdem hatte das Kleeblatt die besseren Momente: Freis, Röcker, genaue Flanken von Gjasula. Aber das Glück war nicht mehr auf der Seite der Fürther. Das Spiel läpperte so dahin, die 46.000 Zuschauer hatten sich fast schon mit einem Unentschieden arrangiert – da gelang ausgerechnet dem Ex-Kleeblatt Niclas Füllkrug das 2:1. Nach einem langen Kopfball von Margreitter hatte Kapitan Marco Caligiuri kurz den Überblick verloren. Und so köpfte Füllkrug den Ball ins Fürther Tor.

Insgesamt schade für die Spielvereinigung, die beweisen wollte, dass Frankenderbys ihre eigenen Gesetze haben. Und dass nicht unbedingt der Tabellendritte gegen seinen Rivalen, der im Mittelfeld der Zweitliga-Tabelle steht, gewinnen muss.
Groß ausruhen können sich die Mannschaft um Trainer Stefan Ruthenbeck nicht. Schon am kommenden Dienstag empfängt das Kleeblatt im Ronhof Union Berlin, die heute den Karlsruher SC mit 2:1 bezwungen haben.

Was bleibt vom Fürther Kleeblatt übrig ?

Training 1.FC NürnbergIm Moment ist die Gerüchteküche rund um die Spielvereinigung am Brodeln. Gehen Abdul Rahman Baba und Nikola Djurdjic zum FC Augsburg? Und wie wird sich Niclas Füllkrug fühlen, der ab sofort ein Clubberer ist (auf dem Foto beim gestrigen Training mit Marek Mintal, dem Co-Trainer des 1.FC Nürnberg)? Und zu allem Überfluss erreicht uns jetzt die nächste Hiobsbotschaft:

Andreas Bornemann wird nicht wie geplant am 1. Juli neuer Sportdirektor beim Kleeblatt. Wie der Verein heute mitteilte, verzichtet der 42-Jährige „aus privaten Gründen“ auf den Antritt seiner neuen Tätigkeit. Die Spielvereinigung hat dem Wunsch Bornemanns entsprochen – was bleibt ihr auch anderes übrig? – und wird sich nun auf die Suche nach einem neuen Sportdirektor machen müssen. Wir haben ja am 23. Mai noch im Greuther-Weiber-Blog über die Verpflichtung Bornemanns geschrieben.

„Der Wunsch von Andreas Bornemann kam für uns sehr überraschend. Dennoch haben wir Verständnis für seine Beweggründe und respektieren seine Entscheidung. Unsere Personalplanungen für die kommende Saison sind weit vorangeschritten, so dass es in dieser Frage zu keinen Beeinträchtigungen kommen wird“, so der Kommentar des SpVgg-Präsidenten Helmut Hack. Über die genauen Gründe für die kurzfristige Absage Bornemanns wurde nichts bekannt. „Aus Respekt vor der Privatsphäre“ Bornemanns bat der Verein um Verständnis für die Entscheidung, keine weiteren Aussagen zu diesem Thema zu treffen.

Bornemann hatte erst Ende Mai als Nachfolger des zu Werder Bremen abgewanderten Rouven Schröder beim Kleeblatt einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Bornemann war zuletzt als Sportlicher Leiter und Vize-Präsident bei Drittligist Holstein Kiel tätig. Davor arbeitete er fünf Jahre lang als Manager für den SC Freiburg, es folgte ein kurzes Intermezzo bei Alemannia Aachen.

Das Kleeblatt muss sich also jetzt wieder auf die Suche nach einem neuen Sportdirektor machen. Da die Planungen für die Zweitligasaison 2014/15 schon auf Hochtouren laufen, will man eine überstürzte personelle Entscheidung vermeiden. Bis zur Präsentation des neuen Mannes werden deshalb neben Helmut Hack auch Geschäftsführer Holger Schwiewagner und der Leiter Lizenzbereich Martin Meichelbeck anfallende Aufgaben übernehmen.

3:1 in Sandhausen – Vize-Herbstmeister

Sie sind schon sehr lax mit ihren Chancen umgegangen – dieses Gefühls konnte man sich längerer Zeit nicht erwehren.  Doch dann hat die Spielvereinigung die Begegnung in Sandhausen gegen den SV mit 3:1 gewonnen. Obwohl die Fürther Fans beim frühen Tor der Sandhäuser in der 16. Minute erst mal leicht geschockt waren. Ein gelungener Start der kurpfälzischen Mannschaft, die in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat. Aber das gelang ihr heute nicht. Denn es war ja nicht das erste Mal in dieser Spielzeit, dass das Kleeblatt einen frühen Rückstand aufholen sollte.

Eine markante Figur im Fürther Team war für mich heute Florian Trinks. Er versemmelte einige gute Möglichkeiten. Dann bewies er sportliche Fairness, als er selbst sein Handspiel anzeigte und damit sein Tor nicht anerkannt wurde. Da hat doch Diego Maradona als „Hand Gottes“ bei der Fußball-WM 1986 ganz anders agiert. Belohnt wurden dann das Kleeblatt und vor allem Florian Trinks durch sein 3:1 (Foto).
Langweilig war es im nur mit 4000 Zuschauern besuchten Hardtwald-Stadion nicht. In der 32. Minute gelang Niclas Füllkrug der 1:1-Ausgleich. Und Zoltan Stieber setzte mit seinem Foulelfmeter noch eins drauf.

Nach diesem Auswärtssieg ist die Spielvereinigung mit 32 Punkten Vize-Herbstmeister der Zweiten Liga. Zwar hat das Kleeblatt noch zwei Spieltage bis zur Winterpause vor sich. Aber nach 17 Spieltagen ist nun mal die Hälfte der Saison vorbei, und trotz der drei gewonnenen Punkte konnte man nicht am 1. FC Köln vorbeiziehen.
Kommenden Sonntag ist das nächste Auswärtsspiel gegen Arminia Bielefeld. Und zwei Tage vor dem Heiligen Abend schließt das Kleeblatt fußballerisch das Jahr 2013 mit seinem Heimspiel gegen den VfR Aalen ab.

Nein, der HSV war nicht zu schlagen

Der gestrige Abend ist leider nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Schon Borussia Dortmund tat sich mehr als schwer gegen den Zweitligisten 1860 München – in einer Allianz-Arena mit vielen Zuschauern, die vorher auf der Wies’n gewesen waren. Nein, auch 800 km davon entfernt ging nichts glatt. Zwar war Keeper und Kapitän Wolfgang Hesl wie immer hervorragend und hat (zuerst) alles gehalten, was auf ihn in Form eines Balles zukam. Aber dann hat die Spielvereinigung das Spiel in der 2. Runde im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV letztlich verloren. Mit 0:1. Und dieses Tor hat ausgerechnet Wolle Hesl zu verantworten.

In der ersten Halbzeit ließ Hesl bei Alleingängen von Arslan (19.) und Lasogga (25.) nichts anbrennen, auch van der Vaart biss auf Granit. Glück für die etwas laschen Fürther, dass Badelj mit einem Schuss (31.) und einem Kopfball (39.) nur haarscharf an Latte bzw. Pfosten vorbeizielte.

Dann kam, was wohl nicht zu verhindern war: Hesl hatte kurz zuvor einen Schuss von Beister entschärft und wurde in der 64. Minute zum tragischen Helden. Calhanoglu feuerte einen Freistoß direkt aufs Tor, der Fürther Kapitän ließ den Ball abprallen, bekam ihn nicht mehr zu fassen, der rollte davon und Pierre-Michel Lasogga traf ins Kleeblatt-Tor.

Frank Kramer musste handeln und wechselte mit Drexler (72.) und Niclas Füllkrug (77.) offensiv ein. Daraufhin gelang es der SpVgg endlich, die HSV-Defensive ins Schwitzen zu bringen. Azemi schoss den Ball haarscharf am linken Pfosten vorbei. Und Füllkrug tauchte wie ein Schachtelteufel vor dem HSV-Keeper Adler auf, spielte den Torwart sogar aus, scheiterte dann am auf der Linie postierten Tah.

Insgesamt waren die Hamburger – trotz aller Krisen und Probleme im Vorfeld – die vor allem in der ersten Hälfte klar dominierende und bessere Mannschaft. Der HSV streicht durch den Einzug ins Achtelfinale eine garantierte Prämie von ca. 500.000 Euro ein. Der DFB-Pokal wird ohne Beteiligung der Spielvereinigung weiter gespielt.
Egal, wir konzentrieren uns auf das nächste Spiel in der zweiten Liga: Am Montag, 30. September, trifft die SpVgg um 20.15 Uhr im Ronhof auf  Dynamo Dresden. Ein sportliches Highlight während der Fürther Kirchweih – und da wären ein Sieg und der Erhalt der Tabellenführung doch top!

1:1 in Frankfurt – Geht in Ordnung

„Bassd scho“ kommentierte gerade ein Freund der „Greuter-Weiber“ auf Facebook. Und ich meine: Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Das Spielergebnis lautet 1:1, und das ist durchaus in Ordnung. Das Spiel gegen den FSV Frankfurt war vor allem in der zweiten Halbzeit kurzweilig und lebendig. Und das Kleeblatt vermochte es sogar, den 0:1-Rückstand in der 81. Minute zum Unentschieden zu verwandeln.

Schon in der 15. Minute gingen die Frankfurter im nur mit 5000 Zuschauern besuchten Volksbank-Stadion in Führung. Denis Epstein war der glückliche Torschütze, und die Spielvereinigung hatte dem Vorsprung erst mal wenig entgegenzusetzen. Zwar war sie mehr in Ballbesitz und hatte ein paar recht gute Torschancen. Aber es sollte einfach nicht klappen. Erst als Tom Weilandt in der 79. Minute für Newcomer Niclas Füllkrug auf den Platz kam, wendete sich das Blatt. Nach nur 94 Sekunden und seinem ersten Ballkontakt traf Weilandt ins Netz hinter FSV-Keeper Patric Klandt und machte seine Teamkollegen auf dem Spielfeld glücklich. (Auf unserem Foto gratulieren im Fans nach dem Spiel.)
So sollte es dann auch bleiben. Das Endergebnis 1:1 ist weder verdient noch unverdient. Die Kleeblätter haben diese Begegnung, vor dem sie und Coach Frank Kramer doch ziemlichen Respekt hatten, mit einem Punkt hinter sich gebracht. Die Tabellenführung war ihnen ohnehin nicht zu nehmen. Die SpVgg liegt mit 14 Punkten vorne und trifft im nächsten Zweitligaspiel am 15. September zu Hause im Ronhof auf den VfL Bochum.