Höhen und Tiefen beim Kleeblatt-Spiel

Mein Winterurlaub war nicht nur in bezug auf die Schneeverhältnisse und das sonnige Bergwetter ein Erfolg. Auch die Nachrichten aus der fränkischen Fußball-Heimat waren mehr als positiv. (Zum derzeitigen „Lauf“ unserer Nachbarmannschaft will ich mich an dieser Stelle nicht weiter äußern. Das tun ja „Die 3 Clubfreunde“ schon zur Genüge.)

Ja, mir gingen die Ergebnisse der Kleeblattspiele runter wie Öl. Deshalb habe ich mich auch heute auf die Heimpartie gegen den Tabellenzweiten – den VfL Bochum – besonders gefreut. Aber schon nach zwei Minuten Spielzeit überfiel mich die Ernüchterung. Die Gäste schossen ein Tor, und die Kleeblätter schienen danach völlig konsterniert zu sein. Besonders konfus wirkte auf mich Nicolai Müller. Er verlässt ja die SpVgg zum Saisonende und wechselt zum Erstligisten FSV Mainz 05. Nico Müller ist ein weiterer Spieler, der bei der in Fürth ausgebildet und an den Profi-Bereich herangeführt wurde.

Umso erstaunlicher, dass er – seitdem sein Wechsel bekannt wurde – eine Art Leistungstief hat. Aber was soll´s, die Kleeblätter haben dann aus dem Spiel gegen Bochum doch noch einen Punkt ergattert. Vor allem die Begeisterung der zahlreichen Fans in der Trolli Arena motivierte das Team. Über 8200 Zuschauer – das ist doch was (für Fürther Verhältnisse). Und auch Trainer Mike Büskens fieberte mit seinen Spielern und freute sich unbändig über den Ausgleich. Dafür wurde er postwendend von Schiedsrichter Tobias Welz auf die Tribüne verbannt. Engagement und Emotion werden manchmal bestraft. Eine merkwürdige Entscheidung des Referees, der im gesamtem Spiel keine gute Figur machte.

Egal, die Spielvereinigung steht zumindest bis morgen Abend auf Platz vier. Dann wird sich zeigen, ob Erzgebirge Aue den FC Augsburg besiegen kann. Auf jeden Fall ist auch nach dem 24. Spieltag für das Kleeblatt noch alles drin!

Sieg gegen Union Berlin!

Na, wenn das kein Auftakt nach Maß ist: Die SpVgg hat nach dem 4:1-Heimsieg gegen den KSC auch ihr erstes Auswärtsspiel in der neuen Saison für sich entscheiden können: 2:1 hieß es nach 94(!) Minuten gegen Union Berlin, und zwar völlig verdient. Auch wenn es am Ende eine Zitterpartie war – die Fürther haben bewiesen, dass sie Nervenstärke besitzen.

union_spvggDie SpVgg zeigte sich von Anfang an selbstbewusst und machte von der ersten Minute an Druck. Die Atmosphäre im Stadion an der Alten Försterei vor 13 000 Zuschauern war klasse – eine solche Kulisse würden wir uns öfter mal im Ronhof wünschen!! Fürth hat die Partie sehr schwungvoll begonnen: Dani Schahin hatte schon nach zwei Minuten eine Torchance. Die Mannschaft drängte von Beginn an nach vorne und war in der Balleroberung klar überlegen. Es gab ein paar schöne Kombinationen zu sehen. Nur leider: Die ganze erste Halbzeit fehlte es im Abschluss. Man hatte irgendwie den Eindruck, dass das Kleeblatt mit dem Kopf durch Wand wollte. Das führte dazu, dass die Partie streckenweise verflachte und Berlin öfter mal zum Zug kam.

Nach der Pause fand Fürth zu seiner anfänglichen Stärke zurück. Und nun wurde das endlich auch belohnt. Der erste Treffer bahnte sich an, als Milorad Pekovic ein Pass zu Nico Müller gelang, den dieser zum 1:0 verwandeln konnte (53. Minute). Nur drei Minuten später schaffte Christopher Nöthe den Doppelschlag und machte das 2:0 perfekt – da war der Berliner Keeper Glinker machtlos.

Es schien alles wunderbar zu laufen für das Kleeblatt, bis ein unglücklicher Abwehrfehler von Thomas Kleine den Berlinern die Möglichkeit zum Anschlusstreffer eröffnete, die Kolk in der 70. Minute prompt nutzte. Schade, aber so etwas kann man noch wegstecken. Ärgerlich und gefährlich wurde es drei Minuten später: Biliskov handelte sich im Duell mit dem Berliner Mosquera einen Foulelfmeter ein. Das war wirklich völlig überflüssig!

In dieser brenzligen Lage bewies wieder einmal Fürths Torwart Max Grün seine Qualität: Instinktiv warf er sich in die richtige Ecke des Kastens und konnte den Strafstoß halten. Für die Fans war ab diesem Zeitpunkt Spannung pur geboten, die Partie war bis zur letzten Sekunde packend. Es blieb beim 2:1 für die Fürther, die sich bis zuletzt kämpferisch zeigten und sogar noch einige Chancen hatten. Die drei Punkte, die Fürth mit nach Hause mitnehmen konnte, gehen also völlig in Ordnung.

KSC gegen Fürth: Ergebnis nur mehr Kosmetik

Nachdem ich schon einmal im vergangenen Oktober in den „Greuther-Weibern“ über die Wahl des „Spielers des Monats“ berichtet habe, gibt es jetzt wieder Interessantes zu vermelden:

20100411 MüllerDer Kleeblatt-Spieler Nico Müller wurde von den Fans zum „Spieler der Saison“ gewählt. In der Abstimmung setzte er sich mit 31 Prozent der Stimmen vor Keeper Max Grün und Torjäger Christopher Nöthe durch. Aus diesem Anlass gibt es ab sofort die Möglichkeit, ein FUE_250239_TShirt_Spieler_des_Jahres_0910_NMueller_GrXXL_141Sonder-Shirt mit dem Konterfei von Nicolai Müller im Kleeblatt-Fanshop „Greuther Teeladen“ oder auf der Auktionsplattform der Spielvereinigung zu bestellen. Der Preis pro Shirt, das es in den Größen S bis XXL gibt, beträgt moderate 19,03 Euro. Jedes T-Shirt wird von Nico Müller handsigniert.

Das letzte Spiel der Bundesliga-Saison 2009/2010 findet bekanntlich am Sonntag, 9.Mai, ab 15 Uhr in Karlsruhe statt, wo der KSC die Kleeblätter empfängt. Leider geht es in diesem Jahr für Fürth um nichts mehr. Genauer gesagt: Konnte man in manchem Jahr beim letzten Spiel als Fan noch mitfiebern, ob die Kleeblätter gewinnen und damit noch den Weg in die erste Liga – zumindest über in die Relegation – schaffen, so ist das Spielergebnis am Sonntag reine Kosmetik. Schade. Zum Thema, warum Fürth nicht aufsteigen will, kann oder darf, hat Greuther-Weib „uwo“ ja schon geschrieben. Deshalb hier von meiner Seite keine Analyse mehr!

Trotzdem: Wir hoffen, dass die SpVgg beim letzten Spiel gegen den Tabellenachten KSC nochmal gewinnt, damit die turbulente Saison aus Fürther Sicht zumindest versöhnlich endet.

So sehen Sieger aus!

Klasse! Viel besser hätte der Einstand von Mike Büskens in Fürth kaum sein können! Dass die SpVgg den Tabellenführer mit 3:0 besiegt hat, ist sicher zu einem großen Teil seiner Trainerleistung zuzuschreiben. Büskens scheint das Team wieder in die Spur zurückgebracht zu haben – so kennen wir unser Kleeblatt normalerweise seit Jahren, und so wollen wir es auch weiterhin sehen!

20100116_spvgg_fck_2072Natürlich war es nicht der neue Coach allein, der den Sieg zustande gebracht hat. Die Elf  in Grün-Weiß hat insgesamt spielerisch überzeugt und konnte gegen Ende der Partie so richtig auftrumpfen. Und das gegen keinen Geringeren als die „Roten Teufel“ aus Kaiserslautern, die zuletzt fast unbesiegbar schienen.

Der einzige Schatten, der auf die Partie im Ronhof fiel, war das unfaire Verhalten der Lauterer Fans, die unseren Keeper Stephan Loboué mit Schneebällen bewarfen – wahrscheinlich aus Frust über die schlechte Leistung der eigenen Mannschaft. Deren Spieler mussten schließlich selbst ihre Anhänger beschwichtigen. Dazu kann ich nur sagen: Man muss auch mal verlieren können und sollte das sportlich nehmen. Offenbar haben bei den Pfälzern nicht nur die Spieler einen „teuflischen“ Charakter, sondern auch die Fans.

Und noch eine unschöne Begleiterscheinung hatte das Spiel: Sami Allagui wurde durch Foulspiel verletzt und zog sich eine Knieprellung zu – ausgerechnet mein Lieblingsspieler! Hoffentlich kann er die Blessur schnell wegstecken.

Besonders überzeugt hat mich wieder einmal Bernd Nehrig, der nicht nur beim Foul-Elfmeter den Ball sicher zum 2:0 im Kasten versenkte, sondern auch das 3:0 erzielte, nachdem er genau zum richtigen Zeitpunkt an die richtige Stelle gelaufen war. Auch Nicolai Müller, der in der ersten Halbzeit dafür gesorgt hatte, dass unser Kleeblatt in Führung ging, hatte einen guten Riecher und gefiel mir sehr gut.

Tja, da kann man nur wünschen, dass es jetzt wieder aufwärts geht mit unseren Jungs! Wenn sie so weitermachen, dürfte eigentlich nichts schiefgehen. Wir Greuther-Weiber schauen schon mit Freude den nächsten Wochen entgegen!

Kein Spiel für schwache Nerven!

Als Fürth-Fan braucht man derzeit wirklich starke Nerven! Gut, die Mannschaft konnte heute – passend zum Kirchweih-Beginn – gegen Düsseldorf einen Sieg einfahren. Aber das hätte auch leicht ins Auge gehen können, mit zehn gegen elf Mann in der letzten Viertelstunde.

Dass die Kleeblätter in der ersten Halbzeit kaum etwas gegen die Gäste aus dem Rheinland ausrichten konnten, war doch ziemlich frustrierend. Man hätte sich zumindest gewünscht, dass Fürth vor heimischer Kulisse selbstsicherer auftritt und nicht mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine muss.

Umso aufregender dann die zweite Hälfte. Benno Möhlmann hatte sein Team umgestellt. Und schon klappte das Zusammenspiel von Christopher Nöthe, Leonhard Haas und Sami Allagui. Als dem der Anschlusstreffer drei Minuten nach dem Seitenwechsel gelang, wuchs die Zuversicht von uns Fans zusehends.

Was wir dann erlebten, war allerdings wieder mal ein echtes Wechselbad der Gefühle. Ein Kompliment an Stephan Loboué im Tor! Leider war aber auch sein Konkurrent Ratajczak aus Düsseldorf in Hochform und machte alle Fürther Torhoffnungen zunichte. Zu allem Unglück kam auch noch die Verletzung von Edgar Prib! Als schließlich Marino Biliskov Gelb-Rot sah, sahen wir erst mal ziemlich schwarz. Denn eine Viertelstunde lang in Unterzahl spielen zu müssen und dabei noch einen Sieg herauszuholen – da gehört dann ja schon einiges dazu.

Gut, dass Sami Allagui die Nerven und den Überblick behielt und den Ball Nicolai Müller zuspielte, der ihn wunderbar im gegnerischen Kasten versenkte! Ich muss zugeben: Ich habe fast die Sekunden bis zum Schluss gezählt, bis der 2:1-Sieg endlich sicher war. Eine echte Wackelpartie war das!!

Einen Seitenblick auf den „Erzfeind“ kann ich mir nicht verkneifen: Lieber knapp mit 2:1 gewinnen als – wie der Club – eine 0:4-Pleite einstecken!