Christkind kann Kleeblatt nicht leiden

In der Lokalredaktion der „Nürnberger Zeitung“ haben wir in der Adventszeit eine täglich erscheinende Kolumne mit dem Titel „Ich wünsche mir vom Christkind…“. Klar, welchen Wunsch  ich als Greuther-Weib hatte: „Ich wünsche mir vom Christkind, dass die Fürther im letzten Spiel vor der Winterpause zu Hause im Ronhof noch einmal zeigen, was sie können und dass sie gegen den Karlsruher SC gewinnen.“

Ein frommer Wunsch – allein, er ward mir nicht erfüllt! Ganz im Gegenteil: Mein Verein hat mir beim Heimspiel vor Weihnachten eine 1:4-Niederlage beschert. Auch wenn das Ergebnis vielleicht etwas zu gut zugunsten des KSC ausgefallen ist, muss man wirklich sagen: Die Badener waren deutlich besser als die Kleeblätter.

Das Spiel stand wegen des heftigen Schnee- und Kälteeinbruchs sowieso unter keinem guten Stern. Das Playmobil-Stadion war zum Teil eingefroren und verschneit und wurde teilweise für die Besucher gesperrt. Das hatte allerdings eher für die Fans der Gäste als für die der Fürther Folgen: Die KSC-Anhänger wurden statt auf die Plätze, die sonst für sie reserviert sind, auf die Gegentribüne „umgeleitet“. Am schlimmsten waren natürlich die schlechten Bedingungen für die Spieler, die sich auf dem gefrorenen Boden äußerst schwer taten.

Trotzdem: Beide Mannschaften hatten dieselben ungünstigen Voraussetzungen, und man muss einfach zugeben, dass der KSC besser damit umgehen konnte – leider! Und so hieß es schon zur Halbzeit 0:2. Die offensive Spielweise der Kleeblätter in der zweiten Hälfte brachte zwar zunächst den Anschlusstreffer, doch zum Ausgleich reichte es nicht. Obendrein wurden dadurch den Badenern gute Kontermöglichkeiten eröffnet, die sie trefflich zu nutzen wussten. So fiel das 1:4 noch ganz knapp vor Schluss der Partie.

Das mit meinem Wunsch an das Christkind ging also von A bis Z daneben. Jetzt stehen die Fürther vor Beginn der Winterpause so schlecht da wie seit Jahren nicht mehr. Das ist bitter.

Bleibt also nichts anderes, als aufs neue Jahr zu hoffen – doch das beginnt gleich mit dem schwierigsten Gegner: Am 16. Januar läuft Herbstmeister 1. FC Kaiserslautern im Playmobil-Stadion auf. Ob es die Fürther ausgerechnet da schaffen, ihre Negativ-Serie – mal abgesehen vom Unentschieden gegen St. Pauli lief ja in letzter Zeit überhaupt nichts rund – zu beenden? Hoffen wir das Beste, lieber Leser!