0:0 – Das war das Spiel der Tormänner

Entweder haben sich zu wenige Kleeblattfans das Attest von Coach Janos Radoki ausgedruckt. Oder aber die Chefs ließen sich nicht erweichen, ihre Mitarbeiter schon früher von der Arbeit ins Stadion zu schicken. Denn nur so lässt sich die geringe Zahl von 8035 Zuschauern im Fürther Ronhof erklären. Die Anstoßzeit 17.30 Uhr an einem ganz normalen Wochentag ist einfach grenzwertig.

Um es kurz zu machen: Die Spielvereinigung bleibt auch nach dem neunten Spiel in Folge ungeschlagen und hat sich von Eintracht Braunschweig mit 0:0 getrennt. Schade, denn eigentlich hätte das Fürther Team locker gewinnen können. Es spielt inzwischen viel passgenauer als früher und entwickelt Schnelligkeit. Außerdem ist „Pressing“ für die Kleeblätter schon längst kein Fremdwort mehr.

Einfach Pech war der vom Braunschweiger Keeper gehaltene Foulelfmeter, den Niko Gießelmann in der 36. Minute nicht zum Führungstor verwandeln konnte. Jasmin Fejzic, den viele von uns noch wegen der unglücklichen Niederlage im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund 2012 in guter Erinnerung behalten haben, machte dem Kleeblatt einen Strich durch die Rechung. Überhaupt: Die „Männer des Tages“ waren beide Torleute – eben Fejzic (rechts) und Balazs Megyeri (links). Sie hielten, was es zu halten gab, sie verbauten ihrem Gegner manch gute Chance.
Das Kleeblatt biss sich die Zähne an den mauernden Niedersachsen aus. Auch nach der Einwechslung von Dursun und Gjasula kam es zu keinen nachhaltigen Aktionen, sprich: Toren. In den Schlusssekunden wurde es noch einmal richtig spannend: Braunschweig scheiterte mit einem Schuss an Megyeri (90.). Und zwei Minuten später köpfte Dursun aus fünf Metern ganz knapp am Tor vorbei.

Am Samstag geht es schon wieder weiter: Das Kleeblatt spielt auswärts beim 1. FC Kaiserslautern.

Nullnummer aus der Ferne gesehen

Unser erster Blogbeitrag im Winterurlaub am Dachstein beklagte das verlorene Achtelfinale im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach. Heute jetzt erlebten wir die Begegnung in der Zweiten Liga gegen den FC Erzgebirge Aue nicht per Sky am Laptop. Nein, wir haben das Spiel auf dem Kleeblatt Radiosender live gehört. Und ich muss feststellen: Das war richtig altmodisch und nostalgisch – passend zur urigen Atmosphäre hier in der Steiermark.

Aber was hilft die schönste Nostalgie, wenn das Spiel keine Tore hergibt und als Nullnummer endet. Das „Kräftetanken in heimischen Gefilden“ (das Kleeblatt hat die Winterpause ja in Fürth und nicht z. B. im Trainingslager in der Türkei oder Spanien verbracht) wie es einer der beiden Kleeblatt-Radio-Moderatoren nannte, konnte ich nicht erkennen. Gegen den Tabellenvorletzten nur wenige Torchancen herauszuholen, ist fast schon ein Armutszeugnis. Noch schlimmer: Wenn Kleeblatt-Keeper Balazs Megyeri nicht einige Fasttore der Erzgebirgler gehalten und so eine Blamage vermieden hätte, wäre das Lamento bei der Spielvereinigung wieder groß gewesen.

Also: Das 0:0 war wirklich keine Glanzleistung. Ich hoffe mal, dass wir nach unserer Rückkehr aus der Steiermark nach dem nächsten Heimspiel am kommenden Samstag, 18. Februar, im Fürther Ronhof in unserem Greuther-Weiber-Blog wieder einen sportlichen Erfolg – sprich: einen Sieg – kommentieren können.

Kein flüssiges Spiel auf holprigem Rasen

SpVgg Greuther Fürth - Arminia BielefeldSchade, das war heute leider eine Nullnummer im Fürther Ronhof beim Spiel gegen Arminia Bielefeld. Da trifft der Sechst- auf den Zwölf-Platzierten, eine reelle Chance für die Spielvereinigung nach der Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf drei Punkte klar zu machen. Aber es hat nicht geklappt.

Obwohl – und das werden auch die größten Kleeblattkritiker zugeben – die Heimmannschaft eigentlich das bessere Team war. Aber es ist wieder nicht gelungen, aus guten Kombinationen und überlegten Aktionen zum Abschluss – sprich Torschuss – zu kommen. Nehmen wir als Beispiel Veton Berisha: Er ist immer vorne, läuft und läuft, hat die Übersicht und engagiert sich. Er ist im entscheidenden Moment am richtigen Ort. Aber dann verlässt ihn der Mut und seine Schüsse gehen ins Leere. Oder über das gegnerische Tor. Dann ist die Enttäuschung natürlich groß (Foto)! Das „feindliche“ Tor wurde heute vom Ex-Fürther Wolfgang Hesl verteidigt, der vermutlich mit einigem Wehmut zu seiner alten Wirkungsstätte kam. Überrascht hat ihn vielleicht vor allem die schlechte Qualität des Rasens, der  einem Dorfacker alle Ehre machen würde

Eine strittige Szene fand in der 26. Spielminute statt: Als Sebastian Mielitz nach einem zu kurzem Rückpass von Marco Caligiuri den Bielefelder Stürmer Klos zu Fall brachte. Schiedsrichter Florian Heft war gnädig, er hätte durchaus auf Elfmeter entscheiden können. Allerdings glich sich das kurz später aus: Jurgen Gjasulas Schuss touchierte im Strafraum Börnes Hand. Auch hier hätte man einen Elfmeter geben können, aber Heft ließ abermals weiterlaufen. So waren beide Teams quitt.

Das waren heute Abend 90 Minuten im Ronhof, die nicht besonders spannend waren. Obwohl das Kleeblatt für mich die klar bessere Mannschaft war. Nächstes Wochenende ist Länderspielpause. Ganz gut, da kühlen sich die Gemüter ab. Und dann gastiert die Spielvereinigung am Sonntag, 22. November, beim 1. FC Heidenheim. Der liegt wie das Kleeblatt aktuell im Tabellenmittelfeld. Hoffentlich wird die Partie in Heidenheim für die SpVgg erfolgreicher!

Diese Nullnummern zehren an den Nerven

NullnummerDie Rückfahrt heute aus Ramsau/Steiermark war ziemlich problemlos. Worüber habe ich mich dort mit anderen Urlaubsgästen primär unterhalten? Natürlich über Fußball. Zum Beispiel mit einem Ehepaar,  das ich auf einer urigen Hütte getroffen habe. Beide sind eingefleischte Union-Berlin-Fans und haben beim Aufbau der „Alten Försterei“ mitgeholfen. Und im Stadion schon einen runden Geburtstag gefeiert. Ein anderer Ski-Langläufer ist Fan von Borussia Dortmund. Sein Sport-Outfit ist gelb-schwarz. „Ihr habt ja den FC St. Pauli besiegt„, meint er optimistisch.

Heute auf der Heimfahrt habe ich im Auto ab 18. 30Uhr (vergeblich) versucht, Infos über die Begegnung zwischen der Spielvereinigung und dem SV Sandhausen im Radio zu bekommen. Vergeblich, niente. „Heute spielen die Kleeblättler gegen, na , gegen wen denn? Moment: ach ja, Sandhausen“ – soweit der inkompetente Moderator auf Antenne Bayern.

Aber – um ganz ehrlich zu sein – ich befürchte, wir haben heute auch nicht viel versäumt. Das Spiel war mal wieder eine der typischen Nullnummern der SpVgg. Zu Hause im Stadion am Laubenweg hat die Mannschaft in der Saison 2014/15  noch nichts gebacken bekommen. Erwähnenswert war heute offenbar nur der vom Fürther Keeper Wolfgang Hesl gehaltene Foulelfmeter in der 18. Minute. Durch seine Aktion blieb dem Kleeblatt ein Gegentor erspart. Gut, denn nachdem es bis Spielende dem Gastgeber nicht gelungen ist, das entscheidene Tor zu machen, wäre das Spiel wieder eine Niederlage gewesen. Die fünfte Nullnummer in den letzten acht Spielen für die Fürther, ernüchternd.
Mich frustriert der Auftritt des Teams allmählich. Ich bin erholt und relaxt. Trotzdem: Wenn die Spielvereinigung nicht bald besser spielt und Punkte macht, dann wird sie weiter im Tabellenmittelfeld der Zweiten Liga blieben. Am kommenden Freitag (18.30 Uhr) gastieren die Kleeblättler beim Aufstiegsaspiranten 1. FC Kaiserslautern.

Nullnummer in Aachen

Edgar PribGut, es gibt Studien, die wollen herausgefunden haben, dass Trainerwechsel aufgrund anhaltender Erfolglosigkeit meistens nicht wirklich etwas bringen. Ich erinnere da an eine Untersuchung einiger Forscher aus Münster und Kassel aus diesem Jahr, die sich mehr als 150 Trainerentlassungen zwischen 1963 und 2009 vorgenommen haben und dabei zu der Erkenntnis gekommen sind, dass die meisten Mannschaften nicht im Geringsten davon profitieren.
Und doch konnte man bei der Partie der SpVgg in Aachen mal wieder sehen, dass sich Mannschaften unter neuem Coach zumindest kurzzeitig steigern können. Weitaus stärker als in den vergangenen Wochen  hat man die Aachener bei ihrer ersten Partie unter Interimstrainer Ralf Außem erlebt. Von einem Duell Tabellenführer gegen Schlusslicht war da jedenfalls nichts zu erkennen, im Gegenteil. Die Fürther hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn sie ohne Zähler die Heimreise hätten antreten müssen. So ist die Spielvereinigung nochmal mit einem blauen Auge – und einer ärgerlichen Roten Karte für Edgar Prib – davongekommen.