Kleeblatt Schmidtgal bei WM-Quali dabei!

Am Freitagabend findet das WM-Qualifikationsspiel zwischen Kasachstan und Deutschland in Astana statt – und ein Kleeblatt steht auf dem Spielfeld: Heinrich Schmidtgal. Der 27-Jährige wird für die Nationalmannschaft von Kasachstan auflaufen. Das Duell mit der DFB-Elf von Jogi Löw wird also nicht nur aus deutscher, sondern speziell auch aus Fürther Sicht interessant und spannend.
Nach dreimonatiger Verletzungspause hatte Schmidtgal am letzten Wochenende gegen Werder Bremen sein Comeback und bereitete beim 2:2 einen Treffer vor.
Als zweiter Bundesligaprofi ist übrigens Konstantin Engel von Energie Cottbus mit von der Partie. Sowohl Schmidtgal als auch Engel wurden im kasachischen Teil der damaligen UdSSR geboren, wuchsen aber seit ihrer frühen Kindheit in Deutschland auf. Die defensiven Außenspieler sind die beiden einzigen Legionäre im 24-köpfigen Kader von Trainer Miroslav Beranek für die beiden WM-Quali-Duelle mit Deutschland.
Und wer das WM-Quali-Rückspiel live sehen will, der hat – sofern er Tickets bekommt – schon am nächsten Dienstag, 26. März, im Grundig Stadion in Nürnberg Gelegenheit dazu. Ich könnte darauf wetten, dass viele Kleeblattfans im Stadion sind, die nicht nur das DFB-Team, sondern bei guten Aktionen auch das Kleeblatt Heinrich Schmidgal anfeuern werden.

Ein Zaun mit Überhang? Warum nicht?

Während unser Kleeblatt in der sonnigen Türkei den Grundstein für den Aufstieg in die Erste Bundesliga legen will, beginnt für den 1.FC Nürnberg heute wieder der Ernst des Lebens: Rückrundenstart zu Hause gegen die Hertha aus Berlin. Noch dazu ist es ein denkwürdiges Jubiläum für die Spieler aus unserer Nachbarstadt: der 1000. Auftritt des „Ruhmreichen“ in seiner Bundesliga-Geschichte.

Vielleicht wundert sich jetzt die/der eine oder andere, in diesem Blog über den Club zu lesen. Nein, niemand hat falsch geklickt, hier ist schon das Greuther-Weiber-Blog. Aber angesichts dieses wichtigen Spiels im Frankenstadion würdigen wir ausnahmsweise mal unseren Lieblingsfeind. Nicht, dass wir ihm die Daumen halten würden gegen Berlin. Aber nach dem aus unserer Sicht so gelungenen Derby am 20. Dezember 2011 können wir ja großzügig zumindest unser Interesse daran bekunden, wie der Club in die Rückrunde startet. Manche Clubfans – selbst treueste Anhänger – munkeln ja schon, es werde wohl der Anfang vom Ende in der Ersten Bundesliga sein. Tja, da könnten sie Recht behalten, wenn nicht ein starker Ruck durch die Mannschaft gegangen ist.

Ausgerechnet heute muss ein Teil der Clubfans ja nach langer Zeit erstmals wieder hinter einem Zaun das Spiel verfolgen. So schade das für diejenigen ist, die mit den wenig ruhmreichen Ereignissen nach dem Derby gegen unsere SpVgg aus Fürth nichts zu tun haben – mit ein wenig Häme sehen wir Fürtherinnen das schon. Club-Fans hinter Gittern, das hat was, finde ich.

Ob es was nützt, weiß man allerdings nicht. Denn es gibt immer wieder Lebewesen, die es schaffen, selbst unüberwindbar scheinende Absperrungen doch zu überwinden. Das hat uns erst diese Woche einer gezeigt: Gepard Turbo im Nürnberger Tiergarten, der hier im Bild zu sehen ist. Locker hat er eine 2,70 Meter hohe Mauer hinter sich gelassen. – Und was hat es ihm eingebracht? Huftritte von einem Shetland-Pony, auf das er sich stürzen wollte! Hatte er halt unterschätzt, die kleine Graciella. Hochmut kommt eben vor dem Fall, das hat sich beim letzten Frankenderby ja auch mal wieder erwiesen.

Und nun wird Turbo hinter eine noch höhere Mauer gesteckt und womöglich auch noch hinter einen Zaun mit Überhang. Wenn ich mir das so überlege… Ja, das wär´s doch: Ein Zaun mit Überhang für Clubfans! – Also, nichts für ungut! Schau mer mal, wie Ihr Euch heute so anstellt!