Eine Watschn für die Münchner!

Unser OB Thomas Jung hat von Fürth mal als „der Insel der Glückseligen“ gesprochen. Das kann ich nur unterschreiben. Heute Morgen bin ich am Münchner Hauptbahnhof in den Trubel des Oktoberfestes geraten. Tausende, ach was, zigtausende Besucher strömten in Richtung Theresienwiese. Die meisten in Tracht – Bayern wie Auswärtige. Das italienische Wochenende hat zumindest vom optischen her zwar alles ein bißchen rassiger aussehen lassen. Aber das war Chaos schlechthin. Gott sei Dank, dachte ich mir in meinem Auto mit Fürther Nummer als ich auf dem Mittleren Ring wieder Richtung Franken fuhr. Gut, dass ich jetzt wieder in die Stadt fahre, wo am nächsten Wochenende die Fürther Kerwa beginnt. Ruhig, gemütlich und friedlich.

Die ersten Infos vom Spiel habe ich dann im Radio gehört: Eine ausverkaufte Trolli ARENA in der Partie gegen 1860 München, das erste Tor des (seit gestern) nicht mehr Tabellenführers in der 27. Minute durch Christopher Nöthe, eine Münchner Mannschaft in Unterzahl nach einer roten Karte in der 13. Minute gegen Bülow.  „Hier treffen heute fränkische Bratwürste auf knusprige Hendl von der Wiesn“ meinte der Radio-Kommentator. Sehr witzig, dachte ich mir, es geht um Sport, um Fußball, und die Kleeblätter wollen heute nur eines: gewinnen. Und das haben sie dann auch – 2:0. Die Tabellenführung ist zurückerobert.

Dass es mit der Freundlichkeit der Münchner Fans nicht allzu weit her ist, beweist das Foto vom „Einmarsch in die Fürther Königstraße“ (das hat eine den Greuther Weibern zugetane Freundin geistesgegenwärtig gemacht). Da wurden Beleidigungen gegen den Gastgeber skandiert, unzählige Bierflaschen zerschmissen und Feuerwerkskörper gezündet. „Buam schenkts dene a paar ein und dann geht auf’d Wiesn“ war auf dem 1860-Transparent zu lesen.
Aber das wurde dann wohl nichts. Nach dem verlorenen Spiel möchte ich nicht mit im Zug sein, der Euch zurück nach München bringt, Buam. Und zum Thema „Wiesn“  – dazu habe ich nichts mehr zu sagen.

 

Die Münchner im Ronhof – Schnell noch Tickets besorgen!

Der Spielvereinigung steht mit dem Spiel gegen den TSV 1860 München am Sonntag, 25.September, eine spannende Partie bevor. Der Verein rechnet mit einem vollen Haus – schon eine Woche vor dem bayerischen Vergleich waren rund 10000 Karten für die Trolli ARENA verkauft.
Leider kann ich mir das Spiel im Ronhof nicht ansehen, weil ich in München bin – ausgerechnet. Ich besuche weder das Oktoberfest noch die berühmte Säbener Straße in Giesing. Nein, ich werde am Samstag auf den Spuren von König Ludwig II. wandeln und mich dann am Sonntag (gerne) wieder von der oberbayerischen „Mir-san-mir“-Atmosphäre verabschieden. Auf jeden Fall versuche ich, möglichst bald den Heimweg nach Fürth anzutreten, um vielleicht doch noch die wesentlichsten Momente des Fußballspiels mitzubekommen.
Für die Kleeblätter ist dieses Sonntagsspiel besonders wichtig. Sie haben beim letzten Spieltag mit einer Nullnummer beim Tabellenletzten in Aachen ihre Schwächen deutlich gezeigt. Und sie müssen jetzt versuchen, in der Partie gegen die sechstplatzierten Münchner mindestens einen, besser noch drei Punkte zu machen. Momentan liegen die 1860er mit 15 Punkten lediglich vier Punkte hinter der Spielvereinigung, die gemeinsam mit dem FC St. Pauli die Tabelle anführt. Inzwischen hat es sich übrigens herumgesprochen, dass der Fürther Torhüter Max Grün (Foto) wieder voll genesen ist. Er vermittelt der gesamten Mannschaft das beruhigende Gefühl, dass er ein selbstsicherer Keeper ist, der sich voll engagiert, seinen Kasten sauber zu halten. Das wäre ja eine tolle Perspektive für die nächsten Wochen!
Also: Die Anhänger des Kleeeblatts sollten versuchen, sich noch schnell mit Eintrittskarten zu versorgen. Denn es wäre doch schade, wenn sie zwar das Stadion finden würden – und sich nicht von der antiquierten Beschilderung irritieren lassen-, aber zu Hause bleiben müssen, weil es keine Tickets fürs Spiel mehr gibt!
Nachtrag: Am Mittwochnachmittag waren nur noch 1400 Karten zu haben!