Schwarze Woche für das Kleeblatt!

sararer2Mund abwischen – weitermachen! Diese alte Fußballerweisheit (übrigens eine gerne verwendete Redensart von Ex-Nationalkeeper Oliver Kahn)  muss sich die Spielvereinigung zu Herzen nehmen und zuversichtlich nach vorne blicken. Nach drei vergeigten Begegnungen in nur acht Tagen haben die Kleeblätter einen ganz schönen Dämpfer bekommen. Und auch die Käsefrau meines Vertrauens am Fürther Wochenmarkt meint, dass den Spielern der Erfolg zu Anfang der neuen Saison vielleicht etwas zu Kopf gestiegen ist.

Nach dem verlorenen Spiel bei Tabellenführer Hertha BSC und dem 1:2 gegen den – inzwischen – Zweitplatzierten Erzgebirge Aue war das Fürther Team Mitte der Woche ja auch noch gegen den FC Augsburg aus den Pokal geflogen. Aber „the show must go on“. Und Trainer Mike Büskens hat einigen seiner Mannen schon mal kräftig die Leviten gelesen. Der eine oder andere – ohne hier Namen zu nennen – lässt Power und Einsatzbereitschaft vermissen. Auch so mancher Zuschauer in der Trolli ARENA fragt sich, ob man es vor der Winterpause jetzt schon ruhig angehen lassen möchte. Das wäre eindeutig zu früh, denn bis dahin stehen noch sieben Spieltage auf dem Programm. Am Samstag, 6. November, muss die SpVgg schon mal beim MSV Duisburg antreten. Das ist kein leichter Gegner, und es wird sich zeigen, ob der Fürther Coach es bis dahin verstanden hat, seine Mannschaft heiß zu machen!

Coraggio, Squadra Azzurra!

Wer mich kennt und mein Blog aufmerksam verfolgt, der weiss, dass von allen Spielern einer Fußball-Mannschaft mein Herz meistens für den Torkeeper schlägt. Sie sind ja oft die Schlüsselfigur im Spiel und müssen nicht nur sportlich was drauf haben, sondern sind auch oft echte „Typen“. (Übrigens ist auch der Torhüter von der SpVgg, Max Grün, auf dem besten Weg so ein Typ zu werden!)

Ich erinnere zum Beispiel an Petar Radencovic, der in den 60er Jahren nicht nur den Kasten von 1860 München sauber halten sollte, sondern auch versuchte, als Sänger Karriere zu machen. Wer ihn nicht kennt, der kann das Fürther Rundfunkmuseum besuchen und dort auf einer der wunderschönen Wurlitzer Juke-Boxen sein berühmtes Lied hören:YouTube Preview Image

Weitere Tormänner, die mir unvergesslich bleiben, sind natürlich auch Andreas Köpke oder der glatzköpfige Fabien Barthez, der von 1994 bis 2006 im Tor der „Equipe Tricolore“ stand. Oder die bayerische Legende Sepp Maier. Mitgefiebert haben wir doch alle vor vier Jahren während der letzten WM beim internen Zweikampf zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann. Ob unser neuer Nationalkeeper, der witzigerweise auch noch so heißt, sich in Südafrika bewähren wird, gut, da sprechen wir uns in einigen Tagen oder Wochen wieder.

Aber auch Italien hatte Torwart-Legenden, wie z.B. Dino Zoff. Ein berühmter Keeper der Neuzeit wird allerdings vermutlich nicht nur im heutigen Spiel Italiens gegen Neuseeland auf der Ersatzbank sitzen: Gianluigi Buffon. Der 32jährige, der in seiner Karriere vier Mal zum Welttorhüter des Jahres gekürt wurde, hat im Vorrundenspiel gegen Paraquay einen Bandscheibenvorfall erlitten und musste seinen Platz für Federico Marchetti räumen. Schade, ungeachtet dessen, wer der bessere Torwart ist, bei Buffon stimmt – wie Greuther-Weiber Kollegin „uwo“ lobend hervorheben würde – auf jeden Fall „die Optik“. YouTube Preview Image

Die Squadra Azzurra ist hoffentlich nicht allzu demoralisiert, wenn sie heute auf Buffon verzichten müssen. Meinem Faible für die italienische Nationalmannschaft hat ihr bislang schwacher Auftritt keinen Abbruch getan. Ich werde heute Nachmittag wie viele Fans rufen: „Coraggio, Azzurri – Nur Mut!“

Fürther Ex-Keeper Kastner im Video

Torkeeper haben oft Schlüsselpositionen in einer Fußballmannschaft. Ich denke an Oliver Kahn oder Sepp Maier, an Robert Enke, Jens Lehmann oder Gianluigi Buffon. Auch beim Fürther Kleeblatt haben Torhüter einen ganz besonderen Stellenwert. Nach Stephan Loboué ist zurzeit Max Grün immer wieder der Retter in brenzligen Situationen.

Für viele frühere und auch heutige Fans der Spielvereinigung ist der Name Roland Kastner mit besten Erinnerungen verbunden. Er stand von 1975 bis 1994 im Tor des Vereins, der damals ja noch Spielvereinigung Fürth hieß (der Zusammenschluss  mit dem TSV Vestenbergsgreuth und der damit verbundene Namenszusatz „Greuther“ fand erst 1995 statt, woran so mancher 150-prozentige Fan auch heute noch zu knabbern hat!)

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Roland Kastner hat 713 Spiele bestritten, war allerdings immer „Halbprofi“,  denn zu seiner Zeit war es für einen Fußballer, dessen Mannschaft zweit- oder drittklassig spielte, nicht möglich, vom Spielergehalt zu leben. Abgesehen davon, dass die Gagen nicht mit denen von heute vergleichbar waren. Kastner hat nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann deshalb bei Quelle und Puma gearbeitet und sich dann vor 26 Jahren selbstständig gemacht.

Viele kennen seinen „Kastner’s Sport -Treff“ in der Fürther Friedrichstraße. Hier findet man nicht nur ein großes Angebot von Lauf- oder Fußballschuhen, er hat außerdem eine gute Auswahl an Sportbekleidung. Und: Hier besteht vor allem auch die Möglichkeit, Tickets für Spiele des Kleeblatts zu kaufen. Außerdem finden Kunden immer wieder Zeit, mit Kastner an der Theke ein kurzes Gespräch zu führen.  Oft dreht sich dann alles ums Kleeblatt und dessen Auf und Ab in der Liga.

Roland Kastner ist auch als Hauptorganisator des Fürthlaufs bekannt, der in diesem Jahr zum 8. Mal stattfand. Er und sein Team setzen jedes Jahr alle Hebel in Bewegung, um den Fürthern ein echtes Sporterlebnis zu ermöglichen.

Mal sehen, ob der Tipp von Ex-Torhüter Roland Kastner in unserem kurzen Videoclip für das Spiel zwischen der SpVgg und dem FC. St. Pauli am Sonntag, 2. Mai, um 17.30 Uhr im Ronhof stimmt!