Einfach dreist, diese Bayern!

Fürth oder Bayern? Zumindest in dieser Frage scheinen selbst eingefleischte Clubfans Vernunft anzunehmen und sprechen sich, zumindest nach momentanem Stand, mehrheitlich für die SpVgg aus. Bei aller Fan-Rivalität sollte man doch  – gerade wenn es um die Bayern geht – fränkische Solidarität bekunden und mal schön auf dem Teppich bleiben.

Letzteres fällt dem FCB immer wieder sichtlich schwer, wie man aktuell mal wieder erkennen kann: Da verklagt der Rekordmeister doch glatt die Löwen, weil sie die Bewirtungskosten für nicht genutzte Business-Seats in der Allianz-Arena nicht zahlen würden. „Das ist Geld, das sie uns klauen“, beschwerte sich Bayern-Manager Hoeneß jüngst in einem Interview. Wirklich dreist, wie ich finde. Noch schlimmer allerdings ist es doch, dass es zwei Vereine aus einer Stadt nicht schaffen, so eine Angelegenheit intern zu regeln, ohne das in der Öffentlichkeit breittreten zu müssen.

Bayern steht derzeit zweifellos unter Druck. In der Liga genauso wie auf internationalem Parkett. Weshalb also soll es den Fürthern nicht gelingen, den FCB auch noch aus dem Pokal zu kicken? Die vermeintlich übermächtigen Bayern  ärgern konnten die Fürther schon immer. Und allzu deutlich fielen die vergangenen Aufeinandertreffen zwischen der SpVgg und dem Rekordmeister nicht gerade aus. Und beim letzten Pokal-Duell  1998  brachte erst ein Elfmeterschießen die Entscheidung.