DFB-Pokal: Wissenswertes über den SV Morlautern

Am nächsten Sonntag ist DFB-Pokal-Time: Die Spielvereinigung trifft in der ersten Runde auf den Fünftligisten SV Morlautern. Die Begeisterung über diesen Pokalgegner bei den Morlauterern hält sich allerdings in Grenzen: „Die erste Reaktion war eine Enttäuschung. Es will jeder gegen Bayern München spielen oder gegen Borussia Dortmund. Aber wir sehen das Los jetzt als machbar, um vielleicht in der zweiten Runde einen attraktiven Gegner zu bekommen“, sagte der zweite Vorsitzende des SV Morlautern, Heinz Pörtner.
Ganz schön vollmundig! Grund genug, hier ein paar Fakten über diesen fußballerischen No-Name zu bringen: Der SV Morlautern e.V. 1912 ist ein rheinland-pfälzischer Sportverein, der in Kaiserslautern im Stadtteil Morlautern beheimatet ist. Die Vereinsfarben sind Gelb und Schwarz. Der Verein trägt seine Heimspiele im Stadion Kieferberg aus. Zur Saison 2016/17 stieg der Verein zum ersten Mal in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf. 2017 wurde der Verein Südwestpokalsieger: Durch einen 2:1-Finalsieg über den Regionalligisten Wormatia Worms qualifizierten sich die Kaiserslauterer Vorstädter dadurch für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2017/18. weiter lesen

Fürth feiert Schützenfest

Während in der Heimat beim „Frühschoppen“ nach dem Sommernachtsball im Stadtpark der Bär tanzte, musste das Kleeblatt zur ersten Pokalbegegnung in den hohen Norden fahren. Es wurde ein erfolgreicher Nachmittag für die Spielvereinigung: Sie trat gegen den Sechstligisten Eimsbütteler TV im Stadion „Hohe Lust“ in Hamburg an – und gewann mit 10:0 Toren! Der erhoffte Kantersieg fand statt, eine nicht auszudenkende Blamage blieb (Gott sei Dank oder natürlich?) aus.

Der Zweitligist gegen ein verstärktes A-Jugend-Team: Bei den Gastgebern sind gleich neun Spieler Jahrgang 1993, Hitscher ist mit seinen 23 Jahren der Zweitälteste. Am meisten Erfahrung vorweisen konnte  der 30-jährige Rosmanith. Warum das so ist? Lesen Sie/lest dazu unseren Blogbeitrag!

Die Partie war von Anbeginn vom Kleeblatt dominiert. Trotzdem dauerte es 17 Minuten, bis Mavraj das erste Tor schoss. Dann kam Sararer in der 19. und 25. Minute zum Zuge. Halbzeitstand 3:0. In der zweiten Hälfte ging es fast Schlag auf Schlag: 54., 66., 70., 76., 80. Minute usw. Am häufigsten konnten Sararer (vier Mal) und Tyrala (zwei Mal) einlochen. Für die Zuschauer sind solche Schützenfeste natürlich toll – in Hamburg waren es 2000, die ins Stadtion kamen -, aber nur, wenn die eigene Mannschaft gewinnt. Viele Fürther Fans hatten den Weg nach Hamburg nicht gefunden. Vermutlich fanden die meisten den Gegner zu leicht, vielleicht war das erste Ferienwochenende in Bayern auch kein idealer Zeitpunkt.

Für die Spielvereinigung ist das Ergebnis hochmotivierend. Am Samstag, 6. August, empfängt die Truppe von Trainer Mike Büskens um 13 Uhr den Aufsteiger Dynamo Dresden. Da werden wohl keine 10 Tore fallen – leider!!!

Juristisches Nachspiel?

Aus aktuellem Anlass muss ich mich an dieser Stelle mal wieder über die Bayern auslassen. Da hatte ich mich gestern Abend schon extra gegen das Champions-League-Spiel des FCB gegen Florenz und stattdessen für die Olympia-Übertragung  entschieden. Und dann zappe ich ausgerechnet in der Minute auf Sat.1, als Klose – meilenweit im Abseits stehend – die Münchner  zum 2:1 köpft.  Kann mir mal jemand sagen, weshalb die Bayern immer so ein unverschämtes Glück haben? Aber das nur am Rande.

Eigentlich soll es an dieser Stelle nochmal um die Pokalpartie der Fürther gegen den FCB gehen. Genauer gesagt, um das von vielen Seiten heftig kritisierte Vorgehen der Münchner USK-Kräfte gegen Fürther Fans. Die Vorkommnisse werden jetzt wohl ein juristisches Nachspiel haben.

Der Landtagsabgeordnete Horst Arnold, der selbst als langjähriger Stadion-Staatsanwalt in Nürnberg und Fürth tätig war, hat bei der Münchner Generalstaatsanwaltschaft gestern Anzeige gegen Unbekannt erstattet.  Als „sehr fragwürdig“ bezeichnet er das Vorgehen der Polizeikräfte und sieht in der Anzeige „die einzige Möglichkeit, die Vorwürfe und Anschuldigungen in der Öffentlichkeit befriedigend auszuräumen“. Außerdem hat seine Landtagskollegin Petra Guttenberger einen Brief an den Innenminister geschrieben, in dem sie ebenfalls um Aufklärung bittet. Meiner Meinung nach ein absolut richtiges Vorgehen, das verhindert, dass die ganze Sache schnell wieder in der Versenkung verschwindet.