Schöner Start in neue Saison

SpVgg Greuther Fürth - TSV 1860 MünchenViele Faktoren waren heute ideal: herrlicher Sonnenschein, warme Temperaturen, 13 205 Zuschauer im Stadion. Und auch das Endergebnis – 1:0 gegen 1860 München – ist ein schöner Einstieg in die neue Spielzeit 2016/17. Im Gegensatz zu den Löwen hat das Kleeblatt mit wenig Abgängen seine Mannschaft stabil halten können. Man spürte die Harmonie zwischen Jurgen Gjasula, Robert Zulj, Sebastian Freis und Veton Berisha, die im Laufe der Monate gelernt haben, passgenau zusammenzuspielen. Dass da die eine oder andere Aktion nichts wurde, darüber kann man hinwegsehen.

Der neue Mann im Fürther Tor ist der Ungar Balazs Megyeri. Als Nachfolger von Sebastian Mielitz bewies er heute Mut und Können. Seine Faustabwehraktionen waren erfolgreich, sein Fast-Spagat beim Angriff des neuen Löwenstars Ivica Olic sehenswert.

Ein guter „Neueinkauf“ beim Kleeblatt ist Khaled Narey. Er agiert schnell, engagiert und versuchte vom rechten Flügel aus gefährlich zu werden. Allerdings muss er noch lernen, auch mal den Ball abzugeben und nicht alles in Eigenregie machen zu wollen.

Sehenswert wie so oft waren die Freistöße von Gjasula & Co.: Da wird sich kurz abgesprochen, der eine springt über den Ball, der nächste zögert, irritiert damit den Gegner, und dann wird der Freistoß ausgeführt – und Löwenkeeper Jan Zimmermann hatte alle Mühe, das Wirrwarr zu durchschauen.

Gewissermaßen mit dem Halbzeipfiff traf Robert Zulj ins Münchner Tor. Kurz vorher war ihm noch etwas misslungen, aber die Parade zum 1:0 war wieder mal eine Supereinlage à la Zulj.

Trotz des 1:0-Heimsieges und der drei Punkte, die das Kleeblatt einfahren konnte: Es wäre viel, viel mehr drin gewesen. Vier, fünf wirklich tolle Chancen konnten die Fürther nicht verwandeln. Aber was soll’s? Wir haben ja noch 33 Spiele in der Zweitligasaison 2016/17 – und am Ende wird die Spielvereinigung (wenn sie sich so entwickelt, wie es heute aussah) nicht mehr nur auf dem 9. Tabellenplatz stehen wie zuletzt. Wetten?

0:2 – Ein Spiel zum Vergessen

SpVgg Greuther Fürth - FC HeidenheimDas war  heute nicht der Tag der beiden fränkischen Zweitliga-Mannschaften: Der 1. FC Nürnberg verlor auswärts gegen Eintracht Braunschweig mit 1:3. Und die Spielvereinigung  musste sich nach der 4:2-Klatsche bei Arminia Bielefeld heute mit einem 0:2 im heimischen Sportpark Ronhof geschlagen geben.
Das erste Tor des Aufsteigers 2014/15 1. FC Heidenheim fiel schon in der 6. Minute. Kapitän Marc Schnatterer, der zu einem der besten Akteure des Spieles werden sollte, hatte praktisch Narrenfreiheit. So war er auch der Initiator der frühen Führung: Nach einer pfeilgenauen Schnatterer-Flanke von rechts wirkte der Kleeblatt-Keeper Sebastian Mielitz wie ein aufgeschrecktes Huhn im Fünfmeterraum. Und Sebastian Heidinger stand auf der Leitung, so dass Robert Leipertz aus geringer Entfernung locker zum 0:1 für die Gäste einköpfte.
Trotz einiger mittelguter Chancen hatte das Kleeblatt heute Glück, dass auch die Heidenheimer nur mit Wasser kochten. Keine der beiden Mannschaften zeigte echte fußballerische Qualitäten im Abschluss. Der nach seiner Sperre (vier Spiele) heute wieder eingesetzte Jurgen Gjasula war aus dem Mittelfeld als Stratege unterwegs. Er gab dem Fürther Angriff ab und zu Drive, aber ohne Erfolg. Vielmehr machte das Team aus Heidenheim das zweite Tor: Nach einem Freistoß in der 57. Minute flog der Ball ans linke Fünfereck, Denis Thomalla war schneller als Heidinger (schon wieder!) und köpfte anschließend ein.
Was ist seit zwei Spielen mit dem Kleeblatt eigentlich los? Die Defensive um Marco Caligiuri glänzt durch Phlegma und wenig Initiative. Da stehen mehrere Kleeblattspieler im eigenen Strafraum, die Gegner schießen sich seelenruhig Pässe zu und bauen ihren Angriff auf. Da wird nicht interveniert, man geht nicht dazwischen. Pressing scheint für die Spielvereinigung zum Fremdwort geworden zu sein. Und dann schimpft ein manchmal überforderter Sebastian Mielitz wie in Rohrspatz mit seinen Kollegen, für deren Laschheit er die Kohlen aus dem Feuer holen muss. Und dann eben auch nicht immer alles halten kann.
Der Angriff mit Robert Zulj und Jurgen Gjasula ließ heute szenenweise erahnen, was die zwei drauf haben. Hoffentlich legen sich die beiden nicht nur deshalb so ins Zeug, weil sie im Hinblick auf einen Vereinswechsel mit guten Leistungen glänzen wollen. Aber wer könnte ihnen das verdenken?
Die Spielvereinigung rangiert zwei Spiele vor Saisonende auf dem zehnten Tabellenplatz. Mit Tendenz nach unten? Die beiden letzten Begegnungen – am 8. Mai gegen den 1. FC Kaiserslautern und am 15. Mai zu Hause gegen Sandhausen – wird das Kleeblatt wohl noch hinter sich bringen. Die Fans im Ronhof waren so positiv bei bestem Wetter in die Partie gestartet (Foto: Fankurve mit Spielball vor dem Anpfiff), aber dann pfiffen sie die Spieler gnadenlos aus. Trainer Stefan Ruthenbeck hat in dieser Spielzeit gute Arbeit geleistet und zwischenzeitlich zeigte das Kleeblatt auch, was es alles kann. Aber die letzten beiden Spiele waren – einfach zum Vergessen!

Kalte 4:2-Dusche auf der Alm

Arminia Bielefeld - SpVgg Greuther Fürth„Man(n) kann nicht genug davon haben“, stand auf einer Reklamebande in der Bielefelder Schüco-Arena – in der zweiten Halbzeit direkt beim Tor von Sebastian Mielitz. Als ob die Abstiegskandidaten aus Ostwestfalen die Zahl ihrer Tore vorhergesen hätten. Arminia Bielefeld hat die heutige Partie souverän mit 4:2 gewonnen. Ein Armutszeugnis für die Spielvereinigung, die sich bei den Begegnungen der letzten Spieltage in hervorragender Form gezeigt hatte.
Bei Sonnenschein und Schneeschauer war dieser 24. April zumindest wettertechnisch typisch. Das Kleeblatt startete eher schwach ins Spiel, dann gab Johannnes Wurtz in der 15. Minute an der Strafraumgrenze einen Pass an Robert Zulj, der nicht lange zögerte und mit einem 18-Meter-Flachschuss Wolfgang Hesl im Arminia-Tor keine Chance ließ – 0:1. Doch schon fünf Minuten später erfolgte der Ausgleich, der bei der Leichtfertigkeit, mit der die SpVgg heute das Wort „Abwehr“ behandelte, niemanden verwunderte. Fabian Klos traf ins Kleeblatt-Tor (Foto). Und um es gleich vorwegzunehmen: Klos sollte zum Mann des Tages avancieren und mit einem Hattrick seiner Mannschaft den Klassenerhalt ermöglichen. Dann vergeigte ausgerechnet Marco Stiepermann, der in der letzten Woche gegen Fortuna Düsseldorf noch ein Traumtor machte, eine Riesenmöglichkeit: Er stand unmittelbar vor Hesls Tor und schaffte es nicht, eine Bilderbuchvorlage von Zulj erfolgreich umzusetzen.

War die erste Halbzeit, die 1:1 endete, noch von Fußball auf Augenhöhe geprägt, sollte das Kleeblatt in den zweiten 45 Minuten untergehen. Im Zehnminutentakt machte Klos (50. und 60. Minute) das 2:1 und 3:1. Eine weiß-grüne Abwehr war heute praktisch nicht vorhanden. Da standen fünf, sechs Kleeblattspieler im eigenen Strafraum und schauten mit großen Augen zu, was die Arminen dort abzogen. Keine Aktivität, keine Reaktion, wenig Initiative.
Spektakulär aus Fürther Sicht wurde es dann in der 66. Minute: Julian Börner störte einen Pass von Sebastian Freis und katapultierte den Ball über den verdutzten Wolfgang Hesl aufs eigene Tor. Das Leder sprang an die Latte und von dort auf oder hinter die Torlinie. Tor oder nicht?, das war hier die Frage.  Ein typisches „Wembleytor“? Das dann vom Schiedsrichter nicht gegeben wurde. Der Unparteiische schwächelte auch einige Minuten später, als er einen klaren Elfmeter für Arminia Bielefeld nicht gab.
Pechvogel Börner machte dann seinen Fauxpas wett, als er 15 Minuten vor Spielende das 4:1 schoss. Nach einem Eckball von Ulm glänzte die Kleeblatt-Abwehr erneut durch Nichtkönnen, sie ließ den Ball  passieren, und Börner köpfte gnadenlos ein. Und noch einmal war es Julian Börner, der ein Tor machte – allerdigs ein Eigentor. In der Schlussminute trat Robert Zulj einen Freistoß und zirkelte den Ball scharf auf Hesl. Der reagierte unsicher und ließ das Leder nach vorne prallen. Der zurückgeeilte Börner wollte helfen, behinderte seinen Schlussmann aber,  und nach einem kuriosen Hin und Her gelangte der Ball schließlich zum 4:2 ins eigene Tor.
Das war heute ein kurzweiliges, torreiches Spiel, bei dem sich die Spielvereinigung vor zirka 200 angereisten Kleeblattfans allerdings von ihrer schwachen Seite zeigte. Dem Kleeblatt können die verpassten drei Punkte (Gott sei Dank!) egal sein, es kann weder ab- noch aufsteigen. Arminia Bielefeld hat der 4:2-Sieg den Hals gerettet, sie haben den Klassenerhalt in der Zweiten Liga geschafft.
Nächsten Samstag, 30. April, empfängt die Spielvereinigung den 1.FC Heidenheim im Sportpark Ronhof. Der rangiert aktuell einen Rang hinter den Achtplatzieren Kleeblättern, die heute den Sprung auf den sechsten Platz verpasst haben. Eigentlich ist die Mannschaft kein so interessanter Gegner, trotzdem sollte die SpVgg aufpassen, dass sie den guten Eindruck der letzten Wochen nicht komplett verspielt.

Blitztor von Zulj rettet dem Kleeblatt drei Punkte

1860 München - SpVgg Greuther FürthWenn es einen Fußballgott gibt, dann trug er heute mit Sicherheit eine weiß-grüne Brille. Die Spielvereinigung hat in der Allianz-Arena mehr als glücklich gegen den „Erzfeind“ 1860 München mit 1:0 gewonnen. Wie mir wird es vielen Zuschauern gegangen sein: Nach der Riesenfreude in der zweiten Minute über das frühe Tor von Robert Zulj (Foto) musste man dann 91 Minuten zittern, ob das Kleeblatt den Vorsprung halten und die drei Punkte auch wirklich einsacken kann. Denn – machen wir uns nichts vor – die Löwen waren spätestens nach der Halbzeitpause die dominierende, bessere Mannschaft. Sie haben nach vorne gespielt und hatten viele Chancen. Aber letztlich einfach nicht das nötige Quäntchen Glück, das Spielergebnis zu ihren Gunsten zu drehen.

1860 München hatte einen bescheidenen Start. Nach nur 105 Sekunden köpfte Robert Zulj die Flanke von Veton Berisha locker ins Tor von Stefan Ortega. Das Tor fiel also nur vier Sekunden später als das Führungstor des SC Freiburg am vergangenen Montag. Was sagt uns das? Dass man sich manchmal des Eindrucks nicht erwehren kann, dass der eine oder andere Spieler erst mal Zeit braucht, um mental ins Spiel zu kommen. Das kann fatale Folgen haben.

Egal, heute war in der zweiten Minute das Tor von Zulj gemacht und ließ zunächst auf mehr hoffen. Die erste Halbzeit war dann von viel Druck und Kampfgeist auf beiden Seiten geprägt, eine sehenswerte Partie. Die Spielvereinigung ist das zweikampfstärkste Team in der Zweiten Liga.  Enttäuschend war aus Fürther Sicht dann leider die zweite Halbzeit. Die Sechziger hatten das Spiel voll in der Hand und stürmten ohne Unterlass aufs Tor von Sebastian Mielitz. Dass keine Gegentreffer fielen, lag in erster Linie an der tollen Abwehrarbeit von Marco Caligiuri: Er stand immer goldrichtig, der gefährlichste Löwenspieler – Sascha Mölders – kam seinetwegen einfach nicht zum Zug. Wie schwach das Kleeblatt heute agierte, beweist die 0:12-Eckball-Bilanz.

Nach dem guten Spiel gegen den (vermutlichen) Wieder-Aufsteiger SC Freiburg war die heutige Kleeblattleistung alles andere als berauschend. Von den zirka 18 300 Zuschauern im Stadion waren nur 500 Kleeblattfans. Nach den schlechten Erfahrungen mit den Sicherheitskräften in der Allianz-Arena hatten sich heute wohl viele Anhänger der Spielvereinigung entschieden, zu Hause zu bleiben. Und so ein Zeichen zu setzen.

Fazit: Drei Punkte wurden auf das Kleeblattkonto verbucht. Die Schallmauer von 40 Punkten reicht, einen direkten Abstieg unmöglich zu machen. Die Spielvereinigung rangiert momentan auf dem 8. Tabellenplatz. Für den TSV 1860 München wird die Situation allerdings immer brenzliger.
Am Sonntag, 17. April, empfängt das Kleeblatt zu Hause im Ronhof Fortuna Düsseldorf.

Ein tolles Spiel – und doch verloren!

SpVgg Greuther Fürth - SC FreiburgEin sehr gutes, spannendes Spiel war das heute. Das Kleeblatt hat sich gegen den Bundesliga-Absteiger SC Freiburg mit 2:3 geschlagen geben müssen. Aber die Mannschaft hat demonstriert, dass von ihr in nächster Zeit viel zu erwarten ist. Es hätte auch 3:3 oder 4:4 ausgehen können. Torchancen gab es genug. Auf beiden Seiten. Und: Das Kleeblatt hat dem 1. FC Nürnberg erst mal die Suppe versalzen. Der Sieg von Freiburg hat dem Club zunächst den zweiten Tabellenplatz verwehrt.

Schockierend war das erste Tor des SC Freiburg nach – sage und schreibe – 101 Sekunden. Völlig unvermittelt traf Florian Niederlechner ins (weiß-grüne) Tor von Sebastian Mielitz. Es war ohnehin Ruhe im Ronhof, denn im Fanblock verzichteten die Fans während der ersten zehn Spielminuten auf Anfeuerungsaktionen und Gesänge. (Man wollte so gegen die unterschiedlichen Anstoßzeiten der Ligaspiele protestieren). Natürlich versuchten die Breisgauer, ihren Vorsprung zu halten, Protagonist Vincenzo Grifo probierte ein ums andere Mal, den Kleeblättern einen zweiten Treffer einzuschenken. Aber der SC machte die Rechnung ohne Sebastian Freis, der in der 24. Minute den Ronhof jubeln ließ: Ausgerechnet er, der Ex-Freiburger, ergatterte den Ball, zog ins Zentrum, ließ erst Höhn, dann Kempf stehen – und schoss flach in den Kasten des Freiburger Keepers Alexander Schwolow.
Das war Motivation pur für die Kleeblätter, die heute stark spielten. Mutig waren sie, gute Kombinationen gelangen ihnen – und sie witterten, dass sie heute gegen den vermeintlichen Favoriten SC Freiburg für eine Überraschung gut waren.

Nach der Halbzeitpause befürchtete man das obligatorische schnelle Gegentor – so oft hatten die Kleeblätter die Rückkehr aus der Kabine praktisch verschlafen gestartet. Heute war es anders. Robert Zulj traf nach fünf Minuten zum 2:2 (Foto). Der verdiente Ausgleich für einen hellwachen fränkischen Zweitligisten. Und der weiß-grüne Teil der fast 10 300 Zuschauer im Stadion begann zu träumen.

Bis dann doch der (von mir ) gefürchtete Grifo das 3:2 machte. Aber die SpVgg ließ sich heute nicht frustrieren und reagierte mit powervollem Spiel. Sie rannten – vom unermüdlichen Robert Zulj gepuscht – immer wieder gegen  den (vermutlichen) Wiederaufsteiger an und hatten einige supergute Möglichkeiten. Aber Veton Berisha scheiterte an Torhüter Schwolow (66. Minute) und traf unglücklich in der 71. Minute auch noch den Außenpfosten.

In der Endphase wäre noch alles möglich gewesen. Der Ausgleich durch Fürth, aber auch das 4:2 der Schwarzwälder Gäste. Aber es blieb beim 3:2 für Freiburg. Fazit: Eine ausgesprochen gute Leistung der Spielvereinigung, ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Und eine fußballerische Qualität der Fürther, die eine gute restliche Saison 2015/2016 verspricht.

Kaum verschnaufen können wir, da am kommenden Freitag, 8. April, die Spielvereinigung um 18.30 Uhr bei 1860 München antreten wird. Die Münchner sind nicht gerade unsere Lieblingsgegner. Aber nach der heutigen Leistung kann man optimistisch sein: Diese Partie gegen den Tabellensechzehnten müsste das Kleeblatt doch gewinnen!

Weiß-grüne Kaffeestunde im SAMOCCA

Gestern habe ich in unserem Greuther-Weiber-Blog angekündigt, dass die Spielvereinigung heute anlässlich der Aktion „Das Kleeblatt fürs Leben“ im Fürther Café SAMOCCA in der Neuen Mitte mit den Spielern Marco Caligiuri und Robert Zulj, Coach Stefan Ruthenbeck und OB Thomas Jung Gäste bewirtet. Das Ambiente in diesem Kaffeehaus ist super – man sollte unbedingt mal hingehen. Die kulinarischen Genüsse sind hervorragend. Und man kann richtig gut entspannen.

Einige Kleeblattfans hatten heute auch hingefunden. Obwohl die Uhrzeit – 14 bis 15.30 Uhr – für die meisten nicht optimal war. Und: Es hat allen Spaß gemacht. Hier sind ein paar Foto-Impressionen.

SAMOCCA

Gruppenfoto mit SAMOCCA-Team und Kleeblattprofis

SAMOCCA_2

Begrüßung

SAMOCCA_4

OB Thomas Jung, Kapitän Marco Caligiuri und Robert Zulj werden stilecht ausgestattet

SAMOCCA_Zulj

Perfekte Bedienung durch den Torjäger Robert Zulj

SAMOCCA_Caligiuri_Greutherweiber

Und das war der erhoffte Cappuccino Oriental – von Marco Caligiuri serviert

3:0 – Ein Befreiungsschlag fürs Kleeblatt

SpVgg Greuther Fürth - Eintracht BraunschweigEin Kantersieg war’s nicht. Gefühlt aber schon! Das Kleeblatt hat zu Hause Eintracht Braunschweig mit 3:0 besiegt. Und für Fürther Verhältnisse war das mal ein „haushoher Sieg“. Ich habe 3:0 getippt und endlich, endlich auch mal Recht behalten.
Die Matchwinner bei der heutigen Begegnung im Sportpark Ronhof hießen Robert Zulj (der zwei Tore machte) und Marco Stiepermann (er schoss das 2:0 in der 58. Minute). Aber insgesamt war es eine tolle Mannschaftsleistung. Keeper Sebastian Mielitz und Niko Gießelmann mausern sich zum echten Team. Und Jurgen Gjasula hat mit seinen perfekten Freistößen die Traumvorlagen für die beiden Zulj-Tore geliefert.

Ich finde die Entscheidungen von Trainer Stefan Ruthenbeck mutig und konsequent. Er lässt sich nicht beirren, sondern setzt auf einen (inzwischen erfolgreichen) Angriff und – aber das war heute nicht so entscheidend – eine effektive Abwehr. Von außen betrachtet ist Ruthenbeck der absolut richtige Coach für die Spielvereinigung: Er strahlt Ruhe aus, lässt sich auch von Rückschlägen nicht nachhaltig beeindrucken. Und er gibt der Mannschaft offenbar wieder Selbstvertrauen.

Während des Spiels im Ronhof kamen die Zwischenergebnisse der parallelen Begegnungen rein: Der SC Paderborn schoss ein Tor nach dem anderen gegen St.Pauli, und gewann dann letztlich doch „nur“ mit 4:3. Und der 1. FC Nürnberg machte Arminia Bielefeld mit 4:0 platt. Armer Wolfgang Hesl – ein schwarzer Tag für den Fürther Ex-Keeper!

Also: Die Spielvereinigung ging heute mit einem souveränen 3:0-Sieg vom heimischen Platz (übrigens präsentierte sich zum ersten Mal das Stadion ohne Haupttribüne). Und ist aktuell auf den sechsten Tabellenplatz der Zweiten Liga hochgerutscht. Wenn das nichts ist!?

Wir feiern heute mal ausgelassen in der Gustavstraße (oder auch woanders) mit Mumm-Sekt oder Grüner-Bier. Und freuen uns auf die nächste Begegnung am Sonntag, 20. März, gegen den VfL Bochum. Der liegt im Moment einen Platz vor dem Kleeblatt und wird sich ins Zeug legen, die Spielvereinigung in Grund und Boden zu spielen. Aber da haben sie sich verrechnet! Wetten?

Ausgerechnet ein Ex-Kleeblatt sorgt für Club-Sieg!

1. FC Nürnberg - SpVgg Greuther FürthNach 2008 hat der 1. FC Nürnberg heute erstmals wieder ein Lokalderby gegen die Spielvereinigung gewonnen – mit 2:1. Bizarr war schon der Beginn des Spiels: Da wenige Minuten vor dem Anpfiff noch Tausende von Zuschauern vor dem Grundig-Stadion auf den Einlass warten mussten, wurde der Beginn der Partie um 15 Minten verschoben. Andere Profi-Vereine lachen sich vermutlich ins Fäustchen, als ob es woanders keine Lokalderbys mit komplizierten logistischen Anreisemodaliäten gäbe! Schalke gegen den BVB, liegt denn da auch das ganze Ruhrgebiet lahm?

Das Spiel startete dann doch noch, und nach sechs Minuten war die Sensation (erst mal) da: Robert Zulj (im Foto rechts) traf nach einer Flanke von Sebastian Heidinger in den Club-Kasten von Raphael Schäfer. Die über 40.000 Clubfans im Stadion waren sprachlos. Und relativ lautlos blieb auch die Atmosphäre nach der Kleeblattführung. Die Spielvereinigung agierte konzentriert mit kurzen Pässen und ließ die Nürnberger Gastgeber weiter blass aussehen. Gab es einmal eine Chance für den Club, dann wusste sie der Kleeblatt-Keeper Sebastian Mielitz zu vereiteln. Als Kleeblattfan hatte man die Hoffnung, dass sich die Führung in die Halbzeitpause retten ließe. Aber Sebastian Kerk traf in der 40. Minute für Nürnberg, und so ging man mit einem 1:1 in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Clubberer dann aktiver und – ihrem dritten Tabllenplatz angemessen – spritzig. Trotzdem hatte das Kleeblatt die besseren Momente: Freis, Röcker, genaue Flanken von Gjasula. Aber das Glück war nicht mehr auf der Seite der Fürther. Das Spiel läpperte so dahin, die 46.000 Zuschauer hatten sich fast schon mit einem Unentschieden arrangiert – da gelang ausgerechnet dem Ex-Kleeblatt Niclas Füllkrug das 2:1. Nach einem langen Kopfball von Margreitter hatte Kapitan Marco Caligiuri kurz den Überblick verloren. Und so köpfte Füllkrug den Ball ins Fürther Tor.

Insgesamt schade für die Spielvereinigung, die beweisen wollte, dass Frankenderbys ihre eigenen Gesetze haben. Und dass nicht unbedingt der Tabellendritte gegen seinen Rivalen, der im Mittelfeld der Zweitliga-Tabelle steht, gewinnen muss.
Groß ausruhen können sich die Mannschaft um Trainer Stefan Ruthenbeck nicht. Schon am kommenden Dienstag empfängt das Kleeblatt im Ronhof Union Berlin, die heute den Karlsruher SC mit 2:1 bezwungen haben.

Wieder Hintern in der Hose

Eintracht Braunschweig - SpVgg Greuther FürthSie spielen mutig, schnell, haben ein Konzept. Das Kleeblatt zeigt endlich, dass es einen Hintern in der Hose hat – und es kann wieder siegen! Die Begegnung gegen das in dieser Saison überraschend erfolgreiche Team von Eintracht Braunschweig endete heute mit einem 1:0-Sieg für die SpVgg. Ein wenig Statistik am Rande: Nach 478 Minuten kassierte die Eintracht ein Gegentor und verlor nach fünf Spielen wieder eine Partie. Und das Kleeblatt feierte beim Auswärtsspiel zum vierten Mal drei Punkte in Folge.

Die Stimmung im Braunschweiger Stadion ist in der Regel toll: Da wird die eigene Mannschafft begeistert angefeuert. Aber es wird auch dem Ex-Braunschweiger Domi Kumbela, der jetzt ein „Fürther“ ist, freundlich applaudiert, als er in der 65. Minute auf den Platz kommt. Kumbela hat jahrelang hier gespielt, viele Tore für seinen gelb-blauen Verein gemacht – und ist offenbar nach wie vor beliebt.

Das Fürther Tor in der 14. Minute war die konsequente Folge eines guten Startes ins Spiel. Robert Zulj traf in die linke Ecke des Kastens von Rafal Gikiewicz. Der sollte dann in der Nachspielzeit auf sich aufmerksam machen: Nachdem sein Teamkollege Decarli (nach einem Foul von Gjasula) die Nerven durchgingen und er Gjasula mal locker an die Gurgel greift, eilte Gikiewicz zum Schiedsrichter und machte seinem Ärger Luft. Tumultartige Szenen im Fürther Strafraum. Gelb für den Torwart.

Nach dem vierten Sieg wird eines immer deutlicher: Trainer Stefan Ruthenbeck (Foto) macht seine Sache gut. Er hat mit Gjasula, Freis, Röcker, Mielitz u.s.w. eine vielversprechende Truppe. Außerdem harmonieren Tom Weilandt und Domi Kumbela super, sie hätten am Ende des Spieles beinahe noch zwei Tore in zwei Minuten machen können.

Das Kleeblatt rangiert nach dem 9. Spieltag auf dem vierten Tabellenplatz – mit Tendenz nach oben. Am Tag der Kirchweih-Eröffnung, 3.Oktober, empfängt die SpVgg im Ronhof den Tabellenzweiten, den VfL Bochum. Das wird eine echte Herausforderung. Aber inzwischen kann man optimistisch sein. Es macht einfach wieder Spaß, in Fürth Fußball zu schauen.

Kleeblatt verliert beim Fußballkrimi in St. Pauli

Langweilig war es heute Nachmittag keine Minute. Am Millerntor fand ein richtiger Fußball-Krimi statt. Leider gewann der FC St. Pauli das spannende Spiel mit 3:2. Beide Mannschaften zeigten sich von einer guten Seite und bewiesen, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist.

Vor über 28 000 Zuschauern kam das Kleeblatt erst mal gut in Fahrt. Aber es war Marc Rzatkowski, der in der 19. Minute für St. Pauli das Führungstor erzielte. Doch die Kleeblätter ließen sich nicht frustrieren und hatten durchaus gute Aktionen. Dann das 2:0 in der 34. Minute. Lange Gesichter bei den zahlreichen angereisten Fürther Fans. Völlig unerwartet der Anschlusstreffer für die SpVgg drei Minuten vor der Halbzeitpause durch Sebastian Freis. Nach dem Anpfiff für die zweiten 45 Minuten hatte die SpVgg erst mal mehr Glück als Verstand, dass die Hamburger nicht noch höher in Führung gingen. Kuriose Situationen für beide Teams, in denen mal St.Pauli, mal wieder das Kleeblatt Tore hätten machen können. „Was machd eichendlich der Wunderschdürmer Kumbela? Hodd den edz amol jemand aus seim Luuch rauszuung?“, war eine halbe Stunde vor Spielende auf Facebook zu lesen. Stimmt, dachte ich mir, der sitzt auf der Reservebank und kommt nicht aufs Feld. Wenige Minuten später hatte Trainer Stefan Ruthenbeck offenbar ein Einsehen mit uns und wechselte Domi Kumbela gegen Freis aus. Das nächste Tor fiel dann zwei Minuten später für das Kleeblatt durch Robert Zulj (Foto). Es wurde nicht gewertet – Abseits. Dafür gelang den Hamburgern postwendend der Konter: Marc Rzatkowski lochte zum zweiten Mal ins Tor von Sebastian Mielitz ein – 3:1! Aber die Kleeblätter ließen sich nicht unterbuttern. Und prompt schoss Zulj nach einer guten Vorlage von Kapitän Marco Caligiuri in der 79.Spielminute ins lange Eck. Erneut der Anschlusstreffer! Die Spannung am Millerntor eskalierte. Beide Teams kämpften hart und hatten gute Chancen, der Ausgleich für das Kleeblatt lag förmlich in der Luft. Doch auch in den drei Minuten Nachspielzeit war für die Fürther nichts mehr drin. Die 2:3-Niederlage war gleichzeitig der erste Heimerfolg der Kiezkicker über die SpVgg seit 17 Jahren.

Nachtrag: Unser Tierorakel Daisy war heute bei ihrem Tipp schnurgerade auf den St.Pauli-Fressnapf zugesteuert, überlegte es sich dann nach einigen Bissen doch wieder anders und fraß erst mal den Kleeblatt-Teller leer. Was sagt uns das? Daisy hat eindeutig Fußballverstand: Das Unentschieden lag in der Luft – aber dann haben doch die Hamburger gesiegt.

Die SpVgg ist kommenden Freitag schon wieder dran. Sie empfängt den FSV Frankfurt im Ronhof, der nach drei Spielen noch keinen Sieg erzielen konnte und aktuell auf dem 15. Tabellenplatz liegt.