Kleeblatt schlägt St. Pauli mit 3:0

Trotz der problematischen Anstoßzeit an einem Dienstag um 20.30 Uhr waren gestern über 9.000 Zuschauer in den Fürther Ronhof gekommen. Sie sahen beim ersten Heimspiel 2020 gegen den FC St. Pauli eine in den ersten 45 Minuten kurzweilige, in der zweiten Halbzeit nicht mehr allzu präzise Partie. Kleeblatt-Coach Stefan Leitl musste mit seinem Personal jonglieren: David Raum und Hans Nunoo Sarpei blieben erst mal auf der Bank, Mergim Mavraj war wegen seiner Adduktorenproblemen nicht im Kader.

Das Spiel startete mit Verve. Ein vermeintliches Tor des FC St. Pauli in der 17. Minute wurde nach einem Videobeweis nicht gegeben: weiter lesen

Derbysieger ist diesmal keiner!

Wochenlang wird vor Lokalderbys das Pro und Contra diskutiert. Wer macht das erste Tor, wie brutal wird es zugehen? Wer gewinnt? So auch heute beim fränkischen Klassiker Spielvereinigung gegen 1. FC Nürnberg. Über gefallene Tore musste man sich nach dem Abpfiff allerdings nicht echauffieren. Die Begegnung ging torlos 0:0 aus.

Während des Vormittags mischten Clubfans die Fürther Innenstadt ziemlich auf. 900 Anhänger des 1. FC Nürnberg zogen mit dem Spruchband „Nürnberg ist Euer Untergang“ quer durch Fürth zum Ronhof (Foto: Sportfoto Zink). Bengalos wurden abgefackelt, die Stimmung war ungut. Viele unbeteiligte Bürger, die ahnungslos in die Innenstadt fahren wollten, wurden großzügigst umgeleitet – Ausnahmezustand wegen Fußball! weiter lesen

Derby gegen angeschlagenen Club

Das 265. fränkische Lokalderby gegen den 1. FC Nürnberg am nächsten Sonntag kommt mit Riesenschritten näher. Gestern hat mir meine Freundin Ulli auf WhatsApp geschrieben, dass sie hofft, dass der Club nicht so hoch verliert: „Ich habe schon Angst.“ Ich habe sie beruhigt. Wie man eben als Kleeblattfan eine Clubanhängerin beruhigen kann… weiter lesen

Kleeblattfans gänga zum Ronhof nieber

Die Kärwa naht mit schnellen Schritten, große Teile der Fürther Innenstadt werden heute für den Aufbau von Buden, Fahrgeschäften und Karussells gesperrt. Das Kärwaspiel am kommenden Sonntag, 29. September, ab 13.30 Uhr im Ronhof gegen Holstein Kiel wirft seine Schatten voraus. Witzig ist das große Plakat, das an mehreren markanten „Einflugschneisen“ (Foto: Kirsten Harder) , sprich: wichtigen Straßen, hängt: „Andere fahren zu ihrem Klub, mir gänga nieber“ ist dort zu lesen. Dieser Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Woanders ist auf großen Transparenten zu lesen, dass sich andere Fans bei guten Aktionen und Erfolgen ihrer Mannschaft zu „Standing ovations“ hinreißen lassen, Kleeblattfans nur fränkisch-trocken kommentieren „Bassd scho“. Stimmt, Fürther Fußballfans haben ihren eigenen Humor, da wird mit enthusiastischer Begeisterung manchmal dezent hinter dem Berg gehalten.

Also: Ich hoffe, das Stadion ist am Sonntag rappelvoll, wenn viele Fans „nieberganga“ sind. Denn: Um den Luxus, dass ein Fußballstadion so zentral im Stadtgebiet liegt und man einfach mal schnell zu Fuß dorthin läuft oder spontan mit dem Rad zum Ronhof rüberfährt, darum beneiden uns viele andere Vereine!

Versöhnlicher Saisonabschluss – auch dank Fabian Reese

Spannung bis zur letzten Minute im letzten Spiel der Zweitliga-Saison 2018/19: In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelingt Richard Magyar der 2:1-Siegestreffer gegen den FC St. Pauli – das Kleeblatt hat sich damit den 13. Tabellenplatz gesichert. Das erste Tor war Fabian Reese (Foto: Sportfoto Zink) in der 51. Minute gelungen, nach einer Vorlage, die ebenfalls von Magyar kam. Insgesamt ein versöhnlicher Abschluss einer Spielzeit, in die Fürth vielversprechend startete, bevor plötzlich der Wurm drin war und man zeitweise sogar um den Klassenerhalt fürchten musste. 

Zahlreiche St. Pauli-Fans hatten ihr Team nach Franken begleitet, im Ronhof wurde ihnen deshalb ein zusätzliches Kontingent an Plätzen überlassen: Eine mit fast 14.000 Zuschauern beeindruckende Kulisse – schade, dass es in den vergangenen Monaten nicht öfter so war. Außerdem hatten sich die Anhänger beider Mannschaften eine originelle Choreografie einfallen lassen, was er Partie einen zusätzlichen Reiz verschaffte. Zusammen mit den angenehm frühsommerlichen Temperaturen also beste Voraussetzungen für einen interessanten Fußball-Nachmittag.

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Kölner Wiederaufstiegsparty im Ronhof

Es hätte so ein schönes Fußball-Fest werden können: Trotz des unwirtlichen Wetters herrschte gute Laune im Ronhof vor dem Spiel gegen den Spitzenreiter der Zweiten Bundesliga, den 1. FC Köln. Was auch daran lag, dass die Gäste aus der Domstadt in Scharen angereist waren und schon vor der Partie Karnevalsstimmung verbreiteten. Für die meisten von ihnen stand von vornherein fest: Ihr „Effzeh“ würde am Ende des Abends als Wiederaufsteiger in Liga Nummer eins nach Hause fahren. Da dem Favoriten dafür aber auch ein Unentschieden gereicht hätte, konnte man sich als Kleeblattfan  zumindest Hoffnungen auf ein Remis machen, das der Spielvereinigung schließlich den Verbleib in der Zweiten Liga gesichert hätte. Und wer weiß – manchmal hat ja auch der Underdog Chancen auf einen Sieg, wenn es gut läuft.

Doch das tat es von der ersten Spielminute an nicht. Stefan Leitl konnte eigentlich nur eine zweite Garnitur gegen die Rheinländer aufbieten. Das Kleeblatt ohne Maxi Wittek, ohne die gesperrten Fabian Reese und Daniel Keita-Ruel – das verhieß nichts Gutes. Und so kam es, wie es kommen musste: Schon in der 8. Spielminute geriet Fürth durch einen Treffer von Jhon Cordoba (Foto: Sportfoto Zink) in Rückstand. Eine unglückliche Aktion von Daniel Steininger bescherte den Gästen das 2:0 (20.), und Cordoba gelang per Kopfball noch kurz vor dem Pausenpfiff das 3:0 (41.). Da war die Sache eigentlich schon gegessen.

Der Spielvereinigung gelang praktisch nichts an diesem Abend, die 12.500 Zuschauer – von denen ein Großteil aus Köln-Fans bestand – konnten von Beginn an verfolgen, wie eine Spitzenmannschaft der Zweiten Liga ein ersatzgeschwächtes Team nach allen Regeln der Kunst vorführt. Der Fürther Keeper Sascha Burchert verhinderte letztlich, dass es nach einem dritten Treffer von Cordoba (65.) beim 4:0 für Köln blieb und dessen Triumph nicht noch höher ausfiel.

Während von den Rängen Kölner Karnevalslieder zu hören waren und „Nie mehr Zweite Liga, nie mehr, nie mehr“ erklang, musste sich das Kleeblatt nach dem schwächsten Auftritt seit Wochen am Ende Pfiffe von den eigenen Fans gefallen lassen. Und: Es muss weiter zittern – das Gespenst eines drohenden Abstiegs geht noch immer um. Deshalb braucht es beim Auswärtsspiel am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr gegen Erzgebirge Aue unbedingt einen Sieg!

Endlich wieder ein Heimsieg!

Paul Seguin erzielt per Elfmeter das 1:0 fürs Kleeblatt (Foto: Sportfoto Zink)

Endlich wieder ein Heimsieg für die Spielvereinigung! Nach zwei Unentschieden in der Englischen Woche – gegen Arminia Bielefeld und beim Nachholspiel gegen Dynamo Dresden – konnten die Kleeblattfans heute ein 2:1 feiern. Gegner war der SV Darmstadt 98.
Fürths Trainer Stefan Leitl hatte heute personell große Sorgen: Maximilian Wittek und Tobias Mohr sind verletzt und nicht einsatzfähig, genauso wenig wie Julian Green. Noch dazu hatte sich Daniel Keita-Ruel beim Aufwärmen vor dem Spiel am linken Sprunggelenk verletzt und musste in der 43. Spielminute ausgewechselt werden. Drei Ex-Kleeblätter standen für die Darmstädter auf dem grünen Rasen: Serdar Dursun, Marcel Franke und Johannes Wurtz.

In der ersten Halbzeit war die Partie für die Zuschauer unspannend und eher mittelmäßig. Noch dazu war Schiedsrichter René Rohde aus Rostock mit Gelben Karten nicht geizig. Nach der Halbzeitpause machten die Kleeblätter dann deutlich mehr Druck. David Atanga versuchte (für Keita-Ruel) immer wieder, vor das Tor der Lilien zu kommen, allerdings waren seine Abspielmöglichkeiten eher suboptimal. Das erste Tor für die SpVgg fiel dann aufgrund einer – meiner Ansicht nach – ungerechten Entscheidung des Referées. Er hatte bei Franke ein Handspiel gesehen und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Die undankbare Aufgabe des Schützen übernahm Paul Seguin, der trocken und souverän ins Tor von Daniel Heuer Fernandes traf. 1:0 im Ronhof – endlich mal die Heimführung!
Fabian Reese war heute in der Startelf und rackerte, was das Zeug hielt. Er hatte ja im Testspiel gegen Ingolstadt sein Potenzial gezeigt und einen Hattrick gelandet. Und endlich wurde sein Engagement in der Zweiten Liga belohnt: In der 83. Minute war er mit dem Ball bis zur Strafraumgrenze vorgestoßen, zögerte – wie so oft – lange, fasste sich ein Herz und schoss dann doch mit dem rechten Fuß. Der Ball war eher harmlos, aber Heuer Fernandes konnte auch diesen Teffer nicht parieren: 2:0!
Vier Minuten Nachspielzeit waren dann auch wieder ein Tick zu viel. Die Kleeblätter – erschöpft und ausgepumpt – hofften auf den erlösenden Schlusspfiff. Doch mit einem Standard verkürzten die Darmstädter noch zum 2:1.

Nach diesem Heimsieg gegen den SV Darmstadt hat die Spielvereinigung mit einem drohenden Abstieg nichts mehr zu tun. Am 29. Spieltag fährt das Kleeblatt am kommenden Sonntag, 14. April, zum VfL Bochum. Der liegt mit nur einem Punkt weniger direkt hinter der SpVgg auf Tabellenplatz elf.

Mehr Glück als Verstand!

Felix Wiedwald hält den zweiten Elfmeter von Daniel Keita-Ruel (Foto: Sportfoto Zink)

Eigentlich reicht die Überschrift schon für ein Fazit dieses Spiels: Mehr Glück als Verstand, viel mehr gibt es dazu kaum zu sagen. Dass die Spielvereinigung die heutige Partie gegen den MSV Duisburg mit 1:0 gewonnen hat, ist einerseits schmeichelhaft, denn beide Teams waren ungefähr gleich harmlos. Andererseits ist es blamabel, denn es hätte am Ende 2:0 heißen müssen. Doch Daniel Keita-Ruel schoss beim zweiten Elfmeter (1. Minute der Nachspielzeit, siehe Foto) den Ball haargenau in die Hände des Duisburger Keepers Felix Wiedwald – und das, nachdem er fünf Minuten vorher bereits einen Foulelfmeter erst durch Nachschuss im Kasten der Gäste versenken konnte (86.). Ein äußerst schwaches Bild, das der Fürther Stürmer da abgab!

Mal ganz abgesehen davon, war schon Elfmeter Nummer eins ein sehr großzügiges Geschenk von Schiedsrichter Harm Osmers an das Kleeblatt. Denn im Zweikampf mit Duisburgs Hajri fiel Julian Green einen Tick zu früh hin, als es mit rechten Dingen hätte zugehen können. Doch der Unparteiische ließ sich weder von einigen protestierenden Duisburger Spielern in seiner Entscheidung beeinflussen noch von ihrem Trainer Lieberknecht, der deshalb schimpfte wie ein Rohrspatz.

Und sonst? Für den neuen Kleeblatt-Trainer Stefan Leitl war es ein glücklicher Einstand. Für ihn zählt nicht, wie dieses Ergebnis zustandegekommen ist – sondern nur, dass es 1:0 lautet und die Spielvereinigung damit den Abstand zum Tabellenende um drei Punkte vergrößern konnte. Ob der „neue Besen“ Leitl wirklich gut kehrt, wird sich beim nächsten Spiel am Sonntag, 17. Februar, gegen Holstein Kiel zeigen. Und für Duisburg? Für die Zebras war es eine bittere Pille, die sie im Ronhof schlucken mussten. Ein 0:0-Unentschieden wäre dem Spiel ehrlicherweise eher gerecht geworden. Aber was heißt im Fußball schon gerecht? Und Glück muss nicht nur der Mensch, sondern auch der Fußballer haben. So gesehen, geht das heute alles in Ordnung.

Kleeblatt immer gut für Überraschungen

Heute Abend ist um 20.45 Uhr im ausverkauften Ronhof der Anstoß zum DFB-Pokalspiel der Spielvereinigung gegen Borussia Dortmund. Und die Chancen, dass das Kleeblatt für eine sportliche Sensation sorgen könnte, stehen gar nicht mal so schlecht. Die Gesetze in Pokal-Begegnungen sind bekanntlich anders als im Liga-Fußball, da kann der eine oder andere hohe Favorit schon zu Beginn des Wettbewerbes rausfliegen.

So geschehen zum Beispiel am vergangenen Samstag im Spiel des Pokalsiegers 2018 – Eintracht Frankfurt – gegen den Regionalligisten SSV Ulm. Und auch ein knapper 1:0-Sieg der „Übermannschaft“ Bayern München weiter lesen

Kleeblatt kann wieder Tore schießen!!!

Das war heute ein Saisonstart, wie man ihn sich wünscht: Bei superheißen Temperaturen von fast 35 Grad besiegt die Spielvereinigung in einem wirklich spannenden Heimspiel den SV Sandhausen mit 3:1. Der Neuzugang Daniel Keita-Ruel (2. von rechts) bewies in seinem ersten Spiel in Weiß-Grün seine Qualitäten und ist offenbar ein Glücksgriff. Er war doppelter Torschütze (Foto: Sportfoto Zink).
Die Partie begann lebhaft, aber aus Fürther Sicht ein wenig nach Kleeblatt-Manier: Die ersten Meter in Richtung des Sandhausener Strafraums waren beherzt, dann wurde der Weg zu weit, der Angriff war nicht originell und durchdacht genug. So ging’s ohne wirklich erwähnenswerte Momente in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel änderte Fürths Coach Damir Buric sein System vom 4-2-3-1 auf ein 3-5-2, mit Lukas Gugganig hatte er einen zusätzlichen Innenverteidiger in die Fürther Abwehr gestellt. Trotzdem passierte in der 55. Minute das, weiter lesen